Theorien der Kommunikation
von J. Wolf
Inhalt
1. Einleitung und Ausblick 3
2. Definition(en) der Kommunikation 4
2.1. Abgrenzung zur Interaktion 4
3. Kommunikationskanäle 7
4. Modelle der Kommunikation 7
4.1 Die Lasswell Formel 8
4.2 Vier methodologische Orientierungen zur Erforschung der Kommunikation 8
4.2.1 Der mechanistische Ansatz 9
4.2.1.1 Das Modell von Shannon& Weaver 9
4.2.2 Der individuumszentrierte Ansatz 11
4.2.2.1 Die Theorie der kognitiven Dissonanz 11
4.2.3 Der interpretativ- symbolische Ansatz 14
4.2.3.1 Das Modell von Mead 15
4.2.4 Der systemisch- interaktionale Ansatz 18
4.2.4.1 Watzlawick und die pragmatische Betrachtungsweise 19
5. Schluss 23
6. Literatur 25
1.Einleitung und Ausblick
Kommunikation - ein Thema das heute, auch im Rahmen einer unternehmensbezogenen Sichtweise, scheinbar allgegenwärtig ist. So z.B. bei Seminaren zum Thema Management/ Unternehmensführung und hier in Form von Erlernung innovationsfähigen Kommunikationsverhaltens, der motivierenden Kommunikation von Zielen oder des Führens erfolgreicher Mitarbeiter- bzw. Konfliktgespräche.
Auch das Studentenwerk Mannheim bot im März 2002 unter dem Titel "Bewerbungshilfen für Studierende" die Simulation eines Assessment Centers an. Unter den Übungen die zum Einsatz kamen befanden sich beispielsweise: Gruppendiskussion, Kurzvortrag, Verkaufsgespräch, Vorstellungsgespräch oder ein Mitarbeitergespräch. Ganz eindeutig Übungen, die ihren Schwerpunkt in der Förderung kommunikativer Kompetenz haben.
Kommunikation spielt also eine wichtige Rolle in unserem Leben, sowohl im Beruf, als auch privat. Frey, Bente & Frenz (1993) betonen: " Ein universelles Merkmal lebendiger Systeme ist ihre Fähigkeit zur Kommunikation, d.h. zum geregelten Austausch von Informationen innerhalb ihrer Grenzen und mit der Umwelt. Organisationen sind da in vieler Hinsicht natürlichen Organismen vergleichbar".
Das Seminar "Kommunikation in Unternehmen" unter der Leitung von Dipl.- Psych. M. Held greift, wie der Titel nahe legt, diese Thematik auf.
Die vorliegende Seminararbeit soll gemäß ihres Titels die Grundlagen legen und verschiedene Theorien der Kommunikation darstellen.
Im Folgenden soll nun zuerst versucht werden eine Definition von Kommunikation vorzunehmen. Weiterhin werden kurz verschiedene Kanäle dargestellt, über die eine mögliche Kommunikation laufen kann. Anschließend sollen, ausgehend von einem einfachen Model der Kommunikation, vier forschungsmethodische Ansätze und jeweils ein exemplarisches Modell näher beschrieben und diskutiert werden.
2. Definition(en) der Kommunikation
Um einen Einstieg in das Thema zu finden beginne ich mit der Definition des Begriffs Kommunikation. In der Literatur, die sich mit dem Thema Kommunikation befasst, lassen sich zahlreiche Begriffsdefinitionen finden. Im Rahmen meiner Hausarbeit sollen nachfolgende Definitionen exemplarisch für diese Vielzahl genannt werden.
Gerbner (1967) schreibt zur Begriffsdefinition folgendes: "Communication can be defined as social interaction through messages".
Baskin & Aronoff (1980) definieren interpersonale Kommunikation als: "the exchange of messages between persons for the purpose of constructing common meanings".
Hierbei kann jeder Reiz (verbal oder nonverbal) eine Botschaft sein, wenn er bei einer anderen Person eine Bedeutung hervorruft. Botschaften tragen aber nicht Bedeutungen, sondern sie symbolisieren diese zwischen Personen und müssen interpretiert werden.
Coenenberg (1961) definiert Kommunikation folgendermaßen: "Unter Kommunikation soll hier der Prozess verstanden werden, durch den eine Information oder eine Nachricht von einem Sender zu einem Empfänger übermittelt wird".
Trotz teilweisem Unterschied im Wortlaut haben alle oben genannten Definitionen gemeinsam, dass sie unter Kommunikation einen Austausch von Informationen oder Nachrichten verstehen. Dies kann also als Grundvorgang des Kommunikationsprozesses gelten.
2.1 Abgrenzung zur Interaktion
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Kommunikation oft auftaucht ist die Interaktion. Zum Teil werden die Begriffe Kommunikation und Interaktion zwar synonym gebraucht, aber es gibt auch Definitionen, welche die Unterschiede herausarbeiten bzw. Kommunikation im begrifflichen Rahmen der Interaktion einordnen. Bernsdorf (1969): "Kommunikation ist eine spezifische Form sozialer Interaktion".
Eine weitere Definition von Interaktion lautet wie folgt: "Die gegenseitige Beeinflussung von Individuen innerhalb von und zwischen Gruppen und die dadurch entstehenden Änderungen des Verhaltens oder der Einstellungen, Meinungen, etc., ein weiterer Begriff als Kommunikation, z.T. aber auch mit diesem synonym. Gelegentlich wird berücksichtigt, dass Kommunikation ein asymmetrischer Prozess sein kann, während Interaktion stets einen symmetrischen Prozess meint." (Dorsch Psychologisches Wörterbuch 13. Aufl. 1998, S. 408)
Der Begriff der Interaktion ist also meist weiter gefasst. Er zielt oft nicht nur auf manifeste Inhalte des Informationsaustausches ab, sondern umfasst auch stärker Aspekte der Beziehungsebene. Bei der Interaktion geht es also nicht nur darum was ausgetauscht wird, sondern auch darum wie etwas vermittelt wird.
Weiterhin soll nun versucht werden den Begriff Interaktion nach zwei Gesichtspunkten weiter zu differenzieren.
[...]
Arbeit zitieren:
J. Wolf, 2002, Theorien der Kommunikation, München, GRIN Verlag GmbH
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