Gliederung
1. LERNGRUPPENANALYSE 3
BESCHREIBUNG DER LERNGRUPPE 3
LERNVORAUSSETZUNGEN 4
2. SACHANALYSE 4
3. STELLUNG DER STUNDE IN DER EINHEIT 6
4. DIDAKTISCHE ANALYSE 6
5. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 8
6. VERLAUFSSKIZZE 11
7. LITERATUR 12
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Beschreibung der Lerngruppe
In der Klasse sind 23 Kinder aus 8 verschiedenen Ländern, wovon 10 Mädchen und 13 Jungen sind. Die meisten Kinder wachsen zweisprachig auf, was sich in einigen Fällen in den deutsch-sprachigen Fähigkeiten widerspiegelt. Die Kinder können meine Arbeitsanweisungen verstehen. Es zeigt sich jedoch, dass einige Kinder der Klasse visuelle Unterstützungen benötigen, um die Anweisungen zu verstehen, und sich häufig an anderen Kindern orientieren. So weit es mir möglich ist, kümmere ich mich um A. und B. besonders und biete ihnen häufiger meine Unterstützung an. Sollte es sich jedoch um einfache Hilfestellungen handeln, verweise ich sie an ihre MitschülerInnen.
Das Sozialverhalten der Kinder untereinander hat sich sehr verbessert. Die Kinder nehmen zunehmend Rücksicht aufeinander und halten sich größtenteils an die vereinbarten Regeln. Die Kinder arbeiten gern in Gruppen zusammen und helfen schwächeren Kindern. Dennoch kommt es sehr häufig zu Konflikten i m Unterricht und auch in den Pausen. Daher nehme ich mir auch während des Unterrichts Zeit, diese Konflikte gemeinsam mit den betroffenen Kindern zu klären, und verweise immer wieder auf unsere gemeinsam vereinbarten Klassenregeln: langsam, leise, friedlich, freundlich.
C. und D. sind sehr eng befreundet, können jedoch nicht ohne Konflikte miteinander arbeiten. Wir haben daher die Regel getroffen, dass sie im Sitzkreis und am Tisch nicht nebeneinander sitzen und sich möglichst unterschiedliche Arbeitspartner aussuchen. An diese Vereinbarung halten sich die beiden meistens, und es kam in der letzten Zeit zu weniger Konflikten während des Unterrichts. Dennoch muss ich beide Jungen hin und wieder an diese Absprache erinnern.
Speziell ein Kind ist besonders leicht ablenkbar und neigt dazu, andere in ihrer Arbeit zu stören. Sollte keine Ruhe und Konzentration finden, kann er sich an seinen persönlichen "Platz der Ruhe" setzen, um sich dort sich leichter konzentrieren zu können. Jean kann sich immer besser in Gruppen einfinden und mit anderen Kindern gemeinsam arbeiten. Sollte er dennoch mit der Arbeit in der Gruppe nicht zurechtkommen, wird er daran erinnert, sich seinen "Platz der Ruhe" zu suchen.
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Lernvoraussetzungen
Den Kindern sind alle Buchstaben des Alphabets aus dem ersten Schuljahr bekannt. Sie können diese sowohl in Druckschrift als auch teilweise in der Vereinfachten Ausgangsschrift schreiben. Bisher wurden Wörter beim Schreiben und Buchstabieren nur in ihre Laute zerlegt, so dass der Buchstabe „D“ nicht zum “DE“ wurde. Mit der Einführung des Alphabets wurde den Kindern bewusst gemacht, wie die Buchstaben benannt werden, es sollte sie daher nicht mehr verwirren, zumal einige Kinder bereits wussten, dass Erwachsene diese Buchstaben auch anders nennen. Die Bennennung der Buchstaben (be, ce, de) ist notwendig, um das Alphabet leichter aussprechen zu können und, weil das die gängige Bezeichnung für die Buchstaben ist. In den e rsten Stunden der Einheit wurde das ABC eingeführt und mit verschiedenen Reimversen und Spielen vertieft, so dass allen Kindern die richtige Reihenfolge der Buchstaben bekannt ist. Des Weiteren können die Kinder sich im Zahlenraum bis 100 orientieren, so dass das Zuordnen der Buchstaben zu den Zahlen von 1-26 keine Probleme darstellt.
Das Festhalten von Fakten, Erinnerungen, Erlebnissen und Gedanken, sowie die Weitergabe von Informationen und Meinungen werden „durch Schrift leichter, dauerhaft und oft erst möglich.“ 1
Bilder, die in Wände geritzt wurden, waren mehrere tausend Jahre wohl die einzige Sprache, die Geschichten dauerhaft festhielten. Aus Bildern wurden Piktogramme, die schneller zu zeichnen und zu lesen waren. Dieser Ursprung der Schriftsprache aus Bildzeichen ist „bei den heute noch gebräuchlichen Schriften bei aller Entwicklung am deutlichsten noch in der chinesischen Schrift zu erkennen“ 2 , während alle anderen aus weit abstrakteren Lautzeichen bestehen. Mit den Jahren entwi ckelte sich die Schrift zu der, die wir heute kennen. Die Zeichen standen nicht mehr für Konkreta, sondern bezogen sich auf die Laute der gesprochenen Sprache. Aus einer Vielzahl reduzierte sich die Schrift auf 26 Buchstaben und ist somit ökonomischer.
1 Bunk, H-D., 1995, S. 8
2 ebd.
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Tanja Vorderstemann, 2005, Unterrichtseinheit: Handelnder Umgang mit dem Alphabet (2. Klasse), Munich, GRIN Publishing GmbH
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