Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis. V
Abk ürzungsverzeichnis VIII
1 Einleitung 1
1.1 Vorstellung des Unternehmens. 2
1.2 Konzeption der Diplomarbeit. 2
2 Ausgangssituation. 4
2.1 Zielsetzung der Diplomarbeit 5
3 Grundlagen. 6
3.1 Informationsmanagement 6
3.2 Informationsbedarf 8
3.3 Probleme im Informationsmanagement 9
4 Analyse 13
4.1 Aufbauorganisation. 14
4.2 Ablauforganisation 15
4.2.1 Print-Projekt 16
4.2.1.1 Initialisierung 17
4.2.1.2 Feinkonzeption 17
4.2.1.3 Realisierung. 17
4.2.1.4 Druckvorstufe. 17
4.2.1.5 Druck 18
4.2.2 Bewertung Print-Projekt 19
4.2.2.1 Initialisierung 19
4.2.2.2 Feinkonzeption 22
4.2.2.3 Realisierungsphase 24
I
Inhaltsverzeichnis
4.2.2.4 Druckvorstufe. 25
4.2.2.5 Druck 25
4.3 IT-Infrastruktur und Anwendungen 26
4.3.1 IT-Infrastuktur 26
4.3.2 Anwendungen 28
4.4 Informationen 28
4.4.1 Struktur der Ablage von Daten. 29
4.4.2 Versionierung von Dokumenten. 29
4.4.3 Austausch von Informationen über „Hilfe“-Systeme 30
4.4.4 Listen 31
4.5 Mitarbeiterbefragung. 32
4.6 Bewertung der Analyse. 33
5 Optimierung 37
5.1 Optimierungsziele für die Benutzerumgebung. 37
5.2 Microsoft SharePoint Portal Server (SPS) 38
5.2.1 Funktionen 38
5.2.1.1 SPS-Portal Login 39
5.2.1.2 DMS-Funktionen 41
5.2.1.3 Suchfunktionen 44
6 Umsetzung 46
6.1 Intranet xxxxxxx GmbH. 47
6.1.1 Dokumentbibliotheken 48
6.1.1.1 Bibliothek Geschäftsleitung. 49
6.1.1.2 Bibliothek xxxxxxx. 51
6.1.2 Bildbibliotheken. 54
6.1.3 Listen 54
6.1.3.1 AgenturNews 55
6.1.3.2 Aufgaben 56
II
Inhaltsverzeichnis
6.1.3.3 Kunden 57
6.1.3.4 Projekte/Kunden 57
6.1.3.5 Typo Links 58
6.1.3.6 Wichtige Links. 58
6.1.4 Diskussionsrunden 59
6.1.5 Umfragen 60
6.2 Kundenseiten 61
6.2.1 Dokumentbibliotheken 62
6.2.1.1 Besprechungsberichte 63
6.2.1.2 Material 64
6.2.2 Bildbibliotheken. 64
6.2.3 Listen 65
6.2.3.1 Aufgaben 66
6.2.3.2 KundenNews 66
6.2.3.3 Projekte. 67
6.2.3.4 Team. 67
6.2.4 Diskussionsrunden 68
6.2.5 Umfragen 68
6.3 Projektseiten 69
6.3.1 Dokumentbibliotheken 70
6.3.1.1 Besprechungsberichte 71
6.3.1.2 Freigaben. 71
6.3.1.3 Konzepte. 72
6.3.1.4 Material 72
6.3.1.5 Projektdaten. 72
6.3.1.6 Vorprojektphase. 73
6.3.2 Bildbibliotheken. 73
6.3.2.1 Bilder. 74
III
Inhaltsverzeichnis
6.3.2.2 Endversion 74
6.3.2.3 Entwürfe. 75
6.3.2.4 Logo. 75
6.3.2.5 Schriften. 75
6.3.3 Listen 76
6.3.3.1 Aufgaben Projektleitung. 76
6.3.3.2 Aufgaben Projektteam 77
6.3.3.3 Hyperlinks 78
6.3.3.4 ProjektNews. 78
6.3.3.5 Projektablauf 79
6.3.3.6 Projektteam. 80
6.3.4 Diskussionsrunden 81
6.3.5 Umfragen 81
7 Fazit. 82
Literaturverzeichnis X
Anhang A: Auswertung Fragenkatalog XI
Anhang B: Leistungsmerkmale WSS SPS. XV
Anhang C: Aufbau Intranet xxxxxxx GmbH XVII
Anhang :D Aufbau Kundenseiten XVIII
Anhang E: Aufbau Projektseiten. XIX
Anhang F: Übersicht Portalanbieter XX
IV
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Anspruch des IM.
Abb. 2: Ziele des IM
Abb. 3: Analyse des Informationsbedarfs
Abb. 4: Informationschaos
Abb. 5: Organigramm Agentur xxxxxxx GmbH
Abb. 6: Projektablauf Print-Projekt
Abb. 7: Analyse-Matrix Initialisierungsphase
Abb. 8: Analyse-Matrix KI
Abb. 9: Analyse-Matrix T.
Abb. 10: Analyse-Matrix IV
Abb. 11: Analyse-Matrix BR
Abb. 12: Analyse-Matrix Feinkonzeption.
Abb. 13: Analyse-Matrix DG
Abb. 14: Analyse-Matrix GL - IB
Abb. 15: Analyse-Matrix IP - BP
Abb. 16: File Server-Struktur Agentur xxxxxxx GmbH
Abb. 17: Projekt-Ordner
Abb. 18: Ablaufplan Feinkonzeption
Abb. 19: SPS-Login
Abb. 20: SPS Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 21: Dokumentenanzeige SPS
Abb. 22: Dokumentenansicht SPS.
Abb. 23: DMS-Funktionen SPS
Abb. 24: Dokumentversionen SPS
Abb. 25: Benachrichtigungen SPS.
Abb. 26: Suchergebnisse SPS.
Abb. 27: Startseite Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 28: Aufbau Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 29: Dokumentbibliotheken Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 30: Ordnerstruktur Geschäftsleitung.
Abb. 31: Inhalt Ordner Finanzen
Abb. 32: Inhalt Ordner HR
Abb. 33: Inhalt Ordner Organisation
Abb. 34: Bibliothek xxxxxxx
Abb. 35: Ordner xxxxxxx intern.
V
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abb. 36: Inhalt Ordner Adressen bildersuche
Abb. 37: Inhalt Ordner Aktuelle Dokumente
Abb. 38: Inhalt Ordner Kunden
Abb. 39: Bildbibliothek Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 40: Listeneigenschaften SPS
Abb. 41: Listen Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 42: Liste AgenturNews
Abb. 43: Inhalt AgenturNews
Abb. 44: Aufgabenliste
Abb. 45: Inhalt Aufgabenliste
Abb. 46: Liste Kunden.
Abb. 47: Liste Projekte/Kunden
Abb. 48: Inhalt Liste Projekte/Kunden.
Abb. 49: Liste Typo Links.
Abb. 50: Inhalt Liste Typo Links
Abb. 51: Liste Wichtige Links
Abb. 52: Inhalt Liste Wichtige Links
Abb. 53: Diskussionsrunden Intranet xxxxxxx GmbH
Abb. 54: Inhalt Diskussionsrunden
Abb. 55: Liste Umfragen
Abb. 56: Inhalt Liste Umfragen
Abb. 57: Grafische Abbildung der Umfrageergebnisse.
Abb. 58: Kundenseite VST-Keller GmbH
Abb. 59: Aufbau Kundenseiten
Abb. 60: Dokumentbibliotheken Kundenseiten
Abb. 61: Ordner Besprechungsberichte.
Abb. 62: Vorlage Besprechungsbericht
Abb. 63: Ordner Material.
Abb. 64: Inhalt Ordner Material
Abb. 65: Inhalt Bildbibliotheken Kundenseiten.
Abb. 66: Ordner Bilder
Abb. 67: Ordner Logo
Abb. 68: Listen Kundenseiten
Abb. 69: Aufgabenliste Kundenseiten
Abb. 70: Liste KundenNews.
Abb. 71: Inhalt Liste KundenNews
Abb. 72: Liste Projekte.
VI
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abb. 73: Liste Team.
Abb. 74: Inhalt Liste Team
Abb. 75: Diskussionsrunden Kundenseiten
Abb. 76: Diskussionsforum Kundenseiten
Abb. 77: Umfragen Kundenseiten
Abb. 78: Projektseite Imagebroschüre VST
Abb. 79: Aufbau Projektseiten
Abb. 80: Dokumentbibliotheken Projektseiten
Abb. 81: Besprechungsberichte Projektseiten
Abb. 82: Ordner Freigaben
Abb. 83: Ordner Konzepte
Abb. 84: Ordner Material.
Abb. 85: Ordner Projektdaten
Abb. 86: Ordner Vorprojektphase
Abb. 87: Bildbibliotheken Projektseiten.
Abb. 88: Ordner Bilder
Abb. 89: Ordner Endversion
Abb. 90: Ordner Entwürfe
Abb. 91: Ordner Logo
Abb. 92: Ordner Schriften
Abb. 93: Listen Projektseiten
Abb. 94: Liste Aufgaben Projektleitung
Abb. 95: Inhalt Liste Aufgaben Projektleitung
Abb. 96: Liste Aufgaben Projektteam
Abb. 97: Inhalt Liste Aufgaben Projektteam.
Abb. 98: Liste Hyperlinks
Abb. 99: Inhalt Liste Hyperlinks
Abb. 100: Liste ProjektNews
Abb. 101: Inhalt Liste ProjektNews
Abb. 102: Liste Projektablauf
Abb. 103: Inhalt Liste Projektablauf
Abb. 104: Liste Projektteam.
Abb. 105: Inhalt Liste Projektablauf
Abb. 106: Diskussionsrunden Projektseiten
Abb. 107: Diskussionsforum Projektseiten
Abb. 108: Inhalt Diskussionsforum Projektseiten.
Abb. 109: Umfragen Projektseiten
VII
Abkürzungsverzeichnis
BP Bildproduktion BR Briefingraster CD Corporate Design CRM Customer Relationship Management DG Dateien für die Gestaltung DMS Dokumenten Management System DV Datenverarbeitung ERP Enterprise Resource Planning F Form GL Gliederung GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung H Häufigkeit HR Human Resources I Inhalt IB Inhaltsbausteine IM Informationsmanagement IP Informationen über Produktionskosten IV Informationen zur Vorgehensweise KI Kundeninformationen M Medium MSN Messenger Chat-System OPOS Offene Posten ORG Organisation OSX Betriebssystem für Mac QS Qualitätssicherung SPS SharePoint Portal Server T Termine TI Textinformationen USP Unique Selling Proposition W Wertigkeit WSS Windows SharePoint Services Z Zeit
VIII
1 Einleitung
„Das tägliche Leben ist seit jeher durch Informationen geprägt. Ständig empfangen wir Informationen und entscheiden über deren Bedeutung, die dann zum Teil Eingang in unser Verhalten finden. Wer beispielsweise morgens im Radio in den Wetternachrichten hört, dass Regen vorhergesagt ist, wird sich beim Verlassen des Hauses darauf einstellen und eventuell einen Regenschirm mit sich führen.“ 1 In ähnlicher Weise verhält es sich in der Wirtschaft. Die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist heute wesentlich für den Erfolg eines Unternehmens. Jedes Unternehmen ist auf Informationen angewiesen bzw. ohne Informationen nicht überlebensfähig. Die Information wird somit zu einem entscheidenden Produktionsfaktor. Informationen als einen solchen zu betrachten, ist deswegen schon geboten, weil jeder Leistungserstellungsprozess und damit jedes wirtschaftliche Handeln und Entscheiden von Informationen geleitet wird. 2 Ein zweckmäßiges und effizientes Informationsmanagement gewinnt dadurch immer mehr an Bedeutung. Informationen und Informations- und Kommunikationssysteme nehmen gegenwärtig eine dominante wettbewerbsstrategische Rolle ein, die in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Der Umfang der verfügbaren Informationen kann wettbewerbsorientiert nicht nur einen Informationsvorsprung ermöglichen und damit die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen. 3 Daher befasst sich die vorliegende Diplomarbeit mit der Optimierung des In-formationsmanagements in einer Kommunikationsagentur. Vor allem in der Medienbranche und in einer Kommunikationsagentur ist die Information nicht nur ein Produktionsfaktor, sondern gleichzeitig das Produkt. 4 Letztlich werden in einer Agentur ausschließlich Informationen verarbeitet. Sie werden gesammelt, aufbereitet, mit Kunden und Partnern ausgetauscht und fließen anschließend in die Umsetzung der Gestaltung und der Technik ein. Daher ist es zwingend notwendig, ein effektives und effizientes Informationssystem zu entwickeln, um die Informationsflüsse sowohl intern als auch extern im Netzwerkverbund zu optimieren. Ein weiterer Grund für die Optimierung ist, dass der Leistungsbereich Informationssysteme bei einer Kommunikationsagentur ein elementarer Bestandteil des Produktportfolios darstellt.
1 Fank: Informationsmanagement, 2001, S. 19.
2 J. Weck: Informationsmanagement im globalen Wettbewerb, 2003, S.4.
3 Vgl. ebenda.
4 Walter Gora: Informationsmanagement, 2003, S. 35.
1
1.1 Vorstellung des Unternehmens
Die 1998 gegründete Agentur xxxxxxxxxxxxxx GmbH hat den Schwerpunkt ihres Dienstleistungsangebotes auf die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmenskommunikationslösungen ausgelegt. Hier werden sowohl Lösungen in der klassischen Kommunikation als auch in der digitalen Kommunikation angeboten (Print/Web). In der klassischen Kommunikation entwickelt die xxxxxxxxxxxxxx GmbH alle Kommunikations-Instrumente von der Idee bis zum fertigen Druckerzeugnis. Klassische Produkte sind beispielsweise Corporate Design-Konzepte, Logos, Broschüren, Magazine, Anzeigen, Plakate, etc. Bei der digitalen Kommunikation konzipiert, gestaltet und betreut xxxxxxxxxxxxxx die Realisierung webbasierter Kommunikationslösungen. Das Spektrum reicht von informationsstarken Internetauftritten, über die Optimierung von Geschäftsprozessen bis zur digitalen Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Weitere digitale Lösungen sind beispielsweise medienneutrale Datenbanken, Katalogproduktionen, Informations-Granulierungen, etc. Für die Umsetzung der digitalen Lösungen wurde ein Netzwerk mit spezialisierten Partnern aufgebaut.
Zum Kundenkreis von xxxxxxx zählen Dienstleister verschiedenster Branchen genauso wie klassische Industrieunternehmen und europäische Institutionen.
1.2 Konzeption der Diplomarbeit
Die vorliegende Diplomarbeit ist in 7 Kapitel eingeteilt, die im Folgenden kurz inhaltlich zusammengefasst werden, um sowohl einen Einblick in die einzelnen Kapitel als auch einen Überblick über die gesamte Diplomarbeit zu geben.
Kapitel 1 - Einleitung
Die Einleitung gibt eine kurze Einführung über die Notwendigkeit eines optimierten In-formationsmanagements (IM) eines Unternehmens in der heutigen Wettbewerbssituation der Unternehmen und die daraus resultierende Aufgabenstellung und Inhalt der Diplomarbeit. Im Anschluss daran wird die Agentur xxxxxxx GmbH und die Konzeption der Diplomarbeit vorgestellt.
Kapitel 2 - Ausgangssituation
Kapitel 2 beschreibt die Ausgangssituation und die Zielsetzung der Diplomarbeit.
2
Kapitel 3 - Grundlagen
In Kapitel 3 werden grundlegende Begriffe erläutert. Es werden zunächst die Begriffe Informationsmanagement und Informationsbedarf definiert. Danach werden Probleme im Informationsmanagement aufgeführt und erläutert.
Kapitel 4 - Analyse
Für die anschließende Optimierung bedarf es einer Analyse der Unternehmensstruktur. Dazu werden die Abläufe in der Projektarbeit, IT-Infrastruktur und Anwendungen sowie vorhandene Informationen in der Agentur analysiert und auf ihre Zukunftsfähigkeit beurteilt. Eine Mitarbeiterbefragung wird ausgewertet, um die spezifischen Anforderungen der Fachabteilungen an ein Informationssystem herauszufiltern. Abschließend werden Bewertungen der Analyseergebnisse aufgeführt.
Kapitel 5 - Optimierung
In Kapitel 5 werden die Gründe für den Einsatz des SharePoint Portal Server (SPS) als Informationsmanagementsystem in der Agentur xxxxxxx GmbH aufgeführt. Eine Beschreibung der Funktionalitäten des SPS schließt dieses Kapitel ab.
Kapitel 6 - Umsetzung
Hier werden die Analyseergebnisse von Kapitel 4 umgesetzt, d.h. der SPS wird installiert und konfiguriert. Die Anforderungen der Agentur xxxxxxx GmbH an ein Informationsmanagementsystem werden beschrieben und erläutert.
Kapitel 7 - Fazit
Kapitel 7 schließt die Diplomarbeit mit einem Fazit ab. Darin wird nochmals kurz auf die Notwendigkeit eines effizienten Informationsmanagementsystems eingegangen, bevor dann ein Ausblick und Prognose über das neue Informationsportal der Agentur vorgenommen wird.
3
2 Ausgangssituation
„Information Highway, Informationsgesellschaft, Information als Wettbewerbsfaktor: Diese Stichwörter verdeutlichen die unternehmerische und gesellschaftliche Bedeutung von Informationen. Jedoch sind es nicht nur die Informationen allein, die immer mehr in die Überlegungen der Unternehmensleitung und des Managements bei der Festlegung der Unternehmensziele mit einfließen. Auch die Systeme, die Informationen verarbeiten, speichern und übertragen und die Technologien, auf denen sie beruhen, sind von Bedeutung und verdienen Aufmerksamkeit.“ 5
Informationen können ihren wahren Nutzen nur erzeugen wenn sie orts- und zeitunabhängig dem Benutzer zur Verfügung stehen. Das stellt die Unternehmen vor eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, da sich die Datenmenge in einer Unternehmung stetig erhöht. Doch meist herrscht durch die bestehenden IT-Strukturen ein Informationschaos. Die Mitarbeiter der Agentur xxxxxxx GmbH verwenden beispielsweise für die Arbeiten an Dokumenten oder Kalkulationstabellen Microsoft Office 2003 und legen die Daten auf Fileservern ab. Auf den Fileservern existiert für jede Abteilung ein eigener Bereich und zusätzlich verfügen die Benutzer über ein eigenes Benutzerlaufwerk. 6 Die Informationen werden somit nicht zentral auf einer gemeinsamen Arbeitsplattform verwaltet. Entsprechende Anweisungen für eine einheitliche Datenablage mit entsprechender Bezeichnung der Daten fehlen und führen im täglichen Arbeitsablauf zu einem Informationschaos (siehe Abschnitt 3.3, S.16). In diesem Fall gilt es dieses Chaos durch ein effektives und effizientes Informationsmanagement zu beseitigen. Das Informationsmanagement hat dabei die Aufgabe, den im Hinblick auf das Unternehmensziel bestmöglichen Einsatz der Ressource Information zu gewährleisten. Es zählt daher sowohl aus managementorientierter wie technologie-orientierter Sicht zu den wesentlichen Bestandteilen heutiger Unternehmensführung. 7
Die Ausgangssituation der Diplomarbeit unterliegt der Feststellung, dass Informationen und ihre Bereitstellung durch geeignete Informationssysteme einer grundlegenden Neugestaltung in der Agentur xxxxxxx GmbH bedürfen, welche die Optimierungspotenziale besser ausschöpfen.
5 Helmut Krcmar: Informationsmanagement, 2003, S. IX.
6 Ulrich B. Boddenberg: SharePoint Portal Server & Windows SharePoint Services 2003, 2005, S.24.
7 Ebenda.
4
2.1 Zielsetzung der Diplomarbeit
Die Zielsetzung der vorliegenden Diplomarbeit ist es das Informationsmanagement der Agentur xxxxxxx GmbH zu optimieren. Der Informationsbedarf der Agentur soll analysiert und bewertet werden, damit die Informationsversorgung innerhalb der Agentur verbessert wird. Dazu soll ein benutzerfreundliches Informationssystem auf Basis von SharePoint Portal konzipiert und eingeführt werden, mit dessen Hilfe die Arbeitsabläufe und die Kommunikation der Agentur vereinheitlicht und unterstützt werden. Der zu schaffende Informationspool soll alle agenturspezifischen Daten enthalten, für alle Mitarbeiter und Partner leicht zugänglich und ihre tägliche Informations- und Arbeitsplatt-form sein.
5
3 Grundlagen
Die für diese Diplomarbeit benötigten Definitionen und Abbildungen wurden aus dem Buch von Prof. Reinhard J. Weck, „Informationsmanagement im globalen Wettbewerb“ entnommen und werden nachfolgend dargestellt.
3.1 Informationsmanagement
In der Literatur wird der Begriff Information je nach Wissenschaftsgebiet unterschiedlich definiert. Für diese Diplomarbeit wurde die Definition von Wittmann gewählt. Demnach kann die Information als zweckorientiertes Wissen betrachtet werden, das zur Erreichung eines konkreten Zieles eingesetzt wird. 8 Betrachtet man die Information auch als Nachricht, die den Kommunikationsprozess mit einschließt, wird der Bezug zur Kommunikation hergestellt, denn ohne Kommunikation ist der Austausch von In-formationen nicht möglich. 9 Kommunikation wiederum „ist der Austausch von Nachrichten zwischen Menschen, zwischen Menschen und Maschinen oder zwischen Maschinen“ 10 und wird durch entsprechende Informationssysteme und Kommunikationssysteme in den Unternehmen ermöglicht. Diese Informationssysteme gilt es durch ein geeignetes Informationsmanagement zu optimieren, um den Unternehmenserfolg zu steigern (vgl. 2.1 Zielsetzung der Diplomarbeit S. 12). Aufgabe des Informationsmanagements ist es nun, die Informationen und die Informations- und Kommunikationssysteme in den Unternehmen zu planen, zu gestalten, zu organisieren, zu koordinieren und zu kontrollieren. Die Abbildung 1 verdeutlicht den Zusammenhang zwischen In-formation/Kommunikation und Informationsmanagement:
8 Reinhard J. Weck: Informationsmanagement im globalen Wettbewerb, 2003, S. 3.
9 Ebenda.
10 Ebenda.
11 Quelle Weck, S. 7, Eigene Darstellung.
6
Generelles Ziel des Informationsmanagements ist das Erreichen von Wirtschaftlichkeit (Effizienz) und ergänzender Wirksamkeit (Effektivität). Im Mittelpunkt steht das Erzielen eines maximalen Nutzens unter minimalen Kosten. 12
Nachfolgend werden alle essentiellen Ziele des Informationsmanagements aufgelistet, die bei der Optimierung desselben berücksichtigt werden müssen: 13
• Sicherheit in den Informations- und Kommunikationsstrukturen
• Produktivität in der Proportionalität von Aufwand und Ertrag
• Flexibilität in der Informationsinfrastruktur hinsichtlich notwendiger Veränderungen
• Durchdringung, die als Maßzahl den quantitativen wie qualitativen Einsatz von In-formations- und Kommunikationssystemen im Unternehmen kennzeichnet
• Wirksamkeit (Effektivität), die sich an den einzelnen Funktionen und Leistungen der Informationsinfrastruktur erkennen lässt, und explizit
• der bereits benannte Wirtschaftlichkeitsanspruch (Effizienz), der sich aus der Relation zwischen tatsächlicher und geplanter Kostensituation herleiten lässt und jegliche Zielkategorie betrifft.
12 Reinhard J. Weck: Informationsmanagement im globalen Wettbewerb, 2003, S. 9.
13 Ebenda S. 10.
14 Quelle Weck, S. 9, Eigene Darstellung.
7
3.2 Informationsbedarf
Die Grundlage einer Informationsmanagement-Systematik ist die Ermittlung des relevanten Informationsbedarfs. Der Informationsbedarf wird definiert als „die Art, Menge und Qualität der benötigten Informationen, die eine Person zur Erfüllung ihrer Aufgaben in einer bestimmten Zeit benötigt“. 15
Das Informationsmanagement setzt sich zum Ziel, den Informationsbedarf zu decken, indem es das Informationsangebot und die Informationsnachfrage zusammenführt, um so eine optimale Informationsversorgung zu ermöglichen. 16 Für die Ermittlung und Bewertung der optimalen Informationsversorgung ist der Informationsbedarf eines Unternehmens zu analysieren. Hierbei müssen unterschiedliche Einzelaspekte näher betrachtet werden. Nachfolgende Abbildung 3 verdeutlicht die Abfolge der Analyse:
15 Ebenda S.13.
16 Ebenda.
17 Quelle Weck, S. 13, Eigene Darstellung.
8
„So stellt sich die Frage nach dem konkreten Inhalt, den eine Informationslandschaft zu offenbaren hat, aber auch in welcher Form die Informationen zur Verfügung stehen sollen. Darüber hinaus ist der Zeitfaktor von Bedeutung, der die Verfügbarkeit der In-formationen zum Inhalt hat, aber auch die Häufigkeit der Informationsnutzung, die Wertigkeit im Aufgabenerfüllungsprozess sowie das einzusetzende Medium der Informationsanspruchnahme stehen zur Beantwortung im Rahmen einer Informationsbedarfsanalyse.“ 18
Die Einzelaspekte Medium, Wertigkeit, Häufigkeit, Zeit, Form und Inhalt werden in Abschnitt 4 Analyse zu einer Analyse-Matrix zusammengeführt. Die Analyse-Matrix soll bei der Analyse des Informationsbedarfs der xxxxxxx GmbH helfen, die Kommunikationsprobleme in der Unternehmung zu identifizieren. Dazu werden die Analyseaspekte den zu untersuchenden Bereichen zugewiesen. Werden die Probleme identifiziert, kann ein gezielter Lösungsansatz erarbeitet werden (siehe Abschnitt 4, S.20).
3.3 Probleme im Informationsmanagement
Allgemein betrachtet treten überall die gleichen Probleme auf, wenn der Informationsbedarf nicht richtig gedeckt werden kann. Gelangt eine Information nicht zur richtigen Zeit an den Ort wo sie benötigt wird, führt dies zunächst zu einem Missverständnis. Werden nun auch noch andere Aspekte wie Häufigkeit oder Form der Information verletzt, kann dies zu einem Informationschaos führen. Aktuelle Beispiele sind die immer wieder vorkommenden Virusattacken gegen große Unternehmen. Hier wird bewusst von außen ein Informationschaos herbeigeführt, durch das mehrere Aspekte gleichzeitig verletzt werden. Außerdem entsteht ein enormer finanzieller Schaden, der meist einen Imageschaden der betroffenen Unternehmung mit einschließt. Doch nicht immer kommt das Chaos von außen. Auch schlechte Strukturen bzw. falsches Informationsmanagement innerhalb eines Unternehmens können ein Informationschaos herbeiführen. Beispiel hierfür ist das Unternehmen TUI. „Als TUI 1998 begann, sich an die Bereinigung seines Informationsdschungels zu machen, hatte das Großunternehmen mit einer heterogenen IT-Landschaft zu kämpfen. Die einzelnen Geschäftsbereiche betrieben eigene operative Systeme, aus denen sie ihre Daten für Auswertungen und Berichte gewannen. Die Bandbreite reichte von Buchungs-, Kundendienst- und Kosten-
18 EbendaS. 12.
9
rechnungssoftware bis hin zu Kalkulationslösungen und Systemen für die Beförderungsplanung und Disposition. "Es gab keine einheitliche Sicht auf die Informationen und deshalb eine Vielzahl von Inkonsistenzen", erinnert sich Heinz Kreuzer, CIO bei TUI und Sprecher der Geschäftsführung der IT-Tochter TUI-Infotec. In der Folge seien uneinheitliche Listen aus verschiedenen Datenbanksystemen gewonnen worden. Die Weiterverarbeitung lief häufig über "manuelle Schnittstellen" - die Daten mussten teilweise ausgedruckt und in andere Excel- oder Access-Systeme eingegeben werden.“ 19 Mittlerweile hat TUI ein konzernweites Data Warehouse-System eingeführt und damit die Mängel des Informationsmanagements beseitigt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das angesprochene Informationschaos im schlimmsten Fall zum Tod der Unternehmung führen kann. Die Abbildung 4 verdeutlicht das Informationschaos, das in den Unternehmen vorherrschen kann:
Die einzelnen Probleme des Informationschaos lassen sich wiederum bei diesen Beispielen auf zwei Hauptbereiche zurückführen. Eine File Server-Struktur bedingt die Probleme File-Chaos, E-Mail-Krise und Informationsflut. Kommen intern viele Anwen-
19 Ebenda.
20 Quelle Fa. Microsoft
10
dungen und Systeme zum Einsatz, treten die Probleme brachliegendes Know how, Insellösungen sowie brachliegende Informationen auf. Nachfolgend werden die einzelnen Probleme kurz erläutert:
File-Chaos
Wo sollen Dokumente ablegt werden, damit sie wieder auffindbar sind? Wo ist die aktuelle Version abgelegt? Eine einheitliche Vorgabe ist in einem Unternehmen oft nicht vorhanden und führt unweigerlich zu einen Chaos an Daten auf dem File-Server. Auch eine fehlende Versionierung der Dokumente trägt zur Unübersichtlichkeit bei.
Informationsflut
Die Menge der Informationen nimmt ständig zu. Es wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass sich die Datenmenge in einem Unternehmen alle 6-8 Monate verdoppelt. 21 Diese vielen Daten besitzen aber oft nur geringe Relevanz. Es entsteht eine wahre Informationsflut, die es nicht nur zu filtern gilt, sondern die auch an die zuständigen Mitarbeiter verteilt werden muss. Wenn dies nicht der Fall ist, kann es schnell zu unmotivierten Mitarbeitern kommen, die sich bei der Informationsverteilung übergangen fühlen.
E-Mail-Krise
Jeder Administrator kennt das Problem der überfüllten Mailboxen. Hier sind auch die Begriffe Spam und Sicherheitsprobleme zu nennen. Ein weiterer Aspekt, der hier auftritt, ist die Datenredundanz. Viele Informationen werden mehrfach unstrukturiert in persönlichen Postordnern abgelegt, obwohl das Medium E-Mail als Dokumentenspeicher ungeeignet ist.
Insellösungen
Meist sind in einer Unternehmung dutzende von Miniapplikationen (z. B. Intranet-Site, Excel, Access) vorhanden. Durch diese Infrastruktur werden wichtige Informationen nicht für alle Mitarbeiter zugänglich und liegen brach. Die unterschiedlichsten Werkzeuge werden für unterschiedliche Tasks eingesetzt. Am Ende gibt es viele verschiedene Dateienformate mit dem gleichen Informationsgehalt.
21 Ebenda.
11
Ungenutzte Informationen
Wichtige Informationen sind meist in Business Applikationen (z.B. ERP, CRM, Projekt Server) sowohl in internen als auch in Systemen der Partner vorhanden. Eine sinnvolle Anbindung der Systeme fehlt hingegen meist. Analysen und Reports der Systeme sind nicht für alle Mitarbeiter zugänglich, können daher nicht erstellt und kommuniziert werden, und als Entscheidungshilfe stehen sie dem Unternehmen in ihrer Gesamtheit nicht zur Verfügung.
Ungenutztes Know-how
Werden Erfahrungen und Erkenntnisse aus der täglichen Projektarbeit nicht kommuniziert, dokumentiert und den Mitarbeitern allgemein zugänglich gemacht, geraten sie erfahrungsgemäß wieder in Vergessenheit. Die Folge: Das Rad muss (wieder) neu erfunden werden. Hier kommt auch der Aspekt zum Tragen, dass oft nicht bekannt ist, wer welche Projekte in der Vergangenheit geleitet hat. Damit wird das Know-how von Personen nicht dokumentiert und das Best Practices-Prinzip wird nicht angewandt.
Im folgenden Kapitel 4. Analyse, werden nun die Probleme im Informationsmanagement der Agentur xxxxxxx GmbH analysiert.
12
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Dipl. Ing. Medien (FH) Andreas Eckert, 2005, Umsetzung eines Informationsmanagementsystems auf Basis von Sharepoint Portal unter Berücksichtigung des Best Practices, München, GRIN Verlag GmbH
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