Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 3
2. Differenzierung zwischen Angst und Furcht 4
3. Was bildet den Ursprung der Angst? 6
4. Angst aus entwicklungspsychologischer Sicht 7
4. 1 Tabellarische Übersicht möglicher Ängste in den versch. Entwicklungsphasen 8
4. 2 Entwicklungsstadium: Säuglingsalter 10
4. 3 Entwicklungsstadium: Kleinkindalter 14
4. 4 Entwicklungsstadium: Vorschulalter 17
4. 5 Entwicklungsstadium: Schulalter 19
5. Literatur 21
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1.Vorwort
Generell kann man sagen, dass der Mensch im Laufe seiner Entwicklung immer wieder neuen, unvertrauten und damit angstauslösenden Situationen ausgesetzt sein wird. Die Angstüberwindung lässt ihn reifen und bereitet ihn auf die nächste Entwicklungsstufe vor.
Angst ist ein Faktor, welcher uns unmittelbar im Leben begleitet und damit auch teilweise prägt. Nun ist es bei Menschen so, dass sie unterschiedlich auf bestimmte Gefahrensituationen mit entsprechender Angst reagieren. Im Sprachgebrauch verwenden wir dann oft Worte, wie ängstlich oder nervös, wenn auf dieser Ebene eine sehr starke Reizbarkeit vorhanden ist. Wir verspüren Angst als ein Gefühl und können es kaum in Worten wiedergeben, doch was macht dieses wirklich aus? Dorsch (1987) definierte Angst folgendermaßen: ,, ... ist ein mit Beengung, Erregung, Verzweiflung verknüpftes Lebensgefühl, dessen besonderes Kennzeichen die Aufhebung der willensmäßigen und verstandesmäßigen `Steuerung` der Persönlichkeit ist. Man sieht in der Angst auch einen aus dem Gefahrenschutzinstinkt erwachsenen Affekt, der teils in akutem Ausbruch (dem Schreck verwandt), teils in schleichend - quälender Form eine elementare Erschütterung bewirkt."
Dorsch bringt das Wesen der Angst hier mit am besten auf den Punkt. Es stellen sich jedoch noch einige Fragen, was die Entstehung der Angst und deren Bedeutung im Verlauf der frühkindlichen Entwicklung anbelangt. Dies möchte ich im weiteren Verlauf der Arbeit anhand der Theorien Sigmund Freuds und anderen ausführen.
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2.1 Differenzierung zwischen Angst und Furcht
Die Differenzierung zwischen Angst und Furcht wird in einer Vielzahl von Angstdefinitionen verschiedener Autoren getroffen. Schwarzer (1975, S. 7) definiert Angst als ein Phänomen, dem wir täglich begegnen und das unser Verhalten beeinflusst. Alle Menschen sind davon betroffen, sie unterscheidet sich lediglich in der Art der Angstauslöser. Ein Angstzustand tritt dann ein, wenn das Individuum eine für sich als bedrohlich eingeschätzte Situation oder Sachverhalt wahrnimmt. Angsteinflößend sind dabei die Situationen unseres Lebens, die etwas Neues, Unvertrautes und noch nicht Erfahrenes vom Menschen fordern. Unangenehme Angstgefühle wie Hilflosigkeit, Unsicherheit oder sogar Panik werden hervorgerufen, die den Menschen in Alarmbereitschaft versetzen.
In unserem alltäglichen Sprachgebrauch wird bei der Definition von Angst nicht zwischen Angst und Furcht unterschieden. Beide Begriffe kennzeichnen einen emotionalen Erregungszustand, der von der subjektiven Wahrnehmung abhängig ist (vgl. Sörensen, 1992, S. 4).
Viele Forscher interpretieren Angst und Furcht im Zusammenhang mit den situativen Voraussetzungen, also unter dem funktionalen Aspekt. Furcht bezieht sich demnach auf eine konkrete Bedrohung, die entweder von außen als reale Angst auf den Organismus einwirkt oder durch innere Prozesse, wie Gefühle und Gedanken, also unbewußt, hervorgerufen wird. Auf Furcht folgen die Reaktionen Flucht oder Vermeidung.
Angst hingegen beinhaltet mehrdeutige Gefahrenquellen (vgl. Lazarus, 1966, nach Sörensen, 1992, S. 4). Sie wird von Freud (1926) und Seligmann (1975, nach Krohne, 1996, S. 9) im Gegensatz zu Furcht als objektlos bezeichnet, da der bedrohliche Stimulus nicht genau bestimmt werden kann. Die Möglichkeit der Umwandlung von Angst in Furcht wird nach dieser Definition nicht ausgeschlossen.
„Sobald die Angst "ein Objekt gefunden" hat, wird sie zur Furcht (Freud, 1926, nach Krohne 1996, S. 9).
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Da sowohl Angst als auch Furcht einen emotionalen Zustand beschreiben, dessen Auswirkungen auf den Organismus sich nicht voneinander unterscheiden lassen, werde ich im folgenden nicht zwischen beiden Begriffen unterscheiden, sondern übergreifend den Begriff Angst verwenden.
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Arbeit zitieren:
Isabelle Lindekamp, 2003, Die Entwicklung der Angst bei Kindern: Mami, unter meinem Bett sind Monster, München, GRIN Verlag GmbH
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