II
III. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Gliederung
1. EINLEITUNG Seite 1
1.1 Problemstellung Seite 1
1.2 Ziele der Arbeit Seite 1
2. NEUZEITLICHE ANFORDERUNGEN AN UNTERNEHMEN Seite 3
2.1 Begriff der Virtualisierung Seite 3
2.2 Bedeutung, Potentiale und Perspektiven Seite 5
2.3 Grenzen und Risiken Seite 7
3. VIRTUALISERUNG UND RESULTIERENDE TENDENZEN IN DER
PERSONALARBEIT Seite 8
3.1 Aufgaben der Personalarbeit Seite 8
3.2 Einfluß auf Organisationseinheiten der Personalarbeit Seite 9
3.3 Wirkung der Virtualisierung auf ausgewählte Personalbereiche Seite 14
3.3.1 Personalauswahl/-Beschaffung /-Einstellung Seite 14
3.3.2 Personalmotivation /-Führung Seite 16
3.4 Moderne Arbeitsformen: Beeinflussung der Personalarbeit Seite 18
3.4.1 Umgang mit der neuen Rolle der Mitarbeiter Seite 18
3.4.2 Arbeitswissenschaftliche Betrachtung der Arbeitsformen Seite 19
3.5 Virtualisierung und rechtliche Aspekte für die Personalarbeit Seite 20
4. FAZIT DER ARBEIT UND KRITISCHE WÜRDIGUNG Seite 22
LITERATURVERZEICHNIS Seite 23
III
Abbildungs-/Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Definitionen Seite 4 Abbildung 2 Kooperationsformen Seite 5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Der Beginn des 21. Jahrhunderts in der Menschheitsgeschichte reflektiert und prognostiziert
einen Wandel in der Lebens- und Arbeitswelt. Schlagworte wie Internet, technologischer Fortschritt, grenzenlose Arbeitswelt, Fusion, Rationalisierung und Restrukturierung sind Anzeichen dafür, daß Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft derzeit stark en vogue sind. Virtuelle Unternehmen, deren Stellenwert und Einflußmöglichkeiten im Laufe dieser Arbeit deutlich werden, sind ein Resultat dieser Tendenzen. Manager haben in der heutigen Zeit die Vision von Unternehmen, in denen es keine Menschen mehr gibt, sondern nur Entscheidungsträger. Alle arbeiten zu Hause, zusammen über das Internet vernetzt. Die benötigten Produktkomponenten werden angeliefert (vgl. Porter 1997, S. 101). Die grenzenlose, weltumfassende Zusammenarbeit steht im Fokus der neuen Managerriege. Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um strukturelle Veränderungen zu erzielen. Traditionelles Gedankengut, wie die Arbeitswelt, erfährt einen Wandel, unbegrenzte Flexibilität ist für die Ergreifung neuer Chancen nötig.
Der Zeitgeist unserer schnellebigen Welt fordert seinen Tribut im Umbruch von der Industrie-und Dienstleistungsgesellschaft zur Informations- und Wissensgesellschaft (vgl. Vogt 1998, S. 2). Diesem Einfluß kann sich die Arbeitswelt nicht entziehen, sie ist vielmehr essentieller Bestandteil des Vorgangs. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, Veränderungen darzustellen, um die Management- Theorie der virtuellen Unternehmung nicht als Utopie zu kennzeichnen und ihren Einfluß auf die Personalarbeit zu kennzeichnen.
1.2 Ziele der Arbeit
Die Bearbeitung des Themas soll deutlich machen, welche Bedeutung die Virtualisierung auf die Personalarbeit heutiger Unternehmen ausübt. Die elementaren Bestandteile der Virtualisierung werden im Zuge der Begriffserläuterung dargestellt. Abgrenzungen zu anderen Teilgebieten sollen helfen, die wichtigsten Merkmale und Triebkräfte zu erkennen. Dabei wird insbesondere
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auf Erfordernisse zur Virtualisierung eingegangen. Verschiedene Definitionsansätze zeigen die Vielfältigkeit der Materie auf, ebenso die Aufzeichnung von spezifischen Eigenschaften und Erscheinungsformen dieser Organisationsart. Das Vorhandensein nicht einheitlicher Definitionen zeigt die Komplexität der Virtuellen Unternehmung. Die Frage nach Anforderungen, Bedeutung und Potentiale wird anschließend behandelt, ebenso die Frage der zukünftigen Strategien und Perspektiven. Abschließend erfolgt eine Betrachtung der Grenzen und Risiken, um differenziert eine Wertung vornehmen zu können.
Im Hauptkapitel der Arbeit geht es insbesondere um den Einfluß des Virtualisierungsprozesses auf die Personalarbeit. Ausgehend von der allgemeinen Arbeitsbeschreibung des Personalwesens und den damit verbundenen Aufgaben werden anschließend ausgewählte Funktionsbereiche und deren Beeinflussungsgrad untersucht. Dem Leser erschließt sich somit der direkte Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Tendenz zur Virtualisierung und dem damit verbundenen Einfluß auf die Personalarbeit.
Die im Zuge der Veränderung der Unternehmensorganisation ergebenden neuen Arbeitsformen zeigen deutlich die Abkehr von traditionellen Sachverhalten und Denkschemata. Die Ansprüche an einzelne Mitarbeiter im Rahmen der Wertschöpfungskette verläuft differenzierter als bisher gewohnt. Die Erläuterungen der neuen Rolle in diesem Prozeß sollen die geänderten Anforderungen an die Mitarbeiter zeigen.
Moderne Arbeitsformen, wie z.B. Telearbeit und virtuelle Büros, sind Grundbestandteile der neuzeitlichen Organisationsform. Sie bilden die Abkehr zu traditionellen Arbeitsverhältnissen. Im Rahmen der Personalarbeit sehen sich die Verantwortlichen mit geänderten Rahmenbedingungen konfrontiert. Die arbeitswissenschaftliche Untersuchung der neuen Arbeitsformen im Rahmen der Personalarbeit zeigen neue Tendenzen in der Ausstattung und Handhabung der Arbeitsplätze. Rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit der virtuellen Unternehmung runden diesen Teil ab, wobei sich prinzipiell die Frage stellt, nach welchem Recht überhaupt gehandelt wird, wenn eine virtuelle Unternehmung rund um den Globus verstreut ist (vgl. Mews, 1997). Die Arbeit soll dem Leser die Möglichkeit bieten, Hintergründe, Ausprägungsformen und Zusammenhänge der Virtualisierung im Hinblick auf die Personalarbeit zu klären.
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2. Neuzeitliche Anforderungen an
2
Unternehmen 2.1 Begriff der Virtualisierung
Nähert man sich dem Begriff der Virtualisierung, erfolgt der erste Blick ins Fre mdwörterlexikon.
Der Ursprung des Wortes „virtuell“ geht auf das lateinische virtus zurück, was Tüchtigkeit bedeutet. Die moderne Interpretation weist vielmehr folgende Dinge aus: scheinbar; nicht wirklich; die Möglichkeit; der Kraft nach geben; grenzenlos; beweglich; schnell anpaßbar. Die erste Konkretisierung erfolgte Ende der 50er Jahre in der Informatik, die Geburtsstunde des virtuellen Arbeitsspeichers.
„Scientists developed what they called
Es wird deutlich, daß der Virtualität folgende Aspekte zuteil werden: Attribute oder Funktionen einer Sache treten auf, die Sache selbst ist aber nicht real vorhanden. Die Autoren Davidow/Malone nennen in ihrem Werk als Beispiel die japanische Autoindustrie, in denen flexible Produktionsstraßen es möglich machen, ein Auto auf Bestellung innerhalb von 72 Stunden zu produzieren und auszuliefern.
Ein Unternehmen ist laut Bea/ Dichtl/ Schweitzer wie folgt beschrieben: „Ein Unternehmen ist eine ökonomisch, technische, soziale und umweltbezogene Einheit mit der Aufgabe der Fremdbedarfsdeckung, mit selbständigen Entscheidungen und eigenen Risiken.“ (Bea/ Dichtl/ Schweitzer 1997, S. 30). Die Verbindung von Virtualität und Unternehmung führt zum Begriff des virtuellen Unternehmens. In der Literatur finden sich keine eindeutige Definition, vielmehr ist es ein Katalog von Gemeinsamkeiten und Ausprägungen. Die fehlende Eindeutigkeit ist dadurch begründet, daß empirische Untersuchungen zu virtuellen Unternehmen bisher fehlen.
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Die Literatur offenbart eine gewisse Skepsis, ob eine solche Organisation überhaupt in der Idealform existiert. Die Autoren Davidow/Malone stellen vielmehr den visionären Charakter in den Vordergrund: „...such a firm in ist purest form will never exist. But the advantage will lie with those firms that best pursue such a goal“ (Davidow/Malone 1992, S. 5). Ein Katalog von verschiedenen Definitionen soll zeigen, welche Bandbreite für diesen Themenbereich vorhanden ist.
Eine zusammenfassende, möglichst viele Attribute betreffende Definition findet sich wie folgt: „Ein virtuelles Unternehmen ist eine Kooperationsform rechtlich unabhängiger Unternehmen, Institutionen und/ oder Einzelpersonen, die eine Leistung auf der Basis eines gemeinsamen Geschäftsverständnisses erbringen. Die kooperierenden Einheiten beteiligen sich an der Zusammenarbeit vorrangig mit ihren Kernkompetenzen und wirken bei der Leistungserstellung gegenüber Dritten wie ein Unternehmen. Dabei wird auf die Institutionalisierung zentraler Managementfunktionen zur Gestaltung, Lenkung und Entwicklung des virtuellen Unternehmens durch die Nutzung geeigneter Informations- und Kommunikationstechnologien weitgehend verzichtet“ (Fischer 1996, S. 40). Allen virtuellen Unternehmen gemein ist das Fehlen eines gemeinsamen juristischen Daches sowie einer gemeinsamen Verwaltung. Auf diese Problematik wird an späterer Stelle noch eingegangen.
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Arbeit zitieren:
Dipl. Betriebswirt Danny Wendel, 2000, Virtualiserung von Unternehmen - Bedeutung und Konsequenzen für die Personalarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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