2
Inhaltsverzeichnis :
1. Problemstellung 3
2. Darstellung der Ergebnisse der soziologischen Untersuchungen 3
2.1. Ergebnisse der Untersuchungen bei deutschen Banken 4
2.1.1. Die Berufsausbildung in Deutschland 4
2.1.2. Anpassungsprozesse in deutschen Banken und Sparkassen 5
2.1.3. Betriebliche Aufstiegschancen Dauer und Verlauf
interner Karrierewege in Deutschland 7
2.2. Ergebnisse der Untersuchungen bei französis chen Banken 7
2.2.1. Die Berufsausbildung in französischen Banken 7
2.2.2. Anpassungsprozesse französischer Banken und Sparkassen 8
2.2.3. Betriebliche Aufstiegschancen Dauer und Verlauf
interner Karrierewege in Frankreich 10
3. Der Einfluß des Bildungssystems auf das Beschäftigungssystem in
Deutschland und Frankreich 11
4. Nutzen der soziologischen Untersuchungen aus pädagogischer Sicht 12
4.1. Pädagogische Beurteilung der Ergebnisse der deutschen und
franz ösischen Banken 12
4.2. Vorschläge zur Reorganisierung der Ausbildungsgänge in
Deutschland und Frankreich und deren Beurteilung
aus pädagogischer Sicht 14
5. Fazit 16
6. Literaturverzeichnis 18
3
1. Problemstellung
Durch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Tendenz, der immer weiter fortschreitenden Globalisierung, stellt sich sowohl wirtschaftlich, als auch gesellschaftlich die Frage nach Veränderungen. In soziologischen Untersuchungen wurden die Auswirkungen des Bildungswesens auf das Beschäftigungssystem aufgezeigt, sowie die Rückwirkungen des Beschäftigungssystems auf das Bildungswesen. Dabei konnten sehr unterschiedliche Ergebnisse in den Bereichen der Arbeitsorganisation, der Personalrekrutierung und dem Personaleinsatz für Deutschland und Frankreich beobachtet werden.
In dieser Seminararbeit sollen zunächst die Ergebnisse dieser Studien, unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und französischen Banken, dargestellt werden. Danach sollen diese Untersuchungen nach deren Nutzen aus pädagogischer Sicht befragt werden. Es soll die Frage geklärt werden, wie das Bildungswesen gestaltet werden soll und kann, damit der Einzelne, der sich in diesem Bildungswesen befindet, in seiner Persönlichkeitsentwicklung gefördert wird und berufliche Leistungsfähigkeit erhält. Dabei sollen die eventuell möglichen, oder notwendigen Konsequenzen aufgezeigt werden, falls diese einen Vorteil für die Entwicklung des Einzelnen bewirken könnten, soweit man diese aus den soziologischen Untersuchungen herleiten kann.
2. Darstellung der Ergebnisse der soziologischen Untersuchungen
Die soziologischen Studien haben das Ziel, „die veränderten Strategien in den Bereichen Rekrutierung, Berufsausbildung und Personaleinsatz, der Kreditinstitute in Deutschland und Frankreich zu untersuchen und zu analysieren, ob und inwieweit sie weiterhin von den jeweiligen nationalen Bildungsinstitutionen geprägt werden“ (SIGRID QUACK / SWEN HILDEBRANDT, Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik 1995, S. 469) Allgemein kann man feststellen, daß sich „das Duale System in Deutschland und das allgemeine schulisch- universitäre Bildungssystem in Frankreich als prägend für die betriebliche Ausbildungs- und Personalpolitik erweisen“ (QUACK/HILDEBRANDT, a.a.O., S.467). Das Kreditgewerbe befindet sich, wie viele andere Wirtschaftszweige, seit geraumer Zeit in einem, durch die fortschreitende Internationalisierung und Marktsättigung der Finanzmärkte hervorgerufenem Reorganisationsprozeß. Dadurch werden in Deutschland und in Frankreich von den Kreditinstituten Anpassungsleistungen in den Bereichen der Personaleinstellung, der Aus- und Weiterbildung des vorhandenen Personals, sowie der Personaleinsatzstrategien erwartet, benötigt und auch durchgeführt. Durch diesen Strukturwandel wurde der Konkurrenzdruck unter deutschen und französischen Banken erhöht. In den administrativen Funktionsbereichen („back office“) versuchte man die anfallende Bearbeitung durch Automation zu bewältigen, wohingegen
4
im „front office“- Bereich ein höherer Bedarf an qualitativ besser ausgebildetem Personal notwendig wurde.
2.1. Ergebnisse der Untersuchungen bei deutschen Banken
2.1.1. Die Berufsausbildung in Deutschland
In Deutschland ist die Berufsausbildung im dualen System in allen Wirtschaftssektoren vorherrschend, wobei die Ausbildung zu „ca. 2/3 durch on-the-job training und fachliche Unterweisung in den Unternehmen und zu 1/3 durch theoretischen Unterricht in einer öffentlichen Berufsschule“ (QUACK/HILDEBRANDT, a.a.O, S.470) stattfindet. 1990 nahmen 67% der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren eine duale Berufsausbildung auf, und ca. 2/3 der deutschen Erwerbstätigen verfügten über einen entsprechenden Berufsbildungsabschluß.
Innerhalb der Ausbildung wird ein breites Grundwissen über alle Geschäftsbereiche der Banken bzw. Sparkassen vermittelt, wobei die Auszubildenden während ihrer Ausbildung die verschiedensten Funktionsbereiche ihres Ausbildungsbetriebes durchlaufen. Die Auszubildenden sammeln schon während ihrer Ausbildung Berufserfahrung, da eine obligatoris che Ausbildungsphase die Unternehmenskreditabteilung ist , in der die Auszubildenden lernen, kleine und mittelständische Unternehmen nach deren Kreditrisiken zu beurteilen.
Die Ausbildungsquote (Auszubildende/Beschäftigte) liegt bei deutschen Banken bei 10% und ca. 90% aller bankspezifisch Beschäftigten verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, oder einem höherwertigen Abschluß. Der Beruf des/r Bankkaufmanns/frau hat von jeher hohes Sozialprestige, gute Aufstiegschancen, eine vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung, gute Einkommensaussichten nach Abschluß der Ausbildung und eröffnet den Zugang zu einer interessanten Berufstätigkeit. Die Quote der Ausbildungsabbrecher liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Ebenso gering ist das Arbeitslosigkeitsrisiko nach dem Ausbildungsende, mit einer knapp unter 3% liegenden Arbeitslosigkeit vergleichsweise gering, da die meisten Bankkaufleute von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen werden (vgl. QUACK/HILDEBRANDT; a.a.O., S.471).
5
2.1.2. Anpassungsprozesse in deutschen Banken und Sparkassen
Die Einstellung neuer Mitarbeiter in deutschen Banken und Sparkassen erfolgt hauptsächlich über eine Ausbildung im dualen System. Die Banken haben die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze seit dem Beginn der 80er Jahre kontinuierlich erhöht. Seit 1992 sind jedoch im Zuge der Rationalisierungen Rückgänge zu verzeichnen.
In den 80er Jahren haben deutsche Banken und Sparkassen verstärkt damit begonnen, Abiturienten für eine Ausbildung im dualen System einzustellen. Der Anteil der Abiturienten bei den Auszubildenden ist bei den Banken von 47% (1980) auf 74,4% (1990) angestiegen (siehe Tabelle 2). Die Banken erwarten, daß Abiturienten über mehr Schlüsselqualifikationen verfügen, welche für eine qualifizierte Beratung und die arbeitsorganisatorischen Konzepte (z.B. komplizierte Computersysteme) benötigt werden. Außerdem traut man einem Abiturienten eher Verantwortungsbewußtsein und Unabhängigkeit zu. Die Personalchefs der Banken sind der Meinung, daß ein Abiturient komplexere Produkte (z.B. Bausparverträge, etc.) einem Kunden besser erklären kann als z.B. ein Realschulabgänger.
Ein weiterer Grund für diesen Anstieg ist sicher auch der Anstieg des allgemeinen Bildungsniveaus, d.h. die allgemeine Zunahme höherer Schulbildung in Deutschland, was zu einem größeren Angebot besserer und höherer Qualifikationen bei Jugendlichen geführt hat.
Arbeit zitieren:
Freddy Baqué, 1999, Der Zusammenhang zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem in Deutschland und Frankreich, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Freddy Baqué hat den Text Der Zusammenhang zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem in Deutschland und Frankreich veröffentlicht
Freddy Baqué hat einen neuen Text hochgeladen
Bildung in Deutschland und Frankreich. L'éducation en France et en All...
Ideale und Politiken im Vergle...
Martin Gessmann, Felix Heidenreich
Outdoor. Deutschland Frankreich: Pfälzerwald-Vogesen-Weg
Der Weg ist das Ziel
Hans Hönl, Sebastian Thomas
Soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderung in Deutschland, Frankreich...
Dokumentation eines deutsch-fr...
Ludger Kolhoff, Thomas Assmann
Das Tragen religiöser Symbole und Kleidung in der öffentlichen Schule ...
Eine rechtsvergleichende Unter...
Sarah Ganz
Bildung in Deutschland: Ein Jahr Bildungsbarometer
Roland Arbinger, Christoph Mengelkamp, Reinhold S. Jäger, Doris Jäger-Flor, Urban Lissmann
0 Kommentare