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Das Berufsbild des Journalisten in der Fiktion anhand von A.J. Cronins 'Das Licht'

Título: Das Berufsbild des Journalisten in der Fiktion anhand von A.J. Cronins 'Das Licht'

Trabajo de Seminario , 2002 , 11 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Moritz Oehl (Autor)

Medios / Comunicación: Periodismo, publicidad
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Der Roman „Das Licht“ von A.J. Cronin spielt im Norden Englands der 1950er Jahre. Hauptfigur der Erzählung ist Henry Page, Verleger des traditionsreichen „Lichts“, einer Heimatzeitung in Hedleston, welche schon seit dem 18. Jahrhundert regelmäßig erscheint. Das Geschäft seines Vaters weiterführend verkörpert er eine reine, von Skandalen und Machtgier freie Presse. Doch eines Tages kommt Aufruhr in die ansonsten so ruhige Stadt und das Leben Pages: Leonhard Nye und Harold Smith, beides Angestellte des Londoner Großverlegers Vernon Somerville, unterbreiten dem Herausgeber des „Lichts“ ein Übernahmeangebot für seine Zeitung. Im Auftrag ihres Bosses sollen die beiden mit dem „Journal“ den Zeitungsmarkt der Region umkrempeln – ein Provinzblatt ist dabei nur im Weg.
Um die große Tradition seiner Zeitung wissend, schlägt Page die Offerte jedoch aus, im Vertrauen auf seine treuen Leser, welchen er sich aufs Äußerste verpflichtet fühlt und denen er eine Boulevardisierung seiner Zeitung nicht zumuten will. Er traut den Journalisten des „Journals“ nicht zu, ihn von seinem angestammten Platz zu vertreiben. Dem gerissenen Nye und geschäftigen Smith gelingt es jedoch, durch diverse Aktionen, wie einer kostenlosen Erstausgabe und sensationslüsternem Schreibstil, Oberwasser zu gewinnen. Das „Licht“ gibt allerdings nicht klein bei und kann dem neuen Konkurrenten durch seine journalistische Qualität Paroli bieten. Pages Geldsorgen verschwinden allerdings nicht. Und so scheint er nach einem tragischen Ereignis zum ersten Mal richtig am Boden zu sein: durch Nachforschungen entdeckt Leonard Nye eines Tages, dass das Druckereigebäude des „Lichts“ nicht den bautechnischen Vorschriften der Zeit entspricht und sorgt dafür, dass es – zumindest vorübergehend – geschlossen wird. Nicht nur das – auch seinen Mitarbeitern hat Page schon seit Wochen keinen Lohn mehr bezahlt. Die Rechnungen türmen sich auf und so scheint es für ihn keine andere Möglichkeit zu geben, als seine Zeitung zu verkaufen.
Dieser Plan der Konkurrenz scheitert jedoch kläglich: von unbändigem Willen getrieben, gelingt es Page, durch eine hektographierte Einblatt-Ausgabe des „Lichts“ Sympathien und Unterstützung für sein Blatt aufzubauen und so bekommt er seinen vorher noch verwehrten Bankkredit nun doch erteilt. Die Produktion der traditionsreichen Zeitung kann aufrechterhalten werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltliche Zusammenfassung des Romans

2. Darstellung der verschiedenen Journalisten-Typen

2.1 Henry Page

2.2 Leonard Nye

2.3 Harold Smith

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Facetten des Journalistenberufs in der Fiktion, am Beispiel des Romans „Das Licht“ von A.J. Cronin. Ziel ist es, anhand der drei zentralen Charaktere Henry Page, Leonard Nye und Harold Smith verschiedene ethische Haltungen und journalistische Arbeitsweisen im zeitlichen Kontext der 1950er Jahre zu analysieren und gegenüberzustellen.

  • Analyse des Berufsbildes des Journalisten in fiktionaler Literatur
  • Gegenüberstellung von idealistischem Lokaljournalismus und Boulevardjournalismus
  • Charakterisierung und Typisierung journalistischer Akteure
  • Einfluss von persönlichen Werten und Karrierestreben auf die journalistische Praxis
  • Wirkung von Presseethik im Spannungsfeld von Skandalen und Machtinteressen

Auszug aus dem Buch

2.2 Leonard Nye

Der Mittdreißiger Leonard Nye ist das perfekte Gegenstück zum „Weltverbesserer Typen“ Page: von den Voraussetzungen her - trotz seines noch relativ jungen Alters – steht er ihm in nichts nach. Er weist „gewandtes, selbstsicheres Benehmen“ auf und macht „einen wohltuend erfahrenen, tüchtigen Eindruck“. Seine Voraussetzungen für diesen Beruf könnten besser nicht sein, was vor allem an folgender Stelle heraus sticht: „Er besaß Verstand, Talent, Persönlichkeit […]. Mühelos hatte er Deutsch und Französisch gelernt, sprach beide Sprachen fließend, war in moderner Kunst bestens beschlagen und konnte jederzeit Artikel über Picasso, Buffet oder Mondrian vom Stapel lassen, die keinen Vergleich zu scheuen brauchten“.

Seine journalistische Arbeitsweise wird als einzigartig dargestellt und macht sich auch an der Aufmachung des „Journals“ bemerkbar:

„An der Riviera hatte er auch die verblüffende Fähigkeit entwickelt, Interviews zu entstellen: ohne die Aussprüche seiner Opfer zu verändern, wusste er abträgliche Eindrücke hervorzurufen, die seine Leser stets aufs Angenehmste kitzelten […]. Nicht minder unterhielt es ihn, abfällige Artikel über besonders erfolgreiche Bücher zu verfassen: er löste gewisse Sätze so kunstvoll aus dem Zusammenhang, dass der Autor als Schurke oder Dummkopf erscheinen musste […]. Seine verfälschten Wochenberichte über den amerikanischen Wohlstand waren an der Erbitterung, die damals in England herrschte, zweifellos mitschuldig“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inhaltliche Zusammenfassung des Romans: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Handlung von A.J. Cronins „Das Licht“, in dem der Überlebenskampf einer traditionellen Heimatzeitung gegen eine neue Boulevardzeitung beschrieben wird.

2. Darstellung der verschiedenen Journalisten-Typen: Hier werden die drei Hauptcharaktere Henry Page, Leonard Nye und Harold Smith in Bezug auf ihre Einstellung zum Journalismus und ihre jeweiligen Arbeitsweisen detailliert porträtiert.

2.1 Henry Page: Dieses Kapitel beschreibt den idealistischen Zeitungsverleger Henry Page, der für Tradition, journalistische Qualität und die Verantwortung gegenüber seinen Lesern steht.

2.2 Leonard Nye: Dieses Kapitel analysiert den Journalisten Leonard Nye, der den rücksichtslosen Boulevardjournalismus verkörpert und keine Tabus bei der Berichterstattung kennt.

2.3 Harold Smith: Dieses Kapitel beleuchtet den Charakter von Harold Smith, der zwischen beruflichem Aufstiegswillen und persönlichen moralischen Zweifeln schwankt.

3. Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die gegensätzlichen journalistischen Profile zusammen und bewertet deren Auswirkungen auf das Schicksal der Beteiligten im Roman.

Schlüsselwörter

Journalismus, Fiktion, A.J. Cronin, Das Licht, Berufsbild, Boulevardpresse, Lokalzeitung, Presseethik, Medienethik, Charakteranalyse, Henry Page, Leonard Nye, Harold Smith, 1950er Jahre, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Berufsbild des Journalisten, wie es in A.J. Cronins Roman „Das Licht“ fiktional dargestellt wird.

Welche Themenfelder werden in der Analyse primär abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Kontraste zwischen idealistischem Journalismus, Boulevardpresse und den persönlichen Motivationen von Redakteuren und Verlegern.

Was ist das Hauptziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es, drei unterschiedliche Journalistentypen anhand ihrer Arbeitsweisen und ethischen Standards im Kontext des Romans zu differenzieren und zu charakterisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Charakteranalyse unter Einbeziehung von Fachzitaten aus dem Roman, um die Typisierung der Journalisten vorzunehmen.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Porträtierung von Henry Page, Leonard Nye und Harold Smith.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind unter anderem Medienethik, Journalismus, Fiktion, Literaturwissenschaft und Berufsethik.

Warum wird Henry Page als „Weltverbesserer“ bezeichnet?

Page vertritt ein klassisches, pflichtbewusstes Verständnis von Journalismus, bei dem die Bildung der Bürger wichtiger ist als skandallüsterne Auflagensteigerung.

Wie verändert sich die Einstellung von Harold Smith im Laufe des Romans?

Smith zeigt gegen Ende der Erzählung Reue für sein rücksichtsloses Handeln und erkennt das Leid an, das durch zynischen Journalismus verursacht wurde.

Inwieweit lässt sich Leonard Nye als Prototyp der „Yellow Press“ einordnen?

Nye agiert völlig tabulos, entstellt Interviews zur Erzeugung von Sensationen und sieht Journalismus primär als Mittel zum persönlichen Erfolg, was ihn zum negativen Gegenpart des idealistischen Pages macht.

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Detalles

Título
Das Berufsbild des Journalisten in der Fiktion anhand von A.J. Cronins 'Das Licht'
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaften)
Curso
Proseminar 'Berufsbild des Journalisten - Fiktion, Ideal und Wirklichkeit'
Calificación
2,0
Autor
Moritz Oehl (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
11
No. de catálogo
V49772
ISBN (Ebook)
9783638461337
ISBN (Libro)
9783656277224
Idioma
Alemán
Etiqueta
Berufsbild Journalisten Fiktion Cronins Licht Proseminar Journalisten Fiktion Ideal Wirklichkeit”
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Oehl (Autor), 2002, Das Berufsbild des Journalisten in der Fiktion anhand von A.J. Cronins 'Das Licht', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49772
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Extracto de  11  Páginas
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