Inhalt
1. Allgemein
2. Bedrohung
2.1. Bedrohtes Grundwasser
2.2. Bedrohtes Oberflächengewässer ( Flüsse und Seen)
2.3. Bedrohtes Meer
3. Bewahrung
3.1. Bewahrung des Grundwassers
3.2. Bewahrung des Oberflächenwassers
3.3. Europäische Wasser-Rahmenrichtlinie 2000
3.4. Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
3.5. Abwasserabgabengesetz
3.6. Allgemeine Schutzmaßnahmen von staatlicher Seite
4. Ausblick
5. Was kann der einzelne zur Bewahrung des Wassers beitragen
Literaturverzeichnis NA
2 NA
1. Allgemein
Zwei Drittel der Erdoberfläche der Erde bestehen aus Wasser, woraus der Name „der Blaue Planet“ resultiert. Alle an der Erdoberfläche befindlichen oder oberflächennahen, mit flüssigem Wasser erfüllten Räume nennt man Hydrosphäre. Zu der Hydrosphäre gehören die Weltmeere, die Seen, Flüsse und das Grundwasser. Doch das Verhältnis der einzelnen Teile ist nicht ausgeglichen: 93% der Hydrosphäre nehmen die Weltmeere ein, wogegen nur
7% der Hydrosphäre Süßwasser einnimmt. Aus dieser Tatsache wird sehr schnell deutlich, dass es sehr wichtig ist, das Wasser zu schützen, denn es ist Lebensgrundlage für alle Lebewesen. (WEDER 2003, S.47)
2. Bedrohung
Laut der Welt-Gesundheits-Organisation WHO sollte der Mensch pro Tag 100l sauberes Wasser zur Verfügung haben. Dies ist jedoch nicht in allen Teilen der Welt der Fall. Nach einem UNO-Bericht von 1999 sterben jährlich 5,3 Millionen Menschen an den Folgen von unsauberem Trinkwasser. Durch starken Bevölkerungswachstum und den damit verbundenen zunehmenden globalen Nahrungs- und Wasserbedarf, werden diese Zahlen Schätzungen zufolge noch weiter ansteigen. (www.trinkwasser.ch)
2.1. Bedrohtes Grundwasser
Es gibt viele Faktoren die das Grundwasser bedrohen. Die meisten Schadstoffe werden aus der Landwirtschaft eingetragen. Durch den Einsatz von Kunstdüngern, Insekten- und Pflanzengiften und durch Überdüngung der Felder werden ständig sehr viele Schadstoffe in den Boden und von dort in das Grundwasser eingetragen. Auch die Industrie hat Anteile an der Bedrohung des Grundwassers. Flüsse, die durch verseuchte Industrie- und Gewerbegebiete fließen nehmen viele Schadstoffe auf, und tragen sie zudem ins Grundwasser ein. Ebenso schädlich sind Sickerflüssigkeiten aus Altdeponien und undichten Kanalisationen. Ferner können u.a. auch Unfälle bei Gefahrentransporten zur Verschmutzung des Grundwassers beitragen.
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2.2. Bedrohtes Oberflächengewässer ( Flüsse und Seen)
Im Bezug auf die Bedrohung der Flüsse und Seen hat auch hier die Landwirtschaft einen starken Einfluss. Wirtschaftsdünger die mit Ammoniak und Phosphaten versetzt sind, schädigen in großen Mengen nicht nur den Boden sondern vor allem auch das Grundwasser. Die Schadstoffe gelangen über das Grundwasser auch in die Flüsse und Seen, wo sich die Folgen zeigen. Eine starke Eutrophierung von Gewässern wird vor allem durch Ammoniak und Phosphate verursacht. Ammoniak wirkt sauerstoffzehrend und Phospate fördern zum Beispiel das Algenwachstum. In Seen setzt durch das große Nährstoffangebot ein Massenwachstum von Algen ein. Die Algen trüben das Wasser, so dass nach einiger Zeit nur noch in der oberflächennahen Schicht genügend Licht für die Photosynthese vorhanden ist. In den tieferen Schichten des Gewässers sterben die Algen ab. Durch die anschließenden Zersetzungsprozesse werden große Mengen an Sauerstoff verbraucht, was im fortgeschrittenen Stadium zu Fäulnis und Bildung toxischer Stoffe wie z.B. Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Methan führt. Die Gesamtartenzahl sinkt sehr stark ab, es kann zu einem verstärktem Fischsterben kommen, der See „kippt um“ (Hypertrophie). Außerdem werden durch Mineraldünger auch hormonelle Schadstoffe eingetragen, die die Fruchtbarkeit und Fortpflanzung der Lebewesen stark beeinflussen können. Hormonaktive Chemikalien können bei wildlebenden Tieren Störungen der Keimdrüsen-, Schilddrüsen- und Nebennierenrindenhormon-Produktion verursachen. Dies kann u. a. bei Fischen eine Verringerung der Fruchtbarkeit, Verweiblichung der Männchen, Missbildungen und eine Veränderung des Sexualverhaltens zur Folge haben. ( www.idw-online.de ) Des Weiteren können Schäden entstehen durch Abwässer, die von der Industrie, aber auch von Privathaushalten in das Wasser eingetragen werden. Gerade wenn die Abwässer mit Lacken, Farben, Ölen und sogar Medikamenten belastet sind, sind Kläranlagen häufig überfordert. Die folgenden „Güteklassen zur Zustandsbeurteilung von Gewässern“ klassifizieren Gewässer im Bezug auf Güte-Anforderungen. Die Einteilung in die Güteklassen (Saprobienbereiche) geschieht nach biologischen Merkmalen, daher nach den im Gewässer lebenden Pflanzen und Tieren, vor allem Kleinlebewesen. Damit ein Gewässer seine Funktion als Teil unserer Umwelt erfüllen kann, darf es zumindest keine schlechtere Gewässergüte als Güteklasse 2 aufweisen.
Oligosarob: Zur Güteklasse I (unbelastet bis sehr gering belastet) zählen Gewässerabschnitte mit reinem, stets annähernd sauerstoffgesättigtem und nährstoffarmen Wasser. In der Zone ist
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Sarah Unthan, 2004, Wasser des Lebens, Munich, GRIN Publishing GmbH
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