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Extensionsexperiment zum Negativen Transfer: Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten nach Luchins (1942)

Titel: Extensionsexperiment zum Negativen Transfer: Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten nach Luchins (1942)

Wissenschaftliche Studie , 1999 , 29 Seiten , Note: 2

Autor:in: Ariane Struck (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zusammenfassung

Nicht nur mangelnde Intelligenz verhindert einen richtigen Lösungsweg, sondern Effekte vor der Aufgabenlösung können ein unvoreingenommenes Wahrnehmen der Folgeaufgaben verhindern. Nach Luchins (1942) sollten Versuchspersonen, zufällig der Kontrollgruppe bzw. Experimentalgruppen zugeteilt, mit fiktiven Wasserkrügen bestimmte Mengen, zwecks Erlernen eines bestimmten Lösungswegs, abmessen. Experimentalgruppe 1 sollte einen komplizierten (Krug B - Krug A - 2x Krug C) und Experimentalgruppe 2 einen insgesamt komplizierten (Krug B - Krug A - 2x Krug C und Krug B - Krug A - 3x Krug C) Lösungsweg erlernen. Letzteres soll zu einer stärkeren Fixierung auf den komplizierten Lösungsweg führen. Hat sich der komplizierte Lösungsweg als erfolgreich erwiesen, ist die Wahrscheinlichkeit einen leichten Lösungsweg zu finden reduziert. Wenn sich der komplizierte Lösungsweg bewährt, folgt, daß der leichte Lösungsweg erschwert bzw. gar nicht gefunden wird. Die Ergebnisse bestätigten die Hypothesen nur teilweise.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Problemstellung

3. Methode

3.1 Versuchspersonen

3.2 Versuchsmaterial

3.3 Versuchsdurchführung

3.4 Versuchsplan

4. Ergebnisse

5. Diskussion

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des negativen Transfers durch Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten, basierend auf dem klassischen Experiment von Luchins (1942). Ziel ist es zu analysieren, ob durch das Erlernen komplizierter Lösungsschemata eine mechanisierte Denkweise entsteht, die das Finden einfacherer Lösungen bei Folgeaufgaben verhindert.

  • Analyse von Einstellungseffekten und kognitiver Rigidität
  • Einfluss von Einstellungsinduktion auf die Flexibilität der Problemlösung
  • Untersuchung von Löschungseffekten (Set-Breaker) bei Aufgabenlösungen
  • Vergleich zwischen experimentellen Gruppen und einer Kontrollgruppe

Auszug aus dem Buch

Problemstellung

"Heinz!", ermahnt der Lehrer den an der Tafel stehenden Schüler, "warum siehst Du die einfache Lösung dieser Aufgabe nicht?".

Ist Heinz zu dumm oder hat er nur ein festgefahrenes Lösungsschema im Kopf? Nicht immer ist es mangelnde Intelligenz, die es erschwert, den richtigen Lösungsweg zu finden, sondern hierfür können Vorgänge vor dem Lösungsversuch, wie der Einstellungseffekt verantwortlich sein. Der Einstellungseffekt (set effect) wurde folgendermaßen definiert: "Die Beeinträchtigung der Problemlösung infolge früherer Erfahrungen mit der Lösung der selben Art von Problemen; insbesondere wird ein Lösungsweg beibehalten, der sich bei früheren Problemen bewährt hat, obwohl eine einfachere Lösung möglich wäre" (Anderson, 1996).

Vielfach beobachtet man bei anderen Menschen oder auch bei sich selbst, daß man bei einem Problem nicht weiterkommt und immer wieder erfolglos Ansätze versucht.

Eine Einstellung ist einem nicht immer mitgegeben, sondern sie kann auch leicht entwickelt werden. Hat man eine Reihe ähnlich strukturierter Aufgaben mehrmals nacheinander durch Anwendung derselben Lösungsregel mit Erfolg bearbeitet, läuft man Gefahr, eine neue Aufgabe in der selben Weise aufzufassen wie die vorangegangenen und den bewährten Lösungsweg einzuschlagen. Bei der Lösung der ersten Aufgabe wird eine Einstellung entwickelt, die einen daran hindert, die Folgeaufgaben unvoreingenommen zu bearbeiten. Die Fixierung auf einen Lösungsweg bezeichnet man als ein "starres Festhalten" an einer Einstellung oder auch als "Rigidität".

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die zentrale Hypothese und die Ergebnisse der Untersuchung bezüglich des negativen Transfers.

Problemstellung: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Einstellungseffekts und wie frühere Erfahrungen die Problemlösung blockieren können.

Methode: Beschreibt den Versuchsaufbau, die Auswahl der Probanden, die verwendeten Materialien (Umfüllaufgaben) und den Ablauf des Experiments.

Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten zur Häufigkeit der einfachen versus komplizierten Lösungen in den drei Versuchsgruppen.

Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen und diskutiert die Auswirkungen von Mechanisierung des Denkens auf das Lernverhalten.

Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Negativer Transfer, Einstellungseffekt, Problemlösungsverhalten, kognitive Rigidität, Umfüllaufgaben, Mechanisierung des Denkens, Set-Effekt, Lernpsychologie, Lösungsstrategien, Experiment, Kognitive Psychologie, Transferwirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das wiederholte Anwenden eines komplexen Lösungsschemas dazu führt, dass Menschen bei neuen Aufgaben unflexibel werden und einfachere Lösungen übersehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die kognitive Psychologie, insbesondere die Bereiche Lernen, Problemlösen, Transferleistungen sowie die Entstehung von starren Denkmustern (Einstellungseffekte).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Replikation des Experiments von Luchins (1942), um nachzuweisen, dass durch gezielte Einstellungsinduktion eine mechanisierte Vorgehensweise erzwungen werden kann, die den negativen Transfer bei Folgeaufgaben begünstigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein experimentelles Design, bei dem Probanden in Kontroll- und Experimentalgruppen eingeteilt wurden und unter kontrollierten Bedingungen (Umfüllaufgaben) ihre Problemlösungsstrategien protokolliert haben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die detaillierte Darstellung der durchgeführten 15 Aufgaben und die quantitative Auswertung der Lösungswege der Probanden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie negativer Transfer, Einstellungseffekt, Rigidität und Problemlösungsverhalten charakterisiert.

Welche Rolle spielt Aufgabe 13 im Experiment?

Aufgabe 13 fungiert als „Set-Breaker“. Ihr Zweck ist es zu prüfen, ob die zuvor erzeugte mechanisierte Einstellung durch eine spezifische, nur einfach lösbare Aufgabe gelöscht oder zumindest so weit abgeschwächt werden kann, dass bei den Aufgaben 14 und 15 wieder flexibler gedacht wird.

Warum zeigten die Ergebnisse keinen großen Unterschied zwischen den Experimentalgruppen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es für die Fixierung auf ein kompliziertes Schema zweitrangig ist, ob nur ein oder insgesamt mehrere komplizierte Schemata induziert wurden; das Gehirn scheint eine einmal gelernte Strategie hartnäckig beizubehalten, statt nach Variationen zu suchen.

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Details

Titel
Extensionsexperiment zum Negativen Transfer: Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten nach Luchins (1942)
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Psychologisches Institut)
Veranstaltung
Experimentelles Praktikum
Note
2
Autor
Ariane Struck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
29
Katalognummer
V5095
ISBN (eBook)
9783638130950
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Extensionsexperiment Negativen Transfer Einstellungseffekte Problemlösungsverhalten Luchins Experimentelles Praktikum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ariane Struck (Autor:in), 1999, Extensionsexperiment zum Negativen Transfer: Einstellungseffekte beim Problemlösungsverhalten nach Luchins (1942), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5095
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Leseprobe aus  29  Seiten
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