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2.1.4.4. Zahlen zur Stellung des Leasing in Deutschland. 46
2.1.4.5. Möglichkeiten der Differenzierung des Leasinggeschäftes. 46
2.1.4.5.1. Operating Leasing 46
2.1.4.5.2. Financialleasing. 46
2.1.4.5.3. Vollamortisationsvertrag bei Finanzierungsleasing. 47
2.1.4.5.4. Teilamortisationsvertrag bei Finanzierungsleasing 48
2.1.4.5.5. Teilamortisationsvertrag mit Andienungsrecht 48
2.1.4.5.6. Teilamortisationsverträge mit Mehrerlös / Mindererlösbeteiligung 49
2.1.4.5.7. Kündbarer Teilamortisationsvertrag. 49
2.1.4.5.8. Sonderform: Sale - and - lease - back - Vertrag. 49
2.1.4.5.9. Kriterien zur Entscheidungsfindung für Leasing oder Kauf. 50
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1. Finanzplanung
Vorbemerkungen
-ist in die Betriebsplanung eingeordnet
-Abhängigkeit von anderen Teilplänen
-Hauptproblem:
-Anliegen der Finanzplanung:
-Anlässe der Finanzplanung:
Notwendigkeit der Finanzplanung
je höher der FK - Anteil desto größer ist die Notwendigkeit eine Finanzplanung durchzuführen-der Charakter der Fertigung bestimmt ebenfalls die Notwendigkeit einer Finanzplanung (Einzelfertigung weniger FK; Massenfertigung viel FK)
-Auftragsorientierung (wenig FK); Marktorientierung (viel FK)
-saisonaler Betrieb (Baubetrieb) benötigt im Allgemeinen viel FK
-Abhängigkeit von der Art des Unternehmens:
Erfahrungswerte einer Finanzplanung im Unternehmen (Analyse /
Befragungen)
-Finanzplanung bis zu einem Jahr
-Finanzplanung bis zu 5 Jahren
-Finanzplanung über 5 Jahren
Funktionen der Finanzplanung
1. Sicherung der Liquidität (Zahlungsfähigkeit des Unternehmens)
2. Beitrag zur Rentabilität des Unternehmens
Anforderungen an die Finanzplanung
Zahlungsbezug erfüllen Einzahlungen und Auszahlungen bestimmen - Copyright© 2001 - 2004 by bwl24.net Alle Angaben ohne Gewähr! Seite 3 WWW.BWL24.NET
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-zukünftige Einzahlungen und Auszahlungen für alle Bereiche und Abteilungen im Unternehmen vollständig erfassen
-Betragsgenauigkeit der zukünftigen Ein- und Auszahlungen
-Termingenauigkeit der zukünftigen Ein- und Auszahlungen
-Zentralisierung der Finanzplanung (an einer Stelle des Unternehmens)
Zeitliche Struktur der Finanzplanung
1. kurzfristige Finanz- und Liquiditätsplanung (kurze Zeiträume werden betrachtet [Dekaden etc.]) 2. langfristige Finanzplanung Plankapitalflussrechnung erstellen ( = zukunftsorientierte Betrachtung, d.h. komplette Jahre werden betrachtet) 3. tägliche Finanzstatus = tgl. Finanzdispositionsrechnung
1.1. kurzfristige Finanzplanung
AB + geplante Einzahlungen - geplante Auszahlungen
Struktur des Liquiditätsplanes
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1.1.1. Prognoseverfahren
Wertung:
1. Alle diese Techniken sind Hilfsmittel zur Ermittlung von Elementen des Liquiditätsplanes. 2. Die jeweilig Technik einer Finanzprognose kann nur angewandt werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.
3. Bestimmte statistische / mathematische Erkenntnisse werden genutzt.
1.1.1.1. Extrapolierende Verfahren
-Voraussetzungen:
Es gab in der Vergangenheit keinen Trend, keine saisonale Situation und keine zyklische Situation.
1.1.1.1.1. Einfacher Mittelwert = arithmetisches Mittel
n 1 ∑ = x
i n = 1 i
n = Anzahl der Beobachtungswerte
x i = jeweiliger Beobachtungswert
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Beispiel:
6 Monate: (210 EUR = Februar; 280 EUR = März; 310 EUR = April; 190 EUR = Mai; 220 EUR = Juni; 170 EUR = Juli )
= x
Alle vorhandenen Beobachtungswerte werden berücksichtigt.
1.1.1.1.2. Gleitender Mittelwert
Es werden nicht mehr alle vorhandenen Beobachtungswerte erfasst, sondern es folgt eine Wichtung.
Beispiel:
Es werden nur die Werte der letzten 3 Monate berücksichtigt.
= x
1.1.1.1.3. Exponentielle Glättung erster Ordnung
Beobachtungswerte werden mit einem Glättungsparameter (α ) geglättet:
der letzte Beobachtungswert wird mit α gewichtet und
-der Vorhersagewert (einfacher Mittelwert) für die letzte Periode mit (1-α ) gewichtet
zum Beispiel:
Vorhersagewert für die letzte Periode =
Vorhersagewert für Juli bei α = 0,45 = 198 EUR * (1-α ) +170 EUR * α = 185,4 EUR
α wird ermittelt durch Vorhersage für die Zukunft. Die Bewertung ist dabei flexibel. Bspw.: Es können
die ersten drei Werte mit 0,3 und die letzten drei Werte mit 0,7 bewertet werden.
Trendextrapolation - linearer Trend Regressionsrechnung 1.1.1.1.4.
Eine Zeitreihe wird durch eine Gerade charakterisiert.
× + = ) ( x a x f y
1 0
Die Koeffizienten a 0 und a 1 werde folgendermaßen berechnet:
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1. Wenn die Anzahl der Wertepaare gerade ist, wird x folgendermaßen ermittelt:
2. Wenn die Anzahl der Wertepaare ungerade ist, wird x folgendermaßen berechnet:
Beispiel:
Für den Umsatz eines Unternehmens ergaben sich für die zurückliegenden 10 Jahre folgende Ergebnisse:
Die Anzahl der Wertepaare ist gerade, somit wird x mit folgender Formel ermittelt:
Für das Jahr 2002 würde sich daher ein geplanter Umsatz von
y = 26,69 + 0,7815 *10 = 34,5 Mrd. EUR
ergeben.
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1.1.1.2. kausale Prognose
-Nutzung von Vergangenheitswerten
-Wenn es einen Ursache- Wirkungszusammenhang zwischen ökonomischen Größen gibt, können folgende Verfahren genutzt: o Dispositionsziffernverfahren
-Bei statistischen Gesetzmäßigkeiten zwischen zwei ökonomischen Größen, dann kann die Verweilzeitmethode genutzt werden
-Beide Verfahren können genutzt werden, um zukünftige Ein- und Auszahlungselemente zu quantifizieren.
1.1.1.2.1. Dispositionsziffernverfahren
-Kann zur Quantifizierung zukünftiger Ein- und Auszahlungen aus ordentlichen Umsätzen genutzt werden.
-Berücksichtigung des Zahlungsverhaltens von Kunden oder Abnehmern:
t wird zur Länge der festgelegten Planperiode in Beziehung gesetzt, bsp. für Planperiode: Woche, -Dekade, Monat
-Für jeden Kunden ergibt sich dann eine Dispositionsziffer
Voraussetzungen:
-Kunden müssen dem Unternehmen bekannt sein
-Zahlungsverhalten der Kunden muss bekannt sein und muss für zukünftige Entwicklung unterstellt werden können
-geplante Umsätze / Kunden müssen nach Terminen bekannt sein
Beispiel:
Ermittlung der Einzahlungen aus ordentlichen Umsätzen. Ein Kunde hat in der Vergangenheit folgendermaßen bezahlt:
Rechnung über 15 TEUR nach 12 Tagen
Rechnung über 34 TEUR nach 18 Tagen Rechnung über 19 TEUR nach 29 Tagen Rechnung über 24 TEUR nach 35 Tagen Rechnung über 16 TEUR nach 16 Tagen
Daraus ergibt sich:
n ∑ ×
t
i
= i 1
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Bei einer Planperiode von 10 Tagen (Dekade) erhält dieser Kunde die Dispositionsziffer 3, d.h. dieser Kunde hat in der Vergangenheit nach Erhalt der Lieferung durchschnittlich in der dritten Dekade seine Rechnungen bezahlt.
Wird als Planperiode die Woche (der Monat) gewählt, so ergibt sich eine Dispositionsziffer von 4 (1).
Beispiel 2:
Rechnung über 52 TEUR nach 17 Tagen
Rechnung über 23 TEUR nach 22 Tagen Rechnung über 20 TEUR nach 09 Tagen Rechnung über 47 TEUR nach 11 Tagen Rechnung über 39 TEUR nach 08 Tagen
Es ergibt sich eine durchschnittliches Zahlungsziel von 13,25 Tage und somit eine Dispositionsziffer von 2.
Beispiel zum Dispositionsziffernverfahren
Ermittlung der zu erwartenden Einzahlungen (~ Auszahlungen siehe Übungen Investition und Finanzierung III)
Folgende Umsätze sind geplant:
Daraus ergeben sich folgende Einzahlungen für die Periode:
1.1.1.2.2. Verweilzeitmethode
= Zeit des Umschlages einer ökonomischen Größe in eine andere ökonomische Größe.
Lieferung erfolgte bereits Entstehung von Forderungen Einzahlung
Lieferung erhalten Verbindlichkeiten Auszahlung
Die Methode wird genutzt, um zukünftige Ein- und Auszahlungen bestimmen zu können.
Voraussetzungen:
-Vorhandensein einer Forderungs- oder Verbindlichkeitsmatrix = Informationen aus der Vergangenheit / Zukunft
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- Spektralvektor, giban, wie viele Forderungen / Verbindlichkeiten in % in der Vergangenheit wann zu Einzahlungen / Auszahlungen führen
-Die geplanten Ein- und Auszahlungen ergeben sich durch Multiplikation des Vektors mit der jeweiligen Matrix.
Anwendung der Verweilzeitmethode / ~ verteilung
Zur Ermittlung zukünftiger Auszahlungen auf Basis existierender Verbindlichkeiten:
a) Durch die Analyse der Vergangenheit muss das Unternehmen feststellen, welche Verbindlichkeiten in welcher Periode zu Auszahlungen führten. Folgende Ergebnisse sind zu verzeichnen:
-Daraus ergibt sich der Spektralvektor:
b) Der Spektralvektor wird mit der Höhe der Verbindlichkeit aus den einzelnen Monaten (Verbindlichkeitsmatrix) multipliziert, so dass man die Auszahlungen für die einzelnen Perioden erhält:
V Verbindlichkeit im Zeitpunkt t (Zeitpunkt der Planung) = Verbindlichkeiten, welche gegenwärtig
t existieren. V Verbindlichkeiten des Vormonats − 1 t V Verbindlichkeiten des nächsten Monats + 1 t
Die Auszahlungen für die Periode t+1 ergeben sich folgendermaßen:
Auszahlung für den nächsten Monat (1. Zeile der Matrix)
A + 1 t Verbindlk.
Auszahlung für den übernächsten Monat (2. Zeile der Matrix)
A + 2 t die Verbindlk.
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1.2. Langfristige Finanzplanung
Ziel: Für komplette Wirtschaftsperioden (Jahre) den Liquiditätsstatus des Unternehmens bestimmen sowie eine Plankapitalflussrechnung zu erstellen.
Schritte:
Planbilanz erstellen, z.B. auf Basis des geplanten Umsatzes:
-Differenzen der Plan- und Berichtswerte für die jeweiligen Bilanzpositionen
Planveränderungsbilanz
-nicht mehr Aktiv / Passivseite, sondern Mittelherkunft und Mittelverwendung
Mittelherkunft
Mittelherkunft durch Zunahme der Passiva (Steigerung des Eigenkapitals oder Steigerung der Verbindlichkeiten) oder Abnahme der Aktiva (Minderung von Anlagevermögen durch Verkauf von Vermögensgegenständen).
Mittelverwendung
Mittelverwendung durch Abnahme der Passiva (Senkung des Eigenkapitals oder Senkung der Verbindlichkeiten) oder Zunahme der Aktiva (Steigerung von Anlagevermögen durch Kauf von Vermögensgegenständen).
Planbewegungsbilanz
--
1.2.1. Anwendung der Umsatzprozentmethode
a) Bilanz und Umsatz der zurückliegenden Wirtschaftsperiode
b) Festlegung der umsatzabhängigen Bilanzpositionen
c) Ermittlung des Umsatzprozentsatzes für die umsatzabhängigen Bilanzpositionen d) Anwendung des Umsatzprozentsatzes auf die geplanten Umsätze der Planperiode zur Ermittlung der neuen Planbilanzpositionen und Erstellung der Planbilanz / Kapitallücke
Voraussetzungen für die Nutzung:
Die zugrundliegende Berichtsbilanz muss auch für die davor liegenden Jahre aussagekräftig sein. Es dürfen sich also keine größeren Abweichungen oder Sprünge in den Bilanzen mehrerer aufeinander folgender Jahre niederschlagen.
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Beispiel zur Umsatzprozentmethode:
Ausgangsinformationen:
a) Bilanz der Berichtsperiode (in Mio. EUR)
Umsatz:
Berichtsperiode = 2.087,9 Mio. EUR Planjahr = 2.179,4 Mio. EUR
b) Umsatzabhängige Bilanzpositionen
c) grobe Plan - GuV - Rechnung (in Mio. EUR)
* Abschreibungen = Sachinvestitionen + Finanzinvestitionen = 50,0 + 62,1 = 112,1
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Dipl. Betriebswirt (FH) Torsten Montag, 2006, Investition und Finanzierung - Skript III, München, GRIN Verlag GmbH
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