1. Trainingssteuerung
1.1. Ist- Zustand und Diagnose
Das Thema dieser Hausarbeit beinhaltet die Trainingssteuerung des muskulären Aufbautrainings bei einer Verletzung des menschlichen Bewegungsapparates. Diese Verletzung ist nicht bei einer sportlichen Aktivität entstanden, sondern durch einen Sturz im Privathaushalt zu erklären.
Frau Maier war gerade dabei, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen und damit beschäftigt, Gegenstände die nicht mehr benötigt werden in den Keller zu schaffen. Da sie meiner Meinung nach zu viele Dinge mit einmal transportieren wollte, konnte sie die Treppe zu ihrem Keller nicht genau einsehen und rutschte von einer Stufe ab, viel hin und brach sich dadurch das Bein (rechter Unterschenkel). Da bei Frau Maier ein sehr komplizierter Bruch entstand, mußte die dafür nötige Behandlung länger angesetzt werden als im Normalfall. Dem zufolge ist ein relativ großer Rückgang der rechten Beinmuskulatur zu verzeichnen. Außerdem ist hier noch zu sagen, dass ihre Gelenke durch den Gips den sie tragen muß jetzt in ihrer Funktionsweise stark eingeschränkt sind.
Frau Maier hat bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Sport oder Fitness betrieben. Sie hat also keine technischen Erfahrungen an Geräten und muß demzufolge länger rehabilitiert werden als ein Sportler mit einer ähnlichen Verletzung. Da ich weiter Schäden an ihrem Bewegungsapparat vermeiden möchte, ist es sehr wichtig ihr die Geräte und damit auch dem Ablauf der daran ausgeführten Bewegungen genaustens zu erklären, um Folgefehler zu vermeiden. Frau Maier ist 27 Jahre alt und hat ein Gewicht von 58 kg bei einer Körpergröße von 1,62 m.
Insgesamt lag Frau Maier 10 Wochen im Krankenhaus, wobei sie sechs Wochen nur im Bett lag. Nach diesen sechs Wochen wurden mit ihr passive dynamische Bewegungsübungen durchgeführt. Mit Hilfe eines Physiotherapeuten wurde in der darauffolgenden Zeit ihr Bein langsam wieder an Belastungen gewöhnt. Als sie Fortschritte bei der Physiotherapie machte durfte sie nach einiger Zeit mit Gehilfen laufen. Wichtig hierbei ist, dass sie ihr Bein Anfangs nur mit 20 kg Druck belasten durfte, was sich im laufe der Zeit sich.
Nach 10 Wochen wurde sie entlassen mit der Aufforderung in einem Fitnesstudio ihren Bewegungsapparat zu trainieren, um somit einen kontinuierlichen Anstieg ihre Muskelmasse gewährleisten zu können. Mir war es auch sehr wichtig das ihre Gelenke, Sehnen und Bänder wieder 100 prozentig belastet werden können.
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Körperdaten zu Beginn des ersten Makrozykluses
Datum: 01.11.2000
Gewicht: 58 kg
untere Extremitäten: re. Oberschenkel 49 cm li. Oberschenkel 53 cm re. Wade 28 cm li. Wade 31 cm
obere Extremitäten:
Körperstamm:
BMI
Der BMI berücksichtigt die Abhängigkeit des Körpergewichts von der Körperfläche, nach Broca.
BMI = BodyàMassàIndex BMI = Körpergewicht (Körpergrö. in m)²
20-25 normal 25-30 übergewichtig 30-40 Addipositas (Fettsucht) >40 extreme Fettsucht
In unserem Fall beträgt der BMI von Frau Maier 22.10. Das heißt, dass Frau Maier in einem guten Körperlichen Zustand ist obwohl sie bisher keinerlei sportliche Betätigungen aufweist.
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Name: Frau Maier Testform: PWC Alter: 27 Ruhepuls: 76 Gewicht: 58kg
Protokoll: Ziel- Herz- Frequenz = 130 Hz
1 2 3 4 5 6
Die Zielherzfrequenz wurde nach 11,32 min erreicht. Den PWC- Test habe ich natürlich nur unter der Voraussetzung durchgeführt, dass ihr allgemeines Wohlbefinden dies zuläßt und das ihre Verletzung soweit wieder in Ordnung ist, dass man ohne Bedenken diesen Test durchführen kann.
1.2. Soll- Zustand und Prognose
Bewertung des Ziels
Das Hauptziel der Bemühungen mussten darin liegen, dass die abgebaute Muskulatur wieder für den Altagsgebrauch hergestellt wird. Die rechte untere Extremität war vier Zentimeter geringer im Umfang gegenüber der linken unteren Extremität. Nicht außer Acht gelassen werden sollte hier auch das angeschlagene Selbstbewußtsein von Frau Maier. Sie litt sehr stark darunter, da die Aussage im Krankenhaus fiel, dass das Defizit in der rechten unteren Extremität wahrscheinlich nicht wieder zu 100 prozent ausgeglichen werden kann. Zum Ziel wurde eine Rehabilitationszeit im Fitness-Studio von zwölf Monaten gesetzt, um annähernd ihre damalige Altagstauglichkeit wieder herzustellen.
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1.3 Trainingsplanung
Die Trainingsplanung ist der dritte Schritt in der Trainingssteuerung. Es ist die Planung der Trainingsabschnitte in einem Makrozyklus, Meso- und Mikrozyklen. Der Vorteil der Trainingsplanung in Zyklen liegt darin, dass man langfristig festlegen kann, wie man das Training durchführen möchte. Daher plant man mindestens ein halbes Jahr in der Grobstruktur vor und leitet alle vier bis sechs Wochen komplett neue Mittel- beziehungsweise kurzfristige Trainingspläne daraus ab. Es ist im Sinne des optimalen Erfolges weder sinnvoll, ständig die Methodik des Trainings und das gesamte Belastungsgefüge zu ändern, noch monatelang mit den gleichen Methoden zu trainieren. Es wird der genaue Aufbau und Vollzug des Trainings in den genannten Zyklen in Abhängigkeit von der erstellten Diagnose und Prognose festgelegt. Ausgangspunkt der Planung ist das reale Leistungsniveau, das Trainingsalter sowie die objektiv für das Training verfügbare Zeit. Auch stellt der Inhalt der Zyklen eine Folge von Belastungs- und Beanspruchungsregulationen dar. Im Vordergrund der Rehabilitation steht der verletzte Bereich, wobei der restliche Körper jedoch nicht vergessen werden sollte. Dadurch wird eine verkürzte Regenerationszeit bezweckt, sowie das Selbstwertgefühl von Frau Maier erhöht, welches für den gesamten Genesungsprozess voraussetzend ist.
Bei Frau Maier umfasst der verletzte Bereich die gesamte Muskulatur der rechten unteren Extremität. Die Kräftigung der Bein- und Gesäßmuskulatur besitzt unter gesundheitlichen Aspekt - im Hinblick auf die Beckenstellung, die Entlastung des Hüftgelenkes und die Stabilisierung des Kniegelenkes - eine große Bedeutung. Der große Gesäßmuskel ist hauptsächlich für die Rückführung des Beines sowie die Beckenaufrichtung verantwortlich. Dadurch wird eine Stabilisierung des Kniegelenks mit unterstützt. Die Hauptaufgabe des Oberschenkels (vierköpfiger Schenkelstrecker) liegt in der Kniestreckung. Die Rückseite des Oberschenkels unterstützt im wesentlichen die Hüftbeugung und deren Stabilisierung. Mit Hilfe der Wadenmuskulatur (Zwillingswaden-,Schollenmuskel) ist es möglich, in den Ballenstand zu gehen. Anmerkend ist zu sagen, dass der Kraftverlust nur gesamtheitlich gemessen werden kann. In unserem Fall ergibt sich zum Beispiel ein Kraftverlust des gesamten vierköpfigen Schenkelstrecker. Die Verminderung der Muskelmasse in den einzelnen Anteilen des ist unterschiedlich ausgeprägt. Auf Grund des Umfanges des verletzten Bereiches und der Zustimmung von Frau Maier, legte ich die Trainingseinheiten wie folgt fest:
Arbeit zitieren:
Nico Mahn, 2001, Die Trainingssteuerung des muskulären Aufbautrainings bei einer Verletzung des menschlichen Bewegungsapparates, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Krafttraining in der Rehabilitation in der medizinischen Trainingsther...
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