Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene
Inhaltsverzeichnis
I) Einleitung 3
II) China in Zahlen 4
II.1) Daten auf nationaler Ebene 4
II.2) Daten auf Provinzebene unter Bezugnahme auf die großregionale Gliederung 5
II.2.1) Ostchina 7
II.2.1.1) Guangdong 7
II.2.1.2) Fujian 7
II.2.1.3) Shandong 8
II.2.2) Westchina 8
II.2.2.1) Sichuan 8
II.2.2.2) Qinghai 8
II.2.2.3) Innere Mongolei 8
II.2.3) Zusammenfassender Vergleich der Provinzen 9
III) Problemfeld Disparitäten 11
III.1) Abriss über die geschichtlichen Hintergründe von Regionalisierung
und Protektionismus 11
III.1.1) Die Ära Mao Zedong 12
III.1.2) Die Ära Deng Xiaoping 13
III.2) Auswirkungen 15
IV) Entwicklungsstrategien auf regionaler Ebene 17
IV.1) Die dritte Front Strategie unter Mao 17
IV.2) Sonderwirtschaftszonen 18
IV.3) Offene Küstenstädte 25
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Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene
IV.4) Sonderentwicklungszonen 26
IV.5) T-Strategie am Jangtse 27
IV.6) Entwicklungsleitplan Westchina (bis 2005) 28
IV.5.1) Finanzierung, Finanzen und Investitionen. 30
IV.5.2) Öffnung nach Innen und Außen 31
IV.5.3) Bildung, Wissenschaft und Technik 31
IV.7) Fazit 32
V) Ausblick 33
VI) Literaturverzeichnis 34
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Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene
I) Einleitung
China, das bevölkerungsreichste Land der Erde, besticht externe Beobachter vor allem durch seine Gegensätzlichkeit. Aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise ist es das kontinuierlich hohe Wirtschaftswachstum, das teilweise im zweistelligen Bereich lag und auch in eher schwachen Konjunkturphasen deutlich über den Werten westlicher Industrienationen liegt. Durch die hohe Bevölkerungszahl, die zunehmend über immer mehr Kapital verfügt, entsteht ein Marktpotential, das ausländischen Investoren hohe Gewinnchancen verspricht. Im Gegenzug dazu ist China durch die hohe Anzahl an Arbeitskräften und extrem niedrigen Lohnkosten dazu in der Lage, Güter zu Preisen herzustellen, die andere Anbieter stark unter Druck setzen. Dieser Aspekt führt zugleich in den sozialen Bereich, in dem vor allem die Kritik an schlechten Arbeitsbedingungen, Ausbeutung der ArbeiterInnen, Unterbindung von Gewerkschaftsvertretungen und Verstöße gegen die Menschenrechte in den Vordergrund treten.
China ist ein Land, das polarisiert. Es hat einen langen Weg angetreten, der aus der fast vollständigen politischen und wirtschaftlichen Isolierung über die Planwirtschaft hin zu einer sozialistischen Marktwirtschaft chinesischer Prägung führt. Dieser Weg ist gekennzeichnet durch verschiedene Ansätze zur Lösung wirtschaftlicher sowie sozialer Probleme und Missstände. Im Rahmen dieser Arbeit, die unter Leitung von Frau Prof. Martina Fromhold-Eisebith im Seminar Entwicklungsstrategien erstellt wurde, soll der Fokus auf die regionale Ebene gerichtet sein. Ziel ist es, verschiedene strategische Ansätze zu untersuchen, die zur Entwicklung der Wirtschaft implementiert wurden. Um den gegebenen regionalen Strukturen und den damit verbundenen Problemen Rechnung zu tragen, werden am Beginn der Arbeit einige ausgewählte Provinzen dargestellt. Im weiteren Verlauf sollen die Auswirkungen der Industrialisierungspolitik unter Mao Zedong aufgezeigt werden. Schließlich werden einige spezielle Entwicklungsstrategien im Rahmen der Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping angesprochen. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei auf die Sonderwirtschaftszonen und die daraus abgeleiteten spezialisierten Formen als Experimentierfeld im Bereich der Marktwirtschaft gelegt. Zudem werden am Beispiel der T-Strategie und dem Entwicklungsleitplan für Westchina die Bemühungen einer regionalen Integration aufgezeigt. Die jeweiligen Strategien werden in Bezug auf ihre Auswirkungen auf regionale Disparitäten und wirtschaftliche Entwicklung untersucht.
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Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene
II) China in Zahlen
Bevor das Augenmerk auf die Hintergründe und im Anschluss daran auf die verschiedenen Entwicklungsansätze gerichtet wird, werden im Vorfeld grundlegende Daten und Fakten zu China aufgeführt. Dabei wird der Maßstab von der nationalen auf die provinziale Ebene heruntergebrochen, wobei hier bereits auf die großregionale Einteilung in Ost- und Westchina eingegangen wird. Die großregionale Gliederung ist deshalb wesentlich, weil viele der Probleme und Lösungsansätze sich nicht auf einzelne Provinzen beziehen, sondern auf Regionen, die mehrere Provinzen einschließen können.
II.1) Daten auf nationaler Ebene Abb.1: China
Quelle: http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ch.html
Mit einer Gesamtfläche von 9.596.960 Quadratkilometern ist China das viertgrößte Land der Welt und zählt 1.306.313.812 Einwohner (Stand Juli 2005) (vgl.
http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ch.html), dies entspricht einem Fünftel der Weltbevölkerung. In der Hauptstadt Beijing leben derzeit etwa 7,49 Millionen, in der gesamten Stadtprovinz über 14 Millionen Menschen (Stand Januar 2005) (vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Peking). Am 1. Januar 1912 wurde die kaiserliche Herrschaft der Manchu Dynastie durch eine Republik ersetzt, am 1. Oktober 1949 wurde schließlich die Volksrepublik China gegründet. Derzeit amtierender Präsident ist Hu Jintao (seit dem 15. März
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Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene
2003). Regierende Partei ist die KPCh (Kommunistische Partei Chinas), ihr stehen acht kleinere Parteien gegenüber, die allerdings keine politische Macht innehaben und somit nicht als Opposition angesehen werden können (vgl. http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ch.html). Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2004 7, 262 Billionen Dollar und erzielte ein Wachstum von 9,1%. Das BIP pro Kopf betrug 5.600 Dollar (2004) 1 . Nach Sektoren entfallen auf die Landwirtschaft 13,8%, Industrie 52,9% sowie Dienstleistungen mit 33,3%. Etwas anders sind die Arbeitsplätze verteilt. 49% entfallen auf den primären, 22% auf den sekundären sowie 29% auf den tertiären Sektor. Die Arbeitslosenquote betrug 2003 etwa 20% und etwa 10% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die vier wichtigsten Exportpartner sind die USA (21,1%), Hong Kong (17%), Japan (12,4%) und Südkorea (4,7%), die vier wichtigsten Importpartner Japan (16,8%), Taiwan (11,4%), Südkorea (11,1%) und die USA (8%) (vgl.
http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/ch.html).
II.2) Daten auf Provinzebene unter Bezugnahme auf die großregionale Gliederung Abb.2: Politische Gliederung der Volksrepublik China
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:China_administrative.png
1 Zum Vergleich: Österreich weist hier einen Wert von 31.300 Dollar auf (vgl.
http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/au.html) 5 5
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Im Rahmen dieser Arbeit wird das Hauptaugenmerk auf die administrative Großgliederung Chinas gerichtet. Es handelt sich dabei um 33 Verwaltungseinheiten, die als Provinzen bezeichnet werden. Eine Feingliederung unterscheidet hierbei nochmals vier Unterkategorien. Zum Einen 22 Provinzen, weiters vier regierungsunmittelbare Städte, zwei Sonderverwaltungszonen sowie fünf autonome Gebiete. In Tabelle 1 werden diese differenziert aufgelistet. Tabelle 1: Provinzen bzw. Gebiete mit Provinzstatus (Stand Januar 2005)
Quelle: Leicht verändert durch den Autor, übernommen von http://de.wikipedia.org/wiki/Provinz_%28China%29
Eines der wichtigsten umstrittenen Gebiete ist Taiwan, welches von der chinesischen Regierung als Provinz angesehen wird, grundsätzlich aber unabhängig ist. Autonomiebewegungen werden von chinesischer Seite durch die Androhung militärischer Intervention zu unterbinden versucht (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Taiwan).
Im Entwicklungsleitplan der chinesischen Regierung werden oft nur zwei Großregionen unterschieden, die vor allem durch ihren unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand gekennzeichnet sind und daher besonders in Bezug auf Entwicklungsstrategien als Gesamtheit
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Arbeit zitieren:
Daniel Wurster, 2005, Chinas Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht - strategische Ansätze auf regionaler Ebene, München, GRIN Verlag GmbH
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