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Bipolare Störungen

Titre: Bipolare Störungen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Heinz Roelfs (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Thema der Arbeit sind die bipolaren Störungen. Hierbei handelt es sich um seelische Erkrankungen, bei denen die Betroffenen unter willentlich nicht kontrollierbaren und extremen Schwankungen ihrer Stimmung und ihres Antriebs leiden. Die bipolare Störung hat einen phasenhaften Verlauf mit depressiven oder manischen Episoden. Die Vorsilbe „Bi-" ist lateinischen Ursprungs und steht für „zwei". Unter dem Begriff „Pol" versteht man eines von zwei äußersten Enden. Das eine Ende wird hierbei als das extreme Gegenteil des anderen Endes betrachtet.
Die manische Episode zeichnet sich durch eine euphorische oder gereizte Stimmung mit stark gesteigertem Antrieb aus. Die Stimmung des Betroffenen steigt über Tage und Wochen an. Er glaubt jetzt klarer, rationaler denken zu können. Seine Sprache wird schneller, sie klingt wie unter Druck. Gegen Ende der manischen Phase gerät der Betroffene oft in eine Art Mischzustand. Dann ist seine Grundstimmung nicht mehr so euphorisch. Er wirkt jetzt eher depressiv und angespannt. Allerdings ist noch ein erhöhter Antrieb vorhanden. Weil der Antrieb noch vorhanden ist, können erste depressive Gedanken jetzt noch spontan in die Tat umgesetzt werden. Das bedeutet, dass in diesem Zustand das Suizidrisiko wesentlich erhöht ist. Der Gegenpol, die depressive Episode zeichnet sich durch gedrückte, traurige Stimmung und einem drastisch verminderten Antrieb aus. Die depressive Episode verkehrt alle Aspekte der Manie in ihr Gegenteil. Sie zwingt den Betroffenen zu Apathie und zur Lustlosigkeit. In dieser Phase höchsten Leidens erscheint der Tod sehr oft als besserer Zustand. Auch beschämen dann oft Dinge, die man in der Manie gemacht hat.
Nach einer Untersuchung von Kay Redfield Jamison aus dem Jahre 1993 beträgt die Häufigkeit bipolarer Erkrankungen bei „kreativen" Persönlichkeiten das 10fache der Häufigkeit bei der Allgemeinbevölkerung. Die Liste berühmter Künstler, Wissenschaftler, Entdecker und Politiker, bei denen eine bipolare Störung bekannt ist oder vermutet wird, ist lang.
Eine medikamentöse Behandlung der bipolaren Störung geschieht mit so genannten Stimmungsstabilisierern. Damit ist in erster Linie Lithium in Form von Lithiumcarbonat gemeint. Da insbesondere psychosoziale Aspekte, Einstellungen zur Krankheit sowie persönliche Bewältigungsmuster den Krankheitsverlauf wesentlich beeinflussen können, ist ergänzend zur medikamentösen Behandlung eine kognitive Verhaltenstherapie unerlässlich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Definition

2. Geschichtlicher Hintergrund

3. Kreative und berühmte Bipolare

4. Definition und diagnostische Kriterien nach ICD-10/ DSM-IV

4.1. Kriterien einer manische Episode

4.2. Kriterien einer Episode der Mayor Depression

4.3. Bipolar I und Bipolar II

4.4. Rapid Cycling

5. Suizidrisiko

6. Erfahrungsbericht

7. Epidemiologie

8. Komorbidität

9. Ätiologie

10. Behandlung und Verlauf

10.1. Diagnostik

10.2. medikamentöse Therapie

10.3. kognitive Verhaltenstherapie

11. Regeln für das Leben mit Lithium

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit bietet einen grundlegenden Überblick über das Krankheitsbild der bipolaren Störung, ausgehend von der Definition und historischen Einordnung bis hin zu aktuellen Diagnosekriterien, epidemiologischen Daten und Therapiemöglichkeiten. Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Erleben der Betroffenen, die Risiken der Erkrankung sowie die Notwendigkeit einer umfassenden, auch psychosozialen Behandlung zu schaffen.

  • Historische Entwicklung des Krankheitsverständnisses
  • Diagnostische Kriterien gemäß ICD-10 und DSM-IV
  • Epidemiologie, Suizidrisiko und Komorbidität
  • Biologische und psychosoziale Ursachen (Ätiologie)
  • Therapeutische Ansätze: Pharmakotherapie und kognitive Verhaltenstherapie

Auszug aus dem Buch

6. Erfahrungsbericht

Als Betroffene stellt Kay Redfield Jamison in ihrem Buch „Meine ruhelose Seele“ (S. 76/77) eindrucksvoll ihre Gefühlslage dar:

Im Zustand der Euphorie fühlt man sich phantastisch. Ideen und Wahrnehmungen tauchen so schnell und häufig auf wie Sternschnuppen, und man verfolgt sie, bis man auf noch bessere, glänzendere stößt. Man verliert seine Scheu, hat plötzlich im richtigen Augenblick die richtigen Worte und Gesten parat, lebt in der Überzeugung, andere in seinen Bann ziehen zu können. Uninteressante Menschen kommen einem interessant vor. Überall herrscht Sinnlichkeit; das Verlangen, zu verführen und verführt zu werden, ist unwiderstehlich.

Gefühle von Leichtigkeit, Intensität, Kraft, Wohlbefinden, finanzieller Allmacht und Euphorie durchdringen einen bis ins Mark. Aber an irgendeinem Punkt schlägt alles um. Die schnellen Ideen sind plötzlich zu schnell - und es sind viel zu viele; eine überwältigende Verwirrung verdrängt die Hellsicht. Das Erinnerungsvermögen schwindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition: Die Manie wird als Störung der Affektivität mit gehobener Stimmung und Antriebssteigerung definiert, die häufig von vegetativen Störungen begleitet wird.

2. Geschichtlicher Hintergrund: Der Text zeichnet die Entwicklung des Krankheitsbegriffs von der Antike bis zur modernen Psychiatrie nach und beleuchtet die dunkle Zeit des Nationalsozialismus.

3. Kreative und berühmte Bipolare: Es wird die Korrelation zwischen bipolaren Erkrankungen und kreativen Persönlichkeiten sowie die Liste betroffener historischer Persönlichkeiten untersucht.

4. Definition und diagnostische Kriterien nach ICD-10/ DSM-IV: Die Untergruppe der affektiven Störungen wird erläutert, inklusive der Kriterien für manische und depressive Episoden sowie der Unterscheidung von Bipolar-Typen.

4.1. Kriterien einer manische Episode: Dieses Kapitel spezifiziert die notwendigen Symptome und Kriterien für die Diagnose einer manischen Episode nach DSM-IV.

4.2. Kriterien einer Episode der Mayor Depression: Hier werden die diagnostischen Anforderungen für eine Episode der Mayor Depression nach DSM-IV detailliert aufgeführt.

4.3. Bipolar I und Bipolar II: Es erfolgt die differenzierte Betrachtung der beiden Störungstypen sowie die Abgrenzung zur Zyklothymie.

4.4. Rapid Cycling: Dieser Abschnitt definiert das Krankheitsbild bei einer Häufigkeit von mindestens vier Stimmungsumschwüngen pro Jahr.

5. Suizidrisiko: Die Arbeit thematisiert das signifikant erhöhte Suizidrisiko bei Betroffenen, insbesondere nach der Ersterkrankung und in Mischzuständen.

6. Erfahrungsbericht: Anhand eines Zitats von Kay Redfield Jamison wird die subjektive Gefühlslage während manischer und depressiver Episoden illustriert.

7. Epidemiologie: Es werden Prävalenzdaten für Bipolar-I, Bipolar-II und Zyklothymie sowie sozioökonomische Folgen der Erkrankung dargestellt.

8. Komorbidität: Das Kapitel behandelt die hohe Rate an Begleiterkrankungen, insbesondere Substanzmissbrauch und Angststörungen.

9. Ätiologie: Die Entstehung der Krankheit wird durch das Zusammenspiel genetischer Faktoren und des Vulnerabilitäts-Stress-Modells erklärt.

10. Behandlung und Verlauf: Es wird ein Überblick über die diagnostischen Verfahren und den therapeutischen Gesamtansatz gegeben.

10.1. Diagnostik: Dieser Teil beschreibt die Notwendigkeit strukturierter Interviews wie SKID zur fundierten Diagnosestellung.

10.2. medikamentöse Therapie: Die Rolle von Stimmungsstabilisierern, allen voran Lithium, wird in Bezug auf deren Wirkung und Nebenwirkungen diskutiert.

10.3. kognitive Verhaltenstherapie: Ergänzend zur Pharmakotherapie wird die Bedeutung von Psychoedukation und die Einbeziehung sozialer Netzwerke hervorgehoben.

11. Regeln für das Leben mit Lithium: Das Kapitel schließt mit praxisnahen, teils ironisch kommentierten Ratschlägen für den Umgang mit der medikamentösen Dauertherapie.

Schlüsselwörter

Bipolare Störung, Manie, Depression, Affektive Störung, Lithium, ICD-10, DSM-IV, Rapid Cycling, Suizidrisiko, Komorbidität, Ätiologie, Stimmungsstabilisierer, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoedukation, Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das Krankheitsbild der bipolaren Störung, von ihren klinischen und historischen Grundlagen bis hin zu modernen Therapieansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Diagnose (ICD-10/DSM-IV), der Epidemiologie, der Ätiologie, den Komorbiditäten sowie den verschiedenen Behandlungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung eines ganzheitlichen Verständnisses für die Erkrankung, um sowohl die Symptomatik als auch die notwendige therapeutische Unterstützung besser einordnen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Zusammenführung wissenschaftlicher Standards und klinischer Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung, die biologischen und sozialen Entstehungsfaktoren sowie die medikamentöse und verhaltenstherapeutische Behandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bipolare Störung, Manie, Depression, Lithium, Stimmungsstabilisierer und Psychoedukation.

Warum spielt das soziale Umfeld bei der Behandlung eine so große Rolle?

Wie im Kapitel zur kognitiven Verhaltenstherapie betont, ist die Einbeziehung von Angehörigen essenziell, da sie bei der Identifikation von Frühwarnsignalen helfen und den Patienten in Krisenzeiten stützen können.

Welche Rolle spielt die Differenzialdiagnostik bei dieser Erkrankung?

Da Symptome der bipolaren Störung denen anderer Erkrankungen wie Schizophrenie oder Borderline ähneln können, ist eine präzise Abgrenzung entscheidend, um eine korrekte und wirksame Therapie einzuleiten.

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Résumé des informations

Titre
Bipolare Störungen
Université
University of Applied Sciences Bielefeld
Note
1,3
Auteur
Heinz Roelfs (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
15
N° de catalogue
V49866
ISBN (ebook)
9783638462136
ISBN (Livre)
9783638775427
Langue
allemand
mots-clé
Bipolare Störungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Heinz Roelfs (Auteur), 2005, Bipolare Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/49866
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Extrait de  15  pages
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