Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen (FH) Zittau/Görlitz Fachbereich Sozialwesen Erziehungswissenschaftliches Seminar
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INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis........................................................................................... Seite 1
Einleitung. Seite 2
Kinder können fernsehen - eine Zusammenfassung. Seite 3
Kinder können fernsehen - kein „Fernsehpropagierungsbuch“? Seite 8
Literaturverzeichnis. Seite 13
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EINLEITUNG
In seinem Buch „Kinder können fernsehen“, welches in der vom Rowohlt-Verlag herausgegebenen Reihe 0LW .LQGHUQ OHEHQ erschienen ist, versucht Jan-Uwe Rogge einen sinnvollen Umgang mit dem Medium Fernseher aufzuzeigen. Aufgrund der heute auftretenden Flut an Fernsehbildern und der daraus resultierenden Hilflosigkeit von Eltern „fernsehender Kinder“ möchte der Autor Eltern Ratschläge über einen gesunden Umgang ihrer Kinder mit dem Fernseher geben. Er erläutert den von ihm erforschten Fernsehalltag der verschiedenen Altersgruppen und versucht einige Betrachtungsweisen bzw. Mythen näher zu erläutern, um sie danach gegebenenfalls richtig zu stellen.
Rogge ist von Beruf Medienforscher und arbeitet in der Familienberatung. Seine Kenntnisse kindlicher Unterhaltungsbedürfnisse gewinnen aufgrund vieler von ihm durchgeführter Forschungen zusätzlich an Authentizität. Der Autor ist der Ansicht, dass Kindern die Möglichkeit des Fernsehens durchaus gegeben werden sollte. Weder empfindet er sie als zu klein, um die Sendungen zu verstehen, noch stellt er das Medium als etwas Negatives und für Kinder Schädliches dar. Aber: Er differenziert.
Er macht die unterschiedlichen Fernsehbedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen deutlich. Rogge zeigt die für ihn nicht mehr aus unserer Zeit wegzudenkende Television mit ihren unterschiedlichen Angeboten für alle Altersklassen als eine Seite des Familienalltages auf, die durch bewusstes aber auch tolerantes Eingreifen bzw. Kontrollieren als Bereicherung und Förderung der Kindesentwicklung dienen kann.
Doch spricht er auch einige negative Aspekte des Fernsehens an, um so vor den Folgen von zuviel bzw. nicht kindgerechter Nutzung des Mediums zu warnen. Ich möchte in der folgenden kommentierten Zusammenfassung des 1990 beim Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienenen Buches Jan-Uwe Rogges näher auf seine Betrachtungsweisen eingehen und mich mit einigen von ihnen auseinandersetzen.
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KINDER KÖNNEN FERNSEHEN - EINE ZUSAMMENFASSUNG
Jan-Uwe Rogge kann sich als Medienforscher, der gleichzeitig in der Familienberatung tätig ist, auf viele von ihm durchgeführte Studien stützen. Er ließ Kinder ihre Phantasien malen, ließ sich ihre Ängste erzählen, sprach mit ihnen über ihre Fernseherlebnisse und besprach mit vielen ratlosen Eltern die Probleme des Fernsehkonsums ihrer Kinder. In seinem 1990 beim Rowohlt-Verlag erschienenen Buch „Kinder können fernsehen“ konnte er seine Erkenntnisse zusammentragen und veröffentlichen. Das Buch ist Teil der Eltern-Ratgeberreihe 0LW.LQGHUQOHEHQ.
Um ihr Kind zu verstehen müssen Eltern versuchen, mit den Augen eines Kindes fernzusehen. Dabei ist Rogge folgender Aspekt sehr wichtig: Kinder erleben und interpretieren die Fernsehbilder meist aus ihren eigenen Erfahrungen heraus. Sie sehen die Filmwelt so, wie sie ihre reale Welt bis jetzt kennen gelernt haben. Sie besetzen die Filmhelden mit ihren eigenen Träumen, Phantasien und Wünschen und verarbeiten die angesprochenen Themen mit ihren Sichtweisen, Ängsten und Vorstellungen. Rogge (1990, S.16,17) hebt hervor:
Kinder gehen mit vielfältigen positiven wie negativen, erfreulichen wie verunsichernden Alltagserfahrungen, mit einem Vorwissen, mit präzisen oder weniger klaren Vorstellungen an Sendungen heran. (...) Das, was Kinder aus einem Fernsehhelden für sich herausholen, wie sie ihn interpretieren und für sich vereinnahmen, hat häufig mehr mit ihren eigenen Erfahrungen zu tun als mit den Absichten, die ein Drehbuchautor oder Regisseur in seine Arbeit hineingelegt hat.
Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und stellt die Grundlage dar, auf der die weiteren Thesen und Erkenntnisse aufbauen. Nach Auffassung des Autors gehen Kinder mit ihren Vorerfahrungen, ihren realen und irrealen Ängsten an Fernsehsendungen und Medienprodukte heran. Demnach, so Rogge, ist es nicht das eigentliche Fernsehthema, das angst machen kann, sondern die Gefühle, die es beim Kind hervorruft. Beispielsweise kann ein Zeichentrickfilm, in dem die Mutter des Kindes, welches die Hauptrolle spielt, stirbt, beim zuschauenden Kind große Angst vorm Tod der eigenen Mutter bzw. geliebter Personen auslösen. Für kleine Fernsehzuschauer muss der Tod einer Filmfigur nicht bloß einen Teil der gesamten Handlung darstellen, sondern kann das entscheidende Moment überhaupt sein. Natürlich reagiert jedes Kind unterschiedlich und
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Arbeit zitieren:
Henriette Hanig, 1999, Kinder können fernsehen - eine kommentierte Zusammenfassung des Ratgebers von Jan-Uwe Rogge, München, GRIN Verlag GmbH
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