2
Aufgabe
1. Systemarchitektur
Vergleichen Sie die Systemarchitektur von zwei ERP Systemen Ihrer Wahl x
bezogen auf Aufbau, Schichten, Datenhaltung, Schnittstellen! Ein System kann Navision 4.0 oder die Sage OfficeLine sein. Das zweite ERP x
Anwendungssytem wählen Sie bitte frei aus.
2. Reengineering
Recherchieren Sie und finden Sie eine Fallstudie zum Thema Reengineering von x Geschäftsprozessen!
Wie können ERP Systeme zum Reengineering von GP's beitragen? x
Welche Hindernisse müssen überwunden werden, um Veränderungen x
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Inhaltsverzeichnis
1. Systemarchitektur. 4
1.1. Aufbau 4
1.2. Datenaustausch mit anderen Anwendungen 9
1.3. Datenhaltung 11
2. Reengineering von Geschäftsprozessen. 12
2.1. Business Reengineering und ERP-Systeme. 12
2.2. Reengineering-Aktivitäten bei der Wacker-Chemie AG 13
2.3. Integration betrieblicher Abläufe 13
2.4. Standardisierung von Geschäftsprozessen 14
2.5. Einführung zusätzlicher Module des ERP-Systems. 15
2.6. Hindernisse bei der Umsetzung von Veränderungen 16
2.7. Zusammenfassung 18
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Thin Client - Two-tier-model von SAP Business One. 4
Abbildung 2: Systemarchitektur MBS Navision 4.0. 5
Abbildung 3: Allgemeiner Aufbau eines ERP-Systems nach Gronau 6
Abbildung 4: Client-Server Architektur SAP Business One. 6
Abbildung 5: Commerce Gateway von Navision 8
4
1. Systemarchitektur
In diesem Kapitel soll die Systemarchitektur der ERP-Systeme Microsoft Business Solutions (MBS) Navision 4.0 und SAP Business One (Release 2003) untersucht werden. Dabei wird insbesondere auf den Aufbau, Schichten, Datenhaltung und Schnittstellen eingegangen.
Zielgruppe beider ERP-Systeme sind kleine bis mittlere Unternehmen (KMU’s), deshalb bietet sich ein Vergleich an. Navision ist ursprünglich die Entwicklung eines dänischen Unternehmens. SAP Business One, die Lösung der SAP AG für kleine Unternehmen und Zweigstellen wurde aus der Lösung eines von SAP übernommenen israelischen Systemanbieters entwickelt. Beide Systeme basieren auf dem Client-Server-Modell und 1 . Im ERP-Bereich sind nutzen Datenbanksysteme zur Verwaltung der Datenbestände
jedoch durchaus auch andere Systemarchitekturen, wie Peer-to-Peer und Grid-Computing 2 zu finden sind .
1.1. Aufbau
Bei den untersuchten ERP-Systemen handelt es sich um verteilte Systeme, d.h. sie sind definiert durch eine Menge von Funktionseinheiten oder Komponenten, die in einer Beziehung zueinander stehen (Client-Server) und eine Funktion erbringen, die nicht durch die Komponenten alleine erbracht werden kann. Sowohl MBS Navision 4.0 als auch SAP Business One sind nach dem Client-Server-Modell aufgebaut. Aus verteilten Anwendungen lassen sich folgende Komponenten isolieren: Grafische Präsentation (Benutzeroberfläche), Benutzerschnittstelle, Applikationslogik, Datenmanagement und persistente 3 . Datenspeicherung
4 Abbildung 1: Thin Client - Two-tier-model von SAP Business One
Diese Komponenten müssen auf Rechenressourcen (Clients - und Server-Maschinen) aufgeteilt werden. Bei SAP Business One erfolgt die Gliederung in zwei Stufen (two-tiermodel). Getrennt wird zwischen Benutzerinterface und Anwendung (vgl. Abbildung 1). Die
1 Sumner, M.: Enterprise Resource Planning 2004, S. 32
2 Vgl. z.B. www.softwarespectrum.de/oracle/oracle_server.asp Abruf: 15.01.2006 3 Bengel 2004, S. 18 4 Eigene Darstellung
5
komplette GUI und einige Zusatzinformationen verwaltet der Client (thin client, remote presentation). Die Applikationslogik und die Daten verwaltet der Server.
Im Gegensatz dazu können verteilte Systeme jedoch auch als mehrschichtige Anwendungen strukturiert werden. Dadurch lässt sich eine bessere Skalierbarkeit der Server erreichen und web-basiertes Technologien können besser eingeschlossen werden. Microsoft BS Navision ist nach einer dreischichtigen Gliederung (three-tier-model) aufgebaut (vgl. Abbildung 2).
1 Abbildung 2: Systemarchitektur MBS Navision 4.0
2 weisen ERP-Systeme heute im Allgemeinen einen mehrstufigen Aufbau auf Nach GRONAU
(vgl. Abbildung 3). Die Benutzungsschicht stellt in der Regel grafische Oberflächen für verschiedene Endgeräte zur Verfügung und dient als primäre Benutzungsschnittstelle. Sowohl Navision als auch Business One verfügen auf der Benutzungsschicht über proprietäre Benutzerschnittstellen. Eine Verwendung von Webbrowsern oder anderen Endgeräten als Client ist nicht vorgesehen.
Die Kommunikation zwischen Client und Server geschieht in MBS Navision und in SAP Business One über Transaktionen. An der Bearbeitung einer Transaktion sind mindestens zwei Computerprozesse (Client und Server) beteiligt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen.
1 Microsoft Business Solutions Navision 2004: Technologie
2 Gronau, N.: Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management 2004, S. 8
Benutzungs-schicht Adaptions-schicht Applikations-schicht
Daten-haltungs-schicht
1 Abbildung 3: Allgemeiner Aufbau eines ERP-Systems nach Gronau
SAP Business One basiert auf einer zweischichtigen Windows 32-Bit Client-/ Server-Architektur und wird auf einem einzigen Server ausgeführt der sich in ein Windows-Netzwerk integrieren lässt (vgl. Abbildung 4). Der Zugriff wird über Wide Area Network (WAN), Terminal Services oder per DFÜ gewährleistet. SAP Business One enthält 2 . Sicherheits- und Backup-Optionen sowie Netzwerk-Zugriffsprotokolle
3 Abbildung 4: Client-Server Architektur SAP Business One
1 Gronau, N.: Enterprise Resource Planning und Supply Chain Management 2004, S. 8 2 Vgl. SAP AG: SAP Business One 2005, S. 9 3 SAP AG: SAP Business One 2005, S. 9
Arbeit zitieren:
Daniel Fürstenau, 2006, Systemarchitektur von Microsoft Business Solutions Navision / SAP Business One und Reengineering von Geschäftsprozessen bei der Wacker-Chemie AG, München, GRIN Verlag GmbH
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