Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Mediengeschichte

Arbeiterradiobewegung

Titel: Arbeiterradiobewegung

Seminararbeit , 2004 , 13 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Markus Simeit (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorwort

Mit dieser Seminararbeit möchte ich die Arbeiterradiobewegung und deren Auswirkungen auf die Medienarbeit darstellen. Sie dient vornehmlich der schriftlichen Fixierung meines Vortrages in der Veranstaltung vom 19. Februar 2004. Des Weiteren ist sie Grundlage für den Scheinerwerb für das Hauptdiplom im Studiengang Pädagogik. Zunächst erfolgt eine grobe Einordnung in den zeitlichen Rahmen, gefolgt von der Vorgeschichte der Bewegung. Anschließend möchte ich über die Gründung und Ursprünge der Bewegung weiter gehen bis zur Spaltung und schließlich dem Verbot der Splittergruppen der Arbeiterradiobewegung. Abschließen möchte ich meine Arbeit mit einem Resümee und einer Zusammenfassung über das Wirken der Arbeiterradiobewegung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Geschichtliche Einordnung

3. Die Entstehungsgeschichte

4. Die Spaltung der Bewegung

a. Der ARB

b. Der FRB

5. Das Ende der Bewegung

6. Resümee und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historische Entstehung, die interne Spaltung und das Wirken der Arbeiterradiobewegung in Deutschland während der Weimarer Republik mit dem Ziel, deren Einfluss auf die medienpädagogische Mitbestimmung der Arbeiterschaft darzustellen.

  • Genese des Rundfunks in Deutschland und sozioökonomische Barrieren für Arbeiter
  • Gründung und politische Zielsetzungen des Arbeiter-Radio-Klubs Deutschland (ARK)
  • Die Spaltung in den Arbeiter-Radio-Bund (ARB) und den Freien Radio-Bund Deutschlands (FRBD)
  • Politische Konflikte, Zensur und der Kampf um Mitsprache bei der Programmgestaltung
  • Das Ende der Bewegung durch die politische Gleichschaltung und Verbote unter dem NS-Regime

Auszug aus dem Buch

3. Die Entstehungsgeschichte

Mit den Soldaten, die aus dem Krieg kamen wurde es nun möglich ohne großen finanziellen Aufwand Rundfunk empfangen zu können. Denn die Funker besaßen das technische Wissen und Verständnis, wie man Empfänger mit einfachen Mitteln günstig anfertigen konnte. Mit den selbst gebastelten Geräten entgingen die Arbeiter auch der Empfangsgebühr, wodurch sich das Vergnügen des Rundfunkabhörens als erschwinglich herausstellte. Damit immer mehr Menschen nun diesen günstigen Weg gehen konnten entstanden Bastelgruppen, welche sich deutschlandweit rasend schnell ausbreiteten. Um sich besser zu organisieren und ihre Ziele durch zu setzten, vornehmlich dem Arbeiter den Rundfunk zugänglich zu machen, schlossen sich die zunächst isoliert agierenden Bastelgruppen bald zum Arbeiter-Radio-Klub Deutschland e.V. zusammen (10. April 1924). Die Arbeiter standen den Radiosendungen kritisch gegenüber. So wurde beispielsweise die Staatsnähe und „Arbeiterferne“, die starke Orientierung an Regierung und Wirtschaft, sowie die Ignoranz gegenüber der proletarischen Natur heftig kritisiert.

Der Organisationsprozess der Arbeiter wurde forciert durch neue Bestimmungen, wonach auch auf selbst gebastelte Geräte nun eine Gebühr entrichtet werden musste. Weiter erschwert wurde der Empfang von Rundfunk dadurch, dass strengere Auflagen verabschiedet wurden und verstärkt gegen Schwarzhörer vorgegangen wurde. Daher verfestigten sich die Ziele der Arbeiterradiobewegung dahingehend, dass der Empfang von Sendungen unbedingt dem Arbeiter finanziell ermöglicht werden müsse. Da der Bau von Röhrengeräten nun unter die Auflage gestellt worden war, dass man Mitglied in einem Funkkartell sein musste, wurde dem Bestreben der Arbeiter weiter entgegengewirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert den Zweck der Seminararbeit als schriftliche Dokumentation eines Vortrags und Grundlage für den Scheinerwerb.

2. Geschichtliche Einordnung: Das Kapitel beschreibt die Anfänge des Rundfunks in Deutschland als Luxusgut und dessen zweckentfremdete Nutzung während des Ersten Weltkriegs.

3. Die Entstehungsgeschichte: Hier wird der Zusammenschluss von Bastelgruppen zum Arbeiter-Radio-Klub (ARK) aufgrund hoher Gebühren und politischer Ausgrenzung der Arbeiterschaft thematisiert.

4. Die Spaltung der Bewegung: Dieses Kapitel behandelt die inneren politischen Zerwürfnisse, die 1929 zur Gründung des Freien Radio-Bundes Deutschlands (FRBD) neben dem ARB führten.

5. Das Ende der Bewegung: Das Kapitel schildert die Zunahme von Zensur und politischer Repression sowie die endgültige Zerschlagung der Organisationen durch das NS-Regime im Jahr 1933.

6. Resümee und Zusammenfassung: Ein kurzes Fazit, das die Bewegung als Pionierversuch zur aktiven Medienmitgestaltung würdigt, jedoch deren Scheitern konstatiert.

Schlüsselwörter

Arbeiterradiobewegung, ARK, ARB, FRBD, Rundfunk, Weimarer Republik, Medienpolitik, Arbeiterschaft, KPD, SPD, Programmgestaltung, Röhrengeräte, Bastelgruppen, politische Zensur, Rundfunkgebühren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der organisierten Arbeiterradiobewegung in Deutschland, von den Anfängen der Bastelgruppen in der Weimarer Republik bis hin zu deren Verbot 1933.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die sozioökonomischen Bedingungen des Rundfunkempfangs, der organisatorische Zusammenschluss der Arbeiter, politische Richtungsstreits und der Kampf um mediale Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Versuch der Arbeiterschaft zu dokumentieren, aktiv auf die Programmgestaltung des Rundfunks Einfluss zu nehmen und die Auswirkungen dieser Bewegung auf die Medienarbeit aufzuzeigen.

Welche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse historischer Quellen, um die Entstehung, Spaltung und das politische Wirken der Arbeiterradiobewegung chronologisch nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen und sozialen Rahmenbedingungen, die Gründung des ARK, den Prozess der ideologischen Spaltung zwischen ARB und FRBD sowie die staatliche Unterdrückung.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Arbeiterradiobewegung, Rundfunk, politische Partizipation, Arbeiter-Radio-Bund und Medienkritik charakterisiert.

Warum kam es zur Spaltung zwischen ARB und FRBD?

Die Spaltung resultierte aus ideologischen Differenzen zwischen kommunistischen und sozialdemokratischen Strömungen, insbesondere in Bezug auf die Konfrontationsstrategie gegenüber dem staatlich kontrollierten Rundfunk.

Wie reagierte die Arbeiterradiobewegung auf das NS-Regime?

Die Bewegung konnte dem massiven staatlichen Druck und der Gleichschaltung des Rundfunks nicht standhalten, was 1933 in den Verboten von FRBD und ARB mündete.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arbeiterradiobewegung
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Pädagogik)
Veranstaltung
Geschcihte der Medienpädagogik
Note
Gut
Autor
Markus Simeit (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V51269
ISBN (eBook)
9783638472883
ISBN (Buch)
9783656774556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeiterradiobewegung Geschcihte Medienpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Simeit (Autor:in), 2004, Arbeiterradiobewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51269
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum