Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
1.1 Das Alphabet
1.2 Sprachwissenschaftliche Einordnung der Buchstabenkombination ie
2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe
2.1.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler
2.1.3 Didaktische Reduktion
2.1.4 Schwierigkeitsanalyse
2.2 Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang
3. Voraussetzungen für den Unterricht
3.1 Situation der Klasse
3.2 Externe Voraussetzungen
4. Formulierung der Lernziele
4.1 Grobziel
4.2 Feinziele
5. Überlegungen zur Methodik
5.1 Einstiegsmöglichkeiten
5.2 Artikulation
5.3 Sozial- und Aktionsformen
5.4 Medien
5.5 Unterrichtsprinzipien
5.6 Tafelbild
6. Geplanter Unterrichtsverlauf
8. Literaturverzeichnis
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1. Sachanalyse
1.1 Das Alphabet
Das Metzler Sprachlexikon gibt für den Begriff des „Alphabets“ die folgende Definition an:
„Alphabet: griech. Alpa, bnta, (alfa, beta): Namen der beiden ersten Buchsatben der girech. Alphabetreihe“ (vgl. Digitale Bibliothek Band 34: Metzler Lexikon Sprache).
Das Inventar der alphabetischen Schriftsysteme sind die Schriftzeichen, wobei hier von einer bestimmten Ordnung dieser ausgegangen werden muss. „Sie stellen neben den Ziffern das wichtigste Strukturierungsmittel für Listen aller Art dar, z. B. Lexika, Wörterbücher (vgl. Digitale Bibliothek Band 34: Metzler Lexikon Sprache).
Das deutsche Alphabet besteht aus 26 Graphemen, jedoch entspricht die Anzahl der Buchstaben des deutschen Alphabetes nicht ihrer tatsächlichen Anzahl. So sind Buchstaben wie zum Beispiel die Umlaute „ä, ö, ü, und ß“ nicht in ihr enthalten, sondern treten gesondert auf. Aus den nun genannten dreißig Graphemen lassen sich durch deren Kombination weitere Lautmöglichkeiten kombinieren. Unter diese Kombinationsmöglichkeiten würden folgende Beispiele fallen, um nur einige von ihnen zu benennen: „Au, ei, eu, ch, sch“. Darüber hinaus lassen sich die Buchstaben als Laute, so genannte Phoneme, zusätzlich in form ihrer Lautstruktur differenzieren. Das Alphabet führt hierbei 21 Mitlaute oder auch Konsonanten und fünf Selbstlaute oder auch Vokale mit sich. Die Differenzierung zwischen Konsonanten und Vokalen betrifft ihre lautliche Substanz. Das kann bedeuten, dass diese innerhalb ihrer Buchstabierung lediglich die eigene Lautsubstanz repräsentieren, wie es bei den Vokalen der Fall ist Dem gegenüber stehen die Konsonanten, bei deren Buchstabierung die lautliche Substanz eines oder mehrerer Phoneme vertreten sein kann. Die eben genannte Differenzierungsmöglichkeit gilt wiederum nicht bei der Lautierung der Phoneme, innerhalb derer die reine Lautstruktur des jeweiligen Phonems verbalisiert wird.
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1.2 Sprachwissenschaftliche Einordnung der Buchstabenkombi-
nation „ie“
Die Buchstabenkombination „ie“ entsteht aus zwei einzelnen Phonen. Ein Phon ist das kleinste isolierbare Lautsegment in seiner materiellen Gestalt, einschließlich seiner materiellen Eigenschaften und immer gebunden an die lautliche Substanz (vgl. Unterlagen zum Proseminar der Sprachwissenschaften, leitende Dozentin Frau Dr. Bachmann-Stein).
Die vorliegende Buchstabenkombination lässt erkennen, dass die lautliche Form nicht immer mit der graphischen Umsetzung derer übereinstimmt. So ergibt das „ie“ lediglich einen Lautwert, der jedoch in zwei unterschiedliche Grapheme umgesetzt werden muss. Dies ist jedoch bei der Kombination „ie“ nicht immer der Fall und erschwert so die Verschriftung. Ein Beispiel für eine Ausnahme wäre hier das Wort „ihr“, welches dem Lautwert /i:/ entspricht, jedoch lediglich durch ein Graphem, dem „i“ umgesetzt werden muss. Anders verhält sich dies Bei dem Wort „Liebe“, welches ebenfalls den gleichen Lautwert aufweist, aber im Gegensatz zum oben genannten Beispiel mittels zwei Graphemen verschriftlicht wird. Beide Phone werden innerhalb der Lautschrift der IPA, was für „Internationale/International Phonetic Association steht, als /i:/ geführt, was die für die lange Aussprache des Lautes steht.
Sowohl das „i“, als auch das „e“ werden als Konsonanten oder auch Selbstlaute bezeichnet. Der Begriff „Selbstlaut“ erklärt bereits, den Grund für die Bezeichnung: Bei der Umsetzung von Vokalen in ihre Lautform klingen diese im Gegensatz zu den so genannten „Mitlauten“ rein nach sich selbst, das heißt es ist kein weiterer Laut vernehmbar. Darüber hinaus entweicht der Luftstrom bei der Artikulation von vokalen ungehindert, was bei den Konsonanten nicht der Fall ist. Bei der Artikulation von Vokalen entsteht der „Ton“ im Kehlkopf und wird anschließend, von den an der Artikulation beteiligten Organen, verändert. Hier wäre zum einen die Lage der Zunge zu nennen, wobei diese Zungenlage in eine horizontale, sowie vertikale Ebene differenziert werden muss. Auch die Form der Lippen verändert den Ton, so unterscheidet man hier die gerundete von der ungerundeten Lippenbeteiligung. Die Stellung des Kiefernwinkels kann als offen oder geschlossen bezeichnet werden, je nach artikuliertem Vokal.
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Das hier vorliegende Vokalphonem /i:/ zeichnet sich innerhalb der Zungenbeteiligung durch in horizontaler Ebene betrachtete vordere Lage und eine vertikal betrachtete obere Lage aus. Die Lippen sind während der Artikulation ungerundet und der Kiefernwinkel geschlossen. Darüber hinaus handelt es sich selbstverständlich um einen so genannten „Langvokal“, bei dem die Artikulationsphase verlängert ist.
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2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe
Die Primarstufe hat die große Verantwortung den Schülern Grundfertigkeiten, welche das Lesen, Rechnen und Schreiben betreffen, zu vermitteln. „Ausgehend von den Sprachformen und Sprachgewohnheiten des Kindes, dem heimatlichen Dialekt oder der fremden Muttersprache, sollen die Kinder zum sicheren Gebrauch der deutschen Standardsprache geführt werden. Vom Anfangsunterricht an ist es Ziel des Deutschunterrichts, die Kinder im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu üben und zu fördern“ (vgl. Leitlinien für die Arbeit in der Grundschule, Seite 10).
Die Wichtigkeit und Bedeutung des Lesens und Schreibens zeigt sich bei näherer Betrachtung der Notwenigkeit von schriftlichem und auch mündlichem Sprachgebrauch. Die jeweilige Sprache einer so genannten Sprachgemeinschaft, zählt zu ihrem Kulturgut. Sprache verändert sich, ist ein offenes System und passt sich somit seinen Benutzern an. Erst der Gebrauch von Sprache ermöglicht dem Menschen die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Die Kommunikation selbst kann in Form des schriftlichen Gebrauchs von Sprache stattfinden, wie zum Beispiel über den Briefwechsel. Im Zeitalter der neuen Medien findet der schriftliche Sprachgebrauch einen weiteren Weg über die sich rasant entwickelnde Vernetzung durch Computer. Eine weitere Form des Sprachgebrauchs ist die mündliche Form. Erst die Fähigkeit sich münd lich mitzuteilen, eröffnet dem Menschen den Austausch mit anderen. Die Fähigkeit zur Kommunikation gibt dem Menschen die Möglichkeit das Zusammenleben innerhalb einer Sprachgemeinschaft zu regeln Hadumod Bußmann definiert „Sprache“ wie folgt: „Auf kognitiven Prozessen basierendes, gesellschaftlich bedingtes, historischer Entwicklung unterworfenes Mittel zum Ausdruck bzw. Austausch von Gedanken, Vorstellungen, Erkenntnissen und Informationen sowie zur Fixierung und Tradierung von Erfahrung und Wissen“ (Hadumod Bußmann 2002, S.616).
Neben der Notwendigkeit von Sprache zum kommunikativen Austausch, ist diese wegweisend für die persönliche Entwicklung des Menschen. Erst wenn ihm möglich ist sich mitzuteilen, seine Intentionen anderen verständlich zu machen
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Christina Schulz, 2005, Unterrichtsentwurf: Übungen zum "ie", Munich, GRIN Publishing GmbH
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