Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Tabellenverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Definition und Ursprünge des Rating-Begriffes. 1
2.1 Definition und Historie 1
2.2 Herausgeber von Ratings. 2
2.3 Ratingsymbole und Veränderungen der Bonitätseinstufung 3
2.4 Ratingarten. 4
2.5 Rating-Methodik 5
3. Exkurs Basel 2. 6
3.1. Baseler Akkord 1 und 2 6
3.2 Welche Rating-Methoden werden Banken gemäß Basel 2 benutzen? 7
3.3 Diskussionen um Rating-Zwang in Deutschland 7
4.Besonderheiten des Kommunal-Ratings. 9
4.1 Die kommunale Eigenbonität 9
4.2 Support-Rating 10
5. Der Nutzen von Ratings aus Gemeindesicht 11
6. Derzeitige Bedeutung von Kommunal-Rating in verschiedenen Ländern 12
6.1 Kommunalfinanzierungen und Rating in Deutschland. 12
6.2 Kommunalfinanzierung und Rating in der Schweiz 12
6.2. Kommunalfinanzierung und Rating in den USA 13
7. Fazit 15
Literaturverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bonitätsbezogene Interpretation von Rating-klassen 3
Abkürzungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BRD Bundesrepublik Deutschland bzw. beziehungsweise ff. folgende IRB International Rating Based Approach S&P Standard & Poor´s usw. und so weiter v.H. von Hundert USA United States of America US-$ United States Dollar z.B. zum Beispiel
Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA
und Europa 1
1. Einleitung
Zu den Einnahmequellen von Kommunen gehört neben Steuer- und Gebührenerhebung auch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen. In den letzten 15 Jahren hat jedoch Verschuldung der öffentlichen Hand in der BRD recht stark zugenommen. Auf der Gemeinde- und Länderebene haben sich die Schulden seit 1991 circa verdoppelt. Auf Bundesebene vollzog sich ein Schuldenanstieg um etwa 300 Prozent 1 . Eine Ausweitung der Fremdkapitalverbindlichkeiten steht im Zusammenhang mit der Ausdehnung von Zins- und Tilgungsverpflichtungen, welche die öffentlichen Haushalte nachhaltig belasten. So ereignete sich Ende der neunziger Jahre der Zahlungsausfall einer Kommune in der Schweiz, als diese nicht mehr im Stande war ihre Zinszahlungen zu leisten 2 .
Neben diesem Beispiel existieren noch eine Reihe weiterer öffentlicher Schuldner die in der Vergangenheit Probleme hatte ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, als Beispiel seien Argentinien, Russland und Provinzen in Mexiko genannt 3 . Zusätzlich hat auch der Bankensektor, welcher zweifelsfrei zu den größten Fremdkapitalgebern von Kommunen zählt, seine Anforderungen an Kreditrisikomanagement und Bonitätseinschätzung von Schuldnern entscheidend verschärft. Die Ursache hierfür sind die ab 2007 in Kraft tretenden Basel 2 Regelungen. Im Angesicht solcher Entwicklung stellt sich die Frage, ob eine Bonitätsbeurteilung für Gemeinden und öffentliche Gebietskörperschaften sinnvoll und notwendig ist. Nachfolgende Hausarbeit soll einen Einblick in das Thema Kommunal-Rating vermitteln und die damit verbundenen Auswirkungen für Gemeinden.
2. Definition und Ursprünge des Rating-Begriffes
2.1 Definition und Historie
Der Begriff Rating entstammt dem angloamerikanischen Sprachraum und kann übersetzt werden mit bewerten oder abschätzen. Für die Leistungsbeurteilung wird der Ratingbegriff vielfältig angewendet, so z.B. für Dienstleistungsqualität, Ein- 1 Quelle:Zeitreihenstatistik der deutschen Bundesbank
2 Daldoss, M., Foraita, O. (2003), S. 3
3 Daldoss, M., Foraita, O. (2003), S. 106
Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA
und Europa 2
schaltquoten oder Immobilienobjekte. Im Kontext dieser Hausarbeit wird der Begriff Kredit Rating benutzt, welcher einen Bewertungsmaßstab für Kreditrisiken darstellt 4 . Insofern beschreibt das Ergebnis eines Rating-Prozesses, die zukünftige Fähigkeit eines Kreditnehmers seinen Zahlungsverpflichtungen aus Zins und Tilgung fristgerecht und vollständig nachkommen zu können. Ratings bestimmen die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsstörungen über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeiten 5 . Der Begriff des Ratings wurde in Verbindung mit wirtschaftlichen Tatbeständen, wie der Bonitätseinstufung von Schuldnern bezüglich in Anspruch genommener Kredite erstmalig um 1850 in den USA erwähnt 6 . Der sehr hohe Kapitalbedarf zur Erschließung des Landes durch die Eisenbahn wurde damals größtenteils über Anleihen finanziert und eine Bonitätseinschätzung der Emittenten war mangels Informationen schwierig. 7 Seitdem hat sich Rating vor allem auf amerikanischen und internationalen Finanzmärkten durchgesetzt. Anhand von Rating-Symbolen ist für einen Investor am Kapitalmarkt sofort die Bonitätseinstufung eines Schuldners ersichtlich.
2.2 Herausgeber von Ratings
Ratings werden von Rating-Agenturen und von Banken erstellt. Ein Rating durch eine Bank wird auch als internes Rating bezeichnet, da es hausintern eine Aussage über die Bonität bzw. Kreditwürdigkeit des Schuldners abliefern soll. Diese internen Ratings dienen reinen Interessen der Bank. Im Gegensatz dazu erstellen Rating-Agenturen externe Ratings, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind und für unterschiedlichste Zwecke (Imageverbesserung, Sparen von Kapitalkosten) gebraucht werden können 8 . Externe Ratings sind vor allem sinnvoll für Institutionen, welche sich über internationale Kapitalmärkte finanzieren wollen bzw. auf diesen auftreten. Die beiden größten und bekanntesten Agenturen sind Moody´s Investors Service und Standard & Poor´s. Diese Agenturen sind Begründer des Ratings und haben ihren Ursprung in den USA 9 .
4 Munsch, M., Weiß, B. (2002), S. 14
5 Berblinger, J. (1996), S. 31
6 Everling, O. (1991), S. 69 ff.
7 Munsch, M., Weiß, B. (2002), S. 24
8 Munsch, M., Weiß, B. (2002), S. 75
9 Munsch, M., Weiß, B. (2002), S. 75
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm. Thomas Wolf, 2005, Die Bewertung kommunaler Handlungsfähigkeit durch Rating Agenturen und Banken in den USA und Europa, München, GRIN Verlag GmbH
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