Die Axel Springer AG II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Das Unternehmen 1
2.1 Historie und aktuelle Situation 1
2.2 Unternehmensgründer Axel Springer 3
2.3 Unternehmenswerte und -strategien 5
3. Erfolgsfaktoren im Kerngeschäft 6
3.1 Produktpolitik 6
3.1.1 BILD und BILD am Sonntag 6
3.1.2 Andere Tages- und Sonntagszeitungen 8
3.1.3 Zeitschriften 9
3.1.4 Presseprodukte als Werbeträger 12
3.2 Preispolitik 13
3.2.1 Preisbindung 13
3.2.2 Kostenvorsprung 13
3.2.3 Preisführerschaft 14
3.3 Distributionspolitik 15
3.3.1 Technik und Logistik 15
3.3.2 Vertriebswege 16
3.3.2.1 Abonnement-Vertrieb 16
3.3.2.2 Pressegroßhandel 17
3.4 Kommunikationspolitik 18
3.4.1 Absatzförderung 18
3.4.2 Werbung 19
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Die Axel Springer AG
III
4. Wege in die Zukunft……………………………………………………. 19 4.1 Internationalisierung………………………………………………... 19 4.2 Digitalisierung……………………………………………………… 20 4.3 Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG………………………... 20
5. Fazit…………………………………………………………………….. 21
Anhangverzeichnis………………………………………………………… 22 Anhang……………………………………………………………………... 23 Literatur- und Quellenverzeichnis…………………………………………. 41
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Die Axel Springer AG
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abo Abonnement Abb. Abbildung AG Aktiengesellschaft AS Axel Springer ASV Axel Springer Verlag Aufl. Auflage B.Z. Berliner Zeitung, aber Originaltitel ist B.Z. BamS BILD am Sonntag bzw. beziehungsweise EBITA Earnings before Interest, Taxes and Amortization
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung f folgende ff fortfolgende Hrsg. Herausgeber jr. junior k.A. keine Angabe mbH mit beschränkter Haftung Mio. Millionen Mrd. Milliarden Nr. Nummer o.V. ohne Verfasser S. Seite(n) u.a. und andere / unter anderem v. vom vgl. vergleiche WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung z.B. zum Beispiel
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Die Axel Springer AG
V
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Sechs Schlüssel für profitables Wachstum……………..... 5
Abbildung 2: Zeitschriften der BILD-Markenfamilie………………….. 10 Abbildung 3: Vertriebswege von Presseerzeugnissen………………….. 16
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1. Einleitung
Der Axel Springer Verlag ist der größte europäische Zeitungsverlag und seit fast sechzig Jahren ein Erfolgsunternehmen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Erfolg dieses Konzerns und untersucht worin die Faktoren des Erfolgs liegen. Dazu werden zunächst das Unternehmen, seine Geschichte und die heutige Situation des Verlags betrachtet. Ein „Erfolgsfaktor“ in der Geschichte des Unternehmens war sicher auch der Gründer Axel Springer. Deshalb sollen auch seine Person, sein Wirken, sein Einfluss und seine Ideen zum Gegenstand dieser Arbeit werden. Der Hauptteil der Arbeit untersucht den Marketing-Mix des Unternehmens auf die Faktoren, die seinen Erfolg gewährleisten.
Mit einem Blick auf die Unternehmensstrategien erfolgt eine Betrachtung der zukunftgerichteten Aktivitäten des Verlags, die seinen Erfolg langfristig sichern sollen.
In einem abschließenden Fazit werden die wesentlichen Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst und die Lage des Unternehmens bewertet.
2. Das Unternehmen
2.1 Historie und aktuelle Situation
Der Axel Springer Verlag wurde 1946 in Hamburg von seinem Namensgeber und dessen Vater Hinrich gegründet 1 . Als erste Publikationen aus dem Hause Springer erschienen in diesem Jahr die Nordwestdeutschen Hefte und kurze Zeit später auch die Hörzu. Die Hörzu, die 1946 als Programmzeitschrift für den Rundfunk mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren startete, wurde schnell zum Erfolgsprodukt des jungen Unternehmens. 2 Die Auflagenkurve verlief steil nach oben und bereits 1950 erhöhte sich die Auflage auf eine Million Exemplare. 3 Mit dem Start des Fernsehens in Deutschland zwei Jahre später stieg der Verkauf noch einmal deutlich und erreichte teilweise eine Auflage von über drei Millionen. Die Hörzu wurde zur „Cash Cow“ des Unternehmens. Die erste Tageszeitung, die der ASV herausbrachte war 1948 das Hamburger Abendblatt, das regional schnell hohe Marktanteile erzielte.
1 Vgl. Jacobi, Claus: 50 Jahre Axel Springer Verlag, 1996, S. 23.
2 Vgl. Jürgs, Michael: Der Fall Springer, 1995, S. 135.
3 Vgl. Kruip, Gudrun: Das "Welt"-"Bild" des Axel Springer Verlags, 1999, S. 81.
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„Heute kostenlos, ab morgen überall für 10 Pfennig“ 4 , erschien am 24. Juni 1952 erstmals das bis heute wichtigste Presseprodukt des Verlags und gleichzeitig das erfolgreichste Deutschlands - die BILD. Bis 1966 stieg die verkaufte Auflage von anfänglich 250.000 auf über fünf Millionen Exemplare. 5 1956 ergänzte man die werktäglich erscheinende BILD um die BILD am Sonntag. Bis in die 60er Jahre expandierte das Unternehmen weiter. Neue Zeitungen und Zeitschriften kamen hinzu. Man übernahm beispielsweise den Verlag „Die Welt“ und den traditionsreichen Berliner Ullstein-Verlag. Ende der 60er gerieten der Verlag und die Person Axel Springer durch ihre hohe Macht bezüglich der Meinungsbildung und ihrer politisch konservativen Haltung vermehrt in die Kritik. Daraufhin wurden mehrere Titel eingestellt oder verkauft.
1970 werden die zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften zusammengefasst und in die Axel Springer AG umgewandelt. Im Jahr 1985 wird der Börsengang vollzogen. In diesem Jahr stirbt auch der Verlagsgründer Axel Springer. 6
In den 80er Jahren erscheinen auch die ersten Zeitschriften der Bild-Gruppe mit Bild der Frau, Auto Bild und Sport Bild. Der Verlag beginnt damit Beteiligungen an Radio- und Fernsehunternehmen zu erwerben und somit neue Wege im Mediengeschäft zu gehen.
In den 90er Jahren beginnt das Unternehmen vermehrt damit seine Aktivitäten außerhalb Deutschlands zu erweitern. Neue Titel wie Computer Bild und Computer Bild Spiele erscheinen erstmals.
Am Anfang des neuen Jahrtausends sieht sich die Pressebranche in Deutsch-land mit der schwersten Krise der vergangenen fünf Jahrzehnte konfrontiert. 7 Besonders davon betroffen ist das Haus Springer. Das Verlagshaus steckt 2002 in der tiefsten Krise seiner Geschichte und wird als „Sanierungsfall“ 8 bezeichnet. Seit 2001 versucht der neue Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner die Missstände im Unternehmen zu beseitigen. Als Probleme des Unternehmens galten zu hohe Beschäftigtenzahlen im Zeitungsgeschäft, zu wenig Einfluss im
4 Müller, Hans Dieter: Der Springer Konzern, 1968, S. 74.
5 Vgl. Naeher, Gerhard: Axel Springer, 1991, S. 95.
6 Vgl. Jacobi, Claus: 50 Jahre Axel Springer Verlag, 1996, S. 209 ff.
7 Vgl. o.V.: Springer steigt im Weltmarkt in die Top 25 auf, in: Die Welt v. 06.08.2005.
8 Boldt, Klaus: Axels Rächer, in: Manager Magazin, Nr. 4/02, S. 96.
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Fernsehgeschäft, zu geringe Marktanteile auf dem Büchermarkt und schlechte Umsätze im Auslandsgeschäft. 9
Zum heutigen Zeitpunkt sind diese Probleme beseitigt oder es wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die absolute Beschäftigtenzahl wurde (ohne betriebsbedingte Kündigungen) um über tausend Mitarbeiter auf 10.700 gekürzt. Im Fernsehgeschäft steht die Übernahme von ProSiebenSat.1 Media kurz bevor. Man zog sich komplett aus dem Büchergeschäft zurück und verkaufte 2003 den Buchverlag Ullstein Heyne List. Das Auslandsgeschäft wurde stabilisiert und erweitert.
Im Jahr 2004 erzielte die Axel Springer AG ihr bestes Ergebnis seit ihrem Bestehen. Der Umsatz stieg auf 2,402 Mrd. Euro (2003: 2,321 Mrd.). Das um Sondereffekte bereinigte EBITA stieg um 55,9 % auf den historischen Höchst-stand von 335,8 Mio. Euro (2003: 215,4 Mio.). Der hohe Anstieg ist zum Teil auf einen Ergebnisbeitrag durch eine Zahlung aus dem Insolvenzverfahren gegen Kirch Media zurückzuführen. Aber auch ohne die Berücksichtigung dieses Beitrags, stieg das EBITA auf 243,2 Mio. Euro. 10
„Europas größter Zeitungsverlag“ 11 steht besser da als je zuvor. Kritiker und Konkurrenz befürchten inzwischen schon wieder, der Verlag könne im deutschen Mediengeschäft zu mächtig werden.
2.2 Unternehmensgründer Axel Springer
Axel Cäsar Springer (1912-1985) prägte die Erfolgsgeschichte seines Verlages wie keine andere Person. Deshalb ist eine Betrachtung seines Werks ohne einen Blick auf sein Leben nicht möglich.
Früh erlernte er das Verlagsgeschäft im Hammerich & Lesser Verlag, den sein Vater bereits 1909 gekauft hatte. 12 Für den politisch unbelasteten Axel Springer war es in der Nachkriegszeit nicht schwer durch die britische Besatzungsmacht Lizenzen zu erhalten für die Herausgabe von Zeitschriften. Schon kurz nach
9 Vgl. Boldt, Klaus: Kurz vorm Desaster, in: Manager Magazin, Nr. 9/01, S. 31.
10 Vgl. o.V.: Geschäftsbericht 2004, Axel Springer Verlag, im Internet:
http://www.axelspringer.de/inhalte/pdf/geschber/04/gb_d_kpl_es_8.3.05.pdf, S. 28 ff.
11 o.V.: Der Axel-Springer-Verlag, Süddeutsche Zeitung Online, im Internet:
http://www.sueddeutsche.de/artikel/123/58065/print.html, 05.08.2005.
12 Vgl. Kruip, Gudrun: Das "Welt"-"Bild" des Axel Springer Verlags, 1999, S. 73.
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der Gründung seines Verlages wurden seine Produkte zu Erfolgen. Dabei ließ ihn der Wunsch, eine überregionale Zeitung herauszubringen, nicht los. Mit seinem journalistischen Gespür für die Bedürfnisse der Leser schuf er nach dem Vorbild des „Daily Mirror“, der damals die erfolgreichste Tageszeitung Europas war, die BILD. 13 Bei den meisten der durch ihn initialisierten Publikationen, zeigte sich, dass Springer „unter allen Verlegern von Zeitungen und Zeitschriften, der mit der auflagenempfindlichsten Nase“ 14 war. Seinem Gespür für die Leser entsprach auch sein Gespür für die richtigen Leute, die er in sein Unternehmen holte um seine Redaktionen und das Unternehmen zu leiten. 15
Bis 1958 war Axel Springer relativ unpolitisch gewesen und hatte dies auch von seinen Zeitungen und Zeitschriften gefordert. In diesem Jahr „reiste er nach Moskau, um dort Interesse für die Wiederherstellung der deutschen Einheit in Freiheit zu erwecken, holte sich jedoch eine Abfuhr von Kreml-Chef Chruschtschow“ 16 . Seit diesem Erlebnis lebte Springer seine politischen Überzeugungen aus und gab diese später auch als Unternehmensgrundsätze (siehe Anhang) vor. Aufgrund seiner konservativen, patriotischen und christlichen Haltung wurde Springer zum Feindbild der Studentenbewegung der 60er („Enteignet Springer“). Deshalb bezeichnete er sich selbst auch als den „meistangegriffenen Mann der Bundesrepublik“ 17 .
Nach den Anfeindungen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre und dem Selbstmord seines Sohnes Axel Springer jr. 1980 zog er sich aus dem aktiven Geschäft mehr und mehr zurück.
Als er 1985 starb hinterließ er ein Testament in dem er verfügte, dass die Mehrheit der Aktienanteile bis 2015 in Familienbesitz bleiben müsse. 18 Deshalb ist die Familie Springer (in Person von Friede Springer) noch heute Hauptaktionär der Aktiengesellschaft.
13 Vgl. Naeher, Gerhard: Axel Springer, 1991, S. 90.
14 Jürgs, Michael: Heiliges Monster, in: Süddeutsche Zeitung v. 22.09.2005, zitiert nach
Augstein, Rudolf.
15 Vgl. Jürgs, Michael: Der Fall Springer, 1995, S. 164.
16 Naeher, Gerhard: Axel Springer, 1991, S. 9.
17 o.V.: Axel Cäsar Springer, in: Der Spiegel, Nr. 25/1995, S. 59.
18 Vgl.: Naeher, Gerhard: Axel Springer, 1991, S. 568.
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2.3 Unternehmenswerte und -strategien
Als Schlüssel zu einem profitablen Wachstum hat der ASV Unternehmenswerte und -strategien formuliert.
Abb.1: Sechs Schlüssel für profitables Wachstum
Quelle: o.V.: Geschäftsbericht 2004, Axel Springer Verlag, im Internet: http://www.axelspringer.de/inhalte/pdf/geschber/04/gb_d_kpl_es_8.3.05.pdf, S. 24.
Die genannten Werte sind: „Kreativität als entscheidende Voraussetzung für den journalistischen und geschäftlichen Erfolg, Unternehmertum im Sinne des ideenmutigen, eigenverantwortlichen und ergebnisorientierten Handelns der Mitarbeiter und Führungskräfte sowie Integrität gegenüber dem Unternehmen, den Lesern, den Kunden, den Mitarbeitern, den Geschäftspartnern und den Aktionären“ 19 .
Um die Bedeutung der Unternehmensstrategie zu verdeutlichen sei hier eine Definition des Begriffs nach Chandler zitiert: „Strategie ist die Festlegung der grundsätzlichen langfristigen Ziele und Intentionen des Unternehmens sowie das Verfolgen von Aktionsrichtungen und die Zuteilung von Ressourcen, die zur Verwirklichung der Strategie benötigt werden.“ 20
19 o.V.: Auf einen Blick, Axel Springer Verlag, im Internet: http://www. axelspringer.de/
inhalte/pdf/Axel%20Springer%20AG_Auf%20Einen%20Blick.pdf, S. 8.
20 Raps, Andreas: Erfolgsfaktoren der Strategieimplementierung, 2004, S. 13, zitiert nach
Chandler jr., A.D., Strategy and Structure,1962, S. 13.
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Arbeit zitieren:
Markus Farnung, 2005, Die Axel Springer AG - Unternehmensstrategien und Erfolgsfaktoren im Marketing-Mix, München, GRIN Verlag GmbH
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