Unterrichtsentwurf zum Thema Nachschlagen von Christian Urff
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben allgemeiner Art 2
Allgemeine Angaben. 2
Einordnung der Unterrichtsstunde in den Lehrplan. 2
2. Lerngruppenanalyse 3
Angaben zur Klasse. 3
Analyse der Lernvoraussetzungen 3
3. Sachanalyse 5
Wozu soll man nachschlagen? - Informationskompetenz als Schlüsselqualifikation in der
Informationsgesellschaft 5
Wo kann man Nachschlagen? 5
Wie schlägt man nach? - Techniken und Strategien des Nachschlagens. 8
4. Didaktische Analyse. 10
Gegenwartsbedeutung 10
Zukunftsbedeutung 10
Exemplarische Bedeutung und geeignete Beispiele 11
5. Lernziele. 12
Allgemeine Lernziele 12
Groblernziel der Stunde. 12
Feinlernziele 12
6. Methodische Analyse 13
7. Verlaufsplan. 15
8. Reflexion der Unterrichtsstunde. 16
Reflexion der Zeitplanung 16
Reflexion der Methodik. 16
Reflexion des Lehrerverhaltens. 16
Reflexion des Schülerverhaltens 17
9. Literatur 19
10. Anhang. 20
10. 20
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Unterrichtsentwurf zum Thema Nachschlagen von Christian Urff
1. Angaben allgemeiner Art
Allgemeine Angaben
Schule: Klasse: Lehrer: Herr Kurtz Betreuender Dozent: Herr Schaible
Datum des Unterrichts: Mittwoch, 8.12.2004 von 9.30 - 11 Uhr
Einordnung der Unterrichtsstunde in den Lehrplan
Das Thema Nachschlagen findet seine Legitimation in unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Lehrplans für das Fach Deutsch an der Oberstufe der Förderschule. Grundsätzlich gilt, dass die Inhalte des Deutschunterrichts „in enger Verbindung zum Sachunterricht in Sinnzusammenhängen behandelt“ (S.433) werden sollen.
Im Arbeitsbereich Sprechen lässt sich das Thema zum Inhalt „Sich informieren, andere informieren“ (S. 433) zuordnen. Der didaktische Kommentar rät, „Medien als Unterstützung“ (S. 433) zu verwenden. Die Schüler sollen zunehmend sicherer werden, sich „Informationen und Auskünfte“ (S.433) einzuholen.
„Sach‐ und Gebrauchstexte“ (S.434), und dazu zählen die Sachtexte eines Lexikons, sollen laut Arbeitsbereich Lesen behandelt werden. Die Schüler sollen durch die Beschäftigung mit solchen Texten schriftliche Information deuten und erleben (S. 434). Durch die Arbeitstechnik Nachschlagen wird auch der „Umgang mit dem Wörterbuch und anderen Rechtschreibhilfen“ (S.436) gefördert, wie dies im Arbeitsbereich Rechtschreiben aufgeführt ist. Die Schüler sollen ihre Fähigkeiten im Umgang mit Schrift durch den „Gebrauch von Rechtschreibhilfen und Nachschlagewerken“ erweitern.
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Unterrichtsentwurf zum Thema Nachschlagen von Christian Urff
2. Lerngruppenanalyse
Angaben zur Klasse
In der Klasse sind 5 Jungen und 5 Mädchen im Alter von 13‐14 Jahre. Genauere Angaben zu den einzelnen Schülern (Biographien) sind in dem Bericht der Stundenten, die das Tagespraktikum als Seminar besuchen, enthalten.
Analyse der Lernvoraussetzungen
Soziokulturelle Lernvorrausetzungen
Der Unterricht findet nicht in der Bodelschwingh‐Schule statt, sondern die Schüler kommen gemeinsam mit ihrem Lehrer in den Computerraum der PH Ludwigsburg Aussenstelle Reutlingen. Dies sind nur einige hundert Meter zu Fuß. Im Raum stehen elf PC‐Arbeitsplätze und ein Beamer, ein Tageslichtprojektor und eine Tafel zur Verfügung. An allen PC‐Arbeitsplätzen ist eine Breitband‐ Internetverbindung und u.a. die Software Encarta installiert. In der Mitte des Raumes befindet sich ein großer Tisch, um den die Schüler sitzen können, wenn sie nicht am PC arbeiten.
Da dieser Unterricht im Rahmen eines Tagespraktikums durchgeführt wird, sind neben dem Lehrer Herr Kurtz in der Stunde Herr Schaible und zehn Studenten anwesend, die den Schülern bei Bedarf zur Seite stehen.
Antrophogene Lernvoraussetzungen
Die Klasse besteht hauptsächlich aus Schülern, die sehr schwache Leser und Schreiber sind. Die Schüler sind aufgrund ihrer Schwächen meist wenig motiviert, aktiv (z.B. durch Meldungen) mitzuarbeiten. Durch das häufige „stolpern“ beim Lesen fällt es vielen Schülern schwer, längere Texte zu lesen und den Inhalt zu erfassen. Auch die Verschriftung in ganze Sätze ist meist sehr langwierig und fehleranfällig. Daneben gibt es aber auch recht gute Leser und Schreiber.
Die Arbeit am Computer macht den Schülern bis auf eine Ausnahme Spaß und führt meist zu einer Steigerung der Motivation und Mitarbeit. Einige Schüler arbeiten und spielen nach eigenen Angaben in ihrer Freizeit am Computer und bringen ihr Wissen mit ein. Alle Schüler haben Grundkenntnisse in der Bedienung eines Computers (Mausbedienung, Tastatureingaben, …).
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In der vorherigen Stunde wurde bereits das Thema Nachschlagen behandelt. Dabei zeigten sich bei vielen Schülern Unsicherheiten mit der alphabetischen Sortierung. Viele Schüler brauchten sehr lange, um Namen bzw. Wörter im Telefonbuch bzw. Lexikon zu finden. Dies lag vermutlich daran, dass sie nicht sicher mit dem Alphabet umgehen konnten, z.B. konnte ein Buchstabe häufig nicht grob ins Alphabet eingeordnet werden und sein Vorgänger bzw. Nachfolger genannt werden. Auch bei der Suche von Wörtern innerhalb des gleichen Anfangsbuchstaben im Telefon‐ bzw. Wörterbuch hatten viele Schüler Schwierigkeiten. Sie durchsuchten die Wörter ohne eine Suchstrategie von vorne nach hinten und gaben frustriert auf oder forderten Hilfestellung an.
Die Motivation war sehr gering, die Nachschlageaufgaben zu lösen. Kaum einer der Schüler hat zuvor nach eigenen Angaben mit einem Telefonbuch bzw. Lexikon gearbeitet. Viele Schüler sahen keinen Sinn darin, Telefonnummern von ihnen unbekannten Personen (wie in der Aufgabenstellung verlangt) herauszusuchen. Deshalb sollen in dieser Stunde vor allem sinnstiftende Anlässe geboten werden, um mit der Arbeitstechnik Nachschlagen einen Informationsgewinn zu erzielen.
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3. Sachanalyse
Wozu soll man nachschlagen? - Informationskompetenz als Schlüsselqualifikation in der Informationsgesellschaft
Die in Beruf, Schule und Alltag zu verarbeitende Informationsmenge wird immer grösser. Man spricht auch von einer Informationsexplosion in unserer sogenannten Informationsgesellschaft. Der Umgang mit der Überinformation will gelernt sein. Deshalb ist in der Informationsgesellschaft ein effizienter und kompetenter Umgang mit Information wichtig. Dies wird häufig unter dem Begriff der Informations‐ kompetenz zusammengefasst.
Informationskompetenz
Informationskompetenz (engl.: information literaty) bezeichnet (nach [INF04]) die Fähigkeiten,
• in Problemsituationen einen Informationsbedarf zu erkennen
• diesen Bedarf verbal (schriftlich oder mündlich) oder graphisch zu formulieren
• für die Suchfrage eine oder mehrere potentielle Informationsquellen zu finden, wie Bibliothek, Archiv, Internet, und zu evaluieren
• bei den jeweiligen Quellen das geeignete Findemittel (z.B. Findbuch, Suchmaschinen) zu wählen
• die Findemittel sachgerecht zu nutzen und eine effiziente Informationsrecherche durchzuführen
• die Suchergebnisse kritisch zu bewerten
• die gefundenen Ergebnisse zur Problemlösung einzusetzen
• die neuen Erkenntnisse mit dem bereits vorhandenen Wissen zu verknüpfen
• die Ergebnisse adressatenbezogen zu präsentieren (Gespräch, Vortrag, Publikation, Website)
Informationskompetenz befähigt zu einer autonomen Aneignung von Wissen und damit zu lebenslangem Lernen. Sie gilt als eine Schlüsselqualifikation für Beruf und Alltag.
Wo kann man Nachschlagen?
Nachschlagewerke
„Ein Nachschlagewerk ist eine zur Fachliteratur zählende Datensammlung, die nach bestimmten systematischen oder alphabetischen Kriterien aufgestellt ist bzw. durch‐ sucht werden kann.“ ([WIK04])
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Es gibt Nachschlagewerke in Buchform, und immer häufiger auch auf CD, DVD oder im Internet. Digitale Nachschlagewerke können nicht nur Text und Bilder, sondern auch Geräusche/Musik und Videos enthalten. Solche Nachschlagewerke lassen sich meist sehr komfortabel mit einer Suchmaschine durchsuchen.
Arten von Nachschlagewerken
Man unterscheidet grob folgende Arten von Nachschlagewerken (Überschneidungen sind möglich) 1 :
• Enzyklopädie
hat den weitesten Wissensumfang, im 19. Jahrhundert auch als Konversationslexikon bezeichnet, da sie der Allgemeinbildung des Bürgertums dienen sollte, die sich dann wiederum in der ʺgebildeten Konversationʺ widerspiegelte. ʺDer Brockhausʺ ist derzeit die einzige große allgemeine Enzyklopädie in deutscher Sprache. Auch die Internetseite Wikipedia ist eine Enzyklopädie.
• Lexikon
Die Bezeichnung Lexikon wird sowohl für enzyklopädische Nachschlagewerke (Sachwörterbuch) als auch für Sprachwörterbücher verwendet. In der Regel werden Enzyklopädien mit einem begrenzten Fachumfang (Fachlexika) eher als Lexikon bezeichnet (z.B. Computerlexikon, Tierlexikon wie Brehms Tierleben oder Künstlerlexikon wie der Thieme‐Becker).
• Wörterbuch
sprachzentriert, einsprachig oder meistens zweisprachig, auch mehrsprachig (als Übersetzung), oft jedoch fälschlicherweise auch als Lexikon bezeichnet. Spezielle Wörterbücher, die sich mit der Herkunft der Wörter befassen, bezeichnet man als etymologische Wörterbücher. Eine Spezialität ist ein Fremdwörterbuch, oder Fachwörterbuch. Ein besonders umfangreiches Fachwörterbuch wird zum Fachlexikon. In der deutschen Sprache ist der Duden das wohl meist verwendete Wörterbuch. Ein Wörterbuch ist aber auch gleichzeitig die eigentliche Grundlage von jedem guten Nachschlagewerk.
• Handbuch
sachorientiert, jedoch meistens nicht alphabetisch, sondern thematisch gegliedert, im Sinne einer Anleitung, inhaltlich eine Ergänzung zum Lexikon. Gebrauchsanleitungen (zum Beispiel zu einem Computer oder zu einer Software) werden daher als Handbücher bezeichnet. Ein Handbuch als Lehrbuch wird oft auch als Kompendium bezeichnet.
• Glossar
Sammlung schwieriger Wörter und Begriffe mit den dazugehörigen Erklärungen, themenzentriert, oft auch nur als Anhang zu einem anderen Werk, zum Beispiel bei einem Handbuch.
• Thesaurus
legt die (Fach‐)Begriffe fest, oft ist ein Thesaurus die Grundlage eines Projektes oder einer Institution, damit alle Beteiligten auch immer jeweils den gleichen Wortschatz richtig anwenden.
• Verzeichnis
Register: z.B. Telefonbuch, Adressbuch, Branchenverzeichnis, Denkmälerverzeichnis, Hochschulverzeichnis, Hotelführer usw.
• Katalog
Ausstellungskataloge, Museumskataloge, Messekataloge, auch Bibliotheken, Archive und Dokumentationen erschließen ihre Bestände mit einem Katalog, häufig nur als Kartei oder heute in digitaler Form. Zu den meisten Kunstausstellungen erscheinen Kataloge in Buchform, oft mit
1 nach der Online‐Enzyklopädie Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Nachschlagewerk 6
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ergänzenden Information zum Thema oder Künstler. Kommerzielle Kataloge von Lieferanten, Versandhäusern oder Verlagen, auch das VLB ‐ (Verzeichnis lieferbarer Bücher) ‐ eine Bibliografie in Buchform, als CD‐ROM oder online ‐ ist so ein Katalog.
• Bibliografie
Verzeichnis von Literaturhinweisen, Bibliografien sind spezielle Verzeichnisse, bzw. Kataloge für die Literatursuche (Bücher, Zeitschrifen, andere Veröffentlichungen), meistens thematisch (nach Gebieten), Branchenbibliografie oder räumlich (Nachlässe, Bibliotheken) orientiert.
• Index
ein alphabetisches Verzeichnis (Register) meistens am Ende eines Textes oder auch als gängige Abkürzung für das Verzeichnis von verbotenen oder eingeschränkt zugänglichen Publikationen.
• Almanach
meistens ein Jahrbuch zu einem bestimmten Thema, z.B. Fischer‐Almanach oder Spiegelalmanach. Oft auch mit literarischen und künstlerischen Inhalten.
• Fibel
(von Bibel) ursprünglich ein Lehr‐ und Lesebuch, heute meistens ein Nachschlagewerk mit unterschiedlich langen, begleitenden, oft auch unterhaltsamen Texten, meistens alphabetisch geordnet: PC‐Fibel, Garten‐Fibel usw.
• Agenda
Kombination eines Kalenders mit einem Nachschlagewerk, in diesem Falle chronologisch im Jahresablauf geordnet. Agenden gibt es zu vielen Themen und sie verbinden den täglichen Gebrauchswert für die Zeitplanung mit allerlei nützlichen Informationen.
• Chronik
ist ein Lexikon, das nicht nach dem Alphabet, sondern nach der Zeitachse gegliedert ist. In digitalen Nachschlagewerken ist diese Funktion durch gezielte Datenbankabfrage gut als Zusatznutzen möglich. Auch ein Lebenslauf oder eine Biografie, bzw. Werkbiografie ist eine besondere Chronik, Künstler‐Werkverzeichnisse werden ebenfalls gerne chronologisch geordnet.
• Monografie
ist ein Werk, das sich nur mit einem Thema beschäftigt, entweder als Biografie, bzw. Werkmonografie einer Person oder als Nachschlagewerk zu einer Sache, einem Thema: zum Beispiel ein Kunstwerk, eine Tier‐ oder Pflanzenart, ein Gegenstand (ʺAlles über VW‐Käferʺ).
• Atlas
grafisch orientiert, oft geographisch (eine Kartensammlung), historisch, politisch, aber auch zum Beispiel Anatomie‐Atlas, Pilz‐Atlas usw. ‐ eine Sammlung von Illustrationen mit Erklärungen.
• Führer
heute auch gerne (englisch) Guide genannt, zum Beispiel: geografische Führer (Reiseführer oder Reisehandbuch, Tourismusbuch), Museumsführer, Ausstellungsführer, Opernführer,
Restaurantführer sind Nachschlagewerke oder besondere Kataloge für eine bestimmte Thematik. Sie sind meist thematisch, jedoch oft auch alphabetisch gegliedert.
• FAQ
Die Abkürzung FAQ bedeutet Frequently Asked Questions. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten zu einem Thema.
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Wie schlägt man nach? - Techniken und Strategien des Nachschlagens
Wie sind Nachschlagewerke geordnet?
Nachschlagewerke sind alphabetisch oder/und systematisch geordnet.
Bei systematischer Sortierung wird meist zusätzlich ein alphabetisch geordneter Index beigefügt. Beispiele für systematische Sortierungen sind:
• Kategorien/ Themenbereiche
• Sortierung entlang einer Zeitachse (chronologisch).
• Sortierung nach geografischen Kriterien.
Bei alphabetischer Sortierung werden Querverweise als Ersatz für den Zusammenhang einer systematischen Ordnung eingesetzt.
Fazit: Die alphabetische Sortierung ist ein universelles Ordnungsprinzip von Nachschlagewerken, das hauptsächlich oder zumindest zusätzlich als Suchhilfe angeboten wird.
Wie findet man Informationen in Nachschlagewerken?
Bei alphabetisch geordneten Nachschlagewerken werden die Wörter in der Reihenfolge des Alphabetes angeordnet. Bei gleichem Anfangsbuchstaben wird nach dem zweiten Buchstaben des Wortes sortiert. Falls die ersten beiden Buchstaben gleich sind, nach dem dritten Buchstaben etc. Umlaute werden meist als Doppelbuchstaben interpretiert, z.B. wird „ä“ als „ae“ aufgefasst
Zusätzlich bieten alphabetisch geordnete Nachschlagewerke meist Nachschlagehilfen an, wie z.B.:
• Griffmarken zur schnelleren Suche des Buchstabens.
• Inhalts‐ oder Buchstabenverzeichnis am Anfang oder Ende des Buches.
• Leitwörter (meist fettgedruckt in der Kopfzeile) zeigen an, mit welchem Wort die
Seite beginnt bzw. endet.
• Leitbuchstaben am Anfang und Ende der Seite.
Man kann den Prozess des Nachschlagens in alphabetisch geordneten Büchern grob folgendermaßen beschreiben:
1. Suche den Anfangsbuchstaben des gesuchten Wortes (evtl. mit Hilfe Griffmarken und einer groben Einschätzung über die Position des Buchstabens im Alphabet).
2. Vergleiche das gesuchte Wort mit den beiden Leitwörtern. Liegt das Wort zwischen den Leitwörtern, suche das Wort innerhalb der Seite weiter (Schritt 3). Liegt das Wort außerhalb der beiden Leitwörter (d.h. vor dem ersten oder nach
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dem zweiten Leitwort), dann blättere weiter vor bzw. zurück und vergleiche wieder mit den Leitwörtern (Schritt 2).
3. Suche das Wort innerhalb der Seite, indem du das gesuchte Wort mit den Wörtern der Seite vergleichst und weiter nach vorne bzw. nach hinten springst.
Bei digitalen Nachschlagewerken findet man Informationen meist über Suchmasken. Dazu wird ein oder mehrere Suchwörter in ein Suchfeld eingegeben und die Suchmaschine liefert daraufhin die Suchergebnisse (meist mit einem kurzen Auszug des Artikeltextes), sortiert nach einer bestimmten Bewertung (Häufigkeit des Suchwortes im Text, Nähe der eingegebenen Suchworte im Text, …). Aus diesen Suchergebnissen muss anschließend ein Artikel ausgewählt werden.
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4. Didaktische Analyse
Gegenwartsbedeutung
Im Alltag begegnen die Schüler der Arbeitstechnik Nachschlagen meist in Form von Büchern (Telefonbuch, PLZ‐Buch, Wörterbuch, …) oder alphabetisch sortierten Verzeichnissen und Listen. Um mit diesen Nachschlagewerken gewinnbringend umgehen zu können, müssen die Schüler die Ordnung dieser Werke kennen um sich darin orientieren zu können. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Schüler geeignete Suchstrategien zur Verfügung haben, um nicht an einer langwierigen Suche nach dem „Versuch und Irrtum“‐Prinzip zu scheitern. Besonders wichtig halte ich dafür eine Sicherheit im Umgang mit dem Alphabet, insbesondere der Fähigkeit, grob abzuschätzen an welcher Stelle (Vorne, Mitte, Hinten) ein Buchstaben im Alphabet steht. Denn nur so kann man grob überschlagen, an welcher Stelle man weitersuchen muss und nicht etwa eine Seite nach der anderen umblättern bzw. ein Wort nach dem anderen durchgehen.
In zunehmendem Maße spielen auch elektronische Medien (Internet, Software, …) eine Rolle bei der Beschaffung von Informationen. Im Vergleich zu nicht‐ elektronischen Nachschlagemöglichkeiten bieten sie neben der Interaktivität und dem Einsatz von Multimedia (Video, Animationen, Audio, Spiele, …) vor allem bei der Suche nach Informationen eine Vereinfachung. Viele Schüler haben bereits Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Computer und sind sehr motiviert, am Computer zu arbeiten. Vermutlich werden viele Schüler auf der Suche nach Informationen digitale Nachschlagewerke bzw. das Internet (was man auch als ein sehr großes Nachschlagewerk sehen kann) bevorzugen, da hier die Suchmaschine die gerade für Förderschüler sehr anstrengende manuelle Suche abnimmt. Deshalb sollte im Unterricht der Umgang mit digitalen Nachschlagewerken behandelt werden.
Zukunftsbedeutung
Situationen, in denen Informationen nachgeschlagen werden müssen, kommen im Alltag häufig und auf vielfältige Art und Weise vor und werden die Schüler ihr Leben lang begleiten. Die Fähigkeit, sich selbstständig und schnell Informationen beschaffen zu können erleichtert den Lebensalltag (z.B. bei der Suche nach Telefonnummern und Adressen).
Durch die zunehmende Digitalisierung von Nachschlagewerken muss der Benutzer im zunehmenden Maße nicht mehr selbst suchen, sondern Suchmaschinen nehmen ihm die Suche ab. Deshalb wird es in Zukunft immer wichtiger werden, Suchmasken
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Arbeit zitieren:
Christian Urff, 2005, Nachschlagen und Recherchieren, München, GRIN Verlag GmbH
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