Inhaltsverzeichnis
I. Teil 3
1.1 Einleitung 3
1.2 Grundsätzliches zur Verfassungsordnung 4
II. Teil 5
2.1 Präsident und Kongreß im außen- und sicherheitspolitischen
Entscheidungsprozess 5
2.1.1 Der außenpolitische Entscheidungsprozess 5
2.1.2 Der Weg zur "imperial presidency" 6
2.1.3 Die sich wandelnde Rolle des Kongresses 7
III. Teil 9
3.1 Der War Powers Act 9
3.1.1 Inhalt, Probleme und praktische Umsetzung des War Powers Act 9
3.2 Schlußbetrachtung 11
IV. Teil 12
Literatur 12
2
I. Teil
1.1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem außenpolitischen Entscheidungssystem der Vereinigten Staaten von Amerika. Betrachtet werden die maßgeblich involvierten Akteure, und ihre qua Verfassung zugewiesene Funktionen in puncto Außen- und Sicherheitspolitik. Interessant ist dabei nic ht zuletzt die Beobachtung der Art und Weise, in welcher die genannten Akteure ihre Rolle ausfüllen; ein Aspekt der in der vorliegenden Arbeit eine Schwerpunktsetzung erfährt.
Thematisch ist die nachstehende Darstellung in drei Abschnitte unterteilt. Zunächst erfolgt eine sehr kurze Einführung in Grundsätzlichkeiten der amerikanischen Verfassungsordnung. Im zweiten Teil erfolgt die Darstellung der Akteure im außenpolitischen Entscheidungsprozess, während sich der dritte Teil daran anschließt, wenn an der Illustration des war powers act exemplarisch die Grundkonfliktlinien zwischen den handlungstragenden Akteuren aufgezeigt werden sollen.
Einer besonderen Fragestellung wird bei all dem nicht nachgegangen. Vielmehr ist es Ziel des Verfassers, das von den j eweiligen Macht- und Einflussbefugnissen geprägte Wechselspiel zwischen Präsident und Kongress darzustellen.
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1.2 Grundsätzliches zur Verfassungsordnung
"The American Constitution was established, for better or worse, on an idea new to the world in the eighteenth century and still uncommon in the twentieth century - the idea of the separation of powers" (Schlesinger 1973: 9). Geprägt von der Überzeugung, dass es die vornehmlichste Aufgabe einer Regierung sei, die Bürger in ihren Rechten zu schützen, setzte man auf Ideen, die zwei befürchtete Gefahren ausschließen sollten; eine allmächtige Zentralregierung und die Willkürherrschaft der Mehrheit. Resultat dieser Überlegungen, "what the founding fathers intended" (Schlesinger) ist eine zweifache Gewaltenteilung. Auf einer vertikalen Ebene erfolgte die Trennung von Machtbefugnissen zwischen den Einzelstaaten und der Bundesebene, wobei den Einzelstaaten viel weitergehende Kompetenzen zugewiesen wurden, als beispielsweise im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland (Medick-Krakau 1996: 56). Ein Faktum, dass Toqueville als scharfsichtiger Beobachter der amerikanischen Demokratie zu kritisieren wusste (Toqueville 1985: 66 f.) Die auf Bundesebene erfolgende horizontale Gewaltentrennung unterteilt sowohl organisatorisch als auch personell strikt Exekutive, Legislative und rechtsprechende Gewalt. Besonders im Vergleich zu den parlamentarisch geprägten System der BRD oder auch Großbritannien wird die Besonderheit des amerikanischen Systems deutlich. In den Vereinigten Staaten werden Legislative (= Kongreß, bestehend aus Senat und Repräsentantenhaus) und Exekutive (= Präsident) in unterschiedlichen Wahlakten gewählt. Das Innehaben eines Regierungsamtes wie auch eines Kongressmandates ist nach den Bestimmungen der Verfassung nicht vereinbar. Des weiteren kennt die amerikanische Verfassung weder ein Misstrauensvotum, noch die Potenz des Präsidenten, den Kongreß aufzulösen. In den Gesetzgebungsprozess kann der Präsident qua Veto eingreifen, welches jedoch mit einer Zweidrittelmehrheit des Kongresses überstimmt werden kann. Der Präsident allein stellt die Exekutive dar, in dieser Funktion ist er sowohl Staatsoberhaupt und Regierungschef. Der Kongress besteht aus den beiden Häusern Senat und Repräsentantenhaus; der Senat setzt sich aus je zwei Vertretern eines jeden Einzelstaates zusammen, die Mitglieder des Repräsentantenhauses (435) werden in Wahlkreisen direkt gewählt. Die für das hier behandelte Thema relevanten Befugnisse des Kongresses werden im nachfolgenden Kapitel ausgeführt.
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Arbeit zitieren:
Stefan Laszlo, 2003, Das US-amerikanische Entscheidungssystem für Außen- und Sicherheitspolitik, München, GRIN Verlag GmbH
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