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Inhaltsverzeichnis
1. Kurze Einführung 2
2. Die Rolle der Tafel in der Schule 2
3. Funktionen der Tafel, bzw. des Tafelbildes 3
3.1 Der Einstieg 3
3.2 Veranschaulichung und Verbildlichung 4
3.3 Notizblock 6
3.4 Das „dramaturgische“ Tafelbild - die Ergebnissicherung 6
3.5 Disziplinierung 7
4. Tafel versus Medienvielfalt 8
4.1 Der Overheadprojektor 8
4.2 Der Computer 9
4.3 Andere Medien 9
5. Kriterien 10
5.1 Die Handschrift 10
5.2 Sauberkeit beim Zeichnen 11
5.3 Schrittweise Entfaltung vor der Klasse 11
5.4 Die Störungen des Unterrichts durch das Abschreiben 12
5.5 Gleichzeitig Unterricht führen und ein Tafelbild entstehen lassen.
Wie geht das? 12
6. Schülerhefte als Spiegelbild des Unterrichts 13
7. Zusammenfassung 14
8. Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum 15
8.1 Planung 15
8.2 Fachwissen versus Unterrichtsmethoden 16
8.3 Die Fachsprache 17
8.4 Das Lehrerverhalten 17
8.4.1 Die Haltung 17
8.4.2 Elementare Verhaltensweisen 18
8.5 Fazit 19
9. Literaturangaben 20
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Das Tafelbild und seine Funktion im
Erdkundeunterricht
1. Kurze Einführung
Was ist eigentlich ein Tafelbild? Und wozu dient es? Die Tafel an sich ist das am häufigsten gebrauchte Medium in der Schulpraxis. Was macht sie so beliebt? Oder wird sie von anderen Medien aus dem Schulalltag verdrängt? Diese Fragen werde ich versuchen hier zu verdeutlichen und mit Beispielen aus meinem eigenen Unterrichtspraktikum zu untermauern.
2. Die Rolle der Tafel in der Schule
Zunächst einmal sollte man sich die Rolle der Tafel in der Schule näher anschauen. Sie ist historisch begründet. Schon seit Jahrhunderten stehen „Pauker“ vor einem Stück Holz oder Metall und notieren, disziplinieren und informieren mit seiner Hilfe. Die Tafel ist aus der Schule nicht wegzudenken. Schon allein aus dem Grund, da sie ein Medium ist, das ständig präsent und dazu unendlich variabel ist. Die Tafel ist, nach Hilbert Meyer, „das Rückgrat des Frontalunterrichts“ 1 . Aber auch bei anderen Unterrichtsmethoden ist die Tafel ein häufig gewähltes Medium. Warum ist das so? Dazu werde ich ein paar Funktionen der Tafel und der Tafelbilder anführen, welche diesen Sachverhalt erklären sollten.
1 Hilbert Meyer: Unterrichts Methoden II: Praxisband. 2 Auflage. Frankfurt am Main: Scriptor. 1989.
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3. Funktionen der Tafel, bzw. des Tafelbildes
3.1 Der Einstieg
Die Arbeit mit der Tafel hat viele verschiedene Aspekte, birgt auch einige Tücken und erfordert einige Fähigkeiten (die man jedoch trainieren kann). Zu den Funktionen der Tafel gehört zum Beispiel auch der Einstieg in die Unterrichtsstunde. Der, von den Grells so hoch
gepriesener, „informierender Einstieg“ 2 , lässt sich kaum besser als mit einer Tafel bewältigen. Es reicht ja schon, wenn der Lehrer in die Klasse kommt und ohne ein Wort zu sagen, eine Frage an die Tafel schreibt. Das ist zwar ein ganz simples Beispiel, aber allein schon dieses, meist ungewohntes Verhalten des Lehrers, weckt eine Fragehaltung bei den Schülern. Die Schüler werden durch den informierenden Einstieg motiviert, da klare Ziele gesetzt werden. Diese Ziele gilt es dann auch in der Stunde zu erreichen. Und da taucht wieder unsere Tafel auf: Unter der Anfangsfrage werden im Laufe der Unterrichtsstunde Lösungsvorschläge notiert. Anschließend dann auch die richtige Lösung. All das ist ständig präsent, dem Schüler zugänglich und überprüfbar. Wenn das Tafelbild dann noch in den Heftern und gleichzeitig in den Köpfen der Schüler den Anker wirft, dann ist das Hauptziel jedes Unterrichts erreicht: Die Schüler haben etwas Neues gelernt.
Dies habe ich in meiner ersten Stunde versucht. Ich habe mich vorgestellt, sagte, dass ich nun einen Film vorführen werde, und dann schrieb ich VULKANISMUS an die Tafel. Die Reaktion war verblüffend. Noch bevor ich den Fernseher angeschlossen habe, haben sich zwei Schüler zu Wort gemeldet und fragten, was ich denn genau vorhätte und ob auch Ätna dran komme. Möglicherweise hing das mit den Berichten der Medien über Vulkanaktivitäten zusammen. Ich war auf jeden Fall sehr positiv überrascht.
2 Jochen und Monika Grell: Unterrichtsrezepte. 11 Auflage. Beltz Verlag. 1996
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3.2 Veranschaulichung und Verbildlichung
Eine andere Funktion der Tafel besteht im Verbildlichen und Veranschaulichen des Unterrichtsstoffes. Damit meine ich sowohl das gemeinsame Lösen eines Problems an der Tafel, wie es in der Mathematik zum Beispiel der Fall ist, als auch die verbal geäußerten Meinungen und Lösungsvorschläge in ein übersichtliches Diagram zu überführen. In den naturwissenschaftlichen Fächern ist die Tafel ja geradezu unentbehrlich. In Mathematik oder Chemie werden hier Aufgaben visualisiert, die Tafel wirkt in diesen Fächern besser als jedes andere Medium. Die Schüler können beobachten, wie das Problem vor ihren Augen eine plausible und logische Lösung findet. Da der Lehrer es Schritt für Schritt entwickelt und hoffentlich auch erläutert, verbleibt den Schülern sehr viel Zeit um, zwischen den einzelnen Schritten Verständnisfragen zu stellen. Das bewährt sich vor allem in der Mathematik, speziell bei Algebra. Doch auch schon in den früheren Klassen, in der Geometrie. Da dient ein Tafelbild der Veranschaulichung der Thesen, die man so leicht verständlich macht. Natürlich sind nicht nur die Mathematik oder andere naturwissenschaftlichen Fächer mit dem Privileg ausgestattet, Tafelbilder zur Veranschaulichung zu benutzen. Dies gilt natürlich für jedes Schulfach. In Erdkunde oder Biologie lassen sich verschiedene Texte, die einen Kreislauf beschreiben, sehr gut mit Hilfe der Schüler in eben ein solchen Kreislauf (diesmal jedoch schematisch) überführen. Auch in Fächern die nicht so viel Schemata aufweisen, vor allem alle philologischen Zweige der Schulbildung, lässt sich die Tafel zum Veranschaulichen gebrauchen. Abgesehen von ganz simplen Arbeitsanweisungen oder Regieanweisungen, kann man an der Tafel auch zeichnen. Vor allem bei den jüngeren Schülern ist das sehr beliebt. In der Grundschule kann und sollte ein Lehrer viel mit der Tafel arbeiten, bunte Kreide benutzen und vor allem (das gilt natürlich auch für die älteren Schüler) die Schüler mit einbeziehen. Die Tafel stellt ein gutes Mittel zu diesem Zweck dar. Der Schüler muss nämlich nach
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vorne kommen, seinen Teil der Zeichnung an die Tafel malen und es den Mitschülern erläutern. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein Tafelbild, das die Lerninhalte in sich fasst. Es verlangt von den Schülern die eigene Scheu vor der Klasse zu sprechen, zu überwinden und auch ihre Sprache präziser und auf den Sachverhalt konzentriert zu gestallten.
Ich überlegte mir den Kreislauf der Gesteine (meine letzte Stunde) als Tafelbild anzuschreiben, habe mich aber dann doch für den Overheadprojektor entschieden. Eigentlich nur aus Zeitgründen. Das war vielleicht nicht die glücklichste Entscheidung, da es eigentlich nicht darum geht, den Stoff unbedingt durchzubringen, sondern ihn vielmehr verständlich zu machen. Im Großen und Ganzen aber, war ich doch zufrieden mit den Ergebnissen. Die Schüler erarbeiteten sich selber einen Text, den sie dann in ein Schaubild umzusetzen versuchten. Abgesehen von der Zeitknappheit war ich mit ihren Überlegungen, Begründungen (aus dem Text entnommenen Passagen) und der Mitarbeit sehr zufrieden. Es hätte an der Tafel durchaus besser klappen können, da sie selbst die Möglichkeit gehabt hätten, dem Diagram eine Form zu geben und diese dann zu begründen. Viel besser klappte das schon in der Stunde, in der ich die Gebirgsbildung behandelt habe. Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen wiederum in Zweier-Grüppchen. Beide Gruppen haben einen unterschiedlichen Text erhalten. Diese Texte sollten sie in Partnerarbeit durchgehen und stichwortartig zusammenfassen. Nach der vorgegebenen Zeit rief ich die Schüler dann an die Tafel. Sie sollten zunächst der jeweils anderen Gruppe erzählen, welchen Sachverhalt der Text beschreibt. Dann den ersten Punkt ihrer Überlegung an die Tafel schreiben und kurz auf dem OH-Projektor (dort waren nämlich die Folien mit den Abbildungen der Prozesse drauf) erläutern. Die Schüler bewältigten diese Aufgabe mit Begeisterung. Wir wurden zwar nicht ganz fertig, das wurde aber in der nächsten Stunde nachgeholt. Das Tafelbild hat aber in diesem Fall seine Aufgabe komplett erfüllt. Ein recht komplizierter Text wurde von den Schülern für die Mitschüler erarbeitet, erläutert und festgehalten. Er wurde in seine Bestandteile
Arbeit zitieren:
Bartosz Nowak, 2002, Das Tafelbild und seine Funktion im Erdkundeunterricht , München, GRIN Verlag GmbH
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