Ruhr- Universität- Bochum Integriertes Proseminar „Stadt und Land“ (Arbeitseinheit Mittelalter)
WS 2001/ 02
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Susan Wangelik
Geschichte Germanistik
WS 2001/ 2002 1. Semester
1
I. Einleitung............... ........................................................................................Seite 2
II. Begriffsdefinition und Verbreitung des Begriffes...........................................Seite 2
III. Merkmale der Zunft- eine „Charakteristik“....................................................Seite 3
a) Formen der Zunft
b) Die Aufgaben einer Zunft
c) Die Einrichtungen der Zunft
d) Der Zunftzwang
e) Die Zugangsbedingungen zur Zunft
IV. Die Verfassung und Organisation der Zunft..................................................Seite 6
V. Fazit.................................................................................................................Seite 7
VI. Literaturverzeichnis.........................................................................................Seite 8
2
I. Einleitung
Die Zünfte als Vereinigung von bürgerlichen Handwerkern prägten das Mittelalter durch ihren politischen Einfluss in den einzelnen Städten. Dieser Einfluss verhielt sich zwar von Stadt zu Stadt unterschiedlich, und erwies sich in den meisten Fällen auch nicht als beständig. Vielleicht man könnte ihn als einen frühen Schritt in Richtung Neuzeit beschreiben, möglicherweise als eine Tendenz zur Herrschaft des Bürgertums. Das nun folgende Referat soll die Grundzüge der Zunft mit ihren Formen, Einrichtungen, Aufgaben, dem Zunftzwang als Kernstück der politischen Macht und vor allem ihrer Organisation und Verfassung aufzeigen, um abschließend die Bedeutung der Zünfte für die Stadtentwicklung in Ansätzen herauszustellen.
II. Begriffsdefinition und Verbreitung des Begriffes
Der auf den deutschen Sprachraum beschränkte Begriff ‚Zunft’ kann im Allgemeinen als eine Organisation von Handwerkern, welche die Qualität und die Preise der Produkte kontrollierte und die Ausbildung junger Menschen regelte definiert werden. Es handelt sich hierbei um einen wissenschaftlichen Ordnungsbegriff, der eine Vielzahl von Heteronymen aufweist. Man spricht in Norddeutschland von Gilden, in Mittel- und Oberdeutschland von Innung oder Einung und am Niederrhein von der Gaffel, um nur einige dieser zu nennen. Sie bezeichnen alle genossenschaftliche Verbände, setzen aber unterschiedliche Akzente und Nuancen. So ist die Gilde beispielsweise eine Vereinigung von Kaufleuten, während die Zunft in Basel das Handwerk genossenschaftlich zusammenfasst.
Im 13. und 14. Jahrhundert nur in Gebieten südlich des Main gebräuchlich verbreitet sich der Begriff ‚Zunft’ erst seit dem 15. Jahrhundert über Mitteldeutschland bis nach Norddeutschland.
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Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik, 2002, Das Zunftwesen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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