Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Zum Begriff der Prosodie’ 1
3 Die prosodischen Merkmale 2
3.1 Der Akzent 2
3.2 Die Intonation 3
3.3 Die Quantität 3
4 Die prosodischen Merkmale im Spanischen 4
4.1 Der Akzent im Spanischen 4
4.2 Die Intonation im Spanischen 5
4.3 Die Quantität im Spanischen 6
5 Zusammenfassung 6
Literaturverzeichnis 7
II
1 Einleitung
In der vorliegenden Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Die prosodischen Merkmale im Spanischen“, welches in den Bereich der Phonologie fällt. Für eine erste Hinführung zu meinem Thema werde ich zuerst die prosodischen Merkmale im Allgemeinen darstellen, um dann im zweiten Teil meiner Arbeit konkret auf die prosodischen Merkmale im Spanischen einzugehen. Der Einfachheit halber und zum besseren Verständnis werde ich, außer in der nachfolgenden Definition von Prosodie, in der vorliegenden Arbeit nicht zwischen prosodischen Merkmalen und prosodischen Einheiten unterscheiden, wie es die hinzugezogene Fachliteratur tut.
Auf das prosodische Merkmal ‚Junktur’ gehe ich in meiner Arbeit nicht näher ein, da dies in der Fachliteratur nur am Rand erwähnt wird.
2 Zum Begriff der ‚Prosodie’
Die „Prosodie ist ein Spezifikum der gesprochenen Sprache.“ 1 Sie beinhaltet jene Merkmale der Stimme, die eine Sprechhandlung begleiten, u.a. den Akzent, die Intonation und die Quantität. Die prosodischen Merkmale sind also insgesamt Merkmale der Lautbildung. Ohne diese prosodischen Merkmale wäre die gesprochene Sprache nicht existent.
‚Prosodisch’ ist synonym mit dem Begriff ‚suprasegmental’, d.h. diese prosodischen oder suprasegmentalen Merkmale sind nicht direkt segmentierbar, sondern nur nachweisbar durch den Vergleich mit vorangehenden und nachfolgenden Satzelementen. Der Begriff ‚suprasegmental’ ist auf zwei Arten interpretierbar: einerseits versteht man darunter, dass der Bereich dieser Merkmale größer ist als der eines Segments, andererseits bedeutet ‚suprasegmental’, dass sich die prosodischen Merkmale über die segmentalen Bereiche einer sprachlichen Äußerung legen.
Alle suprasegmentalen Merkmale zusammen bilden den Bereich der Prosodie. Während die Distinktivität der segmentalen Phoneme auf Unterschieden in der Lautqualität beruht, erhalten die suprasegmentalen Phoneme ihre Distinktivität durch Unterschiede in der Betonung, also der Akzentuierung, der Tonhöhe (Intonation) sowie der Länge (Quantität).
1 Kehrein, Roland: Prosodie und Emotionen. Tübingen 2002, S. 5
1
Die Prosodie wird einerseits auf der phonetischen Ebene untersucht, der die prosodischen Merkmale zugehören, andererseits auf der phonologischen Ebene, die sich mit den prosodischen Einheiten befasst. Den prosodischen Einheiten Akzent, Intonation und Quantität der phonologischen Ebene werden - in gleicher Reihenfolge - die prosodischen Merkmale Prominenz, Tonhöhenverlauf und Dauer auf der phonetischen Ebene zugeordnet.
Die Prosodie beschäftigt sich also über die einzelnen Phoneme hinaus mit deren intonatorischen und akzentuellen Eigenschaften in Einheiten wie Wörtern bis hin zu Sätzen. Die prosodischen Merkmale realisieren semantische, syntaktische und lexikalische Strukturen und bewirken somit die Übermittlung der Intention des Sprechers. Sie sind also außerordentlich wichtige und unerlässliche Bestandteile des sprachlichen Systems für eine funktionierende und erfolgreiche Kommunikation zwischen zwei Interaktionspartnern.
3 Die prosodischen Merkmale
3.1 Der Akzent
Der Akzent bewirkt eine Hervorhebung bzw. eine „Prominenz“ des akzentuierten Lauts, die verursacht wird durch Veränderung der Dauer, des Atemdrucks und/oder der Tonhöhe. Der Akzent ist ein relationales Merkmal, da ein Teil einer Äußerung nur akzentuiert wird, um sich von den anderen Teilen abzuheben. Der akzentuierte Laut kann also niemals allein, sondern immer nur suprasegmental betrachtet werden. Die intensivere Artikulation akzentuierter Laute bewirkt eine Abschwächung in der Artikulation benachbarter nichtakzentuierter Laute. Weiterhin lässt sich durch fortlaufende Akzentuierung ein Rhythmus in der gesprochenen Sprache herstellen.
Der Akzent kann in verschiedenen Positionen auftreten. Der gebundene Akzent liegt immer auf einer bestimmten Silbe eines Wortes; ist er fest, so verschiebt er sich auch bei der
Flexion des Wortes nicht, ist er gebunden und beweglich liegt der Akzent immer auf der selben Silbe, „ist jedoch beweglich in demselben Wort.“ 2 Der freie bewegliche Akzent bezeichnet unterschiedliche Akzentpositionen in verschiedenen
2 Elke Grab-Kempf: Kontrastive Phonetik und Phonologie Deutsch-Spanisch. Frankfurt 1988, S.
220
2
Arbeit zitieren:
Bernadette Bideau, 2003, Die prosodischen Merkmale im Spanischen, München, GRIN Verlag GmbH
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