Inhalt
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Diagrammverzeichnis IV
Kastenverzeichnis. IV
Einleitung. 1
1. Almen. 2
1.1 Begriffsklärung und historischer Hintergrund 2
1.2 Die Lagen und Typen von Almen 3
1.3 Besitzverhältnisse 4
1.4 Almpersonal, Almgebäude und Almsiedlung. 4
2 Die Almwirtschaft 7
2.1 Begriffsklärung, historischer Abriss und heutige Situation. 7
2.2 Der Almauftrieb und der Almabtrieb 12
2.2.1 Der Almauftrieb. 12
2.2.2 Der Almabtrieb. 13
2.3 Funktionen der Almwirtschaft 13
2.3.1 Landwirtschaftliche Produktion. 13
2.3.2 Fremdenverkehr. 14
2.3.3 Natur- und Tierschutz. 15
2.3.4 Schutz vor landschaftsformenden Prozessen. 16
2.4 Resümee und Zukunftsaussichten. 17
3 Die Almwirtschaft in den Ötztaler Alpen/Tirol 18
3.1 Geographische Einordnung der Ötztaler Alpen. 18
3.2 Dimensionen der Almwirtschaft in den Ötztaler Alpen/Tirol. 19
3.2.1 Höhenlagen und Besitzverhältnisse der Almen und Hütten. 19
3.2.2 Flächenanteile der Almen 1986. 20
3.2.3 Tirols Almen nach Nutzungsformen 1986. 21
II
3.2.4 Fremdenverkehrseinrichtungen auf den Almen Tirols 1986 21
3.2.5 Almauftriebszahlen Tirols nach Viehkategorien 1986 22
3.3 Die Gaislachalm bei Sölden - ein Beispiel moderner Almwirtschaft. 22
3.4 Fazit, Bewertung und Prognose der Almwirtschaft 23
4 Literatur (und Internetquellen) 25
5 Anhang. 28
5.1 Diagramm und Tabelle Alm- und Hüttenhöhen in den Ötztaler Alpen. 28
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Oberleger bei Kärnten 2
Abb. 2: Almsiedlung. 3
Abb. 3: Der Senn beim Käsen. 4
Abb. 4: Die Melkerin beim Melken 5
Abb. 5: Besuch einer Almhütte 5
Abb. 6: Traditionelle Almhütte aus Holz und Stein. 6
Abb. 7: Verzierung einer Milchkuh. 13
Abb. 8: Lagernde Käsereifen im Keller einer Alm. 13
Abb. 9: Touristisch erschlossene Almsiedlung. 14
Abb.10 :Hochgebirgswiese mit Bach. 15
Abb.11 :Eine Mure versperrt den Weg. 16
Abb.12 :Lage der Ötztaler Alpen in Tirol. 18
Abb.13 :Hinteres Pitztal mit Rifflsee. 18
Abb.14 :Die Gaislachalm. 22
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Almen und Almflächen in Österreich 1952-1986. 10
Tab. 2: Almauftriebszahlen in Österreich 1952-2000. 12
III
Diagrammverzeichnis
Diagramm 1: Besitzverhältnisse von Österreichs Almen 1997..................................11 Diagramm 2: Höhenlagen der Almen und Hütten......................................................19 Diagramm 3: Besitzverhältnisse der Almen Tirols 1986............................................20 Diagramm 4: Flächenanteil der Almen in Österreich.................................................20 Diagramm 5: Flächenanteil der Almen in Tirol..........................................................20 Diagramm 6: Nutzungsformen der Tiroler Almen.....................................................21 Diagramm 7: Tiroler Almen mit Fremdenverkehrseinrichtung..................................21 Diagramm 8: Gealptes Vieh in Tirol 1986.................................................................22
Kastenverzeichnis
Kasten 1: Verwendete Abkürzungen..........................................................................IV Kasten 2: Kriterien zum Erhalt von Subventionen....................................................10
Einleitung
Der Hang zur Tradition, der bis zum heutigen Tag in kaum einer Gesellschaftsgruppe so ausgeprägt ist, erfährt vor langer Zeit seinen Ursprung. Der harte Kampf ums Überleben jeden Winter und die enge Beziehung zum Vieh haben den Bauernstand durch die Jahrhunderte geprägt, und die Bergbauern prägten wiederum die Natur.
Seit langer Zeit zieren in Hoch- und Mittelgebirgen temporär bewohnte, bewirtschaftete und ortsfeste Kleinsiedlungen das Landschaftsbild. Diese so genannten Almen dienen seit jeher einer traditionellen Almwirtschaft, welche im Fokus dieser Arbeit stehen soll.
Auch wenn der Begriff „Alm“ im globalen Kontext nicht greifen kann, da Almen im Allgemeinen mit den Alpen oder dem bayrischen Raum assoziiert werden, so existieren weltweit ganz ähnliche Formen, etwa in den Pyrenäen, im Kaukasus oder bei den Nomaden in Tibet. Dass sich dieses Weidewirtschaftsareal weltweit finden lässt, ist somit gegeben. Die Almwirtschaft selbst kann - und das nicht erst seit heute - nicht nur als ein einfacher Zweig der Berg-Land-Wirtschaft angesehen werden. Sie ist in ein komplexes Beziehungsgefüge von Ökonomie, Ökologie und Soziokultur eingebettet. Die Funktionen dieses Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraumes sind sehr vielfältig und unser menschliches Handeln (sowie auch „Nichthandeln“) kann die unterschiedlichsten Wirkungen hervorrufen. Im Hinblick auf eine angestrebte nachhaltige Entwicklung der Almwirtschaft ist es daher notwendig, alle drei Aspekte in die Betrachtung zu integrieren.
Der Umfang dieser Arbeit wird sich somit in die Merkmale der Almen, der Almwirtschaft und der beispielhaften Darstellung dieser Wirtschaftsweise einer alpinen Region, den Ötztaler Alpen in Österreich, aufteilen.
Anschließend erfolgt eine aktuelle Situationsanalyse und ein Ausblick zur künftigen Entwicklung von Almen und Almwirtschaften, wobei diese durch ein Beispiel einer Alm in Tirol eingeleitet werden soll. Dieses Beispiel einer traditionell-modernen Alm mit multifunktionalem Angebot fungiert als Einstieg für Prognosen.
1
1. Almen
1.1 Begriffsklärung und historischer Hintergrund
Eine Alm ist ein während der Sommermonate beweidetes Berggebiet. Das bedeutet: Sie ist eine landwirtschaftliche Institution, oberhalb der Waldgrenze gelegen, die nur während der Sommermonate aktiv bewirtschaftet wird und ein Teil eines im Tal gelegenen Bauerhofes darstellt.
Die Bezeichnung Alm findet im europäischen Raum Gebrauch in Südbayern und Österreich, für die Schweiz, Schwaben und dem Voralberg ist die Bezeichnung Alp geläufig.
Die Tatsache, dass Almen auf Gebirgsregionen beschränkt sind, lässt sich schon vom Wort selbst ableiten. „Alp“ ist vermutlich keltischen Ursprungs und verwandt mit dem lateinischen Wort „alpes“, was Gebirge bedeutet. Der heutige Ausdruck „Alm“ leitet sich vom Mittelhochdeutschen „alben“ ab, daher findet man Almen im Gebirge, bzw. in relativ hoch gelegenen Gebieten.
Almen sind nicht etwa Einrichtungen des
Mittelalters oder der Neuzeit. Almen gab es bereits in der Antike, die Einrichtung von Almen ist seit dem 5. Jahrtausend vor Christus bekannt. Sie existieren heute noch in Österreichs Bergen und anderen Regionen mit großer Reliefenergie. Man unterscheidet Niederleger (die unteren Almen) und Oberleger (Hochalm), die später im Jahr und oft nur kurze Zeit beweidet werden, ehe man nach dem Abweiden der Hochalm erneut einige Wochen die Niederleger beweidet. Das bedeutet, dass in einer Saison mehrere Almen aufeinander folgend betrieben werden können, je nach Auftriebsweg und Witterung.
2
1.2 Die Lagen und Typen von Almen
Im Allgemeinen liegen Almen oberhalb der Baumgrenze im alpinen Raum, das heißt insbesondere oberhalb und außerhalb des Dauersiedlungsbereichs. Individuell ist ihre Höhenlage jedoch sehr unterschiedlich. So findet man vereinzelt Almwirtschaften schon ab 900 Höhenmetern. Dies ist jedoch keinesfalls die
Norm. Die Mehrzahl der Almen liegen zwischen 1100 und 2500 Metern, im Groben unterscheidet man folglich zwischen Nieder- und Oberlegern. Wichtigstes Kriterium für die Höhenlage ist zweifellos die Bodenbeschaffenheit und die Nähe zur Talsiedlung, bzw. des zugehörenden Hofs. Man findet im Gebirge Abstufungen zwischen „besseren“ Almen, meist an Sonnenhängen mit Zugang zu Wasser und günstiger Hangneigung, und „schlechteren“ Almen in unübersichtlichem Gelände und schlechterer Bodenbeschaffenheit.
Man unterscheidet drei Typen von Almen:
1. Reine Melkalmen dienen vornehmlich der Erzeugung von Milch und Milchprodukten.
2. Gemischte Almen vereinen Melk- und Galtviehalmen. Dieser Almtyp kommt am häufigsten in Tirol vor 1 (60% aller Almen 1993) und beträgt bundesweit circa 30%.
3. Galtviehalmen sind Almen, auf denen im Wesentlichen Jungvieh gehalten wird und somit vorrangig zur Fleischproduktion bewirtschaftet werden.
Im Jahr 1986 bedecken die Almen ca. 20% der Gesamtkatasterfläche in Österreich. Die beiden Bundesländer mit den größten Anteilen der bewirtschafteten Almfläche relativ zur Gesamtkatasterfläche stellen hierbei der Vorarlberg (47,6%) und Tirol (44,2%) dar. 2 Almen sind somit (in höheren Lagen) landschaftsprägende Elemente.
1 Vgl. GROIER 1993b, Seite 11
2 Vgl. GROIER 1993b, Seite2
3
1.3 Besitzverhältnisse
Bei Almen können verschiedene Besitzverhältnisse auftreten:
S Die Privatalm, die im Besitz einer Person/Familie ist, S Gemeinschaftsalmen mit Eigentums- und Nutzungsrechten z.B. eines gesamten Dorfes oder mehrerer Personen. Das Personal wird hier von den einzelnen Eigentümern getrennt gestellt, lediglich Käser und Putzer werden gemeinschaftlich engagiert,
S die Servitutsalm im Eigentum des Staates oder eines Herrschers mit Nutzungsrechten einer bestimmten Nutzergruppe.
Die drei Besitzformen sind unterschiedlich stark ausgeprägt, die Mehrheit bilden jedoch die Privat- und die Gemeinschaftsalmen 3 .
1.4 Almpersonal, Almgebäude und Almsiedlung
Das Almpersonal kann man als Fachpersonal bezeichnen. Gewöhnlich stammt das Almpersonal aus dem Wirtschaftshof des Tales und besteht meistens aus familieneigenen Arbeitskräften. Bei dem vorwiegend männlichen Personal sind alle Altersklassen vertreten und man unterscheidet zwischen den Hütern, Melkern, Sennern, Käsern und Putzern, wobei die Hüter gewöhnlich die jüngsten und die Putzer die ältesten Arbeitskräfte sind.
3 Im Jahr 1986 lag dieser Anteil in Österreich bei ca. 80% (vgl. GROIER 1993b, S.2).
4
Arbeit zitieren:
Marco Grees, 2005, Die Almwirtschaft in den Ötztaler Alpen/Österreich, München, GRIN Verlag GmbH
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