Evangelische Fachhochschule RWL in Bochum
Integrierte Hausarbeit im Fachbereich II/ Sozialpädagogik im Sommer-
Wintersemester 2005/2006
Arbeit mit alten Menschen - Medienpädagogische und
didaktische Aspekte zur Aktivierung von älteren Menschen
von: Diana Kirstein
1.0 Einleitung S. 4-5
2.0 Begriffsbestimmung von Alter, Altern und Altsein S. 5-6
2.1 Die Lebensphase „Alter“ S. 7
2.1.1 Was bringt das Alter für Nachteile und auch Vorteile mit sich? S. 7-8
2.2 Soziale Arbeit mit alten Menschen S. 8-9
2.2.1 Soziale Netzwerke S. 9-10
2.2.2 Empowerment S. 10
3.0 Medienpädagogische Aspekte für die Teilhabe älterer Menschen in der Gesellschaft S. 10-11
3.1 Definition Medienpädagogik S. 11-12
3.1.1 Definition Medienkompetenz S. 12-13
3.2 Internet als „neue“ Kommunikations - und Aktivierungsform für ältere Menschen S. 13-14
3.2.1 Das Internet S. 14-15
3.2.1.1 Was ist Internet S. 15
3.2.1.2 Geschichte des Internets S. 16
3.2.1.3 Dienste des Internets S. 17
3.2.1.3.1 World Wide Web S. 18
3.2.1.3.2 E- Mail S. 18-19
3.2.1.3.3 Homepage S. 19-20
- Aufbau einer Homepage S. 20
- Startseite S. 20
- Foren S. 20-22
- Chat S. 22-23
- Gästebuch S. 23
3.3 Senioren erobern das WWW S. 24
3.3.1 Hinführung zum Internet S. 24
3.3.2 Angebote, die den Einstieg leicht machen S. 25-2
3.3.4 Vorteile/ Nachteile die durch das Internet für Senioren entstehen S. 26-28
3.3.5 Hilfen bei Behinderungen (durch Alterseinschränkungen/ -krankheiten) S. 28
4.0 www.feierabend.com die Internetseite für Senioren und Seniorinnen S. 28-29
4.1 Informationen über die Homepage www.endlich55.de S. 29
4.1.1 Verein- Mitgliedschaft- Gemeinschaft S. 29-30
4.1.2 Finanzierung S. 30
4.1.3 Öffentlichkeitsarbeit S. 30
4.2 Internetpräsenz S. 31
4.2.1 Startseite S. 32
4.2.2 Foren- Themenaufteilung und –aufstellung S. 32-33
4.2.3 Chat – welcher Zweck? S. 33-36
4.2.4 Hotline S. 36
4.2.5 Gästebuch S. 36
4.2.6 Links S. 36
4.3 Angebote der Seite und die Strukturen der Angebote S. 37-38
4.3.1 Wie übersichtlich sind die Angebote? S. 38
4.3.3 Aktualität S. 39
4.4 Ziele der Seite und wie sie erreicht werden S. 39-40
4.5 Stimmen der Senioren der Seite www.feierabend.com S. 40-41
5.0 Schlussfolgerung S. 41
6.0 Literaturverzeichnis S. 42-43
1.0 Einleitung
Für einen Großteil unserer Gesellschaft gehört das Internet zum Leben dazu. Es wird als unverzichtbare Zukunftstechnologie mit fabelhaften Entwicklungsmöglichkeiten beschrieben und zeichnet sich durch eine immer größer werdende Zahl von Online- Nutzern aus. Man redet bereits von einer „Internetgesellschaft“. Bei den über 50-Jährigen tritt der Internetnutzer allerdings seltener auf, für die „Älteren“ unter uns ist das Internet sozusagen noch ein Exot. Warum ist das so? Es gibt verschiedene Gründe dafür. Ein Grund ist sicherlich die fehlende Erfahrung im Umgang mit dem neuen Medium. Im Gegensatz zu den Kinder und Jugendlichen der heutigen Generation haben sie die Funktionen und die Bedienung des Internets nicht in der Schule gelernt. Als zweiter Grund kommt Unkenntnis und mangelnde Vertrautheit mit der Technik hinzu. („Internet brauchte ich früher auch nicht und ich bin trotzdem gut im Leben klar gekommen“).
Dabei wäre es doch im Alltag, der geprägt ist durch viel Freizeit, ein gro ßer Schritt nach vorne für die ältere Generation und es gibt auch schon einige, die diesen Schritt getan haben. (Prozentual gesehen sind die über 50- Jährigen die am schnellsten wachsenden Nutzergruppe im Internet (Poseck 2001, S. 33)). Internet bedeutet nicht nur die Möglichkeit zu grenzenloser Kommunikation mit anderen Menschen, die durch den Wegfall der Arbeitsstelle und der teilweise verminderten Beweglichkeit im Alter möglicherweise wegfällt, sondern es kann auch zu Erleichterungen im Alltag führen, z. B. durch „Einkauf per Net“. Selbst eigene Homepages für Senioren haben sich heutzutage schon durchgesetzt. Die ältere Generation ist auf diesen Seiten „unter sich“, kann dort chatten, sich austauschen, Informationen sammeln oder gar lernen, besser mit dem Internet klar zu kommen. Mit dieser Arbeit will ich aufzeigen, welche Vorzüge das Internet gerade für die ältere Generation bietet und wie Senioren durch das Internet mehr Lebensqualität erreichen können. Dabei möchte ich zuerst näher auf das Alter an sich eingehen, welche Probleme- aber auch Vorteile es mit sich bringt und inwiefern die soziale Arbeit wichtig für ältere Menschen ist. Danach will ich das Internet und seine Dienstleistungen darstellen und auf welcher Weise es nützlich für die soziale Arbeit, speziell für Senioren, ist und im Anschluss werde ich auf eine Internetseite für Senioren (www.feierabend.com) eingehen, sie beschreiben und ihre Dienstleistungen aufzeigen.
2.0 Begriffsbestimmung von Alter, Altern und Altsein
Ab wann ist man alt? Kann man diese Frage überhaupt genau beantworten? Nein, denn es gibt verschiedene Faktoren die bestimmen, ab wann ein Mensch alt ist. Und das ist bei jedem Menschen unterschiedlich, das Altern ist ein interindividuell und intraindividuell außerordentlich variabler Prozess. (vgl. Thiele 2001, S. 23)
Eine einheitliche Definition für das Alter gibt es also nicht, deshalb muss man die ganze Lebenssituation des Menschen betrachten um einen Menschen als alt zu bezeichnen. Das kalendarische Alter zählt die Jahre, die man gelebt hat. Die Altersrechnung ist bedeutsam für bestimmte Lebensabschnitte z.B. den Eintritt in die Schule, Bestimmung der Volljährigkeit, Rentenalter usw. Nach dem kalendarischem Alter werden alle, die das 60. Lebensjahr erreicht haben, zu der Altenpopulation gezählt und somit als Senior/in oder älterer Mensch bezeichnet. Das biologische Alter bezieht sich auf den Körper des Menschen, der das Alter durch organische und biologische Befunde kennzeichnet. Es bezeichnet einen lebenslangen Prozess von Abbau und Verlust, der letztendlich zum Tod führt. Damit ist z.B. das Sehen gemeint, das sich im Laufe der Jahre verschlechtert oder die Gelenke, die nicht mehr so elastisch sind und spröde werden, die Haut, die nicht mehr so glatt ist und Falten entwickelt usw. Das psychologische Alter drückt hingegen das subjektive Empfinden des Menschen aus („Ich bin so alt wie ich mich fühle!“). So können z.B. Lebenskrisen wie Tod des Partner dazu führen, dass man schneller altert, Lebenserfolge und/oder eine optimistische Lebenseinstellung hingegen können bewirken, dass ein Mensch langsamer altert und eine höhere Lebensqualität im Alter behält. Der letzte Altersbegriff ist das soziologische Alter . Dieser ist ein gesellschaftlich vermittelnder Altersbegriff,(…) der sich mit dem veränderten Status, den Rollen und Positionen im Verhältnis zum mittleren Lebensalter befasst. (Thiele 2001, S.20 ) So verbindet man Meinungen und Einstellungen der Gesellschaft, die an das „Alt sein“ geknüpft sind, mit dem Alter. (vgl. Thiele 2001, S. 19-20)
Bezeichnet man nun einen Menschen als alt, kann man das nicht alleine auf das kalendarische Alter oder auf das biologische Alter beziehen, sondern man muss es ganzheitlich betrachten. Das ist deshalb so wichtig, weil z. B. zwischen dem kalendarischen Alter und dem psychologischen Alter ein Unterschied von bis zu 10 Jahren oder mehr liegen kann (man ist 70, fühlt sich aber wie gerade 60), genau wie zwischen dem kalendarischen und dem biologischen Alter (man ist 60, sieht aber aus und ist gesundheitlich fit wie ein 50- Jähriger/eine 50-Jährige). Altern ist demzufolge ein einheitlicher Prozess, der Reifung und Verfall gleichermaßen beinhaltet und sich verändernd und wandelnd auf den Menschen auswirkt. (vgl. Thiele 2001, S. 21) Im Laufe der Geschichte hat sich nicht nur das kalendarische Alter verändert, sondern auch das Ansehen der Älteren. War man vor einem Jahrhundert mit 50 schon sehr alt, zählt man die Menschen heutzutage in diesem Alter noch zum Erwachsenenalter bis späten Erwachsenenalter. Das Ansehen hat sich im Laufe der Zeit sehr häufig gewandelt und war bzw. ist auch abhängig von der jeweiligen Kultur. In der heutigen Zeit haben alte Menschen eine teilweise negative Besetzung. Sie werden zwar verstärkt positiv durch die Medien vermarktet, jedoch gibt es viele, die die Alten als „Last“ sehen, die uns keine Leistungen mehr erbringen. Sie verbinden mit dem „Alt sein“ das Gegenteil von Leistung, Erfolg und Autonomie. Dabei muss man allerdings unterscheiden, denn dieses Bild trifft hauptsächlich auf die „alten Alten“ zu (also ab75 Jahre). (vgl. Thiele 2001, S. 11 bis 14)
2.1. Die Lebensphase „Alter“
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Diana Kirstein, 2006, Arbeit mit alten Menschen - Medienpädagogische und didaktische Aspekte zur Aktivierung von älteren Menschen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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