1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Gang der Untersuchung 1
2 Begriffliche Grundlagen 2
2.1 Erklärung des Begriffs „Outsourcing“ 2
2.2 Formen des Outsourcings 3
3 Wirtschaftliche Gründe für das Outsourcing 4
3.1 Kostenreduktion 4
3.2 Qualitätsverbesserung des Produktportfolios 5
4 Rechtliche Aspekte des Outsourcings 6
4.1 Vertragliche Regelungen des Outsourcings 6
4.2 Rechtliche Folgen des Outsourcings aufgrund des § 613a BGB 7
4.3 Voraussetzungen für den Anwendungsbereich des § 613a BGB 7
4.4 Rechtliche Folgen des §613a BGB 8
4.5 Kündigungen aufgrund des Erwerberkonzepts 9
5 Beispiele von Outsourcingprozessen 10
5.1 Outsourcing im Kreiskrankenhaus Pfaffenhofen a.d. Ilm 10
5.2 Outsourcing im Universitätsklinikum Gießen- Marburg 11
6 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick 12
7 Anhang 14
8 Literaturverzeichnis 17
- 1 - 1.Einleitung
1.1 Problemstellung & Zielsetzung
Die Verlagerung von Geschäftsprozessen aus dem innerbetrieblichen Ablauf eines Unternehmens nach Außen, in der Regel auf unabhängige Dritte, gewinnt in der Wirtschaft den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Bedingt durch eine beabsichtigte Konzentration des Unternehmens auf die jeweiligen Kerngeschäfte und eine anhaltende Notwendigkeit der Kostenreduzierung, findet die Auslagerung der Geschäftsprozesse aus dem Unternehmen, die mit dem Oberbegriff des Outsourcings umschrieben wird, heute nicht nur in großen Unternehmen und Konzern statt, sondern hält auch schon in kleinen und mittelständischen Unternehmen verstärkt Einzug. Der Trend zum Outsourcing hält aktuell unvermindert an. Diese Seminararbeit soll auch deshalb einen Beitrag zum wirtschaftlichen und rechtlichen Verständnis des Outsourcings leisten. In ihr werden die Vor- und Nachteile des Outsourcings aufgezeigt und die rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte dieser Unternehmensentscheidung erläutert. Der Darstellung der Chancen und Risiken eines Outsourcings folgen Ansätze, mit welchen die Probleme gelöst und Fragen beantwortet werden können.
Die damit ausgearbeiteten Aspekte sollen den outsourcenden Arbeitgebern und den Unternehmensverantwortlichen ein Hilfsmittel für ihre Outsourcing- Entscheidung im eigenen Unternehmen sein.
1.2 Gang der Untersuchung
Die nachfolgende Untersuchung setzt sich mit den drei Schwerpunkten des Outsourcings auseinander und zeigt zum Abschluss der Untersuchung das Beispiel einer typischen Outsourcingsmaßnahme. Inhaltliche Schwerpunkte der Untersuchung sind
• Formen des Outsourcings • Wirtschaftliche Gründe für ein Outsourcing • Rechtliche Aspekte.
- 2 -Es gibt verschiedene Formen von Outsourcing, die auch unterschiedliche rechtliche Folgen für den Outsourcingnehmer und -geber auslösen können. Da die Outsourcingvertragspartner betreffend der künftigen, vertraglichen Zusammenarbeit voneinander abweichende Vorstellungen haben können, sollen mit der Darstellung der unterschiedlichen Möglichkeiten der Form eines Outsourcings entsprechende Hilfestellung gegeben werden.
Um den populär gewordenen „Ausgliederungstrend“ nachvollziehen zu können, ist es notwendig, die unternehmerisch wirtschaftlichen Gründe für ein Outsourcing darzustellen. Mit dieser Darstellung soll es dem Unternehmer gelingen über die Wirtschaftlichkeit seines beabsichtigten Outsourcingvorhabens zu entscheiden. Da eine Ausgliederung sowohl rechtliche Vorarbeit des Unternehmens voraussetzt, als auch rechtliche Konsequenzen auslöst, werden die rechtlichen Folgen und Voraussetzungen beleuchtet und dargestellt. Es soll ein realistisches Bild über die rechtlichen Grundlagen und entstehenden Probleme vermittelt, sowie Lösungsansätze aufgezeigt werden.
An einem typischen Outsourcingbeispiel wird explizit dargestellt, in welchen Bereichen einer unternehmerischen Organisation ein Outsourcing wirtschaftlich sinnvoll ist. Es soll sowohl beleuchtet werden, in welchen Bereichen Vorteile für das Unternehmen zu verzeichnen sind, als auch wo Nachteile und Risiken entstehen können. Abschließend sollen die vorangegangen Aspekte kritisch reflektiert werden und ein Ausblick auf vermutliche zukünftige unternehmerische Entscheidungen vermittelt werden. 2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Erklärung des Begriffs „Outsourcing“
Das Wort „Outsourcing“ setzt sich aus den englischen Worten outside, resource und using zusammen. Darunter versteht man, Ressourcen in die Verantwortung Dritter zu übergeben, um Unternehmensstrukturen, Funktionen und Prozesse wirtschaftlich zu
- 3 -optimieren. 1 Diese Optimierung findet statt, wenn bisherige Unternehmensaufgaben und Unternehmensstrukturen aus einem Unternehmen ausgelagert und auf einen externen Anbieter, dem Outsourcingnehmer, übertragen werden. Es kann sich hierbei um die Ausgliederung mehrerer, einer oder nur Teile von Unternehmensfunktionen handeln,
die auf den Auftragnehmer übertragen werden. 2
Bevor das Unternehmen sich für Outsourcing entscheidet, beschäftigt es sich mit der Frage „Make or Buy“. Ziel eines guten Managements ist, die besten verfügbaren Kräfte für die bevorstehenden Aufgaben zu sammeln. Diese können auch außerhalb des betreffenden Unternehmens zu finden sein. Ist ein solcher Fall gegeben, liegen die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Ausgliederung Arbeitsleistung aus dem Unternehmen zunächst vor.
Für die Ausgliederung der Leistung aus dem eigenen Unternehmen gibt es mehrere Formen des Outsourcings, zwischen denen das Unternehmen je nach seinen betriebswirtschaftlichen Zielen wählen kann. Je nach Vertragsgestaltung kann der Outsourcingnehmer neben der Übernahme einzelner Dienstleistungen oder Produktionsmaßnahmen auch gesamte Verantwortungsbereiche, wie z.B. Verantwortung über den Einkauf von Produkten oder die Einteilung des Personals übernehmen.
2.2 Formen des Outsourcings
Das externe Outsourcing findet durch einen rechtsgeschäftlichen Betriebsübergang oder durch eine umwandlungsrechtliche Gesamtrechtsnachfolge durch Rechtsträgerspaltung statt. Dabei gehen Betriebsmittel wie Maschinen und Gebäude des auslagernden Unternehmens durch ein Rechtsgeschäft wie Verkauf oder Verpachtung auf einen externen Anbieter über. Bei der Übertragung handelt es sich um Funktionsbereiche, die
funktionell und organisatorisch abgrenzbar sind. 3 Der Auftragnehmer übernimmt dabei die unternehmerische Verantwortung für die ausgelagerten Dienstleistungs- oder
Produktionsaufgaben. 4 Somit entscheidet der Auftragnehmer beispielsweise selbst über den Einsatz von Personal oder den Einkauf von Rohstoffen.
1 Düwell (2001), S.292
2 Böckenhoff; Dransfeld; Hailer; Jeschke (2002), S. 22
3 Düwell (2001), S.292
4 Stück (2004), S. 10
- 4 -Beim internen Outsourcing werden Dienstleistungs- oder Produktionsaufgaben nicht an ein fremdes Drittunternehmen, sondern innerhalb eines Konzerns übertragen. Ein Beispiel hierfür wäre die Übertragung von Aufgaben eines Konzerns auf eine
Tochtergesellschaft. 5 Ein Vorteil des internen Outsourcings liegt darin, dass Arbeitnehmer, die im outsourcenden Betrieb keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten mehr finden, innerhalb des Konzerns versetzt werden können. Beim Inhouse Outsourcing werden Dienstleistungs- oder Produktionsaufgaben innerhalb des outsourcenden Unternehmens von einem externen Drittanbieter erbracht. Die Vorteile sind in diesem Fall darin zu sehen, dass der Dienstanbieter Leistungen ohne räumliche Trennung vom auslagernden Unternehmen erbringen kann und der
betriebliche Zusammenhang erhalten bleibt. 6
Beim befristeten Outsourcing kann die Leistungserbringung durch einen Drittanbieter vertraglich vereinbart und befristet werden. Die Leistungserbringung erfolgt oftmals
innerhalb des eigenen Betriebs, wie z.B. bei Dienstleistungen wie Gebäudereinigungen. 7
3. Wirtschaftliche Gründe für das Outsourcing
Das Ziel eines Unternehmens ist die Gewinnmaximierung. Kann ein Unternehmen seinen Gewinn durch Outsourcingprozesse erhöhen, ist die Entscheidung für das Outsourcing oftmals sinnvoll.
Die Gewinnmaximierung kann durch mehrere Faktoren erreicht werden.
3.1 Kostenreduktion
Sind die Gesamtkosten des Fremdbezugs niedriger als die Kosten für die Eigenerstellung, kann ein Unternehmen seinen Gewinn weiter maximieren. Dieser Kostenvorteil wird oftmals dann sichtbar, wenn ein Unternehmen nur eine geringe Bedarfsmenge des benötigten Produkts braucht, da es sich für ein Unternehmen nicht immer wirtschaftlich ist für eine geringe Stückzahl eines Produktes Maschine,
5 Stück (2004), S. 10; Riedl; Kepler (2003), Heft 18
6 Stück (2004), S. 10
7 Düwell (2001), S.292
Arbeit zitieren:
Tobias Gnatzy, 2005, Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Outsourcing, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Darstellung, Bewertung und Analyse von Basket Credit Default Swaps
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Optimierung von Vertragsregelungen im Facility Management
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Bachelorarbeit, 55 Seiten
Sozioökonomische Folgen der Abrüstung in Deutschland und der Schweiz
Politik - Internationale Politik - Region: Westeuropa
Seminararbeit, 25 Seiten
Kritische Analyse der internationalen Finanzmarktkrise 2007 / 2008
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Bachelorarbeit, 98 Seiten
Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcing von Krankenhausleistungen
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Seminararbeit, 28 Seiten
Der Outsourcing Prozess und seine Entscheidungs- und Anwendungsmöglich...
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Durchführung der Transportoptimierung nach verschiedenen Verfahren
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Hausarbeit, 33 Seiten
Die wichtigsten Rechtsformen und Erfolgsfaktoren ausländischer Investi...
Studienarbeit, 12 Seiten
Die Mitarbeiterentsendung ins Ausland - Steuer- und sozialversicherung...
Diplomarbeit, 73 Seiten
Horizontale Kooperationen - Chancen und Risiken
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Seminararbeit, 26 Seiten
Die Bedeutung der Losgröße in der betrieblichen Produktion
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Referat (Ausarbeitung), 26 Seiten
Credit Default Swaps in der Finanzkrise
Eine Untersuchung der Entwickl...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 76 Seiten
Tobias Gnatzy hat den Text Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Outsourcing veröffentlicht
Tobias Gnatzy hat einen neuen Text hochgeladen
Rechtliche Aspekte der geldpolitischen Instrumente des Europäischen Sy...
Tatjana Tschekuschina
Rechtliche Aspekte der Blutstammzellspende
Die strafrechtliche Bewertung ...
Stephanie Pommer, Tade Matthias Spranger, Hans-Georg Dederer, Matthias Herdegen, Ralf Müller-Terpitz
Rechtliche Aspekte der Digitalisierung und Kommerzialisierung musealer...
Unter besonderer Berücksichtig...
Katharina Garbers-von Boehm
Aufbau und Ablauf einer IT-Integration unter Berücksichtigung spezifis...
Phasenmodell und Vorgehenskonz...
Jana Maria Guggenberger
Unternehmenskommunikation - die rechtlichen Aspekte
Kompendium für Juristen, Unter...
Peter Nobel
0 Kommentare