Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung................................................................................................................1
2 F&E-Kooperation – Ein Überblick ......................................................................3
2.1 Begriffsabgrenzung ......................................................................................3
2.2 Formen der F&E-Kooperation .....................................................................3
2.3 Chancen und Risiken ...................................................................................5
3 Theoretische Erklärungsansätze ..........................................................................7
3.1 Transaktionskostentheorie............................................................................7
3.2 Spieltheorie ..................................................................................................9
3.3 Ressourcentheorie ......................................................................................10
4 Theoretische und praktische Lösungsansätze ...................................................13
4.1 Allgemeine Erfolgsfaktoren .......................................................................13
4.2 Intraorganisatorische Erfolgsfaktoren........................................................15
5 Schlussfolgerung und Ausblick...........................................................................18
Literaturverzeichnis......................................................................................................19
Abkürzungsverzeichnis
F&E Forschung und Entwicklung
F&E-Kooperation Forschungs- und Entwicklungskooperation
1
1 Einleitung
Die generell steigenden Entwicklungskosten, die rapide technologische Zerstreuung, die Verkürzung der Produktlebenszyklen, Produkt- und Marktunsicherheiten und die Glo- balisierung beeinflussen den Wettbewerb nachhaltig. Viele Unternehmen betrachten Kooperationen als vielversprechende Methode zur Nutzung unternehmensübergreifen- der Synergien (vgl. Eisenhardt/Galunic 2000, S. 91; Tyler/Steensma 1995, S. 43). Aus diesem Grund hat in den letzten beiden Jahrzehnten ein rapides Wachstum der Anzahl dieser Partnerschaften stattgefunden (vgl. Angel 2002, S. 335).
Doch viele Manager sind mit den Ergebnissen unzufrieden (vgl. Shrader 2001, S. 46). Über 40% der Befragten einer Untersuchung von Littler et al. (1995, S. 30) waren der Meinung, dass F&E-Kooperationen zu steigenden Kosten und einer verminderten Effi- zienz im Produktentwicklungsprozess führen. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangten Ragatz et al. (1997, S. 193) in einer Studie über F&E-Kooperationen mit Lieferanten. Hier waren fast ein Drittel der Befragten der Ansicht, dass die Ergebnisse der Koopera- tion hinter den Erwartungen zurück blieben. Andere Autoren gehen sogar von einer Misserfolgsrate von bis zu 60% aus (vgl. Faems et al. 2005, S. 238; Link/Marxt 2003, S. 71).
Handfield et al. (1999) resümiert, dass „ … many companies realize the importance of supplier integration but have not yet discovered the means to successfully implement it“ (S. 80-81).
Die erfolgreiche Nutzung von unternehmensübergreifenden Synergien bei der Einbindung von Lieferanten in den Produktentwicklungsprozess verlangt demzu- folge nach der Kenntnis aller relevanten Faktoren, sowie nach einer wohl durch- dachten und geplanten Herangehensweise.
Diese Hypothese soll im Folgenden bearbeitet und belegt werden. Dazu schafft Kapitel
2 einen allgemeinen Rahmen bezüglich F&E-Kooperationen mit Lieferanten. Kapitel 3
betrachtet die Rolle verschiedener Theorien bei der Erörterung der bereits genannten
2
Hypothese. Kapitel 4 geht zunächst auf allgemeine Erfolgsfaktoren ein, um dann weite-
re organisatorische Indikatoren, die bis zum jetzigen Zeitpunkt weniger Beachtung er-
fahren haben, zu untersuchen. Kapitel 5 soll die Ergebnisse zusammenfassen und einen
Ausblick auf weitere Ansätze geben.
3
2 F&E-Kooperation – Ein Überblick
2.1 Begriffsabgrenzung
Im Mittelpunkt der F&E-Kooperation steht die Innovation (vgl. Hagedoorn 2002, S. 478). Garcia und Calantone (2002) beschreiben Innovation als „ … an iterative process initiated by the perception of a new market and/or new
service opportunity for a technology-based invention which leads to development,
production, and marketing tasks striving for the commercial success of the inven-
tion” (S. 112).
Die Definition von Kooperation gestaltet sich schwierig. Denn aufgrund der Heteroge- nität der Formen, die in Kapitel 2.2 betrachtet werden, gibt es diesbezüglich wenige Übereinstimmungen (vgl. Hardy et al. 2005, S. 58; Rüdiger 1998, S. 26). Aus der Viel- zahl möglicher Definitionen soll im Folgenden eine für den Zweck dieser Arbeit ange- passte Begriffsabgrenzung hergeleitet werden.
Eine F&E-Kooperation ist laut Tether (2002, S. 947) die aktive Teilnahme eines Unter- nehmens an gemeinsamen F&E-Projekten mit anderen Organisationen. Dabei tauschen die Kooperationspartner nach Tyler und Steensma (1995, S. 44) unterschiedliche Res- sourcen und technologisches Wissen aus. Dies wiederum dient der Entwicklung, Pro- duktion und Einführung von neuen Produkten, Prozessen, Systemen und Servicemög- lichkeiten (vgl. Abetti 1989, S. 37). F&E-Kooperation wird nun wie folgt definiert:
Eine F&E-Kooperation ist die aktive Teilnahme eines Unternehmens an gemeinsamen F&E-Projekten mit anderen Organisationen – hier Lieferanten. Dabei werden Ressour- cen und technologisches Wissen ausgetauscht, um neue Produkte, Prozesse, Systeme und Servicemöglichkeiten zu entwickeln, zu produzieren und einzuführen.
2.2 Formen der F&E-Kooperation
Forschungs- und Entwicklungskooperationen (F&E-Kooperationen) können in horizon- taler, vertikaler und diagonaler Form auftreten. Man spricht von horizontalen F&E-
4
Kooperationen, wenn Unternehmen Partnerschaften mit direkten Wettbewerbern einge- hen. Eine diagonale F&E-Kooperation entsteht bei der Zusammenarbeit mit Universitä- ten oder Forschungseinrichtungen. Demgegenüber kommt es zu einer vertikalen F&E- Kooperation, wenn ein Unternehmen mit einem anderen Unternehmen zusammenarbei- tet, welches in der Wertschöpfungskette über oder unter dem Unternehmen angeordnet ist. Das heißt, der Kooperationspartner ist entweder ein Kunde oder ein Lieferant (vgl. Backes-Gellner et al. 2005, S. 107; Specht et al. 2002, S. 396).
Bei der Betrachtung von vertikalen F&E-Kooperationen ist sich jedoch die Literatur über die genaue Bedeutung eines Lieferanten im Vergleich zu einem Kunden weitge- hend uneins. Während Fritsch und Lukas (2001, S. 302) zu dem Ergebnis gelangen, dass F&E-Kooperationen mit Kunden häufiger stattfinden, kommt Harabi (2002, S. 101) zu dem Schluss, dass weit mehr Lieferanten als Kooperationspartner ausgewählt werden. Im Allgemeinen lässt sich die Wichtigkeit der vertikalen F&E-Kooperationen mit Lieferanten aber nicht bestreiten. Ein in der Literatur häufig genanntes Argument dafür ist, dass der Kostenanteil des eingekauften Materials an den produzierten Endpro- dukten meist mehr als 50% beträgt (vgl. Handfield et al. 1999, S. 59; Ragatz et al. 1997, S. 191).
Vertikale F&E-Kooperationen mit Lieferanten können in verschiedenen Formen auftre- ten. Insbesondere der informelle Austausch von Informationen, vertragliche Partner- schaften und gemeinsame Entwicklungsteams werden als Kooperationsform gewählt. Daneben existieren weitere Formen wie z.B. Joint Ventures (Gemeinschaftsunterneh- men) oder die Vergabe von Forschungs- oder Entwicklungsaufträgen. Die Zahl der Joint Ventures ist jedoch in den letzten Jahren stetig gesunken. Denn im Gegensatz zu vertraglichen, zeitlich befristeten und projektbezogenen Partnerschaften ist die Flexibili- tät hier sehr gering (vgl. Hagedoorn 2002, S. 478-490; Harabi 2002, S. 101).
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird das Merkmal der vertikalen Ausprägung nicht weiter betrachtet, denn jede Kooperationsbeziehung zu einem Lieferanten ist von verti- kalem Charakter. Der Sachverhalt wird daher als F&E-Kooperation mit einem Lieferan- ten bezeichnet.
Quote paper:
Sebastian Rudolf, 2005, Innovationskooperation mit Lieferanten, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Unternehmenskooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 72 Pages
Optimale Risikoteilung bei Versicherungsverträgen unter Beachtung von ...
Business economics - Controlling
Scholary Paper (Seminar), 18 Pages
Ersatzteillogistik: Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholary Paper (Seminar), 20 Pages
Grundlagen des Qualitätsmanagements
Business economics - Business Management, Corporate Governance
Termpaper, 12 Pages
Das Beschwerdemanagement als vorgeschriebenes Instrument des Qualitäts...
Nursing / Foster Care Management / Social Services
Scholarly Research Paper, 27 Pages
Neue Strategien im internationalen Beschaffungsmanagement
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholarly Research Paper, 49 Pages
Historische und zukünftige Entwicklung der internationalen Branche &qu...
Internationale Branchenanalyse
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 26 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Ethics in Human Resource Management
Sociology - Work, Profession, Education, Organisation
Essay, 19 Pages
Online Social Networks and their Business Relevance
Scholary Paper (Seminar), 20 Pages
Die Bedeutung der Unternehmenskultur für die Integration in internati...
Scholary Paper (Seminar), 27 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Politics - International Politics - Topic: Globalization, Political Economics
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Sebastian Rudolf has published the text Innovationskooperation mit Lieferanten
Sebastian Rudolf has uploaded a new text
Innovationskooperationen entlang Supply Chains
Eine Analyse der europäischen ...
Andreas Potzner
Die Basis für Wettbewerbsfähig...
Hubert Pfefferli, Günter Springer, Matthias C. Wippler
Interne und Externe Kunden-Lie...
Gunther Reinhart, Herbert Schnauber
Markenmanagement in der Automobil-Zulieferindustrie
Vom Lieferanten zum Entwicklun...
Bernd Gottschalk, Jan Dannenberg
0 comments