Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Die relevantesten Einflussfaktoren des Elternhauses auf die
Entwicklung der Lesegewohnheiten 3
2.1 Die Vorbild-Funktion der Eltern 3
2.2 Buchbestand im Elternhaus 4
2.3 Soziale Einbindung des Lesens 4
3. Leseförderung und Leseerziehung in der Familie 5
3.1 Sprachspiele und Vorlesen als wichtige Instrumente der
Lesef örderung 5
3.2 Einfluss unterschiedlicher Erziehungsmethoden auf die
Lesef örderung 6
3.3 Grenzen der Leseförderung im Elternhaus 7
4. Einfluss der Medienwelt in der Familie auf die Lesesozialisation 9
5. Schichtabhängigkeit der Einflussfaktoren. 10
5.1 Zahlen und Fakten zur Schichtabhängigkeit 10
5.2. Folgen für die Lesesozialisation 10
6. Fazit und Ausblick. 11
7. Literaturverzeichnis. 12
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1. Einleitung
Bei der Beschäftigung mit diesem Thema stellt sich als Erstes die Frage: Was ist Lesesozialisation eigentlich?
In der Sozialisation allgemein gilt Lesen in der heutigen Informationsgesellschaft als eine Schlüsselqualifikation, weil dabei Kompetenzen erworben werden, die für die Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben unverzichtbar sind. „Lesesozialisation (...) bezeichnet den Prozess der Aneignung und Vermittlung von Kompetenzen zur Rezeption und Verarbeitung von Texten aller Art.“ (Payrhuber 2001, 568). Ob ein Kind jedoch neben dem Erwerb der Fähigkeit Lesen zu einem habituellen Leser wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen nehmen Eltern, Geschwister, Kindergarten, Schule und Freunde Einfluss auf das kindliche Leseverhalten, zum anderen spielen das Geschlecht und das Alter eines Kindes eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Lesegewohnheiten. Da nicht alle Determinanten des kindlichen Leseverhaltens im Rahmen dieser Arbeit umfassend betrachtet werden können, konzentriert sich die Autorin aus folgenden Gründen auf die Eltern als die ersten und wichtigsten Vermittler von Lesekompetenz. Die PISA-Studie nennt als Ursache für die schlechten Ergebnisse der deutschen Jugendlichen im Bereich Lesekompetenz die fehlenden sozialen Kontexte beim Erwerb der Lesepraxis. „Diese Kontexte sind die Familien in denen das Lesen zum selbstverständlichen Anteil der sozialen Wirklichkeit werden muss [...]“ ( PISA 2000. Basiskompetenzen 2001, 133). Aus diesem aktuellen Anlass stellt sich die Frage: Was können Eltern denn im Idealfall tun um ihre Kinder bestmöglich zu fördern? Ziel dieser Arbeit ist es nun, die Einflussfaktoren des Elternhauses auf die Entwicklung der Lesegewohnheiten aufzuzeigen und zu erläutern. Der Fokus liegt dabei hauptsächlich auf der Erläuterung der positiven Einflüsse, um deutlich zu machen, wie dieser Idealfall aussieht. Gestützt wird die Arbeit durch verschiedene Studien, die sich mit diesem Thema befasst haben.
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2. Die relevantesten Einflussfaktoren des Elternhauses auf die
Entwicklung der Lesegewohnheiten
2.1 Die Vorbild-Funktion der Eltern
Eltern sind in der Regel die ersten Bezugspersonen im Alltag von Kindern und haben einen erheblichen Einfluss auf die kindliche Leseentwicklung. Diese findet im Rahmen der gesamten, jeweils familienspezifischen Mediensozialisation statt, ihr Umfang orientiert sich an den im Haushalt genutzten und zur Verfügung stehenden Medien, ob und wie Interesse an Büchern und Druckmedien geweckt wird und an den familienspezifischen Normen mit denen der Umgang mit Büchern geübt wird. Übereinstimmend kamen Forschungen wie Familie und erweitetes Medienangebot (Hurrelmann 1988), Lesesozialisation (Hurrelmann 1993) und Familie und Lesen (Köcher 1988) immer wieder zu dem Ergebnis, dass das Vorleben innerhalb der Familie, also der Vorbildcharakter der Eltern und auch Geschwister, für das spätere Mediennutzungs- und damit auch für das Leseverhalten prägend sei. Die Stiftung Lesen hat in einer Längsschnittuntersuchung 2000 ein eindeutiges Ergebnis erzielt: „Zwischen Lesesozialisation und Lesertypologie gibt es einen deutlichen Zusammenhang: 52 % der Befragten mit Familieneinfluss sind Vielleser, dagegen findet man in dieser Gruppe nur 8 % Kaumleser. Im Gegensatz dazu sind 43 % der Befragten, die negative oder keine positiven Erfahrungen gemacht haben, Kaumleser, wogegen man Vielleser hier nur zu 13 % findet.“ (Studie Lesen 2000; zit.n. Albrecht 2003, 34).
Bettina Hurrelmann u.a. weisen in einem Artikel auf die Ergebnisse ihrer Studie Lesesozialisation hin und sagen: „ Das Lesevorbild der Eltern ist wichtig. (...) Als Lesevorbild steht für die meisten Kinder die Mutter im Vordergrund. Der Vater spielt nur am Rande überhaupt eine Rolle “ (Hurrelmann1994, 3). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass hier der größte Einflussbereich des Elternhauses liegt. Die Tatsache, dass Kinder in ihren Eltern Vorbilder sehen
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erstreckt sich natürlich auf viele Bereiche, beim Lesen ist diese Vorbild-Funktion jedoch eine sehr prägende.
2.2 Buchbestand im Elternhaus
Der Faktor Buchbestand im Haushalt, der zwar eine „wichtige Vorraussetzung aber keine hinreichende Bedingung für die Entstehung von Lesefreude [ist]“ (Köcher 1988, W2280) gehört auch zu den Einflussfaktoren auf die Lesesozialisation. Das Vorhandensein von Büchern und die für Kinder wahrnehmbare Nutzung der Bücher durch die Eltern für unterschiedliche Zwecke (Information, Unterhaltung etc.) binden die Kinder enger an Bücher und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass auch sie Bücher vielfach nutzen werden. Daraus lässt sich die Erziehungsempfehlung erklären, dass Kindern ein freier Zugang zu altersgerechten Büchern geboten werden soll.
2.3 Soziale Einbindung des Lesens
„[Kinder müssen] Gelegenheiten haben, an den Leseerfahrungen der Eltern teilzuhaben.“ (Hurrelmann 1994, 7). Deswegen muss Kommunikation zwischen Eltern und Kindern und eine Integration des Lesens in den Alltag und in das Familiengeschehen stattfinden. Hurrelmann erläutert dies und nennt gemeinsame Besuche in Bücherei und Buchhandlung, gemeinsames Lesen und Gespräche über Gelesenes als Beispiele für diesen laut Hurrelmann wirksamsten Faktor der familialen Lesesozialisation (ebd.). Kinder aus in diesem Sinne unkommunikativen Familien lesen nicht nur weniger und seltener, da Lesen bei ihnen nicht zum Ritual geworden ist, sondern auch mit geringerer Freude, weil Ihnen eine Verbindung des Lesens mit Geborgenheit und Harmonie fehlt .
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Arbeit zitieren:
Theresa Linnéa Mülller, 2005, Der Einfluss des Elternhauses auf die Lesesozialisation, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die Rolle der Eltern bei der Lesesozialisation der Kinder
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