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Copyright © März 2006
by GRIN Verlag GbR, München und Ravensburg
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 10
Vorwort 11
Schneiden von Äpfeln für Fruchtsalat 13
1.1 Unterweisungsablauf 14
1.1.1 Operationales Lernziel 14
1.1.2 Ausgangssituation 14
1.1.3 Erreichen des Lernzieles 14
1.1.4 Lernzielbereiche 14
1.2 Stufe I - Heranführen des Auszubildenden an die Aufgabe 15
1.3 Stufe II - Vormachen, Erklären 16
1.4 Stufe III - Nachmachen und erklären lassen 17
1.5 Stufe IV - Zusammenfassung, üben, vertiefen, anwenden 18
1.6 Anlagen 19
1.6.1 Übungsblatt I 19
1.6.2 Übungsblatt II 20
Bearbeitung einer Kundenanfrage 21
1.1 Unterweisungsablauf 22
1.1.1 Operationales Lernziel: 22
1.1.2 Ausgangssituation: 22
1.1.3 Lernziele: 22
1.1.4 Lernzielbereiche: 22
1.2 Stufe I - Vorbereitung 23
1.3 Stufe II - Vormachen und Erklären 24
1.4 Stufe III - Nachmachen erklären lassen 25
1.5 Stufe IV - mündliches Wiederholen selbstständiges Anwenden: 25
1.6 Anlagen 26
1.6.1 Vorlage Tagungsanfrage 26
1.6.2 Musteremails 27
1.6.3 Merkblatt Ordnung/Sauberkeit 30
Herstellen von “Melonenschiffchen“ 31
1.1 Unterweisungsablauf 32
1.1.1 Operationales Lernziel 32
1.1.2 Lernzielbereiche der Unterweisung 32
1.1.3 Lernzielerläuterung 32
1.1.4 Ausgangssituation 32
1.2 Stufe I - Heranführen des Auszubildenden an die Aufgabe 33
1.3 Stufe II - Vormachen und Erklären 34
1.4 Stufe III - Nachvollzug durch den Auszubildenden (nachmachen lassen) 36
1.5 Stufe IV - Zusammenfassen, Erfolgskontrolle, Üben und Anwenden 37
7
Inhaltsverzeichnis
Unterweisung zum fachgerechten Auflegen einer Tischdecke 40
1.1 Ausführung zu den Lernzielbereichen 41
1.2 Stufe I - Heranführen des Auszubildenden an die Aufgabe 42
1.3 Stufe II - Vorarbeiten und erklären 43
1.4 Stufe III - Nacharbeiten und Erklären des Auszubildenden 45
1.5 Stufe IV - Erfolgskontrolle durch eine mündliche Zusammenfassung des
Gezeigten durch den Auszubildenden 46
1.6 Anlagen 47
1.6.1 Merkblatt für den Auszubildenden 47
1.6.2 Übungsblatt für den Auszubildenden 48
Das richtige Falten bzw. Brechen der Serviettenform Schiffchen 49
1.1 Ausführung der Lernzielbereiche 50
1.2 Stufe I: Vorbereitung 50
1.3 Stufe II: Vormachen und Erklären 51
1.4 Stufe III: Nachmachen und Erklären 52
1.5 Stufe IV: Erfolgskontrolle durch mündliche Zusammenfassung 53
1.6 Anlagen 54
1.6.1 Übungsblatt 54
1.6.2 Merkblatt 55
Annehmen einer Reservierung 56
1.1 Ausführung der Lernzielbereiche 58
1.2 Stufe I: Vorbereitung 59
1.3 Stufe II: Vormachen / Erklären 60
1.4 Stufe III: Nachmachen und erklären lassen 62
1.5 Stufe IV: Selbständig anwenden 63
1.6 Anlagen 64
1.6.1 Reservierungsanfrageformular 64
1.6.2 Übungsblatt - Lückentext 65
1.6.3 Reservierungsanfrage per Fax 66
1.6.4 Reservierungsanfrage per E-Mail 67
Fachgerechtes Brechen der Serviettenform „Artischocke“ 68
1.1 Unterweisungsablauf 69
1.1.1 Operationales Lernziel: 69
1.1.2 Lernzielstufen: 69
1.1.3 Lernzielbereiche: 69
1.1.4 Ausgangssituation: 69
1.2 Stufe I - Heranführen des Auszubildenden an die Aufgabe 70
1.3 Stufe II - Vormachen und Erklären 71
1.4 Stufe III - Nachvollzug durch Auszubildenden (Nachmachen) 73
1.5 Stufe IV - Selbstständiges anwenden mündlich Zusammenfassen und
vertiefen 74
1.6 Übungsblatt / Anleitung 75
8
Inhaltsverzeichnis
Schneidetechnik von Weißbrot und Karotten 76
1.1 Unterweisungsablauf 77
1.2 Stufe I - Vorbereitung / Methodische Einführung 77
1.3 Stufe II - Vormachen 79
1.4 Stufe III - Nachvollziehen und Erklären 80
1.5 Stufe IV - Zusammenfassung 81
Reservierungsannahme 82
1.1 Stufe I : Vorbereiten 83
1.2 Stufe: Vormachen und Erklären 85
1.3 Stufe III: Nachmachen und erklären lassen 86
1.4 Stufe IV: Selbständiges Anwenden 87
1.5 Anlagen 88
1.5.1 Reservierung 88
1.5.2 Übungsblatt 89
1.5.3 Lösung zum Übungsblatt 90
1.5.4 Kurzinformation zu den Zimmern und Preisen: 91
1.5.5 Muster-Reservierungsanfrage per Brief 92
1.5.6 Reservierungsanfrage per Fax 93
Flechten von Teigwaren 94
1.1 Stufe I „Vorbereitung des Auszubildenden“ 95
1.2 Stufe II: „Vormachen und erklären“ 96
1.3 Stufe III „Ausführungsversuch machen lassen“ 97
1.4 4 Stufe „Beendigung der Unterweisung“ 98
1.5 Merkblatt: Quarkölteig 99
Autorenverzeichnis 100
9
Vorwort
Allein in Deutschland gab es 2004 fast 245.000 Unternehmen im Gastgewerbe mit rund 970.000 Beschäftigten und über 100.000 Ausbildungsplätzen. 1 Das Gastgewerbe ist somit eine der größten Dienstleistungsbranchen des Landes.
Im Gastgewerbe sind gute Umgangsformen ebenso wichtig wie eine rasche Auffassungsgabe. Diese zu fördern ist Aufgabe der betrieblichen Ausbilder. Diese sind für den praktischen Teil der verschiedenen Ausbildungen verantwortlich.
Die Ausbilder müssen in der Lage sein, den Auszubildenden die praktischen Arbeiten im Betrieb optimal zu erklären. Um dies sicherzustellen, sieht die IHK Prüfungen für die betrieblichen Ausbilder vor.
Zur Ausbildereignungsprüfung bei der IHK gehört neben einer theoretischen Prüfung auch die Präsentation oder praktische Durchführung einer Ausbildungseinheit. Im Rahmen dieser praktischen Prüfung soll der zukünftige Ausbilder seine berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation an einem Fallbeispiel nachweisen. Das Thema der Ausbildungseinheit kann der Prüfungsteilnehmer selbst wählen. Der Prüfungsausschuss beurteilt die Unterweisung
anschließend nach vorgegebenen Kriterien.
Für diesen Teil der Prüfung ist eine schriftliche Vorbereitung notwendig, die meisten Kammern verlangen ohnehin die Vorlage einer schriftlichen Ausarbeitung des Unterweisungsentwurfes. Viele Prüfungsteilnehmer gehen unsicher an diese Aufgabe heran. Sie sind - dadurch dass sie meistens schon lange Jahre in der Praxis tätig sind - ungeübt in der theoretischen Bearbeitung und Ausformulierung einer Fallaufgabe. Hinzu kommen oft Prüfungsangst und Lampenfieber vor der Bewährungsprobe.
Je besser der Prüfling auf den Termin vorbereitet ist, desto eher lassen sich Unsicherheiten und Blockaden bei der Präsentation vor dem Prüfungsausschuss vermeiden. Eine gründliche Planung sichert den Erfolg in der praktischen Prüfung!
Wir stellen Ihnen hier 10 Unterweisungsentwürfe aus dem Hotel- und
1 Deutscher Hotel- und Gaststättenverband:
http://www.dehoga-berlin.de/home/daten_und_fakten_921_0.html - Stand: 04/2006
11
Gaststättengewerbe vor, mit denen Prüfungsteilnehmer die
Ausbildereignungsprüfungen erfolgreich bestanden haben. Sie dienen als „Richtschnur“ und Inspirationsquelle.
Da die Anforderungen an den schriftlichen Unterweisungsentwurf nicht einheitlich geregelt sind, ist es wichtig, dass Sie sich vor der Ausarbeitung bei Ihrer Prüfungsstelle erkundigen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Prüfung!
12
Unterweisung 1 Schneiden von Äpfeln für Fruchtsalat Unterweisung zur Ausbildereignungsprüfung Ausbildungsberuf: Koch/Köchin
Ausbildungsstand: 1. Lehrjahr, 3. Monat Thema der Unterweisung: Schneidetechniken Operationales Lernziel: siehe nächste Seite
Unterweisungsplatz: Küche/Arbeitsplatz Gardemanger Dauer der Unterweisung: 15 Minuten
Verwendete Arbeitsmittel: Schneidebrett
Hiermit erkläre ich, dass ich den Entwurf selbstständig angefertigt habe. Ort Datum Unterschrift
13
1.1 Unterweisungsablauf
1.1.1 Operationales Lernziel
Der/die Auszubildende ist nach der Unterweisung in der Lage, verschiedene Obstsorten, z.B. Äpfel und Birnen unter Beachtung fachlicher, arbeitstechnischer und ökologischer Aspekte zu einem Teil eines Fruchtsalates zu verarbeiten.
1.1.2 Ausgangssituation
Der/die Auszubildende ist im 1. Lehrjahr, den 3. Monat im Bereich Gardemanger.
Grundkenntnisse über die Obstsorten sind vorhanden. Als Vorkenntnisse wurden schon der Umgang mit Messern sowie ökologisches Arbeiten vermittelt.
Der Lehrling wurde bereits mit Hygiene- und Unfallverhütungs-vorschriften vertraut gemacht.
1.1.3 Erreichen des Lernzieles
Das oben angegebene Lernziel wird angestrebt. Die Durchführung erfolgt nach der 4-Stufenmethode:
1. Vorbereiten
2. Vormachen, erklären
3. Nachmachen und erklären lassen
4. Vertiefen, mündlich wiederholen
Die angewendeten didaktischen Prinzipien lauten Prinzip der Fasslichkeit, Prinzip der Aktivierung und Prinzip der Anschaulichkeit sowie der Lernerfolgssicherung.
1.1.4 Lernzielbereiche
Kognitiv: Arbeitsschritte, Abläufe Affektiv:
Psychomotorisch: Schneiden, Schälen 14
1.2 Stufe I - Heranführen des Auszubildenden an die Aufgabe
1. Arbeitsmaterialien bereitstellen, Unterweisungsplatz aufbauen
• Schneidebrett
• Messer
• Schüsseln
• Obst, Früchte
• evtl. Arbeitshandschuhe
2. Begrüßung des Auszubildenden, Abbau von Befangenheit
• Freundliche Begrüßung des Auszubildenden
• Händedruck
• Kurz vorstellen
• Um die Befangenheit abzubauen, erkundige ich mich bei ihm/ihr nach seiner/ihrer Stimmung, baue seine/ihre Ängste ab.
3. An das Thema der Unterweisung anknüpfen
• Nennen des Themas: „Schneiden eines Fruchtsalates“
• Erfragen von Vorkenntnissen im Bereich des Themas und der Benutzung eines Messers
• Einkleiden bzw. auf die Kleidungsvorschrift hinweisen
4. Interesse wecken und motivieren
• Fruchtsalat ist eine gesunde Speise, nicht nur zum Frühstück.
• Herausschmecken der einzelnen Früchte ist ein Zeichen der Frische der Waren
5. Sinn und Zweck der Aufgabe erklären, Lernziel nennen Der/die Auszubildende ist nach der Unterweisung in der Lage, verschieden Obstsorten sowie Früchte unter Beachtung fachlicher, arbeitstechnischer und ökologischer Aspekte zu einem Fruchtsalat zu verarbeiten.
6. Lernziel im Zusammenhang mit der Gesamtausbildung nennen Der Ausbildungsrahmenplan schreibt vor, dass dem/der Auszubildendem alle Kenntnisse und Fähigkeiten der Küche, im Allgemeinen dem Bereich Gardemanger, vermittelt werden. Der Lehrling hat somit die Möglichkeit, seine selbst gelernten Fähigkeiten (z.B. Schnitttechniken) zu verbessern und zu vertiefen.
15
1.3 Stufe II - Vormachen, Erklären
1. Was - Wie - Warum
Hygienehinweise geben, bei Schnittverletzungen Arbeitshandschuhe Begründung: Übertragung von Krankheiten
2. Was - Wie - Warum
Auf Unfallverhütungsvorschriften (UVV) hinweisen Begründung: Gefahren der Verletzungen
3. Was - Wie - Warum
Reinigen des Arbeitsplatzes mit einem Wischtuch Begründung: Hygiene (-vorschriften)
4. Was - Wie - Warum Arbeitsplatzvorbereitungen
Brett auflegen, Schüsseln zurecht stellen, Messer und Obst bereitlegen Begründung: Um rational und ordentlich arbeiten zu können
5. Was - Wie - Warum Auf Mülltrennung hinweisen Begründung: Speisereste sind kompostierbar
6. Was - Wie - Warum
Äpfel vierteln: Apfel auf Schneidebrett stellen, festhalten, mit großem Messer halbieren, Hälften nochmals halbieren Begründung: Um Kerngehäuse zu entfernen, ungenießbare Teile werden entfernt
7. Was - Wie - Warum
Fruchtstücke entkernen: Stücke in die Hand nehmen, mit kleinem Messer das Kerngehäuse entfernen Begründung: zur einfacheren Weiterverarbeitung
8. Was - Wie - Warum
Bearbeitete Früchte in kleine Stücke schneiden, ein Viertel auf das Brett legen, in längliche Spalten, danach quer in Stücke schneiden Begründung: leichteres Essen der Fruchtstücke
16
9. Was - Wie - Warum
Durchmengen der Apfelstückchen, mit Zitronensaft marinieren alle Zutaten in eine große Schüssel geben, durchschwenken Begründung: Damit die einzelnen Zutaten nicht braun werden
10. Was - Wie - Warum Arbeitsplatz säubern
Brett abspülen, Schüsseln und Messer reinigen, abtrocknen. Schalenreste richtig entsorgen, Arbeitsplatz abwischen und trocknen Hygienische Reinigung
Begründung: weiterarbeiten an gesäubertem Arbeitsplatz
1.4 Stufe III - Nachmachen und erklären lassen
1. Ich bitte den Auszubildenden, den gesamten Vorgang zu wiederholen.
2. Der Auszubildende soll während den Arbeitsschritten erklären, was er macht, wie er es macht, warum er es macht.
3. Stellen von Zwischenfragen
4. Auf evtl. Fehler aufmerksam machen, erneut zeigen oder erklären.
5. Arbeitsergebnis gemeinsam bewerten.
6. Bei groben Mängeln oder Defiziten erneute Wiederholung der betroffenen Arbeitsschritte.
7. Belobigung bei guter bis sehr guter Arbeit, evtl. Hinweise auf Verbesserungen - angemessene Kritik bei unsauberer oder unfachlicher Arbeit.
8. Unklare Arbeitsschritte, Fragen des Auszubildenden werden erklärt.
9. Wenn alle Fragen geklärt sind, kann der Auszubildende mündlich wiederholen.
17
1.5 Stufe IV - Zusammenfassung, üben, vertiefen, anwenden
1. Der Auszubildende sollte die wesentlichen Arbeitsschritte mündlich zusammenfassen bzw. wiederholen, mit Erklärung „Was, Wie, Warum“
2. Selbstbewertung des Auszubildenden
3. Schließen der letzten Lücken
4. Überreichung von Merkblättern, welche der Auszubildende zur Übung der Unterweisung verwenden kann
5. Hinweis, dass die Unterweisung (mit kurzer Erläuterung der Arbeitsschritte) im Berichtsheft erscheinen sollte
6. Hinweis auf die nächste Unterweisung, in welcher man das eben Gelernte anwenden möchte
7. Dem Auszubildenden wird gedankt, dass er weder Zeit noch Mühe gescheut hat, zu der Unterweisung zu erscheinen.
8. Freundliche Verabschiedung
18
1.6 Anlagen 1.6.1 Übungsblatt I
Woraus kann der Fruchtsalat hergestellt werden?
Äpfel Walnüsse Orangen Birnen Pinienkerne
Welche Vorschriften gibt es zu beachten? Nenne ein Beispiel für jede!
19
1.6.2 Übungsblatt II
Welche Aussagen treffen auf einen Obstsalat zu?
.. wird aus regionalen Produkten hergestellt
.. wird aus alten Früchten gemacht (Verwertung)
.. hierzu werden ökologische Produkte
Warum sollte man die Äpfel mit Säure marinieren?
20
Unterweisung 2
Bearbeitung einer Kundenanfrage
Unterweisung für die praktische Prüfung nach AEVO
Ausbildungsberuf: Hotelfachmann
Ausbildungsstand:
Dauer der Unterweisung: Arbeitsmittel: Schreibgerät
Unterweisungsablauf: siehe unten 1.1.3 Lernziele Anlagen: Vordruck “Tagungs-Anfrage”
Hiermit erkläre ich, dass ich den Entwurf selbstständig angefertigt habe.
Ort Datum Unterschrift
21
Quote paper:
GRIN Verlag (Hrsg.), 2006, 10 in der Praxis erprobte Unterweisungen für die Ausbildungsberufe im Hotel- und Gaststättengewerbe, Munich, GRIN Publishing GmbH
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