1
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Internet - Segen und Fluch 2
2. Ethik im Internet 3
2.1 Unbefugte Eindringen in Computersysteme über das Internet 4
2.2 Risken für persönliche Daten durch Datenbanken 4
2.3 Isolation und Anonymität im Netz 5
2.4 Polarisierung der Gesellschaft durch ungleichen Zugang 6
2.5 Probleme der Arbeitswelt 6
2.6 Freiheit, Wahrheit und Zensur im Internet 7
2.7 Rassismus und Pornografie 8
3. Ethische Ansätze zur Lösung der Problembereiche 9
3.1 Pragmatischer Ansatz 9
3.2 Diskursorientierter Ansatz 10
3.3 Handlungsorientierter Ansatz 10
3.4 Netiquette als Kodex 11
4. Reflexion 12
13
Literaturverzeichnis
14
Namens - und Sachregister
2
1. Einleitung: Internet - Segen und Fluch
Wir befinden uns in einer digital vernetzen Welt. Egal, ob Telefon, Handy oder Internet, alle diese neuen Kommunikationsmitteln ermöglichen uns, Menschen in Sekundenschnelle überall auf der Erde zu erreichen und mit ihnen zu kommunizieren. Bisher unüberwindbare Grenzen scheinen zu fallen. Das Internet bingt ungeahnte Möglichkeiten und Vorteile. Der Salzburger Weihbischof, Andreas Laun, listet in seinen Thesen zur ethischen Orientierung im virtuellen Raum folgende Vorteile auf: 1
¾ Das Internet kann der Freiheit dienen, Monopole können gebrochen werden und Stimmlosen kann zumindest eine schwache Stimme gegeben werden. Es ist kaum möglich, dass trotz allen Spitzelwesens das Internet in Zukunft von den Menschen ganzer Länder ferngehalten werden kann. Diktatoren wird es dadurch ungleich schwerer fallen, ihr Land von allen nicht dienlichen Ideologien zu säubern. Auch die Kirche bedient sich auf dem Sektor der Freiheit des Internets: Jeder Gläubige kann sich aus freien Stücken Enzykliken u.a. aus dem Netz holen und sich auf diese Art über die Lehre der Kirche informieren.
¾ Das WWW dient aber auch der Forschung und der Wissenschaft. Lehrende und Studenten haben Zugang zu Daten, die vorher nicht erreichbar waren. Jeder kann seine Arbeit ins Netz stellen und so publik werden, eine eventuelle Beschränkung durch Druckkosten fällt zumindest für den Autor weg.
¾ Das Internet der Kommunikation und übertrifft in gewissen Fällen sogar das Telefon, erstens aus Kostengründen und zweitens durch eine neue Art der Erreichbarkeit. Möglichkeiten der Zusammenarbeit werden möglich, die vorher nicht einmal denkbar waren.
1 vgl. Laun, Andreas: Thesen zur ethischen Orientierung im virtuellen Raum, in:
www.kirchen.net/bischof/laun/texte, 2f
3
Neben all diesen Vorteilen und Möglichkeiten birgt das Cyberspace jedoch auch eine Unmenge von Risiken und Gefahren, vor allem im Bereich der Ethik und des richtigen Handelns. Auf diese soll im Folgenden näher eingegangen werden.
2. Ethik im Internet
Das Internet ist eigentlich das Ergebnis einer militärischen Aufgabenstellung während des Kalten Krieges. Es sollte ein System geschaffen werden, das auch im Falle eines Atomkrieges funktionsfähig bleiben würde. Innerhalb der kürzesten Zeit breitete sich das Internet vom militärischen Geheimplan zum Kommunikationsmittel einer globalen Welt aus. Eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings besteht die Welt leider nicht nur aus „guten“ Menschen, es existieren auch Personen, die erkannt haben, dass sich Kriminalität, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen über das WWW besonders leicht verbreiten lassen. Der Mensch und die Gemeinschaft der Menschen sind Ziel und
Maßstab für den Umgang mit den Medien. Kommunikation sollte von
Mensch zu Mensch und zum Vorteil der Entwicklung des Menschen
erfolgen. 2
Die Problembereiche der Ethik im Internet lassen sich folgendermaßen aufgliedern:
(Gliederung beruht auf P. Esch, S. Rausch und C. Gorse: Thesenpapier zu Internet - Ethik. 3 )
a) Unbefugtes Eindringen in Computersysteme über das Internet
b) Risiken für persönliche Daten durch Datenbanken
c) Isolation und Anonymität im Netz
d) Polarisierung der Gesellschaft durch ungleichen Zugang zum Netz
e) Probleme der Arbeitswelt f) Freiheit, Wahrheit und Zensur im Netz
g) Rassismus und Pornografie
2 Foley, John P., Ethik im Internet, Rom 2002, 2
3 vgl. Esch P./Gorse C./Rausch S., Thesenpapier zur Internet - Ethik: Ansätze und
Problembereiche, in: www.uni-leipzig.de
4
Folgend sollen nun die einzelnen Problembereiche näher beschrieben werden.
2.1 Unbefugtes Eindringen in Computersysteme über das Internet Dazu gehört vor allem das Hacking. Man versteht darunter das Eindringen in ein Computersystem, das vom Eigentümer oder Verwalter nicht gestattet ist. Aus verschiedenen Motiven heraus ist diese seit Beginn des Internets vorhandene Subkultur vor allem das Mittel zu Diebstahl, Manipulation oder Zerstörung von Informationen oder Daten. Dabei werden vielfach die Persönlichkeitsrechte des Besitzers oder Verwalters des Netzes und der Daten eingeschränkt und verletzt. 4
Durch bestimmte Programme kann man seinen Computer oder das eigene Firmennetz inzwischen schon ganz gut vor Hackern schützen. Allerdings sind die meisten, die in Computersysteme eindringen, Spezialisten auf ihrem Gebiet, das heißt, solche Programme müssen, um wirklich Schutz zu bieten, ähnlich wie Anti-Virus-Programme, immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.
2.2 Risken für persönliche Daten durch Datenbanken
Wir alle kennen den Begriff des gläsernen Menschen. Im Internet wirkt dieser Ausdruck besonders bedrohlich. Der normale Internet - Benützer kann nicht abschätzen, wer aller Zugriff auf seine eingegebenen Daten hat. Hier gilt allerdings die Aussage von WB Andreas Laun: „Gespeicherte Daten sind erst dann gefährlich, wenn es jemanden gibt, der die mit böser Absicht liest und dafür Zeit und Möglichkeit hat.“ 5
Grundsätzlich sollte der Benutzer des Internets skeptisch werden, wenn er zur Eingabe persönlicher Daten aufgefordert wird. Allerdings lässt es sich in gewissen Fällen nicht vermeiden, sei es bei Online-Shops oder Anmeldeformularen. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen, Kleingedrucktes
4 vgl. Esch P./Gorse C./Rausch S., Thesenpapier zur Internet - Ethik, 1
5 Laun, Andreas: Thesen zur Orientierung im virtuellen Raum, S. 3
Arbeit zitieren:
Gertraud Proßegger, 2004, Internet und richtiges Handeln - Über die ethischen Implikationen von Cyberspace, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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