Universität Bielefeld Fakultät für Psychologie WS 2001/2002
Vorlesung: Psychologie der Geschlechter: Ein spezieller Blick auf Identitätsentwicklung Bearbeitet von: Thomas Höötmann
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1 Einleitung
Aufgrund meines persönlichen Interesses, habe ich mich bei der Themenwahl meiner Hausarbeit für folgende Fragestellung entschieden: „Gibt es den typischen Mann bzw. die typische Frau?“ Um eine grobe Struktur in meine Arbeit zu bringen, möchte ich im Folgenden kurz auf einige Inhaltliche, wie auch formelle Aspekte eingehen.
Nach der Einleitung geht es in meiner Hausarbeit direkt zu meiner Leitthese über, die mich als roter Faden durch meine Hausarbeit begleiten soll und in einigen Kapiteln aufgegriffen, erläutert und erklärt wird. Das zweite Kapitel steht unter der Überschrift „Geschlechtsrollenentwicklung und Geschlechterstereotype“. Hier möchte ich auf eventuell bestehende Unterschiede zwischen Mann und Frau eingehen und eine Analyse von Stereotypen und deren Inhalten aufzeigen. Um die Leitthese zu belegen, stelle ich ein Experiment vor, welches sich mit der Geschlechtsrollenprojektion von Eltern auf ihre Säuglinge beschäftigt. In Kapitel drei werden einige Theorien vorgestellt, die speziell auf die Geschlechtstypisierung und die Sozialisation der Geschlechter eingeht. Hier wird beschrieben, wie es zu den Geschlechtsspezifischen Unterschieden kommen könnte und was diese Prozesse möglicherweise unterstützen könnte. Das bis hier erarbeitete Material soll also erst eine unterschiedliche Darstellung von Mann und Frau, sowie einige Stereotype aufzeigen und im Folgenden (Kap.3) die dafür verantwortlichen Prozesse erläutern. Im darauf folgenden Kapitel 4 (Ergebnisse/ Diskussion) sollen die erarbeiteten Aspekte, wie auch die Leitthese erneut aufgegriffen werden. Diese werden nun mit der Fragestellung der Hausarbeit in Bezug gesetzt und diskutiert.
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Wenn Kinder in Interaktionen und einer sozialen Umwelt aufwachsen, die auf Geschlechterstereotypen basiert, dann werden sie bereits in jungen Jahren in die bestehende Geschlechtsrolle kategorisiert.
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Geschlechtsrollenentwicklung:
Spricht man von Geschlechtsrollenentwicklung, so handelt es sich um Erwerb und Veränderung geschlechtsbezogener Kognitionen, Einstellungen und Verhaltensmustern bei Mann und Frau. Die „Geschlechtsrolle“ kennzeichnet dabei die für das jeweilige Geschlecht kulturell vorgesehenen, oder vorgeschriebenen Fähigkeiten, Interessen und Einstellungen. Geschlechtsrollen spezifizieren somit, welches Verhalten für Frauen und Männer, als auch für Mädchen und Jungen, als angemessen oder unangemessen gilt. In der Sozialpsychologie werden zwei Fragen, welche die Geschlechtsrollen betreffen, untersucht. In der ersten Frage geht es um die Entstehung einer allgemein weit verbreiteten Annahme, die lautet, dass Männer eher instrumentell und Frauen eher expressiv veranlagt seien. Die zweite Frage beschäftigt sich mit dem daraus resultierenden männlichen bzw. weiblichen Sozialverhalten. Eagly (1987) hat einen Ansatz entwickelt, der beide Fragen einer Antwort näher bringen will.
Arbeitsteilung
Abb.1: Die Theorie der sozialen Rollen
Geschlechterstereotype:
„Geschlechterstereotype sind kognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Frauen bzw. Männern enthalten“ (Eckes 1997, S.17).
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Arbeit zitieren:
Thomas Höötmann, 2002, Gibt es den typischen Mann oder die typische Frau?, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
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