Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
Definition von Kreativität 4
Die kreative Persönlichkeit 4
Der kreative Prozess 6
Das kreative Produkt 7
Ausdrucksformen der Kreativität 8
Wege zur Förderung der Kreativität 8
Definition der Kreativität in der Psychologie 10
Kreativit ätstheorien 10
Kreativit ätsdiagnostik 11
Der Zusammenhang zwischen Kreativität und Wahnsinn 12
Der Zusammenhang zwischen Kreativität und Intelligenz 13
Die weitere Entwicklung der Kreativität 14
Literaturverzeichnis 15
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Einleitung
„Kreativität, vormals in ihrer Relevanz in erster Linie auf den Bereich der Künste, der Religion und der Psychologie beschränkt, ist zu einem Schlüsselbegriff innerhalb der modernen Wissenschaften, der technologischen Forschung, der Wirtschaft und der Medien aufgestiegen. Kreativität ist ein zentrales Thema der öffentlichen Diskussionen als verborgenes Grundwort hinter solchen Stichwörtern wie Innovation,
Fortschritt, Zukunft der Wissensgesellschaft, Genforschung, Bioethik, virtuelle Welten, künstliche Intelligenz. Der Bezug auf Kreativität, auf kreatives Denken und kreative Problemlösungen ist ausschlaggebend in Fragen der Wissenschaftsförderung, der Wissenschaftspolitik der
Finanzierung von Großforschungsprojekten und der Frage nach Förderung und Stärkung von Wissenschafts-, Wirtschafts-, Technologie-und Industrie-Standorten“ („Abel 2005,
Beschreibung zum XX. Deutschen Kongress für Philosophie zum Thema Kreativität“). Auch die Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler betont die Bedeutung der Kreativität.
Die Erforschung dieser hochgeschätzten geistigen Eigenschaft, die wie im Zitat zu sehen eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat, kommt der Psychologie zu. In der vorliegenden Arbeit soll zuerst einmal allgemein geklärt werden, was man unter Kreativität zu verstehen hat. Hierzu wird soll eine allgemeine Definition von Kreativität dienen, sowie Erläuterungen zu der kreativen Persönlichkeit, dem Prozess und dem Produkt. Außerdem soll auf die Ausdrucksformen von Kreativität und deren Förderung
eingegangen werden. Daran schließen sich Thematiken an, die die Nahtstellen von Kreativität und Psychologie aufzeigen. An eine psychologische Definition der Kreativität schließen sich verschiedene Kreativitätstheorien an. Danach soll die Messung der Kreativität aufgezeigt werden. Abschließend werden
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Forschungsergebnisse vorgestellt, die sich mit dem
Zusammenhang der Kreativität und dem Wahnsinn bzw. mit der Intelligenz beschäftigt haben, bevor zum Abschluss wieder ein Schwenk zurück auf die Bedeutung der Kreativität gemacht wird.
Definition von Kreativität
Bevor man sich wissenschaftlich dem Begriff der Kreativität auseinander setzen will, ist es notwendig diesen erst einzuschränken. Da jeder etwas anderes im Kopf hat, wenn er an Kreativität denkt, sollte man vielleicht erst mal von dem Ursprungswort ausgehen. Kreieren stammt von dem lateinischen „creare“ ab, was „schaffen“ und „schöpfen“ bedeutet. Die Kreatur ist folglich ein Geschöpf. Die genaue Bedeutung bleibt hier leider im Dunkeln (vgl. Huber 1998, S. 10f.). Es ist daher sinnvoller eine allgemein gültige Formulierung für die verschiedenen Vorstellungen der Menschen zu Kreativität zu finden. Diese könnte beispielsweise so lauten: „Kreativität ist die Fähigkeit intelligenter Lebewesen, neue und unübliche Kombinationen für bestehende und neue Aufgabenstellungen zu finden. [...] Unter Kreativität kann demnach die schöpferische, Ideen entwickelnde Kraft des Menschen
verstanden werden“ („Wikipedia, Kreativität“).
Die kreative Persönlichkeit
Mit den Charakteristika von kreativen Menschen hat sich der Forscher Joy Paul Guilford beschäftigt. Er kam zu dem Entschluss, dass jeder Mensch kreativ sein kann, wenn dessen Potenzial gefördert bzw. w ieder aktiviert werden würde. Guilford machte bei kreativen Persönlichkeiten acht Faktoren aus, die für diese kennzeichnend sein würden. So zeigen diese Personen eine hohe Empfindsamkeit für Problemstellungen. Sie nehmen viel häufiger Widersprüche, Ungereimtheiten und Lücken in ihrem Wissen war wie andere. Sie
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hinterfragen zudem vermehrt ihre alltäglichen Gewohnheiten und denken über die Berechtigung herkömmlicher Denk-und Verhaltensweisen nach.
Als zweiten Faktor machte Guilford eine überdurchschnittlich hohe Frustrationstoleranz bei den Kreativen aus. Sie vermögen es besser mit innerer Spannung und der Bewältigung von Misserfolgen umzugehen ohne sich davon entmutigen zu lassen oder gar aufzugeben.
Drittens zeichnet sie die Fähigkeit spielerisch eine Vielzahl von Einfällen zur gegebenen Problemstellung zu produzieren aus. Aus Assoziationen, Vorstellungen, Symbolen, Ideen und mehr werden eine Vielzahl von Gedanken zu dem Problem erzeugt aus denen dann häufig kreative Lösungen hervorgehen. Je intuitiver, s chneller und weniger überlegt diese Einfälle sind, also je flüssiger sie hervorgebracht werden, um so mehr steigt die Qualität.
Das vierte Charakteristikum ist die Flexibilität der Personen. Sie stellen sich leichter und schneller auf eine veränderte Umwelt beziehungsweise sich gewandelte Anforderungen ein. Sie vermögen es in kurzer Zeit ihre Erfahrungen und Wissen neu zu ordnen und so mit Raum für neue Einstellungen, Erwartungen und Meinungen zu schaffen.
Ihre überdurchschnittliche Energie ist ein weiterer Faktor. Durch verschiedene Problemlösungsmöglichkeiten wie einer
Neuformulierungen des Problems, mittels Aufteilung in mehrere Etappenziele oder eben der Bereitschaft sich immer wieder mit dem ein und selben Problem auseinander zu setzen, bewältigen sie ihre Probleme.
Hinzu kommt, dass eine kreative Persönlichkeit zumeist eine überdurchschnittlich sichere Urteilskraft und ein relativ genaues Bewertungsvermögen besitzt. Diese evaluativen
Fähigkeiten zeigen sich beim Erkennen von Problemen und bei der Wahl des aussichtsreichsten Lösungsansatzes. Zudem haben Kreative keine zu engen Bewertungsmaßstäbe, da dies bei dem Produzieren von neuen Ideen hinderlich wäre.
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Arbeit zitieren:
Martin Selzle, 2005, Kreativität - aus der psychologischen Sichtweise, München, GRIN Verlag GmbH
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