die Produktion der Waren aufzuwenden, als Zwischenmänner der tauschenden hinzutraten und sich durch einen Anteil ihrer Waren bereicherten. Um bestimmte Produkte tauschen zu können, müssen diese einen Wert für alle darstellen. Der persönliche, qualitative Wert einer Ware ist ihr Gebrauchswert. Die Nützlichkeit dieser Ware macht es zum Gebrauchswert und dieser ist am Gebrauch und der Konsumtion dieser Ware festzumachen. Ein Gebrauchswert muss ein gesellschaftlicher Gebrauchswert sein, sein Nutzen muss durch menschliche Arbeit vermittelt werden und es muss von nutzen sein. Als weiteres braucht man ein bestimmtes, feststehendes Verhältnis für den Tausch der Gebrauchswaren, dieser ist der Tauschwert. Der Tauschwert ist das quantitative Verhältnis von unterschiedlichen Gebrauchswerten, also die Abstaktion dieser. Der Tauschwert hat keinen Bezug auf die persönliche Eigenschaft de Ware sondern ist nur aus dem Gebrauchswert abzuleiten. Wenn die Ware einen Gebrauchswert für alle hat, dann hat sie auch einen Tauschwert. Also ist die unterschiedliche Proportionenangabe von unterschiedlichen Dingen die dann einen gleichen Wert haben, der Tauschwert. „Als Gebrauchswerte sind die Waren vor allem verschiedener Qualität, als Tauschwerte können sie nur verschiedener Quantität sein, enthalten also kein Atom Gebrauchswert.“
An diesem Punkt kommen wir auch zu dem gesellschaftlichen Problem des Tauschwertes, was Marx´s Meinung nach in der kapitalistischen Gesellschaft an Ausmaß angenommen hat. Wenn der Tauschwert, wie oben zitiert, kein „Atom Gebrauchswert“ besitzt, so ist die einzige gemeinsame Eigenschaft von Produkten im Tauschwert, die der Arbeitsprodukte. Marx sieht es so, dass wenn man Arbeitsprodukte ohne Bezug auf ihren Gebrauch betrachtet, dann verliert sich auch der Unterschied der Produktionsweisen dieser und dann ist ein Arbeitsprodukt nur das Produkt menschlicher Arbeit die auf das gleiche reduziert wird. An dieser gleichen menschlichen Arbeit wird der Tauschwert gemessen. Demnach ist der Tauschwert der Gebrauchsware, die für ihre Produktion benötigte Zeit, wobei man sich an die durchschnittliche Arbeitszeit eines durchschnittlichen Arbeiters hält, der eine durchschnittliche Ware produziert. „Als Werte sind alle Waren nur bestimmte Maße festgefrorener Arbeitszeit.“ Das erste Problem dass sich daraus ergibt, ist eher gesellschaftlicher Art. Die Arbeiter wurden, unabhängig von der Qualifikation,
2
auf einen Durchschnitt reduziert und die unterschiedlichen Geschäftszweige wurden beim Wert zusammengelegt, sind also nicht mehr differenzierbar. Das zweite Problem ergibt sich aus der Produktivität. Die Wertgröße einer Ware hängt von der gebrauchten Arbeitszeit ab, diese aber schwankt mit dem Wechsel der Produktivkraft. Die Produktivkraft ist von vielen äußerlichen Einflüssen abhängig, wie zum Beispiel die Jahreszeiten für den Agrarsektor oder die Weiterentwicklung von Maschinen für jeden Berufszweig. Wenn wir die oben erwähnte Definition von Wert der Arbeitszeit hier benutzen, dann kann man sagen dass je größer die Produktivkraft, desto schneller wird der Artikel hergestellt und desto billiger wird dieser, umgekehrt gilt diese Aussage ebenfalls. Das Problem auf das uns Marx in diesem Zusammenhang aufmerksam machen möchte ist das, dass der Arbeiter von der Weiterentwicklung nicht profitiert, denn auch wenn seine Maschine jetzt besser arbeitet und er in der gleichen Arbeitszeit doppelte Mengen herstellen kann, muss er dennoch genauso viel arbeiten wie vorher, denn seine Ware ist im Wert auch um die hälfte gesunken, so dass er jetzt das doppelte produzieren muss um auf das frühere Geld zu kommen. Dieses ist für Marx auch das Selbsblockierende Element der kapitalistischen Gesellschaft, denn wenn Fortschritt für den Arbeiter nicht viel bringt ist dieser an ihm auch nicht besonders interessiert, was die Produktion nach einer Weile blockiert. Die Reduzierung der menschlichen Arbeitskraft auf einen einfachen Durchschnitt und die mit dieser Reduzierung einhergehenden gesellschaftlichen Probleme werden durch die Machtstellung der Produzenten, die diese nach Marks Ansicht ausnutzen, noch weiter verschärft. Da die Arbeitskraft stets in einfacher Arbeit ausgedrückt wird, muss kompliziertere Arbeit in diese Einheit umgerechnet werden. Die Umrechnung wird von den im Betrieb machthabenden Produzenten willkürlich vorgenommen, so dass die Menschen, die diese anschpruchsvollere Arbeit ausführen, von der Umrechnung abhängig sind und sich dieser anpassen müssen, auch wenn sie auch teilweise ungerecht ist.
Um den Tauschwert zu bestimmen, müssen Produkte in deine Wertform gebracht werden. Die zwei Elemente durch die die Wertform einer Ware ausgedrückt wird sind die relative und die Äquivalente Wertformen. Die relative Wertform ist der Wert der bestimmten Ware und die Äquivalentform
3
Arbeit zitieren:
2005, Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Zwischenprüfungsarbeit, 31 Seiten
Waren, Wert und Warenfetischismus aus der Sicht des Karl Marx
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Seminararbeit, 10 Seiten
Parteiensysteme im Wandel? Frankreich und Deutschland im Vergleich
Politik - Politische Systeme - Allgemeines und Vergleiche
Hausarbeit, 24 Seiten
Geld in der modernen Kultur-Stile des Lebens nach Georg Simmel
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Hausarbeit, 18 Seiten
Mahlke – Weder Hitler noch Heiliger
Günter Grass’ Novelle „Katz un...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 23 Seiten
Regionale Disparitäten in der Europäischen Union: Ursachen und Konseq...
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Die Geschichte der Automobilwerbung in Deutschland
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Seminararbeit, 25 Seiten
Zur Prävention von Haltungsschwächen im Sportunterricht der Realschule
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Examensarbeit, 133 Seiten
Über Günter Grass: "Katz und Maus"
Eine Novelle
Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Seminararbeit, 26 Seiten
Zum Ideal des öffentlichen Vernunftgebrauchs
Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien
Seminararbeit, 19 Seiten
Die Anthropologie Machiavellis
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 10 Seiten
Euroskepsis! Regionale Disparitäten und die Strukturpolitik der EU
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Seminararbeit, 19 Seiten
Vilém Flusser die Funktion und Bedeutung von technischen Bildern
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Anonym hat den Text Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie veröffentlicht
Das Kapital 1. Kritik der politischen Ökonomie
Der Produktionsprozess des Kap...
Karl Marx, Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und Politische Bildung e.V.
Das Kapital 2. Kritik der politischen Ökonomie
Der Zirkulationsprozeß des Kap...
Karl Marx, Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftanalyse und Politische Bildung e.V.
Das Kapital 3. Kritik der politischen Ökonomie
Der Gesamtprozess der kapitali...
Karl Marx, Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und Politische Bildung e.V.
0 Kommentare