Gliederung: Entwicklung eines Lernprogramms
1. Einleitung / Ziele des Lernprogramms
2. Lerntheoretische Grundlagen des Lernprogramms
2. 1 Motivation
2. 2 Habituation
2. 3 Operante Konditionierung
2. 4 Verstärker / Verstärkerpläne
2. 5 Die sieben Regeln nach Skinner
3. Kreative Umsetzung des Lernprogramms
4. Zusammenfassung
5. Literaturangaben
2
1. Einleitung / Ziele des Lernprogramms:
In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die Erstellung eines Lernprogramms auf der Grundlage von Lerntheorien, mit dem sich Studenten effektiv auf die Klausur „ Lernen “ vorbereiten können. Das Ziel, sich auf die Klausur vorzubereiten, impliziert natürlich auch, dass der Student während der Benutzung des Programms dauerhaft motiviert sein muss, dieses Anliegen zu verfolgen, d. h. man muss die anfängliche Grundmotivation stabilisieren und weiter ausbauen. Um diese beiden Ziele letztendlich zu erreichen werden bei der kreativen Umsetzung des Lernprogramms lerntheoretische Grundlagen berücksichtigt. Hierzu gehören die Motivation, Habituation, Operante Konditionierung, Verstärkerpläne und die sieben Regeln nach Skinner zur Erstellung eines Lernprogramms.
2. Lerntheoretische Grundlagen des Lernprogramms:
2. 1 Motivation:
Laut Albert Bandura wird die Motivation ein bestimmtes Verhalten zu zeigen durch die folgenden drei Aspekte beeinflusst: den Kompetenzerwartungen, den Ergebniserwartungen und der Aussicht auf Selbstbekräftigung. Dabei versteht man unter der Kompetenzerwartung, wie die Person ihre Kompetenzen einschätzt, um eine bestimmte Handlung durchzuführen; fühlt sie sich ausreichend kompetent, so wird sie eher dazu motiviert das Verhalten zu zeigen. Desweiteren wird man motiviert, wenn man sich positive Konsequenzen verspricht bzw. etwas Negatives durch das Verhalten vermeiden kann. Dies bezeichnet man als Ergebniserwartung. Letztendlich geht es noch um die Aussicht auf Selbstbekräftigung: man zeigt das Verhalten, von dem man sich eine Selbstbelohnung verspricht. Hierunter versteht man die Zufriedenheit mit sich selbst (Bandura, zitiert nach Hobmair, 2002). In der Psychologie wird Motivation laut Taylor et al. (1982) durch einen Prozess bzw. eine Serie von Prozessen charakterisiert, die eine zielgerichtete Verhaltenssequenz starten, steuern, aufrechterhalten und beenden (Taylor et al., zitiert nach Eysenck, 2004). Man unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation: intrinsisch bezeichnet man alle Aktivitäten, die aus innerem Antrieb erfolgen, d. h. die Handlung ist Belohnung genug (z. B. Neugier / Spaß / Interesse). Bei der extrinsischen Motivation sind an die Ausführung der Handlung äußerliche
3
Belohnungen (z. B. Lob / gute Noten) geknüpft bzw. an die Nicht - Ausführung Bestrafungen (z. B. schlechte Noten / keine Kreditpunkte) (Fröhlich, 2005). Nach D. R. Spitzer’ s Super - Motivation - Ansatz des Lernens kann jede Aktivität hoch motivierend sein, wenn sie innerhalb eines motivierenden Kontexts abläuft. Spitzer benennt insgesamt die folgenden zehn Merkmale, um eine Situation motivierend zu gestalten: Aktion, Spaß, Abwechslung, Auswahl, Interaktion, Fehlertoleranz, Erfolgsmessung (Rückmeldung für Anstrengung), Rückmeldung, Herausforderung, Anerkennung (Spitzer, zitiert nach Stangl, 2005). Beachtet man diese sogenannten Motivatoren bei der Gestaltung eines Lernprogramms, so kann sich also durchaus Zufriedenheit im Umgang mit diesem einstellen.
2. 2 Habituation:
Unter Habituation versteht man die Abnahme der Reaktionsstärke auf einen Stimulus, der wiederholt dargeboten wird. Verantwortlich für diesen Effekt sind Veränderungen im Nervensystem, d. h. die Verknappung der Ca 2+ - Ionen innerhalb der Präsynapsen bei der Kurzzeithabituation bzw. die teilweise Rückbildung der Verbindungen zwischen sensorischen und motorischen Neuronen bei der Langzeithabituation, die die Weiterleitung der sensorischen neuralen Impulse zu den Motorneuronen blockieren (Vorlesungsbeilage Nr. 3).
2. 3 Operante Konditionierung:
Die Ursprünge der operanten Konditionierung finden sich bei den Untersuchungen von Thorndike und Skinner ab 1889: während Thorndike Katzen in sogenannte Puzzle - Boxen setzte, denen diese entkommen mussten, um außerhalb der Box platziertes Futter zu erhalten, arbeitete Skinner mit der Skinner - Box. In dieser Kammer befindet sich u. a. ein Hebel, der, wenn das Versuchstier ihn drückt, die Darbietung von Futter auslöst. Anfänglich drückt z. B. eine Ratte diesen Hebel eher zufällig und wird auch dann mit Futter belohnt, doch nach einigen Wiederholungen führt diese Futter - Verstärkung zu einem häufigeren Hebel - Drücken, d. h. die Verhaltenswahrscheinlichkeit ist angestiegen. Generell versteht man also unter der operanten Konditionierung das Lernen durch Belohnung bzw. Verstärkung, die auf eine Reiz - Reaktionsabfolge folgt, d. h. Verstärkung kann zu einer höheren Auftretenswahrscheinlichkeit des gewünschten Verhaltens führen (bzw. Bestrafung
4
Arbeit zitieren:
Rebecca Hörnemann, 2006, Entwicklung eines Lernprogramms, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zusammenfassende Darstellung d...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Referat (Ausarbeitung), 16 Seiten
Mathematik ist gar nicht mein Problem oder: Der Teufelskreis Prüfungsa...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 13 Seiten
Motivation und emotionale Faktoren
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Ausarbeitung, 29 Seiten
Die unterschiedlichen Ausdrucksformen der Intelligenz
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Vordiplomarbeit, 31 Seiten
Schulische und Außerschulische Begabtenförderung in Deutschland
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 13 Seiten
Eine Untersuchung von Einflussgrößen der Lernmotivation anhand von vie...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 30 Seiten
Schulangst, Prüfungsängstlichkeit, Leistungsängstlichkeit
Formen von Angst und Maßnahmen...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 17 Seiten
Einführung in die Lernpsychologie
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
„Was das Hänschen nicht lernt..."
Effektives Lernen - ein Leben ...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 20 Seiten
Lernschwierigkeiten bei 10-15-Jährigen
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Diplomarbeit, 207 Seiten
Lernen lernen - für alle Altersstufen und Situationen
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Fachbuch, 66 Seiten
Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität
Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Hausarbeit, 24 Seiten
Wie viel Schlaf brauchen Schül...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Forschungsarbeit, 24 Seiten
Kritische Analyse der Konzeptionen von Nachhilfeinstituten
Wissenschaftlicher Aufsatz, 21 Seiten
Lernmotivation und das Problem der Erlernten Hilflosigkeit
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 14 Seiten
Nachhilfeunterricht bei Lernschwierigkeiten
Wissenschaftlicher Aufsatz, 22 Seiten
Lernprozesse aus dem Blickwinkel der Lernpsychologie
Theorie und Anwendungshinweise
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 23 Seiten
Wie hängen Lehrerpersönlichkeit und Schülereinstellungen miteinander z...
Eine empirische Untersuchung z...
Psychologie - Sozialpsychologie
Examensarbeit, 136 Seiten
Schulisch "gemachtes" Schulversagen, die normal begabten Sch...
Psychologie - Lernpsychologie, Intelligenzforschung
Seminararbeit, 22 Seiten
Rebecca Hörnemann hat den Text Entwicklung eines Lernprogramms veröffentlicht
Rebecca Hörnemann hat einen neuen Text hochgeladen
Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Fokus: Lebenslang...
Ergebnisse des F+E-Vorhabens "...
Thomas Lucker, Oskar Kölsch
Naturschutz und Bildung für nachhaltige Entwicklung - Fokus: Globales ...
Ergebnisse des F+E-Vorhabens ...
Thomas Lucker, Oskar Kölsch
Konzeption und Entwicklung interaktiver Lernprogramme
Kompendium und multimedialer W...
Macromedia GmbH - Akademie für Neue Medien
Zappelphilipp und Störenfrieda lernen anders
Wie Eltern ihren hyperaktiven ...
Jeffrey Freed, Laurie Parsons, Susi Nohl-Herrmann
Lernen und Entwicklung in Organisationen / Learning and Development in...
Philip Herdina, Andreas Oberprantacher, Josef Zelger
0 Kommentare