Urheber marken und wettbewerbsrechtlicher Schutz von Werbeslogans II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Literaturverzeichnis III
Einleitung 1
1. Definition Werbeslogan 2
2. Urheberrechtlicher Schutz von Werbeslogans 2
2.1 Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) 2
2.2 Entstehen und Bestand des Schutzrechts gem UrhG 2
2.3 Rechte des Urhebers gem UrhG 3
2.3.1 Persönlichkeitsrechte gem UrhG 3
2.3.2 Verwertungsrechte gem UrhG 3
2.3.3 Übertragung der Urheberrechte 4
2.4 Schutzwirkung des Urheberrechts 4
2.5 Werbslogans im Urheberrecht 4
2.6 Fazit zum Schutz von Werbeslogans im Urheberrecht 5
3. Markenrechtlicher Schutz 5
3.1 Das Markengesetz (MarkenG) 5
3.2 Schutzvoraussetzungen gemäß MarkenG 6
3.3 Schutzwirkung gemäß MarkenG 7
3.4 Werbeslogans im Markengesetz 8
3.5 Die Gemeinschaftsmarke 9
3.6 Beispiele für eingetragene Slogans 10
3.7 Fazit zum Schutz von Werbeslogans im Markenrecht 11
4. Wettbewerbsrechtlicher Schutz 11
4.1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) 11
4.2 Ansprüche und Anspruchsdurchsetzung 12
4.3 Schutz von Werbeslogans durch das UWG 13
4.4 Fazit zum Schutz von Werbeslogans im UWG 14
5. Schlussbetrachtung 14
Urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlicher Schutz von Werbeslogans III
Literaturverzeichnis
Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache,3. Auflage, September
2002
Fottner, Alexandra: Vom Werbeslogan "Laß Dir raten, trinke Spaten" bis hin zum Slogan "Radio von hier, Radio wie wir" - Ein Überblick über die Schutzfähigkeit von Werbeslogans als Marke nach dem deutschen und europäischen Markenrecht, http://www.mittelstandsportal.de/recht/markenrecht_werbeslogan_sch
Fromm, Friedrich K/Nordemann, Wilhelm: Urheberrecht, Kommentar, 9. Auflage, 1998
Illzhöfer, Volker: Patent-, Marken und Urheberrecht, 6. Auflage, München 2005
Jannssen, Thomas/Odörfer, Bernd/Wiume, Mark: Das neue UWG, Stuttgart 2004
Köhler, Helmut: Einführung in das neue UWG, http://www.jura.uni-
24.3.2005
Möhring, Philipp/Nicolini, Käte/Ahlberg, Hartwig: UrhG, Urheberrechtsgesetz, Kommentar, 2. Auflage, 2000
Urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlicher Schutz von Werbeslogans 1
Einleitung
„Geiz ist geil“ titelt Saturn, „ich bin doch nicht blöd“ kontert Media Markt. Über den literarischen Wert dieser Slogans lässt sich sicher streiten, ihr Marktwert dürfte aber beträchtlich sein. Verständlich, dass Unternehmen großes Interesse am Schutz ihrer Werbeslogans vor Nachahmung und Ausbeutung durch Dritte haben.
Werbeslogans stellen immaterielle Werte dar. Soweit es sich bei Werbeslogans um Marken handelt, ist ihr Schutz in Deutschland im Markengesetz (MarkenG) vom 25. Oktober 1994 (aktueller Stand vom Dezember 2004) geregelt. Werbeslogans als Werk im urheberrechtlichen Sinne erfahren Schutz durch das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) vom 9. September 1965 (zuletzt geändert am 10. September 2003). Zusätzlich entfaltet das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vom 3. Juli 2004 Schutzwirkung für Werbeslogans im Rahmen unternehmerischen Wettbewerbs.
Ziel dieser Arbeit ist die Erörterung von Schutzvoraussetzungen und Schutzumfang von Werbeslogans nach dem Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrecht. Die Arbeit betrachtet zunächst Schutzvoraussetzungen und Schutzwirkung der einzelnen Gesetze getrennt. Es erfolgt im Wesentlichen eine Beschränkung auf das deutsche Recht. Die Arbeit schließt mit einer umfassenden Betrachtung und Empfehlung zum Schutz von Werbeslogans.
Urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlicher Schutz von Werbeslogans 2
1. Definition „Werbeslogan“
Als Werbeslogan bezeichnet das große Wörterbuch der deutschen Sprache einen „der
Werbung dienenden Slogan“ 1 . Der englische Begriff Slogan entstammt nach gleicher Quelle aus dem gälischen „sluaghghairm“ und bedeutet „Kriegsgeschrei“. Werbeslogans sind demnach in wörtlicher Bedeutung „der Werbung dienendes Geschrei“. Nun mag man diese Übersetzung angesichts so manchen Werbegetöses durchaus als treffend ansehen. Tatsächlich aber ist ein Werbeslogan ein kurzer Satz oder Halbsatz, Ausruf o.ä., also eine Zusammenstellung von Wörtern, die in sehr kurzer Form eine tatsächliche oder gewünschte Eigenschaft eines Produktes oder Unternehmens bewerben sollen.
2. Urheberrechtlicher Schutz von Werbeslogans
2.1 Das Urheberrechtsgesetz (UrhG)
Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) datiert vom 9. September 1965. Die gültige Fassung wurde zuletzt am 10. September 2003 geändert.
Das UrhG regelt den Schutz von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst (§1 UrhG). Geschützte Werke im Sinne des Gesetzes sind persönliche geistige Schöpfungen (§2 (2) UrhG). In der Literatur wird auch von eigentümlicher, schöpferischer Leistung gesprochen,
die eine gewisse Originalität und Individualität aufweist 2 . Die hier interessierende geschützte Werkart sind Sprachwerke. Dazu zählt das Gesetz Schriftwerke, Reden und Computerprogramme (§2 (1) UrhG).
2.2 Entstehen und Bestand des Schutzrechts gem. UrhG
Das Schutzrecht entsteht mit Schaffung des Werkes und dessen Verlautbarung 3 . Ein förmliches Verfahren gibt es nicht. Zur Entstehung des Schutzrechts ist keine körperliche
Form notwendig. Es reicht aus, dass das Werk sinnlich wahrnehmbar geworden ist 4 . Wesentliche Schutzvoraussetzung ist eine individuelle Gestaltungshöhe, die je nach Werkart unterschiedlich bemessen sein kann.
Das Urheberrecht steht dem Urheber eines Werkes zu. Urheber eines Werkes sind der oder die natürlichen Personen, die das Werk geschaffen haben, nach bzw. deren Erben (§§7, 8 UrhG).
1 Duden.
2 Ilzhöfer Ziff. 562.
3 Ilzhöfer Ziff. 534.
4 Ilzhöfer Ziff. 555, Ziff. 606.
Quote paper:
Oliver Dehning, 2006, Urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlicher Schutz von Werbeslogans, Munich, GRIN Publishing GmbH
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