Inhaltsverzeichnis
1 Thema der Unterrichtseinheit. 3
1.1 Thema der Unterrichtssequenz. 3
2 Analyse der Lernsituation und Lernvoraussetzungen der Kinder. 4
2.1 Beschreibung der Schule. 4
2.2 Beschreibung der Klasse. 5
2.3 Lernvoraussetzungen. 7
3 Die Sachdarstellung. 9
3.1 Einordnung des Themas in einen größeren fachwissenschaftlichen
Zusammenhang 9
4 Die Intentionen/Lehrziele. 10
5 Die Lernstruktur. 11
5.1 Geplante Methodenkonzeption. 11
5.2 Lernarrangement. 11
5.3 Verlaufsplan. 15
6 Literaturverzeichnis. 16
7 Anhang. 17
2
1 Thema der Unterrichtseinheit
1.1 Thema der Unterrichtssequenz
Die Einordnung der Unterrichtssequenz erfolgt in die Leitidee „Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit Materialien, Objekten und Kleingeräten“ Kompetenzfeld 2.1 des Lehrplanheftes 1/2004 Reihe A Nr. 9 der Grundschule.
In dieser Unterrichtseinheit lernen die Kinder ihre individuellen Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers zu erweitern. Sie setzen sich aktiv mit Geräten, Materialien und ihrem eigenen Körper auseinander und erfahren dabei einen großen Lernzuwachs durch und mit Bewegung. In einer bewegungsgerecht gestalteten Lernumgebung erleben sie den Wechsel von konzentriertem Arbeiten und notwendigen Erholungsphasen (vgl. BILDUNGSPLAN FÜR DIE GRUNDSCHULE, S. 112).
Eine große Rolle spielen dabei Bewegungsgeschichten und die Auseinandersetzung mit Bewegungslandschaften. Diese bieten Anlass zum kreativen Handeln und sind bei Kindern sehr beliebt. Dies mag daran liegen, dass sie den Kindern Gelegenheit bieten soziale, körperliche und auch materielle Erfahrungen zu machen, ohne permanente Vorschriften auferlegt zu bekommen.
Mithilfe ihrer Fantasie verlassen die Kinder bewusst die Normalität von Bewegungsmustern und lernen ihr Körper- und Bewegungsgefühl differenziert zu schulen. In der handelnden Auseinandersetzung mit Alltagsmaterialien schulen die Kinder ihre Wahrnehmung, Entscheidung und Handlungsfähigkeit. Sie üben ihre koordinativen Fähigkeiten und lernen sich sicher zu bewegen. Gerade Bewegungsgeschichten bieten den Kindern Anlass, sich selbsttätig und im Dialog mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Dadurch können sie die Bewegungspotentiale ihres Körpers kennen lernen und weiterentwickeln.
In dieser Stunde setzen sich die Kinder aktiv mit dem Alltagsmaterial „Bierdeckel“ ausein-ander. Bierdeckel sind den meisten Kindern bereits aus Restaurantbesuchen oder von diversen Feierlichkeiten bekannt. An dieser Stelle möchte ich hinzufügen, dass ich Bierdeckel der Brauerei Hoepfner verwende, die ich kostenlos erworben habe. Da es sich in dieser Stunde um Kinder der ersten Klasse handelt, gehe ich davon aus, dass sie den Namen noch nicht lesen können und ihnen die Bedeutung des Logos noch nicht bewusst ist. Da etwa 400 Bierdeckel verwendet werden, war mir der Aufwand jeden einzelnen Bierdeckel abzukleben zu groß.
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Neben zahlreichen weiteren Geräten und Materialien wie z. B. Teppichfliesen, Wäscheklammern, Schwungtüchern und Papprollen, stellen Bierdeckel ein besonders attraktives und vielfältig einsetzbares Alltagsmaterial dar. Es lässt sich leicht beschaffen und garantiert bei Kindern große Motivation und Bewegungsbereitschaft. Bierdeckel bieten zahlreiche Bewegungsanlässe und regen Kinder in ihrem kreativen Handeln an. Die Kinder sollen in dieser Stunde verschiedene Bewegungslandschaften mit Bierdeckeln bauen und verändern. Sie üben gezielt bestimmte Bewegungsformen anzuwenden, zu variieren, spielerisch zu erproben und sie zu erweitern und zu gestalten. Bisher haben die Kinder im Sportunterricht nur vereinzelt Vorerfahrungen mit Alltagsmaterialien wie Teppichfliesen, Papprollen und Wäscheklammern gesammelt. Es stellt daher eine besondere Herausforderung dar, alle unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten von Bierdeckeln zu finden und zu erproben.
2 Analyse der Lernsituation und Lernvoraussetzungen der Kinder
2.1 Beschreibung der Schule
Die Kernstadt Ettlingen ist ein Vorort von Karlsruhe und liegt etwa 6 km von der Karlsruher Innenstadt entfernt. In Ettlingen leben z. Z. etwa 22 500 Menschen. Die Grund- und Hauptschule liegt am Rand des Wohngebiets in Ettlingen-West.
Die Einweihung der Schule fand am 02. Mai 1954 statt. An diesem Tag verlieh der damalige Bürgermeister Rimmelspacher der neuen Anstalt den Namen „Pestalozzischule“.
Die Schule besteht aus einem neueren Hauptgebäude, einem älteren Nebengebäude, zwei Turnhallen und einem Lehrschwimmbecken, welches 1968 erbaut wurde. Dieses Jahr beginnt die Erweiterung des Schulgebäudes in Form einer eigenen Mensa, um dem Platzbedarf der Ganztagsklassen nachzukommen. Die Schule ist ansonsten überdurchschnittlich gut ausgestattet und verfügt neben einem Musiksaal, Filmraum, Technikraum, Chemiesaal und Physiksaal auch über eine Lehrküche und einen PC-Raum mit zahlreichen neuwertigen Geräten. Der Pausenhof ist sehr geräumig und bietet neben dem Sandspielplatz ausreichend Spielalternativen für die Kinder. Neben dem Pausenhof befindet sich ein großer begrünter Sportplatz, der sich für Fußball oder Basketball besonders gut eignet. Dieser wird auch für verschiedene Sportspiele und Leichtathletik im Schulsport genutzt.
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Im letzten Jahr feierte die Pestalozzischule 50-jähriges Jubiläum; in demselben Jahr wurde Frau xxxxxx neue Rektorin und trat die Nachfolge von Herrn xxxxx an. Heute umfasst der Grundschulbereich zwei Grundschulförderklassen mit LIMA (Leseintensivmaßnahmen) und FIMA (Förderintensivmaßnahmen in Kooperation mit der Carl- Orff-Schule). Seit 1994 gibt es auch Grundschulklassen mit Montessorizügen, während der Hauptschulbereich derzeit eine gebundene Ganztagsbetreuung in der 5. und 6. Klasse einschließt, der im nächsten Schuljahr nachkommende Klassen folgen werden.
Momentan lässt sich die Schulsituation folgendermaßen beschreiben: die Grundschule besteht aus 13 Klassen mit derzeit 252 Schülern, darunter fallen auch zwei Außenklassen und die Hauptschule besteht aus 5 Klassen mit 126 Schülern. Insgesamt besuchen 376 Schüler die Pestalozzischule, davon zählen 9 Schüler zu dem Grundschulförderbereich. Das Einzugsgebiet der Schule umfasst größtenteils die angrenzende Wohnsiedlung. Was das Schulklientel betrifft, so wird die Pestalozzischule überwiegend von Kindern der unteren Mittelschicht besucht. Der Ausländeranteil an der Schule ist besonders im Hauptschulbereich sehr hoch, wobei ein ausgewogenes Verhältnis der Nationalitäten vorliegt, so dass es relativ selten Probleme zwischen einzelnen Gruppierungen gibt.
2.2 Beschreibung der Klasse
Die Klasse 1c besteht derzeit aus 13 Schülerinnen und 10 Schülern. Dieses Schuljahr gibt es drei erste Klassen, wobei die anderen beiden Klassen nach der Montessori-Pädagogik unterrichtet werden.
Mir ist bekannt, dass die Klasse aus sehr unterschiedlichen Nationalitäten besteht. Durch die enge Kooperation mit der Klassenlehrerin xxxxxxx weiß ich, dass die Albanerin xxxxxx im Klassenzimmer unauffällig und ruhig ist, während sie sich im Sportunterricht äußerst vorlaut und frech verhält. Gerade in Spielsituationen haut und schubst sie andere Kinder. Ihre forsche und selbstbewusste Art ist für andere Kinder oft unangenehm und störend. xxxxxx hält sich selten an vereinbarte Regeln.
xxxxxx ist schwer anpassungsfähig. Sie hat große Integrationsprobleme bei Mannschafts-und Gruppenaufgaben und ist schnell beleidigt. Sie widersetzt sich häufig den Anweisungen der Lehrkraft und reagiert im Sportunterricht wiederholt ungehalten. In den letzten Wochen stellt sich eine Besserung in ihrem Verhalten ein.
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Arbeit zitieren:
Katja Biersch, 2005, Unterrichtseinheit: Waldspaziergang im Herbst (1. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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