GLIEDERUNG
1. Einleitung
2. Maßnahme: Präventionstage für Mädchen
2.1. Zielgruppe
2.2. Ziel der Maßnahme
2.2.1. Primärprävention
3. (Kurz)Konzeption der Maßnahme
3.1. Ablauf und Rahmenbedingungen
3.2. Themenschwerpunkte
3.3. Durchführung
4. Darstellung eines Tages der Maßnahme mit gleichzeitiger Begründung
der gewählten Methoden
5. Abschlußbemerkungen
2
1. Einleitung
Im Rahmen unseres Feldseminars "Persönlichkeitsstärkung bei Kindern und Jugendlichen" wurde uns im Wesentlichen Persönlichkeitsstärkung als Primärprävention im Rahmen der Suchtvorbeugung vorgestellt. Durch meine Arbeit in der Frauenberatungsstelle in Neuss und meinem dortigen Arbeitsschwerpunkt "Gewalt/ sexualisierte Gewalt" habe ich mich insbesondere in die Thematik "Prävention von (sexualisierter) Gewalt gegen Kinder, insbesondere Mädchen", unter Einbeziehung der Themen "Täterstrategien" und "Interventionsmöglichkeiten" sowie in die bestehende Rechtslage zu diesem Bereich eingearbeitet. Auch wenn die Inhalte unseres Feldseminars in Richtung Suchtvorbeugung zielten, so ist mir klar geworden, dass es sehr große Überschneidungen zu dem Themenbereich "Prävention von (sexualisierter) Gewalt gegen Kinder" gibt. Die im Rahmen der Suchtvorbeugung notwendige
Persönlichkeitsstärkung und Förderung von allgemeinen Lebenskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen ist auch ein zentrales Anliegen der Präventionsarbeit gegen (sexualisierte) Gewalt. Aus diesem Grund habe ich für diese Hausarbeit eine Maßnahme zur Prävention von (sexualisierter) Gewalt gegen Mädchen ausgewählt, die ich im Folgenden näher erläutern möchte.
2. Maßnahme: Präventionstage für Mädchen
An die Frauenberatungsstelle in Neuss wurde die Bitte einer Gesamtschule in Neuss herangetragen, die Gestaltung der jährlich stattfindenden "Projektwoche Jungen/ Mädchen" für die Mädchengruppen zu übernehmen. 2.1. Zielgruppe:
Zielgruppe dieser Maßnahme werden die Mädchen der vier Parallelklassen der Jahrgangsstufe 6 ( 11-13Jahre alt) der Gesamtschule sein. Gleichzeitig wird ein Austausch mit den betroffenen KlassenlehrerInnen angestrebt, um diese über das Thema zu informieren, zu sensibilisieren und um sie zur
3
Weiterarbeit am Thema mit den Mädchen zu motivieren.
2.2. Ziel der Maßnahme:
Ziel der Maßnahme ist eine Selbststärkung der Mädchen mit einer gleichzeitigen allgemeinen Lebenskompetenzförderung. Die Mädchen sollen lernen,
§ den eigenen Körper zu akzeptieren und wertzuschätzen,
§ Gefühle wahrzunehmen, Gefühlen zu vertrauen und zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen zu unterscheiden,
§ sich gegenüber Grenzverletzungen zu behaupten,
§ eigene und Mädchengruppenressourcen zu entdecken,
§ sich anzuvertrauen und sich Hilfe zu holen. Durch eine vorausgehende Infoveranstaltung sollen LehrerInnen für das Thema sensibilisiert und interessiert werden, sie sollen lernen, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und Verdachtsmomente ernst zu nehmen. Sie müssen entspreche nde Symptome wahrnehmen können und richtig verstehen. Außerdem sollen sie angemessene Verhaltensstrategien sowie konkrete Hilfsmöglichkeiten kennen.
2.2.1. Primärprävention
Primärprävention hat immer zum Inhalt, Kinder und Jugendliche zu stärken, damit sie mit m öglichen Gefahren oder Risiken angemessen umgehen können. Im Grunde ist Primärprävention eine kontinuierliche Erziehung zur Förderung des Selbstbewußtseins, zur Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man im weitesten Sinne als Lebenskompetenzen bezeichnen kann. Der Primärprävention von
4
sexueller Gewalt ist dabei besonders, dass sie zum obersten Ziel hat, sexuelle Gewalt zu verhindern, d.h. sie will im Vorfeld wirken, damit es erst gar nicht zu sexuellen Übergriffen kommt. Ein wesentlicher Beitrag zur Prävention ist die Aufklärung über die Tatsache, dass es sexuellen Missbrauch gibt und dass Hilfe möglich ist. Dabei muß es Ziel sein, Selbstbestimmung und Handlungskompetenzen von Kindern zu steigern, Abwehrmöglichkeiten gegenüber sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt zu entwickeln und die Persönlichkeit und das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Es kann sein, dass es durch vorbeugende Primärprävention zur Aufdeckung eines Missbrauchs kommt. Deshalb muss überall da, wo in diesem Bereich Prävention angeboten wird, kompetente Intervention verfügbar sein. Intervention ist eigentlich dem Bereich der Sekundärprävention zuzurechnen, aber aufgrund der Besonderheit des Themas muss das Angebot der Primärprävention von (sexualisierter) Gewalt die Möglichkeit einer kompetenten und klar strukturierten Intervention beinhalten. Natürlich soll Intervention nicht explizites Ziel der hier dargestellten Maßnahme sein. Aber ist es wichtig, über folgende Kenntnisse zu verfügen, wenn man im Bereich der Primärprävention von (sexualisierter) Gewalt arbeitet: Man muss die aufdeckende Wirkung von Prävention kennen, darüber hinaus muss man Kenntnisse haben über die lokal bzw. regional vorhandenen Interventionsstrukturen und Unterstützungsangebote und deren Arbeitsweise, wobei ein persönlicher Kontakt zu diesen Einrichtungen ebenfalls sehr hilfreich ist. Auf weitere, notwendige Grundvoraussetzungen und Kenntnisse, wie z.B. Grund wissen über sexualisierte Gewalt, Selbstreflektion zu diesem Thema usw. möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.
Arbeit zitieren:
Ursula Bauder-Suchsland, 2004, Präventionstage für Mädchen an einer Gesamtschule, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Alice Salomons wichtigste theoretische Beiträge zur Sozialen Arbeit
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 13 Seiten
ADHD in der Schule und Möglichkeiten der Förderung - Eine empirische U...
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Examensarbeit, 120 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Ursula Bauder-Suchsland hat den Text Präventionstage für Mädchen an einer Gesamtschule veröffentlicht
Ursula Bauder-Suchsland hat einen neuen Text hochgeladen
Grenzen Prävention sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen
Prävention sexueller Gewalt an...
Joelle Huser, Romana Leuzinger
Hyperkinetische Störungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Hans-Christoph Steinhausen
Systemische Familientherapie mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
Lebensfluß-Modelle und analoge...
Peter Nemetschek
Die Entwicklung der Delinquenz von Kindern, Jugendlichen und Heranwach...
Eine vergleichende Analyse von...
Felix Schulz
Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörungen bei Kindern, Jugendlichen und...
Ein Ratgeber für Betroffene un...
Paul Wender, Frank Badura
Mutismus im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter
Für Angehörige, Betroffene sow...
Boris Hartmann, Michael Lange
Klopfakupressur mit Kindern, Jugendlichen und Familien
Das Handbuch für die Praxis: s...
Kornelia Becker-Oberender
0 Kommentare