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1. Einleitung 3
2. Medienerziehung und Mediendidaktik
2.1 Alte und Neue Medien 4 - 5
2.2 Medienkompetenz 6 - 7
2.3 Medienerziehung 8 - 12
2.4 Mediendidaktik 13 - 14
3. Das Medium Computer 15
3.1 Computer im Deutschunterricht der Grundschule 16 - 18
4. Software für die Grundschule
4.1 Kriterien für Lernsoftware 19 - 21
4.2 Vorstellung verschiedener Lernprogramme 22 - 24
5. Fazit 25
6. Literaturverzeichnis 26 - 27
2
1. Einleitung
Neue Medien und insbesondere Computer spielen außerschulisch bereits eine große Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Sie dienen zur Kommunikation, durch Emails oder Chat, zur Unterhaltung, durch Spiele oder verschiedene Internetangebote, aber auch zum Lernen. Die Lernmöglichkeiten mit dem Computer sind sehr vielfältig. Es gibt einfache Lern- sowie Textverarbeitungsprogramme wie zum Beispiel das Schreibprogramm Word, Lernsoftware für alle Fächer und alle Klassenstufen bis hinzu Musikprogrammen die dem Nutzer sogar das Komponieren von klassischen Stücken erlernen lassen.
Kinder sind beim entdecken solcher Programme viel vorbehaltsloser und neugieriger als Erwachsene. Sie schaffen es ganz schnell sich in der virtuellen Lernwelt zu Recht zu finden und entwickeln dabei unter anderem Medienkompetenz, die heute zu einen der wichtigsten Schlüsselqualifikationen zählt.
In dieser Hausarbeit beschäftige ich mit Medienerziehung und Mediendidaktik, die zur Medienkompetenz der Schüler führen soll und zeige die Nützlichkeit des Mediums Computer im Deutschunterricht, im Hinblick auf Textverarbeitung und Lernsoftware, auf. Danach stelle ich einige Lernprogramme für den Primarbereich vor.
Abschließen werde ich mit einem Fazit das meine persönliche Einstellung zu dieser Thematik wiedergibt.
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2. Medienerziehung und Mediendidaktik
2.1 Alte und Neue Medien
Im Entwurf des neuen Lehrplans für die Grundschule vom 04.11.2002 fordert das Landesinstitut für Schule „Kenntnisse über Medien“ 1 und widmet diesem Thema ein ganzes Kapitel. So sollen „die Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie traditionelle Medien gleichzeitig Hilfsmittel des Lernens und Gegenstand des Unterrichts sein.“ 2 Zudem soll das Unterrichtsfach Deutsch die Möglichkeiten „der Informationsbeschaffung, die die Medien bieten, nutzen.“ 3 Im Unterricht sollen Medien „zum Gegenstand des Gesprächs, des Nachdenkens und der Untersuchung werden.“ 4
Um den Begriff Medien zu differenzieren und zu klassifizieren, unterscheidet man zwischen Alten bzw. Traditionellen und Neuen Medien. Alte Medien sind Tafeln, Hefte, Schaubilder, Folien, Schallplatten, Tonkassetten, CDs, Filme, Videokassetten und besitzen „unterschiedliche Träger wie Papier, Karton, Kunststoff oder verschiedene Film-, Ton- sowie Videoformate.“ 5 Ein weiteres Merkmal ist die analoge Form der Medien, die eine Zusammenführung mit anderen Medien häufig unmöglich macht. 6 Unter neuen Medien versteht man „alle Formen der Wissensaufarbeitung oder der Informationsvermittlung, die in digitalisierter Form über Computer oder Internet erreichbar sind.“ 7
Des Weiteren gibt es fünf Merkmale neuer Medien, die folgende mediale Besonderheiten haben:
1 Bildungsserver NRW: Veröffentlichung im world - wide - web 2003. {http://www.learn-
line.nrw.de} gefunden am 18.09.03, S.3.
2 Ebd. S.6.
3 Ebd.
4 Ebd.
5 Bauer, W.: Multimedia in der Schule? In: Issing, L.J.; Klisma, P. (Hrsg.): Information und
Lernen mit Multimedia. Weinheim: Beltz 1997, S. 379.
6 Vgl. Ebd.
7 Aufenanger, S: Lernen mit neuen Medien - Was bringt es wirklich? Forschungsergebnisse
und Lernphiliosphien. In: Medien praktisch. Zeitschrift für Medienpädagogik 4 (1999), S.4-8.
4
• Ihre Inhalte sind in einem einzigen digitalisierten Kode gespeichert
• Ihre Inhalte können in weltweiten Netzwerken übertragen und abgerufen werden
• Die Neuen Technologien sind interaktiv: Der Benutzer kann mit ihnen einen Dialog führen
• Der Einsatz der Neuen Technologien unterliegt keiner zeitlichen und räumlichen Beschränkung
• Der Zugang und die Aufarbeitung von Wissen unterliegt bei der Nutzung Neuer Technologien keiner durch das Medium vorgegebenen Linearität. 8
Für die Schule bedeutet dies einerseits dass neue Medien hinzukommen, wie zum Beispiel der Computer, die Digitalkamera oder Lernprogramme. Andererseits ist nun die Möglichkeit gegeben bislang getrennte mediale Elemente zusammenzuführen. Bilder, Töne, Filmsequenzen, Grafiken und Texte sind nun gleichzeitig verfügbar. 9
Dem Lehrer und den Schülern ist es nun möglich einen selbstverfassten Text mit Bild und Ton zu kombinieren und somit besser zu veranschaulichen. Leider gibt es immer noch viele Probleme bei der Arbeit mit den neuen Medien, da viele Schulen nur mit einem Computer pro Klassenraum ausgestattet sind und teilweise einen oder gar keinen Internetanschluss haben. Viele Lehrer scheuen sich selbst davor die neuen Medien in ihrem Unterricht einzusetzen, da sie selber den Umgang mit ihnen nicht oder nur teilweise beherrschen. Um diese Entwicklung in Schulen zu fördern, hat das MINISTERIUM FÜR SCHULE UND WEITERBILDUNG, WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG DES LANDES NRW (MSWWF) im Jahr 2000 die Initiative Zukunft des Lehrens -Lernen für die Zukunft: Neue Medien in der Lehrerausbildung ins Lebengerufen, um „Anregungen und Anstöße zur Verankerung und Stärkung der Medienpädagogik in Schule und Lehrerausbildung“ 10 zugeben.
8 Vgl. Busse, Sascha: Neue Medien in der Schule. Widersprüche - Perspektiven -
Konsequenzen. Norderstedt: Books on Demand 2002, S. 15.
9 Vgl. Ebd. S.16.
10 Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes
Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Zukunft des Lehrens - Lernen für die Zukunft: Neue Medien in
der Lehrerausbildung. Rahmenkonzept. Frechen: 2000, S.10.
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2.2 Medienkompetenz
Neue Medien werden immer mehr zu selbstverständlichen Arbeitsmitteln von Kindern und Jugendlichen, so dass die Schule diese Entwicklung sich zu Nutze machen muss, wenn sie ihrer Aufgabe gerecht werden will, Kinder und Jugendliche auf das Leben in unserer sich immer schneller entwickelnden Informationsgesellschaft vorzubereiten. In diesen Zusammenhang hat sich die STÄNDIGE KONFERENZ DER KULTUSMINISTER DER LÄNDER IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (KMK) und die BUND-LÄNDER-KOMMISSION FÜR BILDUNGSPLANUNG UND FORSCHUNGSFÖRDERUNG (BLK) auf Beschlüsse geeinigt, die dabei helfen sollen, Medienkompetenz als grundlegende Schlüsselqualifikation zu betrachten und im Unterricht zu vermitteln.
Der Begriff der Medienkompetenz ist nicht eindeutig definiert. Einerseits wird er als Schlüsselqualifikation für die Zukunft und andererseits eher im Sinne eines Teils der Allgemeinbildung beschrieben. 11
Medienkompetenz als schulisches Bildungsziel umfasst generell und nicht nur in der Grundschule, das Vermögen zur:
• „Handhabung von Medien (z.B. von Geräten und Programmen)
• Auswahl und Verwendung von Medienangeboten (z.B. von Produkten, Instrumenten und Kommunikationsdiensten für unterschiedlichen Funktionen, etwas für Information und Lernen, Unterhaltung und Spie, Problemlösen und Kommunikation)
• Gestaltung und Verbreitung von Medienbeiträgen (z.B. von Zeitungen sowie Hör- und Videobeiträgen sowie Hypertexten)
• Verstehen und Bewerten von Medien (z.B. von Zeichensystemen, Darstellungsformen, Gestaltungsmerkmalen sowie funktionalen
Prinzipien medialer Präsentation und Verarbeitung)
11 Vgl. Busse, Sascha: Neue Medien in der Schule. Widersprüche - Perspektiven -
Konsequenzen. Norderstedt: Books on Demand 2002, S. 42.
6
• Erkennen und Einschätzen von Medieneinflüssen (z.B. von Einflüssen auf Gefühle, Vorstellungen, Verhaltensorientierungen, Wertorientierungen und soziale Zusammenhänge)
• Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung (z.B. von ökonomischen, rechtlichen, personalen und weiteren institutionellen sowie politischen und gesellschaftlichen Bedingungen, einmündend in die Wahrnehmung von Möglichkeiten der Einflussnahme und der Mitgestaltung von Medienkultur)“ 12
Aus dieser Definition ergeben sich folgende Teilaufgaben als relevant für die Grundschule:
• Reflektiertes Auswählen und Nutzen von Medienangeboten für Unterhaltung, Information, Lernen, Spielen
• Gestalten und Verbreiten von eigenen Fotos, Hörbeiträgen und Druckerzeugnissen sowie Gestaltungsansätze mit der Videokamera
• Verstehen und Bewerten von Darstellungsformen, Gestaltungstechniken und Gestaltungsabsichten
• Erkennen und Aufarbeiten von Medienbeeinflussten Gefühlen, Vorstellungen und Verhaltensorientierungen 13
Diese Definition macht deutlich, dass Medienerziehung und Mediendidaktik die Aufgabe haben Schülerinnen und Schüler „zu einem sachgerechten, Selbstbestimmten und sozial verantwortlichem Umgang mit den Medien zu befähigen.“ 14 Erst dann ist eine ausgeglichene Medienkompetenz erreicht, die jedoch eben nicht mit Medienerziehung oder Mediendidaktik zu verwechseln ist.
12 Tulodziecki, Gerhard; Six, Ulrike: Medienerziehung in der Grundschule. Grundlagen,
empirische Befunde und Empfehlungen zur Situation in Schule und Lehrerbildung. Opladen:
Leske + Budrich 2000, S. 21.
13 Vgl. Ebd. S.22.
14 Busse, Sascha: Neue Medien in der Schule. Widersprüche - Perspektiven - Konsequenzen.
Norderstedt: Books on Demand 2002, S. 36.
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Arbeit zitieren:
Katharina Wagemann, 2003, Computer und Lernprogramme in Deutschunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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