Inhaltsangabe:
1. Einleitung 1
2. 2
2.1 Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG) 2
2.2 Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) 4
2.3 Kooperation oder Fusion? 6
2.4 Flexibilität oder Bürokratie? 8
3. Fazit 10
4. Literatur 11
1
1. Einleitung:
Gegenstand dieser Arbeit sind zwei Organisationen der staatlichen Entwicklungszu-
sammenarbeit (EZ): Die Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG) und die Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung (DSE).
Zunächst sind diese beiden Institutionen vorzustellen. Dabei werden neben einem kurzen historischen Abriß die Aufgaben, das Selbstverständnis sowie Struktur und Finanzierung Beachtung finden.
Nach dieser getrennten Betrachtung wird versucht herauszufinden, inwiefern sich die Aufgabenbereiche dieser beiden Einrichtungen überschneiden. Ein Blick auf die Debatte über diese Frage wird unter dem Aspekt stehen, welche Vor- und Nachteile sich aus einer Fusion der beiden Organisationen ergäben. Dabei wird anhand von im wesentlichen zwei Quellen sowohl auf den Verlauf der Debatte über die Jahrzehnte hinweg als auch auf neue Überlegungen nach der Bundestagswahl 1998 eingegangen werden. In einem weiteren Schritt geht es um die Frage, wie es um den Einfluß des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) auf die Arbeit der staatlichen Organisationen der EZ bestellt ist. Insbesondere wird betrachtet, ob die institutionelle Nähe dieser Einrichtungen zur staatlichen Verwaltung deren Arbeit verbessert, oder, gerade im Vergleich mit den Nicht-Regierungsorganisationen, zu einem Übergewicht von Bürokratie führt.
Abschließend sollen die Teilergebnisse der verschiedenen Fragestellungen zusammen- geführt und ein Fazit gezogen werden.
2
2.
2.1: Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG)
Die CDG mit Sitz in Köln wird 1949 von Bund, Ländern und der deutschen Wirtschaft
als „Internationaler Rat für Jugendaufstieg und -selbsthilfe“ gegründet. Dieser knüpft an die Arbeit des von 1923 bis 1930 bestehenden, vom Industriellen Carl Duisberg gegründeten „Amerika-Werkstudenten-Dienst“ an. 1
Zunächst liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Förderung deutscher Nachwuchskräfte durch Ausbildungsprogramme und Arbeitsaufenthalte v.a. im englischsprachigen Ausland. 1954 werden erstmals Praktikanten aus Entwicklungsländern (EL) betreut. Ein Jahr später erfolgt die Umbenennung in Carl-Duisberg-Gesellschaft. Die Berufshilfe für Entwicklungsländer wird zu einem weiteren Schwerpunkt. 2
Mit ihren Programmen erreicht die CDG ca. 6600 Fach- und Führungskräfte pro Jahr in der BRD und in den betreuten EL (Stand 1994). Dabei steht ihr ein jährlicher Etat von 180 Mio. DM zur Verfügung (Stand 1998). Die Mittel stammen vorwiegend vom BMZ, darüber hinaus finanzieren auch Bundesländer und die EU die Arbeit der CDG. 3 Unterstützt wird die Arbeit darüber hinaus durch die deutsche Wirtschaft. Im „Carl-Duisberg-Förderkreis“ (CDF) sind 800 Einzelunternehmen und Verbände organisiert. 4 Die CDG besteht aus der Zentralstelle in Köln, den 16 Landesstellen in den Bundesländern sowie den über 100 Außenstellen und internationalen Kreisen in allen Städten, in denen Stipendiaten zu betreuen sind. Die Zentrale ist für Verwaltung, Betreuung der Landesstellen, sowie die Klärung des Bedarfs an Ausbildungsmaßnahmen in den Partnerländern und die Planung dieser Programme zuständig. 5
Die Landesstellen betreuen die Arbeit der einzelnen Außenstellen und informieren die anderen Landesstellen sowie die Zentrale über Entwicklungen und Probleme. Die eigentliche Betreuung der Stipendiaten findet in den Außenstellen und somit vor Ort statt. Oft wird diese Aufgabe von nur einer Person geleistet. 6
Das Selbstverständnis der CDG ist, resultierend aus der Entstehungsgeschichte, das ei- 1 Vgl.:Glagow, Manfred; Hartmann, Roland; Menne, Ulrike; Pollvogt, Renate; Schimank, Uwe: Die Or-
ganisation deutscher Entwicklungspolitik - Geschichte, Struktur, Arbeitsweise. Die Carl-Duisberg-Gesellschaft, Bielefeld, 1983, S.3.
2 Vgl.: Krug, K. (Hrsg.): Deutsche Partner der Entwicklungsländer. Verzeichnis deutscher Institutionen,
Baden-Baden, 1967, S.114 f.
3 Vgl.: Nohlen, Dieter (Hrsg.): Lexikon Dritte Welt. Länder, Organisationen, Theorien, Begriffe, Perso-
nen, Reinbek bei Hamburg, 2000, S.138.
4 Vgl.: www.cdg.de/german/netzwerk.html vom 3.5.2001.
5 Vgl.: Glagow (u.a.), S.34 ff.
6 Ebd., S.39.
Arbeit zitieren:
Christian Dickmann, 2001, CDG und DSE - Aufgaben und Zukunftsperspektiven, München, GRIN Verlag GmbH
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