Inhaltsverzeichnis
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1 Einführung 3
2 Lernziele 4
2.1 Individuelle Ziele 4
2.2 Gruppenziele 4
3 Bezug zum Bremer Rahmenplan Ästhetik 5
4 Die vorgestellten Disziplinen 6
4.1 Jonglage 6
4.1.1 Lernziele 7
4.1.2 Bezug zum Bremer Rahmenplan Ästhetik 7
4.2 Akrobatik 8
4.2.1 Inhalte der Akrobatik/ Lernziele 8
4.2.1.1 Gleichgewichtsfähigkeit 9
4.2.1.2 Kraft 10
4.2.1.3 Beweglichkeit 11
4.2.1.4 Körpergefühl 11
4.2.1.5 Haltung 12
4.2.1.6 Körperspannung 12
4.2.1.7 Vertrauen 12
4.2.2 Bezug zum Bremer Rahmenplan Ästhetik 13
4.3 Die wilden Tiere in der Manege 14
4.3.1 Lernziele 14
4.3.2 Bezug zum Bremer Rahmenplan 15
5 Die vorbereitete Stunde 15
5.1 Stundenraster 15
5.2 Ausführlicher Ablauf 16
6 Quellenangabe 23
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1. Einführung
Ein Zirkusprojekt ist für Kinder ein spannendes Ereignis, da es viele Künste miteinander vereint, die für ein Endprodukt zusammenspielen. Zirkus hat etwas Magisches an sich, etwas, dass Neugier wecken und Staunen hervorrufen kann.
Mit vielen einfachen und schwierigeren Übungen kann man in der Schule eine Art Gesamtkunstwerk schaffen, welches in einer Aufführung vor den Eltern und der Schule seinen Höhepunkt findet.
Hier ist Zusammenarbeit der verschiedensten Disziplinen gefragt: Die Manege muss gestaltet werden, Musik muss erprobt oder gesucht werden, Kunststücke müssen eingeübt, Choreographien ausgedacht und Kostüme geschneidert werden. Darüber hinaus erfodert es eine Vielzahl an Helfern hinter der Bühne, die die Planung einhalten, den Vorhang bedienen, die Hintergrundmusik sicher stellen (Ob sie nun selbst hergestellt wird oder vom Band läuft) und den Akteuren ihr Zeichen zum Auftritt geben.
Im Zirkus werden sämtliche Fachbereiche des Lernbereichs Ästhetik in einem großen Projekt vereint, welches ein festes Ziel als Motivation hat: Die Vorführung. Hier wird jedes Kind angesprochen, denn es werden die unterschiedlichsten Fertigkeiten gefordert und gefördert. In einem Zirkusprojekt kann sich jeder wiederfinden, etwas Bekanntes vertiefen oder etwas Neues lernen. Schüchterne Kinder müssen nicht vorführen, sie können hinter der Bühne wertvolle Arbeit leisten. Mutigere Kinder hingegen können in der Manege zeigen, was sie gelernt und geübt haben. Und doch sollte das Projekt so angelegt sein, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, auch die Inhaltsbereiche des Zirkusses in der Manege kennenzulernen. Vielleicht kommen hier Vorlieben zu Tage, die dem Schüler selbst noch nicht bewusst waren.
Als großes Projekt passt Zirkus also hervorragend in das Konzept des Lernbereichs Ästhetik: Die Verbindung verschiedener Künste, die Ausbildung fächerübergreifender und fachinterner Qualitäten und die ästhetische Sensibilisierung in verschiedenen Sinnesbereichen machen es zu einem wertvollen Instrument, das sinnvoll mit Inhalt gefüllt auf ein Endprodukt ausgerichtet ist statt losgelöst von eigentlicher Bedeutung Kulturtechniken vermittelt.
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2. Lernziele
Ein Zirkusprojekt beinhaltet Lernziele verschiedener Art. Die fachinternen Lernziele der einzelnen, im Praxisbeispiel vorgestellten Diszlipinen werden in den Beschreibungen derselben erläutert. Hier werden die fächerübergreifenden Lernziele ausgeführt.
2.1 Individuelle Ziele
Für den einzelnen Schüler eröffnen sich folgende Lernchancen:
● Die Hinarbeit auf ein Ziel als Motivation
● Mögliche Steigerung des Selbstbewusstseins durch Lernen neuer Fertigkeiten und das
Vorführen des eigenen Könnens
● Die eigenen Grenzen erfahren und über sich selbst hinauswachsen
● Fortschritte erkennen und Freude am eigenen Können entwickeln
● Fertigkeiten lernen, die andere nicht können
● Sich überwinden, etwas wagen (in vielerlei Hinsicht, sowohl körperlich als auch psychisch)
● Die eigenen Grenzen erfahren und über sich selbst hinauswachsen
2.2 Gruppenziele
Für die gesamte Gruppe bieten sich folgende Lernchancen:
● Ein gemeinsames Ziel verfolgen, das Produkt als gemeinschaftlichen Erfolg verstehen
● Die Arbeit der anderen respektieren
● Aufeinander Rücksicht nehmen in den Trainingsphasen
● Mitplanung und Mitgestaltung einer Zirkusaufführung
● Interesse haben und teilhaben an den Fortschritten der Mitschüler
● Entwicklung des Bedürfnisses, den Mitschülern neue "Kunststücke" vorzustellen, sowie
einem Publikum das Gelernte zu präsentieren 1
1 Vgl. http://www.learn-line.nrw.de/angebote/zirkus/html/erfahrung.html
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3. Bezug zum Bremer Rahmenplan Ästhetik
Der Rahmenplan Ästhetik sieht vor, dass durch den Lernbereich Ästhetik den „Blick zu schärfen für gemeinsame Interessen und Verbindungen“ zwischen den einzelnen Fächern Kunst, Musik, Sport, „zB in übergreifenden längerfristigen Projekten. Das Miteinander mehrerer Disziplinen scahfft eine Balance, ermöglicht vielseitigere Erfahrungen und damit ein Verstehen von komplexen Zusammenhängen, wie sie Kinder in ihrem Altag erleben“ 2 . In einem Zirkusprojekt wird genau das ermöglicht, was der Rahmenplan fordert: Die Kinder werden in verschiedenen Einzeldiszilpinen unterrichtet, erarbeiten sich diese zum Teil auch selber, und schaffen gemeinsam ein Gesamtprojekt, in dem alle Bereiche der Fächer des Lernbereiches Ästhetik (Kunst, Musik, Sport) erfasst werden, und durch weitere wichtige Bereiche wie Textiles Gestalten, technisches Werken, Tanz und darstellendes Spiel erweitert werden können.
Hier wird die Fähigkeit des Aufführens, des Erarbeitens grundlegender Techniken, der Planung, der Gestaltung und der Zusammenarbeit gefragt. All diese Bereiche vermischen sich schließlich in einer großen Aufführung, einem Endprodukt eines Projektes, das diese Bedingungen an den Lernbereich Ästhetik erfüllt.
Im Rahmenplan Ästhetik für die Grundschule Bremen sind unter anderem folgende fächerübergreifenden Lernziele festgehalten: ● Fähigkeit zum Improvisieren, zum spontanen Spiel
● Fähigkeit zu ästhetischer Sensibilität im Sinne der Differenzierung und Intensivierung des Wahrnehmungsvermögens
● Fähigkeit zur Kommunikation über verschiedene Arten von Zeichen 3 Die Fähigkeit zum Improvisieren kann in Bereichen des darstellenden Spiels (Tiershows, Clowneinlagen), aber auch in den akrobatischen Bereichen eines Zirkusprojektes gefördert werden. In jeder Showeinlage müssen die Schüler, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, auf das Publikum eingehen und daher die Fähigkeit zum Improvisieren ausbilden. In den akrobatischen Bereichen (Akrobatik, Jonglage, etc) muss auch mal damit gerechnet werden, dass etwas in der Vorführung nicht wie geplant klappt. Hier müssen die Schüler lernen, mit einem Missgeschick umzugehen und durch Improvisation die Situation zu retten.
2 Vgl. Ästhetik Rahmenplan für die Primarstufe, Hrsg. Senator für Bildung und Wissenschaft Bremen, 2001, S. 4
3 Vgl. Ästhetik Rahmenplan für die Primarstufe, Hrsg. Senator für Bildung und Wissenschaft Bremen, 2001, S. 4
5
In den verschiedenen Bereichen der Zirkuskünste sind differenzierte Wahrnehmungsfähigkeiten gefragt. In der Jonglage müssen das Zusammenspiel der Auge Hand Koordination trainiert werden, in der Akrobatik muss der eigene Körper sowie der Körper der Partner wahrgenommen werden und in den Bereichen des darstellenden Spiels muss die eigene Persönlichkeit eine Verwandlung in ein anderes Wesen durchlaufen. In jedem Bereich wird also eine differenzierte Wahrnehmung verlangt, in dem die Schüler herausfinden müssen, welche Bereiche ihrer Wahrnehmung sie stärker benötigen, welche sie intensivieren müssen und welche sie nicht so dringend brauchen, also im Verlgeich zu anderen Wahrnehmunsbereichen vernachlässigen können.
In der Gruppenarbeit muss gelernt werden, über verschiedene Art und Weisen zu kommunizieren. Bei einer Gruppenjonglage können sich die Teilnehmer über den Augenkontakt verständigen, bei der Akrobatik müssen sie durch Körperspannung und Berührungen mit dem Partner kommunizieren, um sich zu verständigen, wann die Pyramide auf- und abgebaut wird. Auf die einzelnen Fachbereiche wird in den Beschreibungen der einzelnen Praxisteile eingegangen.
4. Die vorgestellten Disziplinen
Für die vorbereitete Stunde haben wir uns drei Zirkusdisziplinen ausgesucht, die wir im folgenden Text vorstellen wollen. Für die Auswahl der Disziplinen legten wir die Kriterien zu Grunde, dass sie in kurzer Zeit soweit zum Teil erlernbar sein müssen, dass eine Ergebnis präsentiert werden kann, und dass sie sich voneinander stark unterscheiden. Daher haben wir eine Disziplin aus dem Bereich „Geschicklichkeit“ (Jonglage), eine aus dem Bereich „Gleichgewicht“ (Akrobatik) und eine aus dem Bereich „Darstellendes Spiel“ (Tiershow) gewählt.
4.1 Jonglage
Mit dem Ablauf unseres Lehrversuchs wollen wir den Kursteilnehmern einen Einblick in das große Feld der Jonglage geben. Sie sollen Spaß am erlernen einer Bewegungskunst haben und dadurch animiert werden.
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Arbeit zitieren:
Kathrin Wüstner, J. Campe, A. Weber, N. Krause, F. Surrey, 2006, Zirkus in der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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