- II -
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung. 1
1.1 Problemstellung. 1
1.1 Gang der Untersuchung 1
2. Der Homo Oeconomicus als idealtypisches Konstrukt. 2
3. Der Homo Oeconomicus im geschichtlichen Blick 2
3.1 Allgemeines. 2
3.2 Der Homo Oeconomicus in der klassischen Nationalökonomie. 3
3.2.1 Adam Smith. 3
3.2.2 David Ricardo. 5
3.2.3 John Stuart Mill 5
3.3 Der Homo Oeconomicus in der Neoklassik. 6
4. Kritische Darstellung der Charakteristika des Homo Oeconomicus. 7
4.1 Rationalität 7
4.2 Eigennutz. 9
4.3 Vollkommene Information. 11
4.4 Anforderung an die Nutzenmaximierer 13
4.4.1 Allgemeines 13
4.4.2 Axiome 13
5. Ausblick. 14
Literaturverzeichnis IV
- III - Abkürzungsverzeichnis
bspw. beispielsweise
u.a. unter anderem
v.Chr. vor Christus
z.B. zum Beispiel
- 1 - 1.Einleitung
1.1 Problemstellung
In der Wirtschaftswissenschaft (insbesondere in der Neoklassik) wird ein Modell, das als Homo Oeconomicus bzw. economic man bezeichnet wird verwendet, um beobachtetes Verhalten zu erklären oder zukünftiges Verhalten prognostizieren zu können.
Die genaue Geburtsstunde des Homo Oeconomicus lässt sich nicht genau ermitteln. 1 Bereits Adam Smith hat die Grundlage für dieses Verhaltensmodell gelegt, dass sich im Zuge der Entwicklung der Wirtschaftstheorie weiter verändert hat. Während Adam Smith davon ausging, dass der Mensch nicht nur an Eigennutz, sondern auch an sozialer Anerkennung interessiert ist, sind die Zielsetzungen des Homo Oeconomicus der Neoklassik auf egoistische Ziele reduziert. 2
Das Modell des Homo Oeconomicus ist allerdings umstritten. Es wird bezweifelt, ob es für die Verwendung im Rahmen einer empirischen Wissenschaft überhaupt geeignet ist. Es wird sogar angenommen, dass bei Verwendung des Modells die Nachhaltigkeit des Wirtschaftsprozesses gefährdet wird. 3
Um die Konzeption des Homo Oeconomicus zu verstehen ist es sinnvoll, die Entstehungsgeschichte des Homo Oeconomicus zu betrachten und einzelne Charaktereigenschaften zu analysieren.
1.1 Gang der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit beginnt mit einer Definition des Homo Oeconomicus. Im dritten Abschnitt erfolgt die Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung des Begriffes des wirtschaftenden Menschen. Diese Betrachtung bleibt auf die Klassik bzw. Neoklassik beschränkt, da im Rahmen dieser Arbeit das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus vorgestellt wird.
Im vierten Abschnitt, auf dem der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt, werden die charakteristischen Merkmale des Homo Oeconomicus und die Anforderungen an das Präferenzsystem der Wirtschaftssubjekte kritisch betrachtet. Im letzten Teil erfolgt ein kurzer Ausblick auf realitätsnähere Merkmale eines wirtschaftenden Menschen.
1 Vgl. Tietzel (1981), S. 115.
2 Vgl. Schröder (1996), S. 4.
3 Vgl. Schröder (1996), S. 1.
- 2 - 2.Der Homo Oeconomicus als idealtypisches Konstrukt
Die Fähigkeit zu uneingeschränkt rationalem Verhalten ist das Hauptmerkmal des Homo Oeconomicus. Er strebt nach Nutzenmaximierung (dies gilt gleichermaßen für Konsumenten wie für Produzenten und hier in der speziellen Form der Gewinnmaximierung). 4 Außerdem ist er lückenlos über sämtliche Entscheidungsalternativen und deren Konsequenzen informiert. Somit maximiert der Homo Oeconomicus eine objektive Funktion, die als Argument Wohlstand oder Einkommen hat. 5 Das Modell des Homo Oeconomicus kann als ein vereinfachtes Modell des wirklichen Menschen angesehen werden, das dazu dient, bestimmte soziale Gegebenheiten und menschliche Verhaltensweisen und deren Konsequenzen zu erklären. 6
Der methodologische Status des Homo Oeconomicus ist der einer Verhaltenshypothese. Diese wird bei Beobachtungen und logischen Deduktionen vorausgesetzt. Die Gefahr dieser Verhaltenshypothese ist, dass sie sehr schnell zu einem bewusst oder unbewusst vertretenen Leitbild werden kann, also zu einer Verhaltensnorm. 7
3. Der Homo Oeconomicus im geschichtlichen Blick
3.1 Allgemeines
Über alle Epochen hinweg wurde versucht, ein Menschenbild zu schaffen, anhand welchem der reale, wirtschaftende Mensch erklärbar wird. In der Antike erkannte bspw. Aristoteles (384-322 v.Chr.), dass Glück nur zu erreichen sei, wenn der Mensch ausreichend materielle Güter und einen kultivierten Intellekt besitzt. 8 Die stoische Philosophie, die auf Zeno von Kition 300 v.Chr. zurückgeht, besagt, dass die oberste Maxime der Ethik sei, mit sich selbst und der Natur in Einklang zu leben und Gedanken und Affekte als der Einsicht hinderlich zu bekämpfen. 9 Wie im folgenden ausgeführt wird, ist Adam Smiths Werk „Theory of Moral Sentiments“ von 1759, im folgenden Moraltheorie genannt, bei der Beschreibung des Charakters des Menschen stark von der stoischen Schule geprägt. 10
4 Vgl. Gabler (1988), Band 3 G-K, S. 2430.
5 Vgl. Lofthouse/Vint (1978), S. 586.
6 Vgl. Tietzel (1981), S. 118.
7 Vgl. Sautter, ohne weitere Angabe.
8 Vgl. Lofthouse/Vint (1978), S. 587 f.
9 Vgl. Duden (1982), S. 728.
10 Vgl. Nutzinger (1991), S. 87.
Arbeit zitieren:
Alenka Reinmöller, 2001, Das traditionelle Konzept des Homo Oeconomicus, München, GRIN Verlag GmbH
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Adela Rabe
sehr interessantes Thema, das gut strukturiert dargestellt wird und somit einen gute Basis für das Konzept bietet
am Tuesday, August 03, 2010-