Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Fiskalpolitik 1
2.1 wichtige Instrumente der Fiskalpolitik 1
2.2 wichtige Steuerliche Kennziffern 2
2.3 Kriterien von Steuersystemen 2
2.4 Beurteilung einer Steuerreform 3
3. Ausgangssituation vor der Finanzreform 4
4. Steuerreform 2001 5
4.1 Maßnahmen und Instrumente der Steuerreform 2001 5
4.2 Vorteile 7
4.3 Nachteile 8
5. Steuerreform 2003 11
5.1 Maßahmen und Instrumente der Steuerreform 2003 11
5.2 Auswirkungen der Steuerreform von 2003 13
6. Fazit und Schlussfolgerung 14
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
In dieser Seminararbeit wird dargestellt welche finanzpolitischen Maßnahmen George W. Bush jun. (im folgenden `George Bush`) während seiner ersten Amtszeit als Präsident der USA im Zeitraum 2000-2004 durchführte. Zu Beginn stelle ich die Fiskalpolitik im Allgemeinen dar und erkläre kurz das Steuersystem der USA sowie Grundlegendes über Steuerreformen. Nach einer Darstellung der Ausgangssituation zu Beginn der Amtszeit von George Bush werden die konkreten finanzpolitischen Maßnahmen und deren Motivation vorgestellt. Dabei werde ich auf die Auswirkungen und die daraus resultierenden Vor- und Nachteile der Maßnahmen eingehen.
2. Fiskalpolitik
2.1 wichtige Instrumente der Fiskalpolitik
Finanzreformen bedienen sich der Fiskalpolitik. Die Fiskalpolitik ist neben der Geldpolitik das wichtigste Instrument um die wirtschaftliche Situation einer Volkswirtschaft zu beeinflussen. Die Geldpolitik gilt im Allgemeinen als wirksamer als die Fiskalpolitik, jedoch ist sie für die Regierung der USA nur ein sehr bedingt einsetzbares Instrument. Die Einschränkungen bezüglich der Geldpolitik für die Regierung liegen vor allem darin, dass primär die Federal Reserve Bank (Fed.) über die Geldpolitik entscheidet und George Bush nur indirekt Einfluss auf die Fed. ausüben kann, indem er zum Beispiel den Chairman bestimmt. Doch selbst wenn die Regierung direkten Zugriff auf die Geldpolitik hätte, bestünde das Problem, dass die Zinssätze zu Beginn der Amtszeit von George Bush mit einem Zinssatz von ca. 1,5% bereits äußerst niedrig waren und kaum noch Spielraum zu Zinssenkungen bestand.)Damit ist das wirkungsvollste Instrument der Geldpolitik, die Variation des Zinssatzes, kaum noch einsetzbar (Vgl. Auerbach 2003, S. 1). Der Regierung bleibt daher zum Eingriff in die Wirtschaft lediglich die Fiskalpolitik. Die Instrumente der Fiskalpolitik sind die Einnahmen des Staates und die Staatsausgaben. Die Haupteinnahmequelle des Staates stellen Steuern dar. George W. Bush vollzieht seine Finanzreform hauptsächlich durch eine Steuerreform, also einer Veränderung der Staatseinnahmen. Dabei verändert sich die Art und Höhe der Steuereinnahmen, wohingegen er die Staatsausgaben, zumindest innerhalb des Rahmens einer Finanzreform, unberührt lässt (vgl. Leithäuser 2001, S. 2).
1
2.2 wichtige Steuerliche Kennziffern
Wichtige Kennziffern eines Steuersystems sind der Grenzsteuersatz der Durchschnittssteuersatz und die Steuerschuld. Der Grenzsteuersatz ist der Anteil an Steuern, den man auf die letzte verdiente Geldeinheit bezahlt: ∂ Steuersatz
Grenzsteuersatz =
Der Durchschnittssteuersatz ist der Steueranteil pro verdiente Geldeinheit ld Steuerschu
Durchschnittssteuersatz =
Dabei ist die Steuerschuld der Geldbetrag der als Steuer an das Finanzamt abzuführen ist. (vgl. Homburg 2000, S.67)
2.3 Kriterien von Steuersystemen
Ein Steuersystem sollte bestimmte Kriterien erfüllen, damit es seinen Zweck optimal erfüllt.
Ein erstes wichtiges Kriterium ist Fairness. Unter Fairness versteht man im Zusammenhang mit Steuern die horizontale und die vertikale Steuergerechtigkeit (vgl. Swartz, Bonello 2002, S. 217). Horizontale Steuergerechtigkeit ist dadurch definiert, dass es zu gleicher Steuerlast für gleichartige Sachverhalte kommen sollte (vgl. Homburg 2000, S. 218f.). Dadurch soll gewährleistet werden, dass das Steuersystem objektiv ist. Vertikale Steuergerechtigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche ökonomische Steueraufkommen führen. Damit ist insbesondere gemeint, dass jemand der finanziell besser gestellt ist auch mehr Steuern zahlen soll und somit einen höheren Anteil an den Staatseinnahmen zu tragen hat (vgl. ebd. S.228ff.). Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die wirtschaftliche Neutralität bezüglich Finanzierung Investition und Rechtsform. Dieses bedeutet, dass durch Steuern die Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte in diesen drei Bereichen nicht beeinflusst werden sollen. Dadurch sollen Verzerrungen und ein daraus resultierender Wohlfahrtsverlust verhindert werden. Häufig ist es jedoch so, dass durch eine Nichtneutralität der Steuern gewisse Verhaltensanreize geschaffen werden sollen. Dieses ist dabei eine von Seiten des Gesetzgebers gewünschte Marktmanipulation. Als Beispiel seien die Steuern auf dem Energiemarkt genannt da durch Subventionen, das heißt negative Steuern, in Deutschland zum Beispiel ökologische
2
Stromgewinnungsanlagen gefördert werden. Auch können durch Steuern Investitionsanreize geschaffen werden. Prinzipiell jedoch sollte die Neutralität gewahrt bleiben um somit Marktverzerrungen und daraus resultierende suboptimale Allokationen zu verhindern (vgl. ebd., S.329ff.).
Als letztes Kriterium sei genannt, dass die Steuern nicht höher als notwendig sein sollten um damit die als staatlich anerkannten Aktivitäten zu finanzieren. Sie sollten angemessen sein. Der Grund dafür liegt darin, dass durch höhere Steuern die Wirtschaft und somit die Wohlfahrt belastet werden, darum sollten nicht mehr Steuern als unbedingt notwendig eingenommen werden. Die staatlich anerkannten Aktivitäten sind abhängig von dem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichem System eines Staates (vgl. Swartz, Bornello 2002, S.217). Diese drei genannten Kriterien sollte ein Steuersystem erfüllen damit es die wirtschaftliche Wohlfahrt eines Staates maximiert und gleichzeitig das Steuersystem von der Bevölkerung und den Unternehmen als gerecht anerkannt wird.
Jede Modifikation des Steuersystems sollte hinsichtlich dieser drei Kriterien überprüft werden. (Vgl. ebd.)
2.4 Beurteilung einer Steuerreform
Bei der Beurteilung einer Steuerreform gibt es weitere Kriterien die man beachten sollte.
Da gibt es zum einen das Problem des Timings der Maßnahme. Die ökonomische Situation und die Prognosen darüber müssen beachtet werden damit eine Steuerreform einen maximalen Nutzen erreicht und nicht eventuell kontraproduktiv ist. Eine Entscheidung über die Steuerreform darf niemals unabhängig von den momentanen wirtschaftlichen Parametern und auch nicht von der Erwartungshaltung der Wirtschaftssubjekte getroffen werden (vgl. Ferrara 2001, S.218).
Ein weiteres Kriterium bei der Beurteilung ist Das betragsmäßige Volumen der Maßnahme. Dieses ist relevant da es sonst eventuell zu Akzeptanzproblemen bei den Wirtschaftssubjekten führt. Des Weiteren muss der Betrag der Maßnahme den gewünschten Zweck der Maßnahme erzielen können.
Ein weiteres Kriterium ist die Tatsache welche Steuer in welchem Umfang geändert wird, also die Allokation der Maßnahmen der Steuerreform. Dabei schaut man sich
3
Arbeit zitieren:
Linda Witte, 2005, Finanzreform, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Diskussion des Artikels: The irrelevance of the MM dividend irrelevanc...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 28 Seiten
Marktkapitalisierung und aggregierte Dividenden - eine empirische Anal...
BWL - Investition und Finanzierung
Diplomarbeit, 55 Seiten
Dividendenpolitik der (M)Dax Unternehmen
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hauptseminararbeit, 44 Seiten
Linda Witte hat den Text Finanzreform veröffentlicht
Linda Witte hat einen neuen Text hochgeladen
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
The Psychology of Kundalini Yoga: Notes of the Seminar Given in 1932 b...
Carl Gustav Jung, Sonu Shamdasani
Children's Dreams: Notes from the Seminar Given in 1936-1940
Carl Gustav Jung, Lorenz Jung, Maria Meyer-Grass
0 Kommentare