Kurzfassung 2
Kurzfassung
In dieser Arbeit werden alle relevanten Fragen, die sich bei der Konzeption und Realisation eines Weblogs stellen, untersucht. Dies wird konkret am Beispiel der Medizinisch-Wissenschaftlichen Bibliothek Medizinisch-Wissenschaftlichen Bibliothek (MWB) Mannheim dargestellt, für die ein Weblog geplant und technisch umgesetzt wird. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in Vorüberlegung, Planung und Implementierung des Weblogs auf den Webserver der MWB Mannheim.
Der erste Teil dieser Arbeit beschreibt die Ausgangssituation der MWB Mannheim und deren Ziel, ihre bisherige News-Seite durch einen Weblog zu ersetzen und qualitativ zu verbessern. Des weiteren werden der Stand der Technik im Bereich Weblogs erläutert und wesentliche Themen, wie die Einsatzmöglichkeiten eines Weblogs beleuchtet. Im zweiten Teil konzentriert sich die Arbeit auf alle nötigenden Vorüberlegungen bei der Planung eines Weblogs und auf die Konzeption des Weblogs für die MWB Mannheim. Ein Softwarevergleich stellt die verschiedenen Möglichkeiten, wie man Weblogs einrichten kann, vor.
Der dritte Teil schließlich beschreibt und dokumentiert die technischen Umsetzung, d.h. die Implementierung des Weblogs, mit der Weblogsoftware WordPress, in das Internetangebot der MWB.
Schlagwörter: MWB Mannheim, Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim, Weblog, Blog, Implementierung, Softwarevergleich, News-Seite, Website, Internetauftritt, WordPress
Abstract
Using the example of medical library (MWB) Mannheim, for which a weblog was planned and created, this thesis examines the important questions concerning the conception and realization of a weblog. The essay is structured according to the various steps of preliminary conceptualization, detailed planning and, finally, implementation of the weblog on the webserver of MWB Mannheim.
The first part of the thesis discusses the existing state of the MWB Mannheim, its aim to replace the previous news-page with a weblog and improve it qualitative. Further-more, the current technological development of weblogs and the applicatitions of a weblog are analysed.
The second part focuses on all preliminary discussions for the planning of a weblog and the conception of a weblog for the MWB Mannheim. A comparison of different soft- ware underlines the various possibilities of implementing weblogs.
Abstract 3
A third and final section describes the technical implementation of the weblog, i.e. its integration, with the weblogsoftware WordPress, into the website of the MWB. The implementation of the weblog at the MWB is documented and described in detail.
Keywords: MWB Mannheim, Medical library, Weblog, Blog, Implementation, software comparison, News-page, Website, Webpresence, WordPress
Inhaltsverzeichnis 4
Inhaltsverzeichnis
Kurzfassung 2
Abstract 2
Inhaltsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 7
Tabellenverzeichnis 8
Abk ürzungsverzeichnis 9
Vorwort 10
1 Einleitung. 12
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 14
2.1 Profil der MWB Mannheim. 14
2.1.1 Geschichte 14
2.1.2 Gegenwart. 14
2.1.3 Bestand. 16
2.1.4 Nutzerstruktur. 16
2.2 Bestehende Angebote - Webseite „Aktuelles“ und E-Mail Service Newsletter 17
2.3 Ziele der Weblogeinführung. 21
3 Weblogs 23
3.1 Definition 23
3.2 Entwicklungsgeschichte 25
3.3 Aktuelle Situation. 28
3.4 Nutzergruppen. 31
3.5 Einsatzmöglichkeiten von Weblogs 32
3.5.1 Beispiele von Weblogs 33
3.5.2 Beispiele von Weblogs im Bibliotheksbereich. 34
3.6 Funktionen von Weblogs 35
3.7 Vor- und Nachteile eines Weblogs. 37
3.7.1 Vorteile. 37
3.7.2 Nachteile 38
3.7.3 Fazit 39
3.8 Weblogs und Barrierefreiheit 39
3.9 Rechtliches. 41
3.9.1 Haftung und Disclaimer 41
3.9.2 Impressumspflicht 41
Inhaltsverzeichnis 5
3.9.3 Urheberrechtsverstöße. 42
3.9.4 Namen-, Domain- und Markenrechte. 42
3.9.5 Persönlichkeitsrechte und Geschäftsschädigung. 42
3.10 Weblogs und Bibliotheken 42
4 Technische Vorüberlegungen 44
4.1 Technische Vorraussetzungen der MWB. 44
4.2 Softwarevergleich. 45
4.2.1 Weblog-Hosting-Service. 46
4.2.2 Weblog-Software. 47
4.2.3 Eigene Programmierung des Weblogs 47
4.3 Softwareentscheidung MWB 48
5 Konzeption des Weblogs 51
5.1 Zielgruppen 51
5.2 Einsatzmöglichkeiten. 51
5.3 Lastenheft, Anforderungen und Umsetzung mit WordPress 53
5.3.1 Einstellen von Beiträgen. 54
5.3.2 Sortierung. 57
5.3.3 Archiv 58
5.3.4 Kommentare. 58
5.3.5 Schutzfunktionen gegen Kommentarmissbrauch. 60
5.3.6 Anpassbares Layout. 64
5.3.7 Kategorien. 67
5.3.8 Newsfeed (RSS) 69
5.3.9 Erweiterbar durch statische Webseiten 71
5.3.10 Mehrere Autoren 73
5.3.11 “Nice to have -Funktionen 74
5.4 Überführung der alten Nachrichten. 78
5.5 Marketing Weblog 79
5.6 Organisation/Pflege. 82
5.7 Datensicherung 86
6 Technische Umsetzung 87
6.1 Kategorien. 88
6.2 Layout 91
6.3 Alte Nachrichten importieren 93
6.4 Berechtigte Nutzer und deren Rechte. 94
6.5 Postfach 95
6.6 Name des Weblogs 95
6.7 Statische Seiten 95
7 Zusammenfassung und Ausblick 96
Inhaltsverzeichnis 6
Anhang A: Benutzeroberflächen der Weblogsoftware 98
A.1 B2Evolution. 98
A.2 Blog:CMS. 99
A.3 Textpattern. 100
A.4 WordPress 101
Anhang B: Verschiedene WordPress-Themes für den MWB Weblog 102
B.1 Orginal WordPress-Theme "WordPress Classic 1.5 102
B.2 WordPress-Theme „MWB 1 103
B.3 WordPress-Theme „MWB 2 104
B.4 WordPress-Theme „MWB 3 105
B.5 WordPress-Theme „MWB 4 106
Anhang C: Verschiedene Kategorieentwürfe für den MWB Weblog. 107
C.1 Entwurf 107
C.2 Vorschlag 1. 107
C.3 Vorschlag 2. 108
C.4 Vorschlag 3. 108
C.5 Endgültige Kategorienstruktur. 109
Anhang :D Vorarbeiten um die alten Meldungen in den Weblog zu
implementieren. 111
D.1 Mögliche Kategorien mit eindeutiger Nummer 111
D.2 Vergabe der Kategorien auf die alten Meldungen (Auszug) 112
Quellenverzeichnis. 113
Weiterf ührende Links 117
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Verteilung der aktiven Bibliotheksbenutzer nach Nutzergruppen
Abbildung 2: "Aktuelles" der MWB-Website.
Abbildung 3: Newsletter der MWB.
Abbildung 4: Archiv des Newsletters
Abbildung 5: Archiv der aktuellen Meldungen.
Abbildung 6: Jährlicher Zuwachs an neuen Weblogs
Abbildung 7: Kumulierte Verteilung der Weblog-Benutzer nach Altersgruppen.
Abbildung 8: Einstiegsseite der Benutzeroberfläche (Dashboard) von WordPress
Abbildung 9: WordPress-Benutzeroberfläche für die Eingabe der Meldungen.
Abbildung 10: WordPress-Benutzeroberfläche für die Aktivierung der Plug-Ins.
Abbildung 11: WordPress-Benutzeroberfläche für die Verwaltung der Kommentare
Abbildung 12: WordPress-Benutzeroberfläche - Ein Kommentar erwartet
Moderation.
Abbildung 13: WordPress-Benutzeroberfläche für die Moderation der Kommentare
Abbildung 14: WordPress-Benutzeroberfläche für die Auswahl der Layout-Themes
Abbildung 15: WordPress-Benutzeroberfläche zum Editieren der Layout-Themes.
Abbildung 16: WordPress-Benutzeroberfläche zum Erstellen und Verwalten der
Kategorien
Abbildung 17: WordPress-Benutzeroberfläche zum Verwalten der Beiträge
Abbildung 18: Symbol für einen Newsfeed
Abbildung 19: WordPress-Benutzeroberfläche zum Erstellen von statischen Seiten
Abbildung 20: WordPress-Benutzeroberfläche zum Verwalten der Benutzer
Abbildung 21: WordPress-Benutzeroberfläche zum Erstellen und Verwalten der
Links
Abbildung 22: Administrative Benutzeroberfläche der B2Evolution-Software
Abbildung 23: Administrative Benutzeroberfläche der Blog:CMS-Software
Abbildung 24: Administrative Benutzeroberfläche der Textpattern-Software
Abbildung 25: Administrative Benutzeroberfläche der WordPress-Software.
Abbildung 26: Orginal WordPress-Theme "WordPress Classic 1.5"
Abbildung 27: WordPress-Theme „MWB 1“
Abbildung 28: WordPress-Theme „MWB 2“
Abbildung 29: WordPress-Theme „MWB 3“
Abbildung 30: WordPress-Theme „MWB 4“
8
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Einsatzmöglichkeiten von Weblogs. 33
Tabelle 2: Funktionen von Weblogs 36
Tabelle 3: Vergleich von sieben Weblog-Softwarelösungen 49
Tabelle 4: Verteilung der Berechtigungsstufen in WordPress für die Nutzer der
MWB. 85
Tabelle 5: Mögliche Kategorien mit eindeutiger Nummer. 111
Tabelle 6: Vergabe der Kategorien auf die alten Meldungen (Auszug) 112
Abkürzungsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis
Blog Weblog CMS Content-Management-System CPU Central Processing Unit CSS Cascading Style Sheets DMZ Demilitarisierte Zone EDV Elektronische Datenverarbeitung FTP File Transfer Protocol GB Gigabyte gGmbH Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung HdM Hochschule der Medien HTML Hypertext Markup Language IP Internet Protokoll KELDAmed Kommentierte E-Learning Datenbank: Medizin LAN Local Area Network MWB Medizinisch Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim MySQL My Structured Query Language PDF Portable Document Format PHP Personal Home Page RFID Radio Frequency Identification RSS Really Simple Syndication SSH Secure Socket Shell SFTP SSH File Transfer Protocol SSI Server Side Includes UB Universitätsbibliotek URL Uniform Resource Locator VPN Virtuelles privates Netzwerk W-LAN Wireless Local Area Network WWW World Wide Web XML Extended Markup Language
Vorwort 10
Vorwort
Bei einem in den Jahren 2004/2005 in der Medizinisch-Wissenschaftlichen Bibliothek (MWB) Mannheim abgeleisteten Praxissemester kam ich das erste Mal mit dem Begriff „Weblog“ in Kontakt. Im Rahmen der AGMB 1 -Tagung 2004, die von der MWB Mannheim ausgerichtet wurde, lernte ich den „Medinfo Weblog“ 2 kennen. Dieser wird hauptsächlich von Dr. Oliver Obst betrieben, der bei dieser Tagung auch einen Workshop über Weblogs veranstaltete. Ich interessierte mich sofort für diese, für mich neue Technologie.
In meinem Praxissemester habe ich als Projekt, einen virtuellen Rundgang für die MWB Mannheim konzipiert und realisiert. Durch dieses Projekt fand ich Gefallen an einer EDV-technischen Aufgabenstellung, deren Konzeption und technischen Umsetzung. Der „Virtuelle Rundgang“ 3 wurde erfolgreich ins Internetangebot der MWB implementiert und durch diese Aufgabe bekam ich einen Eindruck von der Arbeitsumgebung und Arbeitsweise der MWB. Außerdem lernte ich während meines Praktikums die moderne Bibliothek und deren Mitarbeiter 4 kennen. Die gesamte Arbeitsumgebung und der Support von Seiten der MWB lernte ich zu schätzen und konnte mir gut vorstellen meine Diplomarbeit mit Unterstützung der MWB zu schreiben. Während meines Praktikum wurde angedacht, die News-Seite der MWB durch einen Weblog zu ersetzen. Ein Vorschlag seitens der MWB war, dieses Projekt im Rahmen meiner Diplomarbeit im Studiengang Bibliotheks- und Medienmanagement an der HdM zu verwirklichen. Nachdem die Einzelheiten mit der Leitung der Bibliothek, der Zweitbetreuerin, der verantwortlichen Person für den Internetauftritt der MWB und dem EDV-Fachmann, bzw. Webmaster abgeklärt waren, nahm ich dieses Angebot gerne an. Nach umfassenden Vorüberlegungen (Literaturrecherche, Planungen rund um den Weblog, Software für den Weblog vergleichen, ein Pflichtenheft erstellen, etc.) begann Mitte Juli 2005 die Bearbeitungszeit der Diplomarbeit. Etwa einmal im Monat gab es ein Treffen in der MWB Mannheim, bei dem alle relevanten Personen anwesend waren und über die Planungen, die Vorstellungen und den Stand des Projekts gesprochen wurde. Die Vorkenntnisse, welche ich mir im Praxissemester angeeignet habe, erleichterten mir die Erstellung der Arbeit. Dennoch zeigte sich im Laufe dieser Arbeit die Vielschichtigkeit und der große Umfang, so dass manche Aspekte leider aus Zeitgründen unberücksichtigt bleiben müssen und ich mich auf die wichtigen Teilbereiche konzentriert habe.
1 Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen, http://www.agmb.de/
2 http://medinfo.netbib.de/
3 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/rundgang/
4 Anm. d. Verfassers: Wenn hier und im Folgenden bei Personen von der männlichen Form gesprochen wird, soll durch diese Formulierung stets die weibliche Form mit eingeschlossen
sein.
Vorwort 11
Für die Unterstützung, die ich im Vorfeld und während der Bearbeitungszeit der Arbeit erhalten habe möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Ein besonderer Dank geht an Herrn Prof. Markus Hennies, Frau Dipl. Bibl. Barbara Göhner, Frau Martina Semmler-Schmetz (Leiterin der Bibliothek in Mannheim), Herrn Harald Schoppmann (EDV-Fachmann, bzw. Webmaster) und Frau Dorothee Boeckh (Verantwortliche Person für den Internetauftritt der MWB), die mich stets unterstützten. Da diese Arbeit auch das Ende meiner Studienzeit einläutet, möchte ich mich im Rahmen dieses Vorwortes auch bei meiner Familie und bei meiner Freundin für die Unterstützung während meiner Studienzeit und während der Erstellung dieser Arbeit bedan- ken.
1 Einleitung 12
1 Einleitung
„Generation Blogger“ - Das im Jahre 2004 erschienene Buch beschreibt u.a. den aktuellen Boom bei Weblogs und deutet mit seinem Titel an, das die jetzige Generation den Weblog als wichtigste Errungenschaft schätzen könnte, wie damals die „Generation Golf“ 5 den gleichnamigen Volkswagen.
Ein Weblog ist eine Form einer Website, die schneller, interaktiver, aktueller, authentischer, vernetzter, bunter und zudem leichter zu erstellen und zu pflegen ist als eine „normale“ Website. Meist auf Basis freier Software, entsteht eine neue unabhängige Medienform, welche die klassischen Medien ergänzt.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Realisation eines Weblogs für die Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek (MWB) Mannheim. Dabei sollen alle relevanten Aspekte, welche zur Planung und deren technischen Umsetzung gehören, behandelt werden. Bei der Konzeption werden Vorüberlegungen und Planungen angestellt. Die Realisation beschreibt und dokumentiert die reale technische Umsetzung und Implementierung des Weblogs in das Internetangebot der MWB Mannheim. Ziel der Arbeit ist die Überführung der bisherigen „Aktuelles“-Seite der MWB-Website in einen Weblog verbunden mit einer qualitativen Erweiterung des Dienstes mit dem Ergebnis einen Weblog mit optimaler Funktionalität und Layout für die MWB zu schaffen. Dabei gliedert sich diese Arbeit zunächst in allgemeine Untersuchungen über die Ausgangssituation der MWB Mannheim und den Stand der Technik im Bereich Weblogs. Anschließend wird exemplarisch am Beispiel der MWB Mannheim auf die theoretische Konzeption, sowie die praktische Umsetzung eines Weblogs eingegangen. Ein kurzer Softwarevergleich soll die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen, wie ein Weblog einzurichten ist.
Methodisch soll sowohl theoretisch, praktisch und technisch, als auch bibliothekarisch an dieses Projekt herangegangen werden. Dabei werden Fachliteratur und elektronische Quellen ausgewertet. Als im Jahre 2004 der Verfasser dieser Arbeit mit dem Begriff „Weblogs“ in Kontakt kam, gab es wenig deutsche Fachliteratur zu diesem Thema. Im Laufe des Jahres 2005 und während der Bearbeitungszeit dieser Arbeit erschienen mehrere deutschsprachige Bücher, die sich mit den Themen Weblogs, Newsfeeds, der Veränderung im Medienbereich durch Technologien wie Weblogs, und sogar mit einzelner Weblogsoftware befassen. Des weiteren werden bereits bestehende Weblogs untersucht um Anregungen zu erhalten. Auch ein Vergleich der Weblogsoftware ist Teil der Arbeit. Dieser wird mit einer Testinstallation abgeschlossen um das Funktionieren des Weblogs zu gewährleisten.
5 Bestseller-Buch von Florian Illies. Dieser nannte die Menschen, die zwischen 1965 und 1975 geboren wurden und damit in den 80er Jahren aufwuchsen, „Generation Golf“.
1 Einleitung 13
Im Fachbereich Information und Kommunikation der HdM Stuttgart gab bis zu Beginn der Bearbeitungszeit dieser Arbeit keine andere Diplomarbeit, die sich mit dem Thema Weblogs und Bibliotheken beschäftigt. Daher besteht ein Erkenntnisinteresse sowohl von Seiten der HdM Stuttgart, als auch von der MWB Mannheim, das durch diese Arbeit befriedigt werden soll. Außerdem ist das Thema dieser Arbeit für andere Bibliotheken relevant und schließt die Forschungslücke im Bereich Weblogs und Bibliotheken. Die Schwerpunkte dieser Arbeit liegen sowohl im praktischen Teil der Arbeit, als auch im theoretischen Teil. Der eingerichtete Weblog ist unter der Internetadresse http://www.ma.uni-heidelberg.de/apps/bibl/mwbnews/ veröffentlicht.
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 14
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim
2.1 Profil der MWB Mannheim
Die Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek (MWB) befindet sich zentral auf dem Gelände des Universitätsklinikums Mannheim. Die Bibliothek ist sowohl Fakultätsbibliothek der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg und gehört als solche zum Bibliothekssystem der Universität Heidelberg als auch Weiterbildungsbibliothek der Klinikum Mannheim gGmbH - Universitätsklinikum. Benutzt wird diese Ausleihbibliothek hauptsächlich von den Angehörigen der Fakultät, sowie von den Mitarbeitern des Universitätsklinikums Mannheim. Sie steht aber auch wissenschaftlich arbeitenden Ärzten, Wissenschaftlern, Studierenden und Bürgern im Raum Mannheim zur Verfügung. Träger der Bibliothek ist das Land Baden-Württemberg. 6
2.1.1 Geschichte
Die Bibliothek wurde 1922, mit Betriebsbeginn der Städtischen Krankenanstalten Mannheim, als Ärztebibliothek in einem 40 m² großen Raum eingerichtet. Damals wurde die Bibliothek von einer "Bibliotheksschwester" verwaltet. 1951 wurde sie erstmals von einer Diplom-Bibliothekarin mit einer halben Stelle organisiert und erhielt 1964 den Auftrag, neben der Versorgung des Klinikums, auch Bestände für die Medizinische Fakultät Heidelberg - Klinikum Mannheim und niedergelassenen Ärzte bereitzustellen. Es folgte ein Umzug in das Laborgebäude des Klinikums. Dies war ein Quantensprung für die Bibliothek - sie entwickelte sich langsam zur modernen "Medizinisch-Wissenschaftlichen Bibliothek". 7
2.1.2 Gegenwart
Im Jahr 2001 zog die MWB in das neuerbaute multifunktionale Forschungsgebäude der Fakultät, welches in zentraler Lage des Klinikums liegt. Sie belegt 1.300 m² Fläche im Erdgeschoss und mehrere Magazinräume im Keller. Neben den konventionellen Lese- und Arbeitsplätzen finden die Nutzer nun neben einer großzügigen Ausstattung mit EDV-Arbeitsplätzen ein Druck- und Kopierzentrum, sowie einen Gruppenarbeitsraum vor. 8
6 Vgl. MWB Mannheim (2005a)
7 ebd.
8 ebd.
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 15
Als Service bietet die MWB u.a. Dokumentlieferungsdienste, Schulungen und Führungen, Zugang zu Datenbanken und eine kommentierte E-Learning Datenbank Medizin, mit dem Akronym KELDAmed.
„Die Bibliothek versteht sich als zentrale Serviceeinrichtung und übernimmt alle Aufgaben, die eine optimal nutzerorientierte Informations- und Literaturversorgung für die Fakultät und die Klinikum gGmbH gewährleisten.“ 9
Die MWB ist technisch sehr gut ausgestattet. Den Benutzern stehen 19 Recherche-Terminals, ca. 45 Arbeitsplätze für Notebooks mit Funknetzverbindung (W-LAN 10 ) und 12 Benutzer-PCs, davon fünf Multimedia-PCs zur Verfügung. Außerdem können zwei Kopiergeräte und zwei Drucker benutzt werden. Als Bibliothekssystem ist „i3v-Library“ von der Firma GINIT im Einsatz. Derzeit findet eine Migration auf ein neues Bibliothekssystem, SISIS-SunRise mit integrierter RFID 11 -Technologie, statt. Der Systemwechsel soll zum Jahreswechsel 2005/2006 erfolgen.
Die Bibliothek arbeitet eng mit anderen regionalen Institutionen wie z.B. dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, der BG Unfallklinik Ludwigshafen und der Universitätsbibliothek Heidelberg zusammen, um u.a. die kostenlosen und schnellen Möglichkeiten der lokalen und regionalen Literaturversorgung, durch gegenseitige (elektronische) Dokumentenlieferung, zu ermöglichen. 12
Neben dem zentralen Neubau gehören 26 Instituts- und Klinikbibliotheken unterschiedlicher Größe, deren Bestände zentral verwaltet werden, zur MWB. Die zweischichtig organisierte Bibliothek soll umstrukturiert werden. Es sollen die Bestände in die MWB als Zentralbibliothek zusammengeführt werden. Die Zeitschriften sollen dann zentral untergebracht und die Bücher weitgehend zentral aufgestellt sein. In den Kliniken und Instituten soll es Handapparate mit maximal 150 Bänden geben. 13 Der MWB stehen 7,99 Stellen zur Verfügung. 14
9 MWB Mannheim (2000)
10 Wireless Local Area Network
11 Radio Frequency Identification
12 Vgl. Semmler-Schmetz, M. (2004), S. 4
13 Vgl. MWB Mannheim (2005a)
14 Vgl. Semmler-Schmetz, M. (2004), S. 26
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 16
2.1.3 Bestand
Derzeit 15 hat die Bibliothek einen Bestand von rund 46.000 Bücher aus allen Gebieten der Medizin und ihren Randgebieten. Außerdem befinden sich ca. 45.000 Zeitschriftenbände und ca. 400 laufende Zeitschriftenabonnements in der Bibliothek und den Institutsbibliotheken. Die Benutzer haben die Möglichkeit rund 1.500 Zeitschriften im Online-Zugriff zu nutzen. 16
2.1.4 Nutzerstruktur
Mehr als 1.200 aktive 17 Nutzer machten 2003 von den Angeboten der MWB Gebrauch und entliehen über 20.000 Medieneinheiten.
60% der Benutzer sind Angehörige der Fakultät, vor allem Studenten und Mitarbeiter. 20% der Benutzer sind Mitarbeiter der Klinikum gGmbH, vor allem Ärzte und Wissenschaftler.
14% sind externe Benutzer und weitere 6% lassen sich nicht diesen Benutzergruppen zuordnen. 18
Abbildung 1: Verteilung der aktiven Bibliotheksbenutzer nach Nutzergruppen
Zusätzlich werden die stark genutzten virtuellen Angebote der MWB auch von nicht angemeldeten Benutzern verwendet.
15 Stand: Juli 2005
16 Vgl. MWB Mannheim (2005a)
17 Dies sind Benutzer die 2003 mindestens einmal etwas ausgeliehen haben.
18 Vgl. Semmler-Schmetz, M. (2004), S. 8-9
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 17
2.2 Bestehende Angebote - Webseite „Aktuelles“ und E-Mail Service Newsletter
Derzeit bekommen die Nutzer aktuelle Meldungen aus und über die Bibliothek entweder über die Website der MWB Mannheim 19 , indem sie auf den Link „Aktuelles“ klicken oder in Form eines E-Mail Newsletters, den sie über den Link „Newsletter der Bibliothek“ auf der MWB-Homepage abonnieren können.
Abbildung 2: "Aktuelles" der MWB-Website 20
19 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/
20 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/news/, Zugriff: 01.08.2005
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 18
Abbildung 3: Newsletter der MWB 21
Diese beiden Möglichkeiten ergänzen sich, da die Themen dieser beiden Kanäle verschiedene Zielgruppen ansprechen. Unter „Aktuelles“ erscheinen allgemeine Nachrichten, während der Newsletter für Benutzer mit medizinischen Vorkenntnissen gedacht ist, z.B. ausgebildete Ärzte. Die Meldungen können sich aber auch überschneiden, der Umfang der Meldung kann variieren und die Meldungen können auch nur in einem Kanal veröffentlicht werden. Inhaltlich werden u.a. folgende Themen im Newsletter und unter „Aktuelles“ behandelt:
• Aktuelle Informationen aus der Bibliothek (u.a. Serviceangebote, Öffnungszeiten, etc.)
• Neuerungen bei medizinischen Portalen und Datenbanken
• Neues aus Medizin und Forschung (u.a. Forschungsergebnisse, Ausschreibungen, aber auch termingebundenes wie Kongresse, etc.)
• Neue E-Journals im Angebot campusweit zugänglicher elektronischer Zeitschriften
• Recherche- und Internettipps für Ärzte und Studierende 22
21 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/a-z/newsletter/2005/20050722.html, Zugriff: 01.08.2005
22 Vgl. MWB Mannheim (2005b)
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 19
Abbildung 4: Archiv des Newsletters 23
Bei beiden Kanälen besteht die Möglichkeit die alten Meldungen in einem Archiv nachzulesen. Beim Newsletter findet man den kompletten Text, der als Mail an die Abonnenten des Newsletters zugestellt wurde. Es werden alle verschickten Newsletter nach Datum archiviert und nichts gelöscht. Die verschickten Newsletter der letzten drei Jahre werden angezeigt.
Bei den Meldungen unter „Aktuelles“ kommt man durch einen Link „Archiv“ zu den unveränderten alten Meldungen. Manche Meldungen werden aber manuell aussortiert, da sie z.B. termingebunden waren und zu einem späteren Zeitpunkt, für die Benutzer nicht mehr interessant sind.
23 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/a-z/newsletter/, Zugriff: 10.08.2005
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 20
Abbildung 5: Archiv der aktuellen Meldungen 24
Von der technischen Seite her betrachtet sind die einzelnen Meldungen, die unter „Aktuelles“ erscheinen, durchnummerierte Textdateien. Diese Dateien sind auf dem Webserver gespeichert. Jede neue Textdatei bekommt eine aufsteigende Nummer als Dateiname zugewiesen. Per SSI 25 ausgeführtem Shell-Skript werden alle Textdateien „gesammelt“, wobei sie absteigend nach dem Dateinamen in die „Aktuelles“-Seite eingefügt werden.
Die einzelnen Bestandteile der Textdatei werden ausgelesen und entsprechend der Inhalte als Datum, Überschrift und Text auf der „Aktuelles“-Seite ausgegeben. Als SSI-Anweisung wird das Skript entsprechend bei jedem Aufruf der Webseite ausgeführt, daher ist „Aktuelles“ eine dynamisch erzeugte Webseite. Beim Newsletter handelt es sich um eine Mailingliste, bei dem die entsprechenden Meldungen per Mail an die Abonnenten des Newsletters verschickt werden. Dies geschieht in der Regel einmal in der Woche und die Abonnenten werden in einer MySQL-Datenbank verwaltet.
24 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/news/archiv/, Zugriff: 01.08.2005
25 Server Side Includes
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 21
2.3 Ziele der Weblogeinführung
Ziel der hier vorliegenden Arbeit ist die Überführung des bisherigen „Aktuelles“ der MWB-Website in einen Weblog, mit der Perspektive einer qualitativen Erweiterung des Dienstes. Das Konzept des Newsletters soll dabei unangetastet bleiben und der Service „Newsletter“ weiter in der jetzigen Form bestehen bleiben. Grund dafür ist, dass die Nutzer sich an diesen Service in E-Mail-Form gewöhnt haben und ein Medienwechsel nicht gewünscht ist. Die Bibliothek könnte einige Benutzer „verlieren“ wenn sich die Benutzer vom passiven „Push 26 -Dienst“ Newsletter auf den aktiven „Pull 27 -Dienst“ Weblog umstellen müssten.
Die Motivation der MWB, die bisherige „Aktuelles“-Seite durch einen Weblog zu erneuern, ist vielfältig:
• Imagegewinn für die Bibliothek
• Bidirektionales Kommunikationsinstrument zwischen Bibliothek und Benutzern schaffen
• Nutzer können sich leicht über einen Newsfeeds informieren
• Erleichterung bei der Pflege des Dienstes
• Höhere Usability 28
Die einzelnen oben aufgeführten Punkte sollen hier genauer beschrieben werden. Die Bibliothek erwartet sich durch die Implementierung des Weblogs, welcher vor allem im Bibliotheksbereich ein innovatives Kommunikationsinstrument ist, einen Imagegewinn, weil sie sich dann den Benutzern als innovative Bibliothek präsentieren kann. Denn auch sonst setzt die MWB auf innovative und neue Serviceangebote für die Benutzer. Als Beispiele soll hier der Virtuellen Rundgang 29 , die kommentierte E-Learning Datenbank: Medizin (KELDAmed) 30 und die Möglichkeit per W-LAN (Funknetzverbindung) ins Internet zu gelangen, genannt werden.
Des weiteren ermöglicht der Weblog die Möglichkeit, dass die Benutzer direkt, zeitnah und ortsunabhängig zu den Meldungen ihr Feedback abzugeben und somit mit der Bibliothek kommunizieren können.
Durch einen Newsfeed kann es dem Benutzer leichter gemacht werden auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Der Weblog muss dadurch z.B. durch einen RSS 31 -Feed erweitert werden. Durch ein Zusatzprogramm, einem RSS-Reader, kann er die Nachrichten bequem in diesem RSS-Reader lesen, was die Durchsicht von mehreren
26 Engl. wörtl. bringen
27 Engl. wörtl. holen
28 Engl. wörtl. Benutzerfreundlichkeit
29 http://www.ma.uni-heidelberg.de/bibl/rundgang/
30 http://www.ma.uni-heidelberg.de/apps/bibl/KELDAmed/
31 Really Simple Syndication
2 Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek Mannheim 22
bequem in diesem RSS-Reader lesen, was die Durchsicht von mehreren Weblogs oder Webseiten stark vereinfacht.
Eine Erleichterung bei der Pflege der News kann durch die leichtere Archivierung der Meldungen beim Weblog mittels einer automatischen Einsortierung der Nachrichten nach Monaten und durch eine thematische Einsortierung manuell nach Kategorien geschehen. Ferner ist der Weblog bei der Eingabe der Meldungen leichter und schneller zu bedienen.
Ein anderer Vorteil ist eine höhere Usability durch die Bündelung der Meldungen. Denn ein Weblog ist leicht zu bedienen und diese Plattform wird stetig beliebter. Außerdem erkennen immer mehr Studierende und Wissenschaftler den Vorteil von Newsfeeds und können dadurch die aktuellen Meldungen sich bequem per Newsreader auf den PC laden.
3 Weblogs 23
3 Weblogs
3.1 Definition
Eine einheitliche Definition des Begriffs „Weblog“ gibt es nicht. Für den Begriff gibt es vielfältige Definitionen und Beschreibungen. Eine weitverbreitete Definition des Begriffes „Weblog“ befindet sich im folgenden Absatz. 32
Das Wort „Weblog“, meist auch in der Kurzform „Blog“, setzt sich aus den Begriffen „Web“ und „Log“ zusammen. Dabei steht der Begriff „Web“ für das World Wide Web, der Begriff „Log“ ist die Abkürzung für ein Logbuch 33 . Es gibt zwei Merkmale, die eigentlich jeder Weblog besitzt. Einerseits besitzen alle Einträge in diesen Netztagebüchern einen Zeitstempel, sie sind also mit einem Datum versehen. Dadurch können die Einträge chronologisch sortiert werden, so dass der neueste Beitrag oben erscheint. Ein weiteres Merkmal ist, dass Grundlage eines Weblogs ein Softwaresystem steht, das einmal eingerichtet werden muss und dann für die Eingabe der Meldungen und zur Verwaltung des Weblogs benutzt wird. 34
Menschen, die mittels eines Weblogs Inhalte im Internet veröffentlichen, werden „Blogger“ genannt, sie „bloggen“. Die „Blogssphäre“ ist nicht nur die Gesamtheit aller Blogs, sondern schließt neben den Diskussionen in Blogs, auch Diskussionen über Blogs in anderen Medien, ihre Wahrnehmung und ihren Einfluss ein. 35 Einige Definitionen und Meinungen sollen hier angeführt werden um einen Eindruck von den unterschiedlichen Aspekten und der Bandbreite der Plattform Weblog zu erhalten. Kosack, Raimer 36 :
„Prinzipiell sind Weblogs persönliche Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites enthalten. Die Bemerkungen sind oft witzig und sarkastisch. Die Idee ist aus dem Brauch entstanden, Freunden und Bekannten E-Mails mit interessanten Sites zu schicken. Bei den meisten Weblogs wird nach dem Tagebuch-Prinzip der letzte Eintrag an der Spitze platziert. Oft werden sie täglich ergänzt. So entstehen lange fortlaufende Sites, in denen man aber über Themen und
32 Vgl. Koch, M. C. & Haarland, A. (2004), S. 21
33 Ein Logbuch ist ein Tagebuch, in das chronologisch Ereignisse und Beobachtungen an Bord eines Schiffes eingetragen werden.
34 Vgl. Koch, M. C. & Haarland, A. (2004), S. 21
35 Vgl. Plastic Thinking (2005a)
36 Kosack, R. (o.J.)
3 Weblogs 24
Suchbegriffe navigieren kann. Außerdem gibt es eigentlich fast immer Angaben zu der Person des Autors.
Weblogs sind also eine Mischung aus Newsgroup, Messageboard und privater Homepage. Mit der extra entwickelten Software sind sie leicht und trotzdem individuell oder grafisch anspruchsvoll zu gestalten. User können gegenseitig Mitglied in Weblogs werden und dann an der Site mitarbeiten. Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Reputationmanagern ist ihr persönlicher Ton und ihre breite Zugänglichkeit.“ Möller, Erik 37 :
„In gewisser Weise repräsentieren Blogs das Web, wie es von Anfang an gedacht war: ein Massenmedium, kontrolliert durch die Massen, in dem jeder gehört wird, der etwas zu sagen hat und den Schneid, es zu sagen.“
Blood, Rebecca 38 (Übersetzung von Funglewicz, Marion): „Ein Weblog ist zugleich eine Form und ein Format: Eine oftmals geupdatete Website, die User-Kommentare enthält; umgekehrt chronologisch angeordnet, also der jeweils aktuellste Eintrag zuoberst. Diese simple Form ist unendlich erweiterbar und ausbaubar; Weblogs haben ein riesiges Potential für professionellen und privaten Gebrauch. Computer und mobile Kommunikationstools helfen dabei, Weblogs sehr leicht Handzuhaben: Sie haben die Fähigkeit, ganze Geschäftsabläufe zu organisieren, soziale Bindungen zu schaffen und zu festigen, das World Wide Web zu „filtern“ und eine Plattform zu generieren, auf der jeder User, der es möchte, auf einfachste Art seine Weltanschauung, Ideen und Gedanken publizieren kann.“
Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückeroberung des Netzes 39 : „Das Blog (eigentlich Weblog) ist ein webbasierendes System, das aus einzelnen Nachrichten eine persönliche Web-Chronik des Betreibers (des „Bloggers“) macht. Das System wirkt wie ein Sensor, der dessen Ereignisse, Erlebnisse und Gedanken - die Funde des Bloggers - filtert, aufbereitet und wie eine Kolumne an sympathisierende Leser heranbringt. Blogs können auch das Schreiben mehrerer Teilnehmer zulassen oder erlauben, dass Beiträge kommentiert oder diskutiert werden. Die Qualität des Weblogs liegt in der Filterung und Weitergabe aktueller Nachrichten, in einer Art seismischer Qualität.“
37 Möller, E. (2005a), S. 115
38 Koch, M. C. & Haarland, A. (2004), S. 21
39 Online-Communities (2003), S. 23
Arbeit zitieren:
Daniel Gebauer, 2005, Konzeption und Realisation eines Weblogs für die MWB Mannheim, München, GRIN Verlag GmbH
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