1. Einleitung
Diese Hausarbeit im Rahmen der Veranstaltung "Medienwirtschaft und Medienorganisation am Beispiel Bertelsmann" beleuchtet die Produktlinie Bertelsmann Music Group (im Folgenden BMG genannt).
Um die BMG Entertainment in die Bertelsmann AG einzuordnen, ist es unerlässlich, zu Beginn dieser Arbeit zunächst den Mutterkonzern kurz vorzustellen und einen kurzen Überblick über die einzelnen Produktlinien des Medienkonzerns zu geben.
Die BMG Entertainment wird v.a. am Beispiel der BMG Entertainment Germany vorgestellt, bevor eine Bewertung des Musikkonzerns durch die Autorin vorgenommen wird. Ziel der Bewertung ist es, die Vor- und Nachteile der vertikalen Integration der BMG Entertainment aufzuzeigen, die gleichzeitig, aufgrund der ähnlichen Organisationsstruktur, bei allen großen Musikkonzernen auftreten.
Die Arbeit endet mit einem Ausblick auf die Tätigkeit der BMG Entertainment im Bereich Multimedia, wobei der Schwerpunkt hier v.a. auf den in den letzten Monaten diskutierte Versuch der Musikkonzerne, dem Konsumenten "Audio on Demand" zu bieten, liegt.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Mutterkonzern der BMG Entertainment: Die Bertelsmann AG
2.1 Geschichte der Bertelsmann AG - Ein kurzer Überblick
2.2. Bertelsmann AG - Konzernüberblick
2.2.1 Aufbau, Organisation und Umsatz 1998/1999
2.2.2 Die Produktlinien der Bertelsmann AG
3. Die BMG Entertainment
4. Exkurs: Major-Companies - Zur Struktur der internationalen Musikbranche
5. „Act local - think global“ - Die BMG als multinationales Unternehmen
6. Die Aufgaben der Landesgesellschaft BMG Entertainment Germany, die operativen Abteilungen und jeweiligen Unternehmen
7. Vertikale Integration und Konzentrationstendenzen im Musikgeschäft: Vor- und Nachteile
7.1 Vorteile der großen Musikkonzerne
7.2 Nachteile der großen Musikkonzerne
8. Musik im Netz - Chancen und Risiken für die Tonträgerindustrie
9. Schlußbemerkung
10. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit analysiert die BMG Entertainment als Produktlinie innerhalb der Bertelsmann AG, um die Organisationsstruktur und die strategische Ausrichtung eines multinationalen Musikkonzerns zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Vor- und Nachteile der vertikalen Integration in der Musikbranche sowie die Auswirkungen der Massenmarktstrategie im Kontext zunehmender Digitalisierung und globaler Konkurrenz.
- Struktur und Konzernanbindung der Bertelsmann Music Group (BMG)
- Die Marktbedeutung von Major-Companies in der internationalen Musikwirtschaft
- Multinationale Strategien und die Rolle lokaler Landesgesellschaften
- Vor- und Nachteile der vertikalen Integration in der Tonträgerindustrie
- Herausforderungen durch die Digitalisierung und das Internet („Audio on Demand“)
Auszug aus dem Buch
A & R / Produktentwicklung
„A & R“ steht als Abkürzung für „Artist & Repertoire“ und ist eine der Kernaufgaben der Tonträgergesellschaft. Sie umfaßt die gesamte Arbeit der Produktentwicklung und wird in nationale und internationale A & R-Arbeit unterteilt. „Aufgabe der nationalen A&R-Abteilung ist die Beschaffung und Entwicklung von eigenem lokalem Repertoire. Dies beinhaltet konkret vor allem den direkten Kontakt zu Künstlern, die Budgetierung und Betreuung der Produktion sowie die Vorbereitung eines Produktes zur Vermarktung (...).“
Bei der internationalen A&R-Arbeit fällt die Suche nach neuen Produkten sowie deren Aufbau weg. Hier wird lediglich ein bereits bestehendes Produkt an die Bedürfnisse des Inlandsmarktes angepaßt und der Künstler betreut, sofern er sich im Inland aufhält.
Das Unternehmen BMG Ariola München (gegründet 1958) besitzt das größte und erfolgreichste Repertoire an nationalen Künstlern der BMG Entertainment in Deutschland. BMG Ariola München arbeitet mit zahlreichen eigenen Labeln und nationalen sowie internationalen Labelpartnern in der Kooperationsform eines Joint-Ventures zusammen. Das Artist-Roster, das Verzeichnis aller unter Vertrag stehenden Künstler, umfaßt Künstler aus unterschiedlichsten Musikbereichen wie Rock und Pop, Dance und Techno, Schlager und Volksmusik. Einige nationale Künstler wie z.B. die Band ´N`SYNC und Snap! sind bzw. waren auch international erfolgreich, d.h. sie wurden in das Repertoire der A&R-Abteilungen von ausländischen Schwesterngesellschaften aufgenommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des Untersuchungsgegenstandes BMG und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Der Mutterkonzern der BMG Entertainment: Die Bertelsmann AG: Überblick über die Geschichte, Organisation, Produktlinien und die finanzielle Situation des Bertelsmann-Konzerns.
3. Die BMG Entertainment: Detaillierte Darstellung der Unternehmensbereiche und der Rolle der BMG innerhalb der Bertelsmann AG.
4. Exkurs: Major-Companies - Zur Struktur der internationalen Musikbranche: Definition und Marktanalyse der weltweit führenden Musikunternehmen.
5. „Act local - think global“ - Die BMG als multinationales Unternehmen: Analyse der multinationalen Strategie und der Anpassung an lokale Märkte.
6. Die Aufgaben der Landesgesellschaft BMG Entertainment Germany, die operativen Abteilungen und jeweiligen Unternehmen: Beschreibung der spezifischen Aufgabenbereiche der deutschen Niederlassung sowie ihrer operativen Einheiten.
7. Vertikale Integration und Konzentrationstendenzen im Musikgeschäft: Vor- und Nachteile: Kritische Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen von Unternehmenskonzentrationen.
8. Musik im Netz - Chancen und Risiken für die Tonträgerindustrie: Diskussion der Auswirkungen der Internetnutzung und der Digitalisierung auf das Geschäftsmodell der Musikbranche.
9. Schlußbemerkung: Fazit über die Zukunftsfähigkeit der BMG Entertainment im Lichte der digitalen Transformation.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
BMG Entertainment, Bertelsmann AG, Musikbranche, Major-Companies, vertikale Integration, A&R, Tonträgerindustrie, Globalisierung, Act local think global, Musikverlage, Digitalisierung, Internet, Audio on Demand, Marktnischen, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Medienwirtschaft und Medienorganisation am Beispiel der BMG Entertainment, einer Produktlinie des Bertelsmann-Konzerns.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den Konzernaufbau, die Musikmarktstruktur, multinationale Strategien, vertikale Integration und die Herausforderungen durch das Internet.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Aufbau und die Organisation der BMG Entertainment zu beleuchten und die Vor- und Nachteile der vertikalen Integration im globalen Musikgeschäft zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse und Literaturrecherche zu den Themen Medienorganisation, Betriebswirtschaftslehre und Musikwirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die interne Struktur der BMG, ihre operativen Abteilungen in Deutschland, das Konzept der Major-Companies und den digitalen Wandel der Musikbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen vertikale Integration, Major-Companies, BMG Entertainment, Musikmarkt, Globalisierung und Digitalisierung.
Warum ist die „Act local - think global“-Strategie für die BMG wichtig?
Sie ermöglicht es der BMG, globale Synergien zu nutzen und gleichzeitig flexibel auf lokale kulturelle Präferenzen und Trends in verschiedenen Märkten zu reagieren.
Welche Rolle spielen „Independents“ im Vergleich zu großen Musikkonzernen?
Independents agieren meist in Nischen, die von den großen Konzernen aufgrund ihrer auf Massenmarkt ausgerichteten Starrheit nicht oder nur schwer bedient werden können.
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- Maike Schnell (Author), 2000, Die BMG Entertainment: Medienwirtschaft und -organisation eines multinationalen Musikkonzerns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5245