Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
2. Forschungsgegenstand Gespräch 2
3. Die Teile des Gespräch 3
3.1 Die Anfangsphase des Gesprächs 3
3.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil) 3
3.3 Die Beendigungsphase 3
4. Kategorien der Gesprächsanalyse 4
4.1 Mikrostruktur 4
4.2 Makrostruktur 4
4.2.1 Die Anfangsphase des Gesprächs 4
4.2.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil) 5
4.2.3 Die Beendigungsphase 5
5. Beteiligungsrollen 6
6. Analysekategorien 7
6.1 Sprecherwechsel 7
6.2 Formen des Sprecherwechsels 8
6.3 Sprecher 8
6.4 Hörer 9
6.5 Organisationspannen und Reparaturmechanismen 9
6.6 Funktion der Partikel 10
6.7 Funktion nonverbalen Verhaltens 11
7. Methodologischer Exkurs 13
7.1 Transkription 13
8. Zum Verhalten benachbarter Gesprächsbeiträge 15
8.1 Initiierung vs Respondierung 15
8.2 Paarigkeit von Gesprächsbeiträgen 15
8.3 Responsivität und Nicht-Responsivität 15
8.4 Textuelle Verknüpfung von Gesprächsbeiträgen 15
9. Die Rollen der Gesprächspartner 16
9.1 Institutionelle bzw organisatorische Rollen 16
9.2 Akzidentelle funktionale Rollen 16
9.3 Feste soziale Rollen 16
10. Wichtige Gesprächsregeln 17
11. Fazit 18
12. Literatur 18
1. Einleitung
„Die Wurzeln der linguistischen Gesprächsanalyse sind in der (amerikanischen) Eth- nomethodologie zu suchen, d.h. in der Beschäftigung mit Ordnungen und Strukturen, die dem Handeln und den Interaktionen der Menschen in verschiedenen Kulturen und Ethnien zugrunde liegen.“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.258). Über Gesprächsanalyse lässt sich im Allgemeinen sagen, dass ihr Gegenstandsbe- reich fast ausschließlich die ‚gesprochene Sprache’ ist. Die Analyse beschäftigt sich in erster Linie mit den verschiedenen sprachlichen Verhaltensweisen der Gesprächs- partner. Allerdings legt die Forschung nicht nur Wert auf die Sprache, sondern auch auf körperliche Gestikulation und Mimik. Um diese Verhaltensweisen gut analysieren zu können werden in der Forschung gerne Ton- und Videoaufzeichnungen, genauer gesagt Transkripte von Gesprächen verwendet.
Einige Bereiche der Gesprächsanalyse sind unter anderem der Zusammenha ng zwi- schen Rede und Gegenrede, die Rollenverteilung während eines Sprechaktes, die Sprecherwechsel, der Anfang und das Ende eines Gesprächs und die Themenwahl. Weiterhin beschäftigt sich die Forschung mit der „Aufdeckung unbewusster Regeln und Automatismen“ (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.259).
In meiner Arbeit beschäftigen mich unter anderem Fragen wie: Wie kommt man in einem Gespräch zu Wort?
Wie erfolgt der Sprecherwechsel?
Woran merkt man, wenn ein Gesprächsbeitrag zu Ende ist?
Wie ist die Rollenverteilung?
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2. Forschungsgegenstand ‚Gespräch’
Sprache ist für die Menschen eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Die Spra- che hat schon vom Säuglingsalter an eine hohe entwicklungspsychologische Bedeu- tung. Die Eltern sogen in den meisten Fällen für eine ausgeprägte gute Sprachförde- rung. Sogar beim Schreiben von Tagebüchern oder Gedichten sind wir uns meist selbst ein Gesprächspartner, oder stellen uns einen solchen vor.
Das Gespräch ist die grundlegende Form des Sprachgebrauchs. Man unterscheidet die mündlich realisierte Sprache in der Gesprächsanalyse von der schriftlich realisier- ten Sprache der Textlinguistik.
Grundlegend lässt sich sagen, dass die gesprochene Sprache meist dialogisch vo r- kommt und somit immer mindestens zwei Personen beteiligt sind. Entscheidende Aspekte sind unter anderem die Zeit oder der Ort, aber auch das Verhältnis zwischen den Gesprächspartnern.
Wir verstehen Gespräche nur im kompletten Zusammenhang. Es ist schwierig, den Sinnzusammenhang eines Gesprächs aus seinen einzelnen Teilen heraus zu ver- stehen. Anders ist es allerdings bei der Gesprächsanalyse. Das Gespräch wird in kleine Teilstücke untergliedert, und untersucht.
Im Groben unterscheidet man bei der Gesprächsanalyse zwei Untersuchungsper- spektiven.
Ø Die an thematisch-inhaltlichen Prozessen interessierte Perspektive: Hierbei geht es darum, wie ein Thema ‚bearbeitet’ wird, wie die Gesprächs- partnerInnen ihre Beiträge inhaltlich koordinieren oder wie sich ein Gesprächs- faden bildet?
Auch dreht es sich um die hierarchischen Bezüge zwischen den einzelnen Themen und nach Formen und Möglichkeiten des Themenwechsels. Ø Die auf Organisationsform gerichtete Perspektive;
Hierbei geht um die Fragen nach dem Zusammenspiel der Gesprächspartne- rInnen in organisatorischer Hinsicht: Wer spricht wann, wie lange, wie oft, wer kommt auf welche Weise zu Wort, etc. Des Weiteren sind in diesem Zusam- menhang drei Hauptebenen zu nennen, welche die organisatorische Form des Gesprächs bilden.
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3. Die ‚Teile’ des Gesprächs
Die Makrostruktur aller Gespräche lässt sich in drei Teile unterteilen: 3.1 Die Anfangsphase des Gesprächs
- meist nonverbal durch Blickkontakt
- dann verbal durch den Austausch von Grußfloskeln
- Absprache, organisatorische Fragen, Wahl, … (eher offizielle Gesprächssitu- ationen)
- Länge der Phase ist abhängig vom Bekanntheitsgrad, Teilnehmerzahl, Zeit… Faustregel: je besser sich die Gesprächspartner kennen und je kürzer die letz-
te Begegnung zurück liegt, umso kürzer ist die Eröffnungsphase
3.2 Die Gesprächsmitte (Hauptteil)
a) Die inhaltlich-sachliche Orientierung der Gesprächsmitte
- Zuwendung zum eigentlichen Thema
- Der Übergang kann eindeutig („damit dann zum Thema…“) oder un- scheinbar mit Partikeln (tja, also, eben, ähm) verlaufen
b) Das Gesprächsthema
- Unterschied zwischen 1. festgelegten Themen (z.B. Arbeitssitzung) und 2. Wahl des Themas im Verlauf des Gesprächs (z.B. Familienfrüh- stück) Im Fall 2. ist es wahrscheinlich, dass mehrere Themen zur Sprache kommen; während im Fall 1. ein zentrales Thema im Mittelpunkt steht. Faustregel: im 1. Fall sprechen die Kommunikationspartner, um ein be-
stimmtes Thema zu behandeln, während sie im 2. ein beliebiges Thema behandeln, um miteinander zu sprechen.
c) Der Themenverlauf
- Wirksame Strategie der Themenlenkung ist die des Fragens
- Wichtig: Gesprächsbeitrag muss thematisch an die Stelle passen, an der er geäußert wird
3.3 Die Beendigungsphase
- Gemeinsames Lösen der Beteiligten aus dem Gesprächshauptteil
- Keine weitere Turn-Übernahme sondern ein ‚letztes Wort’
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- In face-to-face-Situationen wird die Beendigung meist angekündigt (Brille aufsetzen, Papiere einpacken) Akzeptierung des Partners durch Glas austri n- ken,…
- Schwierigkeit der Gesprächsbeendigung am Telefon
4. Kategorien der Gesprächsanalyse
4.1 Mikrostruktur
Die Mikrostruktur von Gesprächen gibt sich vor allem in der Abfolge und in Zusam- menspiel der Gesprächsbeiträge sowie in der Art und Weise des Sprecherwechsels zu erkennen und wird überlagert von der Makrostruktur. (Linke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.282)
4.2 Makrostruktur
Das Zusammenspiel der GesprächspartnerInnen ist hier sehr wichtig. Sie müssen gemeinsam von der Eröffnungsphase eines Gesprächs zu einem Hauptteil und dann zu einer Beendigungsphase und anschließend zu einem Gesprächsschluss gela n- gen.
4.2.1 Die Anfangsphase des Gesprächs
Die Anfangs- oder auch Eröffnungsphase erfolgt meist nonverbal durch Blickkontakt und schließlich verbal durch den Austausch von Grußfloskeln. Bei offiziellen Ge- sprächssituationen folgen nun Organisation einer Sitzordnung, die Wahl eines Ge- sprächsleiters, die Bestimmung des Protokollführers, gesprächsfördernde Maßna h- men wie Angebot von Kaffee, Tee etc., Einigung auf ein Gesprächsthema bzw. auf eine Traktandenliste, Absprachen über den Zeitrahmen des Gesprächs, etc. (Lin- ke/Nussbaumer/Portmann 1994, S.282) Es gibt bestimmte, typische Themen oder Themenbereiche, wie z.B. das Wetter oder das gesundheitliche Befinden. Dies sind ritualisierte Sprachhandlungen, die uns he l- fen, leichter in ein Gespräch einzugehen.
Die Länge der Phase ist abhängig vom „Bekanntheitsgrad der Gesprächspartner, von der Anzahl der Teilnehmer, von der Öffentlichkeit oder Privatheit der Gesprächs
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Theresa Wachauf, 2003, Grundlagen der mündlichen Kommunikation: Die Gesprächsanalyse, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Gesprächsanalyse - Die Makrostruktur von Gesprächen
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