Inhaltsverzeichnis:
1. Sachanalyse 3
1.1 Das Alphabet 3
1.2 Sprachwissenschaftliche Einordnung des Buchstabens „W/w“ 4
2. Didaktische 5
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes 5
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe 5
2.1.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler 6
2.1.3 Didaktische Reduktion 7
2.1.4 Schwierigkeitsanalyse 7
2.2 Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang 8
3. Voraussetzungen für den Unterricht 9
3.1 Situation der Klasse 9
3.2 Externe Voraussetzungen 13
4. Formulierung der Lernziele 15
4.1 Grobziel 15
4.2 Feinziele 15
5. Überlegungen zur Methodik 16
5.1 Einstiegsmöglichkeiten 16
5.2 Artikulation 17
5.3 Sozial- und Aktionsformen 18
5.4 Medien 18
5.5 Unterrichtsprinzipien 20
5.6 Tafelbild 21
6. Geplanter Unterrichtsverlauf 22
7. Literaturverzeichnis 26
8. Anhang (aus urheberrechtlichen Gründen hier nicht enthalten) 27
1
8.1 „Geheimzettel“
8.2 Arbeitsblätter mit folgenden Symbolen: ¥, q, ¶ und J 8.3 Arbeitsblatt zum Nachspuren des Buchstabens 8.4 „Brief von Pepe“
2
1. Sachanalyse
1.1 Das Alphabet
Das Metzler Sprachlexikon gibt für den Begriff des „Alphabets“ die folgende Definition an:
„Alphabet: griech. Alpa, bnta, (alfa, beta): Namen der beiden ersten Buchsatben der girech. Alphabetreihe“ (vgl. Digitale Bibliothek Band 34: Metzler Lexikon Sprache).
Das Inventar der alphabetischen Schriftsysteme sind die Schriftzeichen, w obei hier von einer bestimmten Ordnung dieser ausgegangen werden muss. „Sie stellen neben den Ziffern das wichtigste Strukturierungsmittel für Listen aller Art dar, z. B. Lexika, Wörterbücher (vgl. Digitale Bibliothek Band 34: Metzler Lexikon Sprache).
Das deutsche Alphabet besteht aus 26 Graphemen, jedoch entspricht die Anzahl der Buchstaben des deutschen Alphabetes nicht ihrer tatsächlichen Anzahl. So sind Buchstaben wie zum Beispiel die Umlaute „ä, ö, ü, und ß“ nicht in ihr enthalten, sondern treten gesondert auf. Aus den nun genannten dreißig Graphemen lassen sich durch deren Kombination weitere Lautmöglichkeiten kombinieren. Unter diese Kombinationsmöglichkeiten würden folgende Beispiele fallen, um nur einige von ihnen zu benennen: „Au, ei, eu, ch, sch“. Darüber hinaus lassen sich die Buchstaben als Laute, so genannte Phoneme, zusätzlich in form ihrer Lautstruktur differenzieren. Das Alphabet führt hierbei 21 Mitlaute oder auch Konsonanten und fünf Selbstlaute oder auch Vokale mit sich. Die Differenzierung zwischen Konsonanten und Vokalen betrifft ihre lautliche Substanz. Das kann bedeuten, dass diese innerhalb ihrer Buchstabierung lediglich die eigene Lautsubstanz repräsentieren, wie es bei den Vokalen der Fall ist Dem gegenüber stehen die Konsonanten, bei deren Buchstabierung die lautliche Substanz eines oder mehrerer Phoneme vertreten sein kann. Die eben genannte Differenzierungsmöglichkeit gilt wiederum nicht bei der Lautierung der Phoneme, innerhalb derer die reine Lautstruktur des jeweiligen Phonems verbalisiert wird.
3
1.2. Sprachwissenschaftliche Einordnung des Buchstabens „W/w“
Der Buchstabe „W/w“ steht im deutschen Alphabet an der dreiundzwanzigsten Stelle.
Es handelt sich hierbei um einen so genannten Konsonanten oder auch Mitlaut. Mitlaut deshalb, da man bei seiner Buchstabierung, im Gegensatz zur Lautierung, das Phonem /e/ realisiert.
Sprachwissenschaftlich betrachtet, stellt das Phonem /w/ einen Obstruenten dar. Betrachtet man nun den Artikulationsmodus von Obstruenten, so lässt sich feststellen, dass der Luftstrom ein starkes Hindernis zu überwinden hat. Innerhalb der vorliegenden Artikulation wird der austretende Luftstrom nicht angehalten, sondern durch die Enge gepresst. Im Fall des Phonems /w/ liegt, betrachtet man die Artikulationsart, ein Frikativlaut vor. Man spricht hier auch von Reibelauten oder Spiranten.
Der Artikulationsort ist als „dental“ zu bezeichnen, was bedeutet das die Engebildung an der oberen Zahnreihe lokalisiert werden kann. Die artikulierenden Organe, welche für die Verursachung des Hindernisses verantwortlich sind, stellen die Unterlippe, sowie die oberen Schneidezähne dar, sodass hier von einer Engebildung labiodentalen Ursprungs gesprochen werden kann. Als weiteres Kriterium ist die Stimmhaftigkeit dieses Obstruenten zu nennen, welche durch die Vibration der Stimmbänder entsteht.
Für Transkriptionen in Lautschrift wird die Lautschrift der „International Phonetic Association“, kurz „IPA“, verwendet. Das Phonem /w/ wird in lautschriftlicher Form als (v) dargestellt.
Die sprachliche Problematik stellt sich hier in der Differenzierung zum Phonem /v/ ein. Die gesprochene Lautstruktur entspricht in diesem Fall nicht der des dazugehörigen Graphems. Ein Beispiel wäre das Wort „Vase“, welches als Anfangsbuchstaben den Graphem „v“ aufweist, jedoch als lautliche Substanz das Phonem /w/ vertritt.
4
2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe
Die Primarstufe hat die große Verantwortung den Schülern Grundfertigkeiten, welche das Lesen, Rechnen und Schreiben betreffen, zu vermitteln. „Ausgehend von den Sprachformen und Sprachgewohnheiten des Kindes, dem heimatlichen Dialekt oder der fremden Muttersprache, sollen die Kinder zum sicheren Gebrauch der deutschen Standardsprache geführt werden. Vom Anfangsunterricht an ist es Ziel des Deutschunterrichts, die Kinder im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu üben und zu fördern“ (vgl. Leitlinien für die Arbeit in der Grundschule, Seite 10).
Die Wichtigkeit und Bedeutung des Lesens und Schreibens zeigt sich bei näherer Betrachtung der Notwenigkeit von schriftlichem und auch mündlichem Sprachgebrauch. Die jeweilige Sprache einer so genannten Sprachgemeinschaft, zählt zu ihrem Kulturgut. Sprache verändert sich, ist ein offenes System und passt sich somit seinen Benutzern an. Erst der Gebrauch von Sprache ermöglicht dem Menschen die Möglichkeit mit anderen zu kommunizieren. Die Kommunikation selbst kann in Form des schriftlichen Gebrauchs von Sprache sta ttfinden, wie zum Beispiel über den Briefwechsel. Im Zeitalter der neuen Medien findet der schriftliche Sprachgebrauch einen weiteren Weg über die sich rasant entwickelnde Vernetzung durch Computer. Eine weitere Form des Sprachgebrauchs ist die mündliche Form. Erst die Fähigkeit sich mündlich mitzuteilen, eröffnet dem Menschen den Austausch mit anderen. Die Fähigkeit zur Kommunikation gibt dem Menschen die Möglichkeit das Zusammenleben innerhalb einer Sprachgemeinschaft zu regeln Hadumod Bußmann definiert „Sprache“ wie folgt: „Auf kognitiven Prozessen basierendes, gesellschaftlich bedingtes, historischer Entwicklung unterworfenes Mittel zum Ausdruck bzw. Austausch von Gedanken, Vorstellungen, Erkenntnissen und Informationen sowie zur Fixierung und Tradierung von Erfahrung und Wissen“ (Hadumod Bußmann 2002, S.616).
5
Neben der Notwendigkeit von Sprache zum kommunikativen Austausch, ist diese wegweisend für die persönliche Entwicklung des Menschen. Erst wenn ihm möglich ist sich mitzuteilen, seine Intentionen anderen verständlich zu machen oder umgekehrt die Informationen, welche er über Sprache mitgeteilt bekommt, zu verstehen und wiederum über Sprache reflektieren zu können, sind ihm persönliche Entwicklungsmöglichkeiten, sowie die Zugehörigkeit zur Sprachgemeinschaft, zuteil.
Mit Blick auf die berufliche Zukunft eines Menschen ist der Sprachgebrauch sowohl in seiner schriftlichen, als auch in seiner mündlichen Form von größter Bedeutung. Schon innerhalb der beruflichen Ausbildung sind die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens unbedingt erforderlich. Gerade diese Bereiche betreffend schient ein großes Manko vorzuherrschen, verfolgt man die Aussagen der Arbeitgeber über ihre Auszubildenden.
2.1.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler
Mit dem Erlernen des neuen Buchstabens, dem „W/w“ erschließen sich die Schüler den nächsten Schritt zum sicheren Umgang mit ihrer Muttersprache. „Spracherziehung hat grundlegende Bedeutung für die geistige und soziale Entwicklung des Kindes. In Sprache werden Gedanken artikuliert; In Sprache wird Kultur tradiert; Sprache dient der zwischenmenschlichen Verständigung; Sprache ist Schlüssel zum Welt- und Selbstverständnis des Menschen“ (vgl. Lehrplan Deutsch, S.6).
Für die Erschließung von Unterrichtsinhalten ist der mündliche und auch schriftliche Sprachgebrauch erforderlich, somit vermittelt der Anfangsunterricht die Basis für die weitere schulische Entwicklung des Schülers. Der Rahmenlehrplan des Landes Rheinland -Pfalz nennt dabei die folgende Zielsetzung: „Die Kinder sollen in der Regel am Ende des ersten Schuljahres, spätestens jedoch mit Abschluss des zweiten Schuljahres fähig sein, Texte, die
6
Arbeit zitieren:
Christina Schulz, 2005, Lernen an Stationen: Einführung des Buchstaben "W/w" - Unterrichtsentwurf/Prüfungsstunde, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Symbolik im Märchen dargestellt am Beispiel "Hänsel und Gretel&qu...
Hausarbeit, 28 Seiten
Offener Unterricht und Unterrichtsplanung
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Unterrichtsreihe für die 1. Klasse: Ein mehrdimensionaler Zugang zum „...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 20 Seiten
Annette von Drost-Hülshoff´s Judenbuche und der Antisemitismus
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 37 Seiten
Das semantische Feld des Visuellen in der "Judenbuche"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Annette von Droste-Hülshoff und ihr Balladewerk - Dargestellt am Beisp...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 30 Seiten
Unterrichtseinheit "Balladen" in Klasse 8 - Stunde "Der...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 14 Seiten
Ein neuer grundlegender Ansatz...
Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
Seminararbeit, 41 Seiten
Unterrichteinheit: "Mausemärchen - Riesengeschichte" Handeln...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 18 Seiten
Frontalunterricht und Gelenktes Unterrichtsgespräch als Leitfossilien ...
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit der Fabel 'Der H...
Deutsch, Klasse 5/6
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 33 Seiten
Zu: "Lesen durch Schreiben" von Jürgen Reichen
Eine Methode nach der Schüler ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 27 Seiten
Entspannungsübungen und Bewegungsbalancen zur Konzentrationsförderung ...
Pädagogik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
Examensarbeit, 52 Seiten
Mensch und Metropole - Die Rolle der Großstadt im Roman der Neuen Sach...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Warme Texte. Textdiskurs in Erich Kästners "Fabian"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe zum Thema Sachtexte
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 26 Seiten
Lesen beobachten und fördern - Warum sind die Leseförderung und die da...
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Christina Schulz hat den Text Lernen an Stationen: Einführung des Buchstaben "W/w" - Unterrichtsentwurf/Prüfungsstunde veröffentlicht
Christina Schulz hat einen neuen Text hochgeladen
Lernen an Stationen im Englischunterricht: Food and Drinks
3.-4. Klasse/ab Ende 2. Klasse
Christine Engel
Lernen an Stationen in der Sekundarstufe I . Englisch: USA - From Chic...
8./9. Schuljahr. Kopiervorlage...
Ilse Petilliot-Becker, Roland Bauer
Lernen an Stationen im Pädagogikunterricht 1
Vier Lernen an Stationen mit K...
Carsten Püttmann, Hermann Rogowski
Lernen an Stationen im Deutschunterricht der Grundschule
Grenzen und Möglichkeiten
Eberhard Meier, Astrid Kaiser
0 Kommentare