Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Was ist Urbanisierung? 1
3 Arten der Urbanisierung. 2
4 Merkmale von Urbanisierung. 3
5 Erklärungsansätze von Urbanisierungsprozessen. 5
6 Unterschiede der Verstädterung in Industrie- und Entwicklungsländern. 6
7 Vor- und Nachteile urbaner Räume. 10
8 Schlussbetrachtung. 12
Literaturverzeichnis
1
1 Einleitung und Zielsetzung
Die städtischen Räume werden weltweit immer größer und ihre Siedlungs- und Verkehrsflächen nehmen ebenfalls stark zu. Städte sind Räume verwirrender Vielfalt, geballter Aktivität und Dynamik, nationale und internationale Innovationszentren. Reichtum, Hochhäuser, technische und kulturelle Höchstleistungen charakterisieren sie ebenso wie Armut und Not, Verfall, Kriminalität und Vereinsamung. Die vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema „Urbanisierung, Grundlagen, weltweiter Stand, Vor- und Nachteile urbaner Räume“. Es handelt sich hierbei um ein sehr komplexes Themengebiet, so dass es notwendig war, sich auf bestimmte Bereiche zu beschränken. Demnach sollen folgende inhaltliche Schwerpunkte thematisiert werden:
-Erläuterung der Begrifflichkeiten „Urbanisierung“ und „Verstädterung“
-Übersicht der verschiedenen Arten der Urbanisierung
-Beschreibung der wichtigsten Merkmale von Urbanisierung
-Ansätze zur Erklärung von Urbanisierungsprozessen
-Darstellung der Unterschiede in Industrie- und Entwicklungsländern
-Auflistung von Vor- und Nachteilen urbaner Räume
Ziel der Arbeit ist es, die Merkmale und Auswirkungen von Urbanisierung kennen zu lernen, um dadurch die weltweit unterschiedlich verlaufenden Urbanisierungsprozesse, seit der industriellen Revolution, verstehen zu können.
2 Was ist Urbanisierung
Die Begriffe Urbanisierung und Verstädterung werden häufig gleichbedeutend gebraucht, oftmals werden sie aber auch unterschiedlich gekennzeichnet. Somit sollen zunächst Definitionen der beiden Begrifflichkeiten gegeben werden: Verstädterung ist die Vermehrung, Ausdehnung oder Vergrößerung von Städten nach Zahl, Fläche oder Einwohnern sowohl absolut als auch im Verhältnis zur ländlichen Bevölkerung bzw. zu den nicht-städtischen Siedlungen. Demnach betrifft sie die räumliche Perspektive. Verstädterung ist ein in fast allen Teilen der Erde zu beobachtender Prozess; besonders ausgeprägt ist er heute in Entwicklungsländern.
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Urbanisierung ist die Ausbreitung bzw. Diffusion städtischer Lebens-, Wirtschafts- und Verhaltensweisen. Hierbei handelt es sich um die gesellschaftliche Perspektive. Bei diesem Vorgang geht es weniger um ein bevölkerungs- oder flächenmäßiges Wachstum von Städten, sondern um einen Prozess des kulturellen Wandels. In dessen Verlauf verstädtern bisher ländlich geprägte Räume in Bezug auf ihre Sozial-, Berufs- und Erwerbsstruktur sowie auf die Verhaltenweisen ihrer Bewohner.
Meistens schließt der Begriff Urbanisierung die Aspekte der Verstädterung mit ein. (vgl. www.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung)
Im Folgenden soll Verstädterung aber synonym mit Urbanisierung verwendet werden. Somit ist also zunächst festzuhalten, dass Urbanisierung sowohl einen Zustand der Siedlungsentwicklung als auch einen Wachstum- und Ausbreitungsprozess bezeichnet. Der Zustand der Siedlungsentwicklung kann beispielsweise durch den Anteil der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung dargestellt werden. Durch die Zunahme des Anteils der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung wird der Wachstumsprozess ausgedrückt und die Übernahme städtischer Lebensformen, Tätigkeiten und Verhaltensweisen beschreibt der Ausbreitungsprozess. (vgl. Gaebe 1987, S. 22) Um Urbanisierung messbar zu machen wird zwischen Verstädterungsgrad oder -quote und Verstädterungsrate unterschieden:
Der Verstädterungsgrad gibt den Anteil der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung eines Gebietes, Landes oder Staates an. Er beschreibt das Ausmaß der Verstädterung in einem Raum.
Die Verstädterungsrate stellt den Zuwachs des Anteils der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum dar. Sie gibt die Zunahme der Verstädterung in einem Raum an. (vgl. www.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung)
3 Arten der Urbanisierung
Die Arten der Urbanisierung sind weltweit so unterschiedlich, dass eine Generalisierung schwer fällt. In der Bevölkerungsgeographie wird aber zwischen folgenden Arten unterschieden: 1. Physiognomische Verstädterung
Sie bedeutet eine Ausbreitung städtischer Wohnformen und Flächennutzung.
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2. Funktionale Verstädterung
Es kommt zu einer Verflechtung zwischen Stadt und Land, was auch als „Stadt-Land-Kontinuum“ bezeichnet wird. Dabei breitet sich die städtische Produktion aus und es entwickeln sich neue Kommunikations- und Informationsnetze. 3. Soziale Verstädterung
Das Umland nimmt Normen und Wertvorstellungen der städtischen Bevölkerung an, und auch das Konsumniveau und die Haushaltsführung gleichen sich an. 4. Demographische Verstädterung
Da Verstädterung sowohl einen Zustand als auch einen Prozess bedeuten kann, lässt sich genauer zwischen Verstädterung als demographischer Zustand (Verstädterungsgrad oder -quote) und Verstädterung als demographischer Prozess (Verstädterungsrate) unterscheiden. 5. Verdichtung des Städtesystems
Die Zahl der Städte nimmt z. B. durch Neugründungen oder Verleihung des Stadttitels zu. Typische Gründungsphasen waren das Hochmittelalter, die Epoche des Barocks (Residenz-/Festungsstädte) und das Industriezeitalter (z. B. Eisenhüttenstadt). (vgl. www.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung)
4 Merkmale von Urbanisierung
Urbanisierungsprozesse mit einer auffälligen Zunahme der Bevölkerung in den Kernstädten hat es in verschiedenen Kulturen und zu verschiedenen Zeiten gegeben. Nachstehend sollen Merkmale von Urbanisierung, die im Zusammenhang mit der industriellen Revolution stehen, betrachtet werden.
1. Zunahme der städtischen Bevölkerung
Vor 1800 war der Anteil der Stadtbevölkerung an der gesamten Erdbevölkerung (d.h. der Verstädterungsgrad) sehr gering, denn nur etwa 2-3 Prozent der 900 Millionen Menschen lebten damals in Städten. 1950 lebten hingegen bereits knapp 30 Prozent der Menschen in Städten, 2000 waren es 47 Prozent und für das Jahr 2030 wird prognostiziert, dass etwa 60 Prozent der nun mehr als acht Milliarden Menschen in Städten leben werden. (www.un.org/popin) Allerdings gibt es zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern noch weitere Unterschiede, auf die in Kapitel 5 genauer eingegangen wird.
Arbeit zitieren:
Irina Eversmeyer, 2006, Urbanisierung, Grundlagen, weltweiter Stand, Vor- und Nachteile urbaner Räume, München, GRIN Verlag GmbH
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