1 Silke Wußler Mentorenweiterbildung 15.01.2002
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1. Einleitung: 2
2. Definition Qualität und Pflegequalität. 3
3. Beurteilung der Pflegequalität 6
4. Faktoren für die Bestimmung Qualität in der Pflege 10
5. Wie kann Qualität gesichert und stetig verbessert werden? 11
6. Umfrage „Pflegequalität in der Stadtklinik St. Martin“ 15
7. Schluss: 17
8. Anmerkungen. 18
Literaturverzeichnis
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Qualität im Gesundheitswesen erlangte in den letzten Jahren auch in der Bundesrepublik aufgrund der zunehmend begrenzten Ressourcen eine zunehmende Bedeutung und ist im Moment im Gesundheitssystem in aller Munde. Sich mit diesem großen Thema im Rahmen dieser Arbeit auseinander zusetzen und verschiedene Sichtweisen anzudiskutieren ist auch unter dem Fokus der Mentorenausbildung interessant, weil diese ja auch als Baustein der Pflegequalität betrachtet werden kann.
Wenn es um das Thema Qualität in der Pflege geht, geht es nicht nur um die Beantwortung der Fragen: Pflegequalität was ist das eigentlich? Auf was kommt es an, muss man damit gleich Kosten verbinden oder erfordert es eine Hohe Fachkompetenz oder Qualifikation? Vor allem muss die Frage gestellt werden, wie eine maximale Qualität entsprechend den Forderungen im SGB XI, § 80, in der Pflege gesichert werden kann. Dabei müssen die finanziellen und materiellen Rahmenbedingungen, sowie gesetzliche Bestimmungen beachtet werden.
Aufgrund der Professionalisierungsdiskussion in der Pflegefachwelt, ist Bewegung in den Argumentationen und Methoden, das darzustellen, was Pflege ist. Dies ist nicht das zentrale Thema dieser Arbeit aber die Begrifflichkeit der Pflegequalität ist eng mit den verschiedenen Messmethoden der Ressourceneinsätze und de Pflegeoutputs dieser Diskussionen verbunden. Verschiedene Kontrolle- und Bewertungsverfahren sind erstellt worden, um diese sogenannten Qualität in den einzelnen Häusern zu messen.
Nur stellt sich für mich jetzt die Frage: „Haben wir, in den letzten Jahren schlecht gepflegt?“ Meiner Meinung nach wird im Alltag der Pflegeberufe aufgrund der Kürzung der Verweildauer, der knappen Personalressourcen viel abverlangt und wir tun unser Bestes.
Und jetzt sollen wir uns auch noch mit purer Theorie auseinandersetzen, man soll auch noch Begeisterung und Engagement mitbringen. Andererseits ist das Pflegepersonal mit so vielen Dingen
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unzufrieden, wegen des hohen Arbeitsanfalls und zu wenig Personal. Der Arbeitsanfall wird in den nächsten Jahren noch mehr steigen und deswegen muss sich auch was ändern.
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Der Begriff Qualität wird im Duden als „ Beschaffenheit “ oder „ Eigenschaft “ beschrieben. Ganz allgemein bedeutet Qualität die Übereinstimmung mit definierten Anforderungen.
Qualität ist also:
9 Wert, Güte und Beschaffenheit
9 Die Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmale eines Produktes oder einer Dienstleistung, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung festgelegter oder
vorausgesetzter Erfordernisse bezieht. 1
9 Nichts absolutes, sondern stets bezogen auf gegebener Erfordernisse oder auf vorgegebenen Forderungen
9 Kann nicht als physikalische Größe betrachtet werde, deren Werte messbar sind
Der Qualitätsbegriff wird in der Pflege durch viele Faktoren beeinflusst, die nicht wie ein technischer Produktionsprozess beliebig steuerbar sind. Dazu gehören Umgangsformen, das persönliche Auftreten eines jeden einzelnen gegenüber Patienten und seinen Mitarbeitern, denn Qualität wird auch durch den Empfänger der Leistung bestimmt, für den die Leistung auch nutzbar sein muss. Doch was ist jetzt Pflegequalität?
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„ Pflegequalität ist das Maß an Übereinstimmung zwischen erbrachter Pflege und den
bestehenden Kriterien für diese Pflege.“ 2
„Pflegequalität ist der Grad, zu dem die Pflege mit dem die Pflege mit dem gegenwärtigen Wissensstand die Wahrscheinlichkeit günstiger Ergebnisse für die Patienten erhöht und die
Wahrscheinlichkeit unerwünscht Ergebnisse reduziert.“ 3
Es ist schwer eine allumfassende Definition von Qualität zu finden. Donabedian glaubt, dass eine Definition nicht ausreicht und schlägt drei Definitionen 4 vor:
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1.Die $EVROXWHVWLVFKH'HILQLWLRQ betrachtet die Möglichkeit von Schaden und Nutzen für die Gesund-
heit aus dem Blickwinkel des Praktikers ohne Berücksichtigung der Kosten.
2.Die LQGLYLGXDOLVLHUWH'HILQLWLRQrichtet sich nach den Erwartungen des Patienten hinsichtlich Nutzen
und/oder Schaden und anderer unerwünschter Folgen.
3.Die VR]LDOH'HILQLWLRQbeinhaltet die Pflegekosten, den Nutzen und den Schaden als zusammenhängende Größe und die Maßnahme der Pflege, wie sie von der Bevölkerung im allgemeinen bewertet wird.
Die große Herausforderung liegt darin, ein Gleichgewicht zwischen menschlichen Werten, technischen Hilfsmitteln, Lebensqualität und Innovation mit der ökonomischen Realität herzustellen, damit das best- mögliche Pflegeziel erzielt werden kann. Es scheint nicht so, als würde es bald eine universelle Definition von Qualität geben. Obwohl eine formelle Definition fehlt, kann ein Patient oder ein Dienstleister auf jeden Fall das Fehlen von Qualität feststellen beziehungsweise unzulängliche Pflege oder nicht optimale Resultate erkennen.
Drei oder mehr Versuche bei der Venenpunktion oder warme Mahlzeiten, kalt serviert, sind Beispiele für unzureichende Qualität. Dekubiti und postoperative Infektionen sind Beispiele für schlechte Ergebnisse.
9 Pflegequalität setzt Engagement, Begeisterung und fachliche Kompetenz voraus. 9 Für Pflegequalität gibt es keine Rezepte, schon deshalb nicht, weil Wissen und Phantasie sich nicht festschreiben lassen.
9 Qualität bedeutet auch, den Pflegeprozess im Fluss zu halten, ihn nie stehen zu lassen, sondern er muss immer weiterentwickelt werden.
9 Pflegequalität ist das Ergebnis der notwendigen pflegerischen Intervention, bezogen auf die pflegerischen Ziele, unter Berücksichtigung der vorhandenen Rahmenbedingungen.
Arbeit zitieren:
Silke Wussler, 2002, Pflegequalität - was ist das eigentlich?, München, GRIN Verlag GmbH
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