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4.2.1 Transaktionskostenansatz _____________________________________________________11 4.2.2 Austauschorientierter Ansatz___________________________________________________13 4.2.3 Ressource Dependence-Ansatz _________________________________________________14 4.2.4 Vergleich der vorgestellten Netzwerkansätze______________________________________15 ,GHQWLILNDWLRQYRQ.RVWHQVHQNXQJVSRWHQWLDOHQ BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB
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- 1 -1. Einleitung
Durch den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt 1 ist die Kundenzufriedenheit zu einem der entscheidenden Erfolgskriterien für den Unternehmenserfolg geworden. Um diese gewährleisten zu können, muß der Kunde bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung einbezogen und an das Unternehmen gebunden werden.
Besonders wichtig scheint hier die Einbindung des Kunden in logistische Prozesse, um einen zu jedem Zeitpunkt reibungslosen Verlauf und höchstmögliche Kundenzufriedenheit erreichen zu können.
Die Betrachtung der logistischen Prozesse beginnt bereits bei der Produktentwicklung und wird im Idealfall bis zur Entsorgung bei der Entwicklung bedacht.
Die Integration von Kunden in die logistischen Prozesse eines Unternehmens machen aus ökonomischer Sicht nur dann Sinn, wenn diese für einen längeren Zeitraum bestehen bleiben werden. Dies bedeutet, daß die betroffenen Unternehmen sich in einer Kooperation befinden; Kooperationen führen jedoch fast zwangsläufig zur Bildung eines Netzwerkes.
Im Rahmen dieser Arbeit wird deshalb auf die Integration des Kunden im Rahmen eines Netzwerkes eingegangen. Die Einbindung von nicht fest kooperierenden Unternehmen durch die entsprechende Einrichtung der logistischen Prozeße soll nicht Bestandteil dieser Arbeit sein.
Weiterhin werden ausschließlich interorganisationelle Kooperationen und Netzwerke betrachtet. Auf die unternehmensinterne Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen wird auf Grund abweichender Grundvoraussetzungen und deren Auswirkungen nicht vertiefend eingegangen.
1 Vgl. Meffert, H.; Marketing, 1998, S.3.
- 2 -Zuletzt wird die Kundeneinbindung in die logistischen Prozesse aller am Netzwerk be-teiligten Unternehmen unter dem Aspekt der Kostenreduktion und der bedeutendsten Analysemöglichkeiten betrachtet.
Potentielle Ansätze für Kosteneinsparungspotentiale sollen hier ebenso dargestellt und diskutiert werden, wie verschiedene Methoden zur Identifikation von nicht wertschöp- fenden Tätigkeiten.
- 3 -2. Begriffsabgrenzungen
Im folgenden werden die Begriffe ‚Kunde‘, ‚Logistik‘, , Prozeß‘, ‚Kooperation‘ und ‚Netzwerk‘ diskutiert und definiert.
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Für Krähe ist der Kunde derjenige, der unsere Produkte nachfragt und gegebenenfalls auch kauft. Der Kunde fordert darüber hinaus die zum Produkt gehörende Problemlösung als Dienstleistung. 2 Hess/ Brecht stimmen Krähe zu, erweitern jedoch den Kundenbegriff um intraorganisationelle Aspekte und bezeichnen damit auch vor-, nach-, oder horizontal angeordnete Bereiche im eigenen Unternehmen als Kunden. Kriterium ist hier der Transaktionsbedarf einer Organisationseinheit mit einer anderen. 3 Birker betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Orientierung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Kunden bei externen Kunden. Interne Kundenbeziehungen sieht er als Problemstellung des internen Organisationswesens. 4 Für Meffert hat der Kunde noch eine bedeutendere Rolle: „Wegen der in den meisten Geschäftstypen notwendigen intensiven Interaktion zwischen Anbieter und Nachfrager kommt einer effektiven und effizienten Kundenintegration (Customer Integration) eine sehr hohe Bedeutung zu. Oftmals können Problemlösungen sogar nur in Zusammenarbeit mit dem Kunden tatsächlich gestaltet werden.“ 5 Gomez/ Zimmermann stellen im Gegensatz dazu die lokale Kundennähe in den Vordergrund. Die Organisation des Unternehmens sollte deshalb so gestaltet sein, daß die einzelnen Einheiten nah am Kunden sind‘ und sich lokal auf seine Bedürfnisse und Wünsche einstellen können. 6
2 Vgl. Krähe, W., Unternehmensorganisation, 1994, S. 109.
3 Vgl. Hess, T./Brecht, L., State of the art des Business process redesign, 1996, S. 10-11.
4 Vgl. Birker, K., Managementtechniken und Organisation, 1998, S. 12-13.
5 Meffert, H., Marketing, 1998, S. 1132.
6 Vgl. Gomez, P., Zimmermann, T., Unternehmensorganisation, 1993, S. 194.
- 4 - 'HU%HJULIIGHU/RJLVWLN
Seit einigen Jahren entwickelt sich der Logistikbegriff mehr und mehr zu einem Mode-wort. Die Inhalte der Logistik sind mittlerweile nur noch schwer abzugrenzen. In der Literatur wird die Bedeutung des Logistikbegriffes dementsprechend sehr widersprüchlich dargestellt, weshalb eine ausführliche Betrachtung und Diskussion als Grundlage dieser Arbeit erforderlich ist.
Der Begriff der Logistik hat zwei Bedeutungen. Zum einen bezeichnet er die mathematische Logik, zum anderen das militärische Nachschubwesen. G. Oeldorf/ K. Olfert führen hierzu aus, daß der Bereich der Logistik versucht, wirtschaftswissenschaftliche Fakten mathematisch zu formulieren und erläutern das militärische Nachschubwesen als „das Nachschub-, Versorgungs- und Transportwesen als Führungsaufgabe sowie die Unterhaltung aller Einrichtungen, insbesondere von Kommunikations- und Verkehrsverbindungen.“ 7 Der amerikanische Logistikbegriff bezeichnet dagegen die Funktion des innerbetrieblichen Materialflusses, die Definition der Lagerhaltungsstrategien und die Bestimmung der Vertriebswege. 8
J. Bloech/ G.B. Ihde stellen die Möglichkeit dar, den Logistikbegriff aus dem allgemeinen Sprachgebrauch herzuleiten und damit alles, was ein Logistikdienstleister tut als logistische Dienstleistung bezeichnen zu können. 9
Demgegenüber sieht H.- Ch. Pfohl in der Logistik den flußorientierten Ansatz, die raum- zeitliche Gütertransformation als Dienstleistung, welche durch Logistikprozesse innerhalb von Logistiksystemen von Logistikunternehmen angeboten werden. Zur Logistik gehören alle Tätigkeiten, die zur Erfüllung dieser Aufgabe notwendig sind. Er grenzt hiermit ausdrücklich Nebenaufgaben, wie die Wartung von Produktionsanlagen, aus. Pfohl definiert die Optimierung der Abläufe und damit die Effizienz der Logistikprozesse als Aufgabe der Logistik. Hierzu führt er die vier ‘r´s‘ zur Charakterisierung der Anforderungen an die Logistik an: „Die Logistik hat dafür zu sorgen, daß ein Emp-
7 Oeldorf,G., Olfert, K., Materialwirtschaft, 1995, S. 341.
8 Vgl. Oeldorf, G., Olfert, K., Materialwirtschaft, 1995, S. 341.
9 Vgl. Bloech, J., Ihde, G., Vahlens großes Logistiklexikon, 1997,S. 165.
- 5 -fangspunkt gemäß seines Bedarfs von einem Lieferpunkt mit dem ULFKWLJHQ3URGXNW (in Menge und Sorte), im ULFKWLJHQ=XVWDQG, zur ULFKWLJHQ=HLW, am ULFKWLJHQ2UW [!]zu den dafür minimalen Kosten versorgt wird.“ 10 Die minimalen Kosten resultieren für ihn hierbei aus der effizienten Organisation der Abläufe. 11 C. Schulte definiert Logistik „als PDUNWRULHQWLHUWHLQWHJULHUWH3ODQXQJ*HVWDOWXQJ $EZLFNOXQJXQG.RQWUROOHGHVJHVDPWHQ0DWHULDOXQGGD]XJHK|ULJHQ,QIRUPDWL RQVIOXVVHV]ZLVFKHQ8QWHUQHKPHQXQGVHLQHQ/LHIHUDQWHQLQQHUKDOEHLQHV8QWHU 12 Weiterhin QHKPHQVVRZLH]ZLVFKHQHLQHP8QWHUQHKPHQXQGVHLQHQ.XQGHQ[!].“
grenzt er die Begriffe zum eindeutigen Verständnis nach den zugeordneten Funktionen und den durch sie betrachteten Objekte ab. Objekte der Logistik sind demnach alle Materialien und Waren, im Gegensatz zu anderen notwendigen Faktoren wie Anlagen, Personal und Kapital. Als die grundsätzlichen „)XQNWLRQHQ [!], die im wesentlichen dem Versorgungsbereich eines Unternehmens zuzuordnen sind, lassen sich anführen: Einkauf, Lagerhaltung, Transport, Produktionsplanung und - steuerung sowie Auftragsabwicklung.“ 13 Je mehr Teilfunktionen und Schnittstellen zu funktionell angrenzenden Aufgabenbereichen der Logistik zugerechnet werden, desto besser sind die Voraussetzungen für eine optimale Koordination zwischen den einzelnen logistischen Tätigkeiten. 14
Für diese Arbeit wird der Logistikbegriff von Schulte aufgrund seiner klaren und sinnvollen Abgrenzung verwendet.
10 Pfohl, Hans- Christian; Logistiksysteme, 1996, S.12.
11 Vgl. Pfohl, H., Logistiksysteme, 1996, S. 3-14. 12 Schulte, C., Logistik, 1995, S. 1.
13 Schulte, C., Logistik, 1995, S. 1.
14 Vgl. Schulte, C., Logistik, 1995, S. 1 und 2.
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann (FH) Jens Müller, 2002, Die Kundenintegration in logistische Prozesse, München, GRIN Verlag GmbH
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